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GK Mediävistik (Subject) / 0. miscellaneous/basics (Lesson)
Was ist Mediävistik? Zeiteinteilung/inner-/außersprl. Kriterien
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- Was ist Mediävistik? "medium aevum" - das mittlere Zeitalter; in Europa ca 500-1500; beschäftigt sich mit Kultur, Sprache, Geschichte, Literatur d. Mittelalters Germanistische Mediävistik: ca. 700-1500
- Periodisierung > 750: Germanisch 750-1050: Althochdeutsch; Beginn d. schrftl. Überlieferung, 2. LV 1050-1350: Mittelhochdeutsch; Staufische Blütezeit; Nebensilbenabschwächung, 1350-1650: Frühneuhochdeutsch; Entwicklung d. Städte/sozialer Schichten/Unis; Monophthongierung, Diphthongierung, Dehnung offener Tonsilbe < 1650: Neuhochdeutsch; Ende d. 30-jährigen Krieges; Standardisierung, Grammatiken, Normpoetiken
- Alterität Andersartigkeit, Fremdheit, Ferne, Wandel in - Sprache - Literatur - Ästhetik - Kultur u. Gesellschaft
- Grundlagen/Ebenen des Sprachwandels prosodisch/suprasegmentell: z.B. Wandel von freiem zu festem Wortakzent segmentell: Veränderung in Zahl und Verteilung v. Vokal- und Konsonantenphonemen (phon.) Flexion: Übergang starker zu schwachen Verben (bellen - ball - gebollen > bellen - bellte - gebellt) (morphologisch) Wortbildung: Entstehung neuer Affixe aus Lexemen (Adjektivsuffix -lich, s. Leiche, fr. "Körper") Syntax: Wortstellung Semantik: Bedeutungsveränderung Lexik: z.B. Entlehnungen Pragmatik: z.B. Wandel von Höflichkeitsformen (Ortho)Graphie: z.B. Entwicklung der Substantivgrobschreibung Textlinguistik: Entwicklung neuer Textsorten
- Zwiebelmodell d. Sprachwandels Äußere Faktoren beeinflussen innere Schichten, innere Faktoren beeinflussen innere Schichten "innen": Grammatik, Phonologie, Morphologie, Syntax "außen": Lexikon, Onomastikon -> wandelbarer
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