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Entwicklungspsychologie (Subject) / 5. Störung des Sozialverhaltens (Lesson)

5. Studieneinheit - Soziale Kompetenz

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  • Was sind Kernmerkmale und Symptome für eine Störung des Sozialverhaltens? Kernmerkmale: aggressives Verhalten, dissoziales Verhalten und aufsässiges Verhalten (oppositionelles Verhalten)     - Verletzung sozialer Normen und Erwartungen   - Verletzung der Rechte anderer Tyrannisieren, Streitigkeiten, Wutausbrüche, Zerstörung von Eigentum, Quälen von anderen Menschen und Tieren, Waffengebrauch, Schule schwänzen, Fernbleiben von Zuhause trotz elterlichen Verbots
  • Was ist wichtig bei der Diagnosestellung? Was macht eine Störung gravierender? - Symptome müssen häufig und lange auftreten (nach ICD-10: mindestens 6 Monate). - Verhaltensweisen in Kombination und in erheblicher Schwere - Verhaltensweisen widersprechen altersgemäßen Erwartungen - Gravierendere Störung bei: früher Beginn der Verhaltensweisen, tritt in verschiedenen Lebenslagen auf, Überwiegen Risiko- oder Schutzfaktoren?
  • Soziale Kompetenz: Wo im bio-psycho-sozialen Modell ist die soziale Kompetenz anzuordnen und was hat das mit der Störung des Sozialverhaltens zu tun? Betrifft die Aspekte des „Selbst“-> in der Psyche Entwicklung sozialer Kompetenz als Merkmal um Störung des Sozialverhaltens entgegen zu wirken
  • Soziale Kompetenz: Was sind wesentliche Bestandteile der sozialen Kompetenz? Nennen Sie Beispiele dafür: 1.     Kognition / Kognitive Fertigkeiten: Impulskontrolle, Selbstkontrolle, Empathie, Problemlösefähigkeiten, Perspektivenübernahme 2.     Verhalten / Verhaltenskompetenzen: „Skills“, Rechte anderer akzeptieren und meine Rechte einfordern, Gespräche beginnen und beenden können, „nein“ sagen können (Soziale Effektivität und Akzeptanz)
  • Was sind sozial-kognitive Prozesse? / Definieren Sie den Begriff „Sozial kognitive Prozesse“ -  Prozesse, die einer Handlung vorrausgehen und diese planen und die Ausführung „überwachen“ - Interne Handlungsvorbereitung und -steuerung im sozialen Kontext
  • Das Modell der sozial-kognitiven Informationsverarbeitung (vgl. Crick/Dodge 1994): Beschreiben Sie die sechs Stufen des Modells (ggf. mit Beispielen)! 1. Wahrnehmung/Entschlüsselung sozialer Hinweisreize„Trigger“ -> ich werde angesprochen, angelächelt, sehe eine Situation bei der ich „mitmachen“ möchte, …   2. Interpretation/Bewertung des Hinweisreizes - Dem wahrgenommenen Reiz wird eine Bedeutung zugeschrieben,- Löst Emotionen aus   3. Klärung von Handlungszielen anhand der Bewertung- Was möchte ich mit meiner Reaktion erreichen?   4. Konstruktion der Handlungsalternativen- Was könnte ich machen, um mein Ziel zu erreichen? Welche Möglichkeiten habe ich?   5. Bewertung der Lösungsmöglichkeiten, Handlungsauswahl und Entscheidung-- Welche Handlungsoption ist die Beste?- Welche Option wähle ich aus?   6. Endgültige Auswahl und UmsetzungUmsetzung meiner Handlungsstrategie (ich lächle zurück, Begrüße jemanden, spreche jemanden an, antworte auf etwas,…) --> Danach folgt die Bewertung der Peers, woraufhin der Kreislauf wieder von neuem startet --> Jeder Schritt wird beeinflusst von der „Data-Base“ und von Emotionsprozessen, heißt die Entscheidung über Handlung wird beeinflusst durch Werte und Normen, die wir kennen und anwenden, wie „Emotional“ wir werden möchten, wie persönlich oder professionell wir dem Gegenüber begegnen möchten etc.
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