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DiDaz (Subject) / 1. Klausur (Lesson)
Deutsch als Zweitsprache
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- DaM Deutsch als Muttersprache, besser: Deutsch als Erstsprache - Erstsprache: bis Ende des 3. Lebensjahres erlernte Sprache - auch mehrere Erstsprachen möglich (bspw. bilingual aufgewachsen
- DaF Deutsch als Fremdsprache (in einem Land außerhalb Dtl. gelernt) - außerhalb D/A/CH/L
- DaZ Deutsch als Zweitsprache (in Deutschland gelernt, andere Erstsprache) - innerhalb D/A/CH/L - Bayern einziges Bundesland, in dem DaZ angeboten wird als Unterrichtsfach - hier einzige Professur, die sich mit Didaktik des DaZ befasst
- lernunabhängige Faktoren - sozioökonomischer Status z.B. Asylsuchende (Bücher kaufen, Geld für Nachhilfe) - Bildungsnähe der Eltern - Sprachkapital der Eltern - Bildungsaspiration (Becker, Gresch 2016, Brizic 2007) - Status im Zielland - soziales Netzwerk
- lernerabhängige Faktoren - Sprachen, bzw. Spracherfahrung - Vorkenntnisse - Lern- bzw. Schulerfahrung - Strategien - Motivationale Faktoren: Sprache
- Allgemeines zu DaZ - grundlegender Spracherwerb zwischen 1+4 Jahren (Szagun (Sprachentwicklung beim Kind)) bzw. 5 Jahren - Sprache kann man nur als Interaktion lernen (Sprechen und Schreiben) → Kunst ist, alles miteinander zu verknüpfen - sprachliche Bildung betrifft alle (!!!) - als Lehrer genau überlegen, mit welcher Textsorte man es zu tun hat → präzise Begriffe verwenden, da Fachsprache präzise ist - zu starkes Konzentrieren auf Wortschatz nicht gut → Textebene nicht vergessen - bei sprachlicher Förderung an ganze Textstrukturen denken - mehr Arbeit mit sprachlichen Handlungen als Textsorten nur bei DaM und DaZ, nicht bei DaF - Heterogenität der Klasse beachten - SuS müssen wissen, was sie machen sollen, welche Erwartungen L. hat → Orientierungshilfe geben - Verknüpfungen im Kopf herstellen, damit SuS kognitiv denke
- Mehrsprachigkeit (Lüdi, Py 1984) Individuelle Mehrsprachigkeit -bezieht sich auf einzelnen Sprecher - Lebensumstände, Identität Territoriale/gesellschaftliche Mehrsprachigkeit - Sprachgebrauch im mehrsprachigen Raum Institutionelle Mehrsprachigkeit - Verwendung mehrerer Arbeitssprachen in Institutionen
- Zeitpunkt des Spracherwerbs Simultaner Spracherwerb - 2 oder mehr Sprachen ab Geburt - mehrsprachig ist hier nicht DaZ, sondern bilingual Sukzessiver Spracherwerb - zweite Sprache wird erst im Anschluss an Erstsprache erlernt (meist ab 4. Lebensjahr) → (früher) Zweitspracherwerb → Zweitsprache wird meist zur stärkeren Sprache
- Charakteristika von hier geborenen SuS mit DaZ - verdeckte Sprachschwierigkeiten im Bereich Schriftsprache - oft keine Probleme mit DaM in Sprechen und Verstehe
- Charakteristika Seiteneinsteiger - zunächst Förderung im Bereich Alltagssprache - Schulsprache lernen sie schneller - meist in L1 alphabetisiert, können auf Spracherfahrung in L1 aus Herkunftsland zurückgreifen - verfügen über fachliches Wissen, das sie aus Herkunftsland mitbringen
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- Zweitspracherwerbshypothesen (3 Elemente spielen wichtige Rolle) 1. Verhältnis erworbener Sprache zur Zielsprache → linguistische Erkläransätze des Zweitspracherwerbs 2. Biologische Grundlagen und psychische Mechanismen + Strategien im Erwerbsprozess → kognitionspsychologische Erkläransätze des Zweitspracherwerbs 3. Sprachliches Handeln der Lernenden im Gespräch mit Sprechern der Zielsprache → soziopsychologische Erkläransätze des Zweitspracherwerbs
- kontrastive Erwerbshypothese / Kontrastivhypothese (Fries/Lado 40er-60er Jahre) - damals noch keine Unterscheidung zw. L1- und L2-Erwerb - Grundaussage: - Lerner haben L1 und diese beeinflusst L2 - Grundsprache des Lerners beeinflusst den Erwerb der L2 dadurch, dass in Grund- und Zweitsprache identische Elemente + Regeln leicht und fehlerfrei zu erlernen sind - vom Hintergrund her heute nicht mehr kompatibel, Transfer würde heute nicht mehr so gelten - aufgrund der Infos über jeweilige Sprache kann Prognose abgegeben werden, wie hoch der Grad der Lernschwierigkeiten ausfallen könnte - Behaviorismus: - Input → Blackbox <--Output - Lernen = Bilden von Gewohnheiten - Transfer bedeutet: Man überträgt Gewohnheiten aus L1 auf L2 - Bsp. for Breakfast Ich esse ein Burot. Ich beganke mich. (Sprossvokale, falsche Freunde) - gleiche Strukturen und Regeln in beiden Sprachen werden richtig auf L2 übertragen - Unterschiede verursachen Lernprobleme (negativer Transfer – Interferenzen) → Erkläransatz wurde Komplexität des L2-Erwerbs nicht gerecht: Lernschwierigkeiten wurden auf Grundlage eines systematischen Sprachvergleichs vorausgesagt Kritik: Primat des Mündlichen vor dem Schriftlichen, Drill und Einschleifen
- Kontrastiv-analytische Erwerbshypothese: - Energie auf Unterschiede in L1 und L2 legen - aus Strukturunterschieden lassen sich Lernschwierigkeiten vorhersagen - Sprachsysteme müssen verglichen werden, aus Vergleich ergeben sich Lernschwierigkeiten - viele Bereiche, die wichtig zum Erlernen einer Sprache sind, werden ausgeblendet - Kritikpunkt ist behavioristischer Hintergrund, denn L1 ist KEIN Faktor für L2
- Identitätshypothese (Dulay & Burt): - Ausgangspunkt Chomskys These von genetisch angelegter menschlicher Sprachfähigkeit - Neue Erkenntnis: Entscheidend für die Fehler im Lernprozess ist Struktur des Lernobjekts, also die Grammatik der Zielsprache - Lerner passt selbst sein unvollkommenes Regelsystem aufgrund der Rückmeldung immer an die Zielnorm an - Erwerb L2 verläuft isomorph zu L als Grundsprache: - in beiden Fällen aktiviert Lerner angeborene mentale Prozesse, die bewirken, dass zweitsprachliche Regeln + Elemente in gleicher Abfolge erworben werden wie in grundsprachlichen - ebenso, wie Fehler beim Erwerb der L1 von der Struktur der L1 determiniert werden, sind Fehler beim Erwerb der L2 durch die Struktur der L2 bedingt - Skinner – Reiz-Reaktion (Hund lernt, auf Klingelzeichen hin, an bestimmter Stelle Futter zu suchen; Ratte – Hebel – Futter)
- Interlanguagehypothese (Selinker) - Integration der Kontrastiv- und Identitätshypothese: - möglicher Einfluss der Strukturen der L1 - Aneignung der Sprache mit Hilfe von Lernstrategien - Differenzierung zwischen: - Strategien, mit denen sich der Lerner zielsprachliche Elemente aneignet - L2-Kommunikationsstrategien, mit denen der Lerner kommunikativ erfolgreich handelt - Lerner bilden eigene Lernersprache (Interlanguage), die Elemente der L1 und L2 beinhaltet, sowie Elemente, die keiner der beiden Sprachen zuzuordnen sind z.B.: Ich habe einen Brief geschreibt. - Bedeutung von Chunks in der ersten Sprache des Erwerbs - Abfolge sich verändernder Lernersprachen, die dem Sprachsystem der Zielsprache immer ähnlicher werden, Fehler als nächste Entwicklungsstufe: L2-Erwerb vollzieht sich in Zwischenstufen
- Interdependenzhypothese (Schwellenhypothese, Cummins): - mit Kompetenzen der L1 muss bestimmte Stufe erreicht werden, damit L2 erworben werden kann → widerlegt - Cummins führt Begriffe BICS (Basic Interpersonal Communication Skills) und CALP (Cognitive Academic Language Proficiency) ein BICS vs CALP
- - Interdependenzhypothese (Schwellenhypothese, Cummins) Teil 2: → Interdependenz- und Threshold-Hypothesen wurden zur Rechtfertigung eines verspäteten Einsatzes des Unterrichts in der L2 für Angehörige von Minderheiten verwendet - in Bayern bis 90er-Jahre solche national-homogenen Klassen - am wenigsten erfolgreiche Klassen jemals - L haben sich zu wenig ausgetauscht → katastrophale Abiturergebnisse Cummins: CALP nur übertragbar von L1 auf L2, heute weiß man: CALP ist übertragbar von L1 auf L2 sowie von L2 auf L1 Cummins hat viele Begriffe nicht ordentlich definiert, daher viel Kritik
- Doppel-Eisberg-Modell (Cummins 1980) → CALP ist nicht sprachbezogen/sprachspezifisch, sondern übertragbar!
- Comprehension Hypothesis (Input-Hypothesis) nach Krashen - Verweigerung zu sprechen, wenn man in neues Land kommt – ist normal, man baut sprachliches Gerüst auf
- Output Hypothesis nach M. Swain zwingt Lernenden, sprachlich verständlich zu sein
- Interaktionshypothese nach Long: - zusätzliche Weiterentwicklung der Input-Hypothese nach Krashen - Kommunikation impliziert Wechselbeziehung von Input und Output
- Processability-Hypothese (Pienemann): - Spracherwerb folgt bestimmten Regeln - U muss auf Entwicklungsstand der Interlanguage abgestimmt sein, der L2 erfolgreich sein kann - Spracherwerb läuft in bestimmten grammatischen Bereichen chronologisch, in so genannten Erwerbssequenzen, ab - jede Sequenz ist bestimmtes Entwicklungsstadium, in dem bestimmte Formen und Strukturen der L2 bearbeitet werden - Erwerbssequenzen (in L1 und L2) kommen so zustande, dass Lerner sich die Strukturen der Zielsprache schrittweise erschließen - Erstsprache verändert wesentliche Erwerbsschritte in Zweitsprache Deutsch nicht - Reihenfolge der Erwerbsphasen kann auch durch U nicht willkürlich verändert werden: gezielte Vermittlung kann Erwerb der nächsten Stufe lediglich beschleunigen
- Klassische Zweitspracherwerbsforschung - L1 (Lado, Fries, Selinker) - Prozesse und Strategien der Lerner (Selinker) - Input (Krashen) - Output (Swain) - Kompetenzen im Bereich CALP (Cummins) - Bildungsniveau der Familie (Cummins) - Beschulung: Submersion – Immersio
- Sprachliche und nichtsprachliche Faktoren (Ahrenholz 2008): Einflussfaktoren sprachlich nicht sprachlich Intern extern sprachliche Faktoren: - Qualität und Quantität der Sprachkontakte (Vorbilder) - aufeinander aufbauender U - sprachstrukturelle Kenntnisse + Fertigkeiten in L1 / einer anderen Sprache - typologische Unterschiede zwischen L1 und L2 nichtsprachliche Faktoren interne Faktoren: - Alter / Entwicklungsstand - Motivation - Sprachlernfähigkeit - Geschlecht - externe Faktoren: - Größe der Migrantengruppe - Kontaktmöglichkeiten - Integrationsbereitschaft / Rückzug - Aufenthaltsdauer / -status - Wohnsituation - Geschwisterreihenfolge Salienz – perzeptuelle Auffälligkeit eines Phänomens + Frequenz – Häufigkeit + Transparenz – Sinn eines Phänomens = → guter Lernerfolg!!
- Erwerbssequenzen nach Diehl --> BILD !!!!! - wichtige Forschungen zu Erwerbssequenzen stammen von Diehl - Stufen dürfen nicht übersprungen werden - Unterricht einer höheren Stufe kann zur Störung bereits erworbener Stufen führen (Gefahr des back-slidings)
- Profilanalyse nach Grießhaber: - Aufzeichnung von Daten eines Lernenden - Auswertung nach bestimmtem Verfahren - Feststellung des Sprachstands - für mündliche und schriftliche Sprache geeignet - erfasst ausschließlich Stellung verbaler Elemente und des Subjekts - erfasste Stufe korreliert hoch mit anderen sprachlichen Bereichen wie Wortschatz und Morphologie
- Durchführung der Profilanalyse nach Grießhaber - Zerlegung der Äußerungen in minimale syntaktische Minimaleinheiten (im Regelfall ein finites Verb) - Ermittlung der Profilstufe je syntaktischer Minimaleinheit - Ermittlung der Profilstufe des gesamten Textes, dabei gilt: - bei zwei Möglichkeiten der Erfassung wird höhere Stufe gewertet - erreichte Stufe ist die, die in einem Text von mindestens 15-25 Zeilen dreimal und mehr ermittelt wird - mündliche Sprachprobe sollte mindestens 10 Minuten dauern ---> BILD !!!!
- Funktion der Sprache im Fachunterricht: - als Lern-, Reflexionsgegenstand - als Lernmedium - als Kommunikationsmittel mit-/untereinander - als Leistungsüberprüfung → nichts verlangen, was nicht typisch für die tägliche Kommunikation ist
- Alltagssprache - BICS - v.a. mündlich - einfach gehalten - Füllwörter - keine Fachbegriffe - Du-Form
- Bildungssprache - CALP - Sprache des Lernens - Vermittlung zw. Alltag u. Wissenschaft - vorwiegend schriftlich - Passivkonstruktionen, Partizipialattribute, Komposita, Modalverben - komplexe Aussagen - Sprache als Lehrmedium
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- Schulsprache - Rahmen von U, Inhalt ist Bildungssprache - bestimmte sprachliche Handlungen, die nur für Schule konzipiert sind z.B. „Schlagt euer Buch auf!“, „Als HA machen wir…!“
- Modell nach Koch/Oesterreicher → mit wem spreche ich in welcher Situation? - auch heutzutage noch kritisch betrachtetes Modell - Sprache der Nähe / der Distanz nach Koch/Oesterreicher Sprache der Nähe - Einbettung in situativen Kontext - Situation, die ich anfassen kann - eher mündlich - phonisch – medial mündlich (Telefongespräch) - in Augen schauen Sprache der Distanz - eher schriftlich - graphisch – medial schriftlich (Lexikoneintrag, der soeben gelesen wird) - zeitlich verschoben, verspätet ________________ - auf beides anwendbar: - auf Raum bezogen (räumliche Entfernung) - Grad der Emotionalität - alle Texte, die wir lesen sind entweder graphisch oder phonisch – es gibt nicht beides!
- medial Schulbuch, Grafik
- medial phonisch Telefonabspielung
- Konzept „Medium“ entweder schriftlich oder mündlic
- Kontinuum Ich kann nicht sagen konzeptionell schriftlich oder mündlich
- Zusammenhang zwischen Nähe + Distanz Nähe: mündlich Distanz: schriftlich Medium: nicht eindeutig einordbar/zuzuordnen - medial mündlich = anrufen - medial schriftlich = SMS
- Beispiele Nähe / Distanz - „Wie hat es dir gefallen?“ – „Gut!“ → konzeptionell mündlich - „Antworte in ganzen Sätzen!“ – „Mir hat es sehr gut gefallen!“ → konzeptionell schriftlich
- Basisqualifikationen der Sprachaneingung nach Ehlich: - A die rezeptive und produktive phonische Qualifikation (phonetische und phonologische Lautunterscheidung und -produktion, Erfassung und zielsprachliche Produktion von suprasegmental-prosodischen Strukturen (Wort- und Satzintonation), sonstige paralinguistische Diskriminierung und Produktion (Betonung, Schreien vs. Flüstern usw.) - B die pragmatische Qualifikation I (aus dem Einsatz von Sprache bei anderen deren Handlungsziele erkennen und darauf angemessen eingehen sowie Sprache angemessen zum Erreichen eigener Handlungsziele einsetzen) - C die semantische Qualifikation (die Zuordnung sprachlicher Ausdrücke zu Wirklichkeitselementen und zu Vorstellungselementen sowie zu deren Kombinatorik rezeptiv und produktiv herstellen) - D die morphologisch-syntaktische Qualifikation (zunehmende Befähigung, komplexe sprachliche Formen, Form- und Wortkombinationen sowie Kombinationen zu Sätzen und von Sätzen zu verstehen und herzustellen) - E die diskursive Qualifikation (Strukturen der formalen sprachlichen Kooperation erwerben; Befähigung zum egozentrischen handlungsbegleitenden Sprechen und zur sprachlichen Kooperation im Zusammenhang mit aktionalem Handeln, zur Narration (Erzählfähigkeit), zum kommunikativen Aufbau von Spiel- und Phantasiewelten) - F die pragmatische Qualifikation II (die Fähigkeit, die Einbettung von Handlungsbezügen in unterschiedlichen sozialen Wirklichkeitsbereichen zu erkennen und die angemessenen Mittel zur kommunikativen Einflussnahme auf diese Wirklichkeitsbereiche zielführend nutzen) - G I die literale Qualifikation I (Erkennen und Produzieren von Schriftzeichen, Umsetzung mündlicher in schriftliche Sprachprodukte und umgekehrt) - G II die literale Qualifikation II (Entwicklung von Graphie, Lesevermögen, Orthographie und Textualität, Auf- und Ausbau von Sprachbewusstheit)
- Werner Knapp – verdeckte Sprachschwierigkeiten - Lehrkraft nimmt nicht wahr, mit welchen Kompetenzen SuS kommen - schaut man genau hin, sieht man, was fehlt - hat mit Fachlichkeit wenig zu tun - didaktische Konsequenzen: konzeptionelle Schriftlichkeit schulen, aber auch konzeptionelle Mündlichkeit, da SuS auch längere Vorträge halten müssen können
- Werner Knapp – verdeckte Sprachschwierigkeiten Teil 2 - auch im Mündlichen kann man konzeptionell schriftliche Formen haben (Physik: Vortrag medial mündlich) - km + mm – Kinder experimentieren in Gruppe - medial graphisch – Kinderlexikon zum Thema Magnetismus - medial phonisch /mündlich – Präsentation vor der Klasse - medial schriftlich – SuS schreiben über Experiment
- DaZ-Lernern fehlen Strukturen aus dem Alltag - Emotionalität/Aufregung spielen Rolle beim Sprechen - Deutsch-U arbeitet viel mit Mündlichkeit, Texte in Lehrmaterialien sind nicht konstant (Sachen werden vermischt, sodass km + ks herauskommt)
- Aspekt der Mündlichkeit: Üben, Gedanken mündlich zu formulieren und Faden nicht zu verlieren - SuS beibringen, Gelerntes auf alle Fächer anzuwenden - Schülertext Romulus und Remus: Welche Formulierungen wurden der konzeptionellen Mündlichkeit entnommen? - Einschübe in einfachen Sätzen, Satzverknüpfungen durch „und“, durchgehende Verwendung des bestimmten Artikels (die Mutter vs. der Romulus) - sprachliche Varietäten in verschiedenen Fächern → Konsequenz für meinen U: - darauf eingehen, dass Wörter in verschiedenen Bereichen verschiedene Bedeutung haben - Unterschiede transparent und klar machen - Basis der Bildungssprache vermitteln → Basis für alle, aber aufzeigen, dass es in anderen Fächern andere Begriffsverwendungen gibt - Lehrwerk Seiteneinsteiger multimedial + offen - Lehrwerk Regelschüler Schulbücher und andere didaktische Lehrwerke, die im U verwendet werden → Wie sind Aufgabenstellungen zu formulieren? Wie sind sie formuliert? Was zeichnet gute Aufgabenstellung aus?
- Sprechakttheorie (Austin 1962; Searle 1969) - Unterscheidung von eindimensionalen (beschreiben) und mehrdimensionalen (analysieren, interpretieren) Operatoren
- Operatoren (handlungsinitiierende Verben) beschreiben Art der Diskurse, sind mit Funktion der jeweiligen Darstellungsformen verbunden – Erklären, Begründen, Stellung nehme
- Operatoren im Detail Anforderungsbereich 1: Reproduktion des Gelernten nennen, herausarbeiten, beschreiben, charakterisiere Anforderungsbereich 2: Reorganisation und Transfer erstellen, darstellen, begründen, erklären, erläutern, vergleichen Anforderungsbereich 3: Reflexion und Problemlösung überprüfen, beurteilen, bewerten, vergleichen, erörtern
- Taxonomiestufen nach BLOOM - Lernziele können unterschiedlichen Taxonomiestufen zugeordnet werden - Taxonomien dienen der Ordnung von Lernzielen - helfen, die Verschiedenartigkeit von Lernzielen nach logischen Kriterien hierarchisch zu gliedern - sind für die Lernzielkontrolle sehr nützlich - jede Stufe baut auf der vorangehenden Stufe auf und beinhaltet sie --> Tabelle !!!!!!
- Identitätshypothese (Strategie, Methode, Kritik) Strategien: - Vereinfachung komplexer Formen (Verben im Infinitiv) - Übergeneralisierung von Regeln auf Bereiche, in denen sie nicht gelten, z.B. sie gehte statt sie ging - doppelte Markierung einer Funktion, z.B. Kombination starker und schwacher Präteritumsbildung: sie heißtete statt sie hieß Methode: - möglichst natürliche Lernbedingungen Kritik: - Transfer nicht ganz auszuschließen - wir lernen L1 wie wir L2 lernen
- intrafachlicher Wortschatz Wörter, die nur der betreffenden Fachsprache angehören z.B. Zooplankton, Mitochondrie
- interfachlicher Wortschatz Fachwörter, die im betreffenden und in anderen fachsprachlichen Systemen erscheinen z.B. Struktur, Klassifikation, Analyse