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GK Mediävistik (Subject) / 1. Indogermanisch - Germanisch (Lesson)

Entwicklung des Idg. zum Germ., dessen Ausgliederung aus den idg. Sprachen

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  • Welche Merkmale lassen sich den Indogermanen zuschreiben? Wann? Worte für Gold, Silber, Erz (aes), aber nicht für Eisen -> Urvolk vor Entdeckung d. Eisens 2000 v. Chr., Ende der Neusteinzeit, Bronzezeit, danach Auseinandergliederung
  • Indogermanisch 7000-2500 v. Chr. relativ einheitliche Sprache; bezeugte Sprachen (Hethitisch, Indisch) sind sehr weit weg von Ursprache und bereits weit ausgebildet Wulfilas Bibelübersetzung als früheste Überlieferung einer germ. Sprache (Gotisch)
  • Neuerungen d. Germanischen Germanische Lautverschiebung (1. LV) -> Ausgrenzung der germ. Dialekte aus dem Idg. Akzentwandel: Initialbetonung (zog weitere phonologische u. morphologische Veränderungen nach sich -> Abschwächung unbetonter Nebensilben, evtl. Umlaut, Abbau im Flexionssystem etc.)
  • Genetische Sprachverwandtschaft ca. 200 Sprachfamilien (Idg. Sprachfamilien) -> Rekonstruktion ca. 140 Einzelsprachen; ca. die Hälfte der Weltbevölkerung spricht eine idg. Sprache Idg. -> Julius Klaproth, 1823, geographisch motiviert
  • Idg. Sprachzweige z.B. Germanisch, Slawisch, Italisch, Keltisch, Indo-Iranisch, Albanisch, Romanisch, Baltisch, Griechisch ... Früheste Überlieferungen: Hethitisch: ca. 1450 v. Chr., Griechisch-Mykenisch: ca. 1200 v. Chr., Vedisches Sanskrit: ca. 1000 v. Chr.
  • Lexikalische Gemeinsamkeiten vgl.  nhd. Bruder  drei        engl. brother  three         arab. akh    thalath Grammatische Ähnlichkeiten: ähnliche Verbalformen (Nasal in der 1. Ps. Sg. athematischer Verben)
  • flektierende vs. agglutinierende vs. isolierende Sprachen flektierend: neben Suffix Veränderungen im Wort (Umlaut), Verschmelzung d. Morpheme agglutinierend: Finnisch isolierend: syntaktische Bezeichnung nicht durch morphologische Mittel, sondern Grammatik ausgedrückt
  • Synthetischer vs. analytischer Sprachbau synthetisch: syntaktische Beziehungen durch morphologische Markierung am Wortstamm analytisch: syntaktische Beziehungen durch Konjunktionen/Präpositionen bzw. Satzstellung
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