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Pschologie (Subject) / Differentielle Psychologie (Lesson)

Universität Graz

This lesson was created by JanaBa.

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  • Definition Kreativität Kreativität ist die Fähigkeit etwas neues zu schaffen (Barron 2965) Ein kreativies Produkt ist ein neues Produkt, dass von einer Gruppe zu irgendeinem Zeitpunt als brauchbar oder befriedigend angesehen werden kann (Stein 1953) creatifity can be defiened as an idea or product that is original, valued and implemented (Csikzentmihalyi und Wolfe 2000)
  • Erfassung von Kreativität Biografische Ansätze (Einzelfallstudien, historiometrische Methode) Selbstbeurteilungsmethode (erfragt werden Charakteristika der kreativen Person) Fremdbeurteilung Persönlichkeitskorrelate (auf Basis von Persönlichkeitsvariablen wird Kreativität vorhergesagt) Maße zum divergenten Denken Erfassung kreativer Aktivitäten und Erungenschaffen/Leistungen psychometrischer Test
  • Kreativität und Wissen/Expertise: Skilled memory theory (Ericcson und Crucher 1990) jede Person kann Hächstleistungen auf jedem beliebigen Gebiet erbringen, 10 Jahres/10000 Stunden Regel für absolute Spitzenleistung (deliberate practice), Motivation, Ausdauer, Selbstdisziplin zentral
  • Foundation view/Tension view FV: je mehr domänspezifisches Wissen desto höher die Keativität in der Domäne TV: zu viel Wissen kann aber auch das Generieren neuer Ideen behindern-Unfähigkeit aus alten Denkgewohnheiten auszubrechen
  • Kreativität und Wissen/Expertise: Skilled memory theory (Ericcson und Crucher 1990) jede Person kann Hächstleistungen auf jedem beliebigen Gebiet erbringen, 10 Jahres/10000 Stunden Regel für absolute Spitzenleistung (deliberate practice), Motivation, Ausdauer, Selbstdisziplin zentral
  • Messung von Kreativität (s-potenzial) Konvergentes vs Divergentes Denken (Guiford 1967) => nur eine richtige Lösung vs mehrere richtige Lösungen
  • Kreativitätskonzeption nach Guilford 1950 Problemsensitivität, Flüssigkeit, Flexibilität, Originalität, Neudefinition, Elaboration, (Ausgestalten "Ausreifen" einer Idee)
  • Korrelate der Kreativität Barron (1955): K Tests mit Fremdrating korreliert, Guilford Test rtc=.33, TAT und Wortumordnungstest rtc um .45
  • Kreativität und Intelligenz Getzels&Jackson 1962: Intelligenz Tests und Kreativitäts Tests korrelieren zwischen .27 und .30, aber die Interkorrelationen der K Tests waren ähnlich hoch McNemar 1964: multiples R (IQ und K-Test)=.40 Exkurs: vereinzelt auch höhere Zusammenhänge berichtet um .50 bis .77 =>es kann ein Ausdruck von testbedingungen sein Wallach und Kogan 1965: ihrer Meinung nach erzeugen Zeitdruck und Testcharakter Kovariation, gaben Verfahren in spielerischer Form vor => zwichen KTests r=.41, zwischen ITests r=.51, zwischen K ud I r=.09 Meta Analyse (Kim,2005) über 21 Studien ergaben mittlere Korrelation von r=.17 Zusammenhang von Intelligenz höher bei latenten Analysen mit Originaliätsmaßen als Ideenflüssigkeit, bei expleziter Aufgabeninstruktion kreativ zu sein
  • Threshold (Schwellenwert) Hypothese Überdurchschnitlliche Intelligenz (Threshold= IQ>120) notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für hohe Kreativität Alternatve Formulierung: Intelligenz beeinflusst Kreativität positiv, aber nur bis zu einem gewissen IQ Grenzwert (&hat einen Einfluss über dem Grenwert), bisher uneinheitliche Befunde
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  • Kreativität und Schulleistung r von 0 bis knap über .30 (auch bei Konstanthaltung der intelligenz) multiple Regression: K klärt zusätzliche Varianzanteile der Schuleistung auf hochkreative Schüler sind bei Lehrern weniger beliebt als hochintelligente
  • Kreativität und Persönlichkeit Batey und Furnham: Zusammenhänge fallen unterschiedlich aus, je nachdem ob man künstlerische, wissenschaftliche oder Alltagskreativität untersucht Feist 1998: systematischr Beziehungen mit Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, self-acceptance, Feindseligkeit und Impulsivität Jauk, Benedek, Neubauer 2014: divergente Denkleistungen und Offenheit können kreative Aktivitäten vorhersagen, Intelligenz sagt kreative Leistung vorher
  • Modell für kreative Aktivitäten und Leistungen Tests aus kreativen Potentials sagen kreative Aktivitäten vorher, diese wiederum kreative Leistungen neben kreativen Potential sind Openness und Intelligenz zentrale Determinanten für Kreativität Intelligenz hat einen interaktiven Einfluss auf kreative Leistungen => bestimmt in welchem Ausmaß Aktivitäten in Leistungen überführt werden können
  • Aufklärung testunabhängiger Kreativitätsvarianz herausragend kreative Persönlichkeiten werden mittels verschiedenster psychologischer Methoden untersuch -> historiometrischen Analysen von Dean K. Simonton (untersuchte Lebensläufe) Barron: California Psychological Inventory- Zusammenhang zwischen Selbst und Fremdeinschätzung .60 Taylor und Holland: biografische Inventae sind die besten Prädiktoren für Kreativität
  • Wann kommen die guten Ideen? 4 Bs of creativity: Bed (Boring meetings), Bus, Bars, Bathroom
  • Flow? State of highest intrinsic motivation, loss if sense timw, no fear of feilure, no distraction, complete immersion (Eintauchen) in the task- Mihaly Csikszentmihalyi challenge=high, skill/expertise=high low, low -> Boredom low, high -> Unchallenged low, low -> Fear
  • Der kreative Prozess - Wallas 1926, ergänzt von Urban & Cropley 2002 Problemidentifikation -> Vorbereitungsphase -> Inkubation (Ausbrüten, Tüfteln, Ergänzen) -> Illumination (Geistesblitz) -> Beurteilung -> Verifikation -> Kommunikation -> Validierung divergente Phase: Problemidentifikation, Inkubation, Illumination => kreative Phase konvergente Phase: Rest
  • Prozessmodelle-Kreativität 1)Wallas 1926: Vorbereitung->Inkubation->Illumination->Verifikation, 2 nicht haltbare Grundannahmen: Inkubation und Illumination unbewusst & anders als kognitives Denken & bei Inkubation/Illumination ablaufende Prozesse sind unspezifisch für die Bereiche oder Inhalte des Denkens 2)Weisberg 1986: geniale Ideen kommen nicht aus dem Nichts sondern sind Ergebnisse harter Arbeit & intensivierter Wahrenehmungs-, Gedächtnis & Problemlösungsprozesse (höheres Niveau), Notwendigkeit einer differenzierten Expertise 3)Mendelsohn 1976: Voraussetzung für Kreativität ist die Defokussierung = breite Aufmerksamkeitsverteilung
  • Defokusierte Aufmerksamkeit Voherrschen defokussierter Aufmerksamkeitsprozesse bei Kreativen vs. weniger Kreativen -> weniger Kreative zeichnen sich hingegen durch eine stärker fokussierte Ausrichtung der Aufmerksamkeit aus => kognitive Flexibilität oder bgedankliche Beweglichkeit
  • Assoziative Hierachien (Mednick 1962) Individuelle Unterschiede in der Hierarchie von Assoziationen, die bei weniger Kreativen eher starr (Tendenz zu nahe liegenden Assoiationen) und bei Kreativen eher flach (Assoziationen zu weiter entfernten Bereichen) ausgeptägt Z.B. starr-> Dose entsorgen, flach-> Dose als Blumentopf verwenden
  • Primary process cognition flexibles Wechseln zwischen primären (frei-assoziativen, traumähnlichen) und sekundären (abstrakten, logischen, kognitiven) Bewusstseinszuständen -> kreative Personen berichten über Phantasie-Aktivitäten, besseren Erinnerungsvermögen an Träume
  • Was passiert im Gehirn bei Kreativität? EEG=>ähnliche Gehirnareale wie bei Intelligenz (präfrontale und parteriale/posteriore Regionen)
  • Fink und Neubauer: Kreativität/Gehirn bei divergenten Aufgaben => Zunahme der Alhaaktivität in parterialen, posterioren Gehirnregionen, auch frontal eine Alphasynchronisierung (inhibitorische top-down Kontrolle)
  • Brain activation during more or less original ideas expert rated each idea of a person originality more alpha in frontal and centro-parietal areas für mor original ideas (within a person) more alpha: not relxed state but more internally directed attention, imagination, more mind wandering
  • Vergleich krative vs. wenigere krative Personen kreative Personen haben mehr alpha power changes in der rechten Hemisphre und weniger in der linken während weniger kreative Personen in beiden Hemispheren mittel viele alpha power changes haben
  • Default Mode Network (DMN) Originalität = Wechselspiel aus ausgeprägten DMN und Dopamin System DMN Strukturen: v.a. Precuneus, erhöhte Bereitschaft zum internalen Prozessieren, Mind Wandering, Primärprozesse -> Bildung ungewöhnlicher Assoziationen-> Orginalität Dopaminerge Strukturen: Herabgesetztes Filtern (irrelevanter) eingehender Informationen ->Überinklusivität->Aufbau eines reichhaltigen semantischen Netzerks
  • Als gesichert in Punkto Kreativität kann bislang nur gelten: Kreativitäts-Items ergeben in Faktorenanalyse mit IQ Test Items eigenständige Faktoren Kreativität liefert unabhängige Beiträge zu Vorhersage von schulischen und außerschlischen Leistungen
  • Gründe für einen geringen Erkenntnisfortschritt bei Kreativität unklares Kriterium für die Pretaionalisierung bislang deutlich weniger INvestition in der Forschung Schwierigkeit der Situationsherstellung im Falle der sozialen Kompetenz
  • Temperamente nach Hippokrates Sanguiniker (Blut, Luft) Choleriker (gelbe Galle, Feuer) Melancholiker (schwarze Galle, Erde) Phlegmatiker (Schleim, Wasser)
  • Temperamente nach Wundt Anordnung der 4 Temperamente entlang 2er Dimensionen: starke Gemütsbewegungen und Schnelligkeit des Wechsels der Gemütsbewegungen starke GB und schneller Wechsel: Cholerisch starke GB und langsamer Wechsel: Melancholisch schwache GB und schneller Wechsel: Sanguinisch schwache GB und langsamer Wechsel: Phlegmatisch
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  • Kant: Klassifikation der Temperamente in... a)Temperamente des Gefühls b)Temperamente der Tätigkeit
  • Eysenck: Temperamente Dimensionen lail/stabil und intro-/extravertiert extravertiert und stabil: sanguinisch introvertiert und stabil: phlegmatisch extravertiert und labil: cholerisch introvertiert und labil: melancholisch
  • Gall: Phrenologie Beziehung zwischen der Form der Schädels und der Ausprägung verschiedener, in bestimmten Arealen vermuteter, Sinne
  • Konstitutionstypologien: Krperbautypen nach Kretschmer Pykniker: kurzer und gewöbter Rumpf, eher kurze Extrimitäten, großer und runder Kopf, breites und weiches Gesicht => zyklothym: gesellig, gutherzig, gemühtlich oder heiter humoristisch, lebhaft, witzig, mitunter auch still, weich, ruhig und schwernehmend => manisch depressiv Leptosome: schlanker und scmaler Rumpf, schmale und schlanke Extrimitätwn, schmales, spitzes Gesicht, hageres sehniges Oberflächenrelief => schizothym: ungesellig still, feinfühlig, empfindlich => schizophren Athletiker: trapezförmiger Rumpf, kräftiges Konochen und Muskelrelief, große Hände und Füße, derbes konturenreiches Gesicht => viskös: schwer bewegliche Affektivität, starre Behaarungstendenz, Neigung zu perseverativen und stereotypen Handlungsabläufen => epileptisch
  • Traits Dispositionseigenschaften, verallgemeinerte Verhaltensweisen/-eigenschaften, verbindet als Struktur die Reize und Reaktioenn miteinander
  • Psychotizismus Annahme: es gibt ein Kontinuum von Normalität zu psychotischen Erkrankungen (Schizophren, manisch-depressiv), also quantitative und nicht qualitative Unterschiede Forderung: Kriterium der Proportionalitiät soll erfüllt sein, Variablen die zwischen normal und psychotisch unterscheiden sollen auch zwischen hoch P und niedrig P Personen differenzieren Eigenschaften: aggressiv kalt, egozentrisch, unpersönlich, imulsiv, antisozial, uneinfühlsam, kreativ, hartherzig Korrelate: positiv mit Impulsivität, positiv mit Machiavellismus, pos mit deliquentem Verhalten bei Adoleszenten, Männer höher als Frauen, Jüngere höher als Alte, Künstler höher als Nicht-Künstler (haben höhere Werte)
  • Neurotezismus ängstlich, bedrükt, Schuldgefühle, wenig selbsbewusst, angespannt, irrational, schüchtern, launisch emotional
  • Extraversion gesellig, lebhaft, aktiv, assertiv, reizsuchend, sorglos, dominant, optimistisch, abenteuerlustig
  • Eysneck: Neurotezismus N bzw emotionale Stabilität vs. Labilität Neurotizismus Veralten besteht hauptsächlich aus starken Reaktionen des automatischen NS auf externe Reize von zunächst unbedingten, in der Folgezeit bedingtem Charakter. Die Grundlage dafür sei das limbische System, Hippocampus, Amygdala,Cingulum, Hypothalamus Annahme: es wird postuliert, dass N mit unterschiedlichen Erregungsschwellen im limbischen System in Zusammenhang steht => emotional labile Menschen weisen eine besonder niedrige Schwelle auf / emotional stabile Personen weisen eine hohe Erregungsschwelle auf Fazit: unter sonst gleichen Bedingungen sollten emotional labile bereits bei geringer Intensität von Reizen ein Ansprechen des limbischen Systems (und dementsprechend limbische, autonom Aktivation sowie alle Folgereaktionen) zeigen, während dazu auf Seiten emotional stabiler höherer Stimulusstärken bedarf
  • Persönlichkeitserklärung: Extaversion und Introversion - 2 Theorien von Eysenck Hemmungs- und Arousal Theorie (Erweiterung) Unterschiede in Extraverion und Introversion entstehen durch ein interindividuelles unterschiedliches Verhältnis von Erregungs und Hemmunsprozessen (welches genetisch determiniert ist). Das Erregungs-/Hemmunggewicht ist bei Extravertierten in Richtung Hemmung und bei Introvertierten in Richtung Erregung verschoben Extravertierte neigen zu Ausbildung nur schwacher exzitatorischer Potentiale, aber schnell aufgebauter, intensiver und nur langsam abklingender inhibitorischer Prozesse Introvertierte neigen zur Ausbildung starker exitatorischer Potentiale aber nur langsam einsetzender schwacher Inhibitionsprozesse
  • Hemmungstheorie-Eysenck 1957 Grundlage der Theorie sind Annahmen über Prozesse der Erregung (Exzitation) und Hemmung ( Inhibition) in ZNS Bei der Entstehung von S-R-Verbindungen erfolgen sowohl posititive, exzitatorische oder erleichternde als auch negative, inhibitoische oder hemmende Veränderungen in den Nervenbahnen, die für die Leitung der Impulse zuständig sind. Während exzitatorische Prozesse für Konditionierung und Lernen maßgeblich sein sollten, sind inhibitprische Veränderungen für Verlernen, Vergessen und Löschung verantwortlich. Inhibition verliert sich im Laufe der Zeit asch, Exzitation dagegen nicht (also nur langsam)
  • Arousaltheorie - Eysenck 1967 Die Retikulärformation ist beteiligt an der Initiierung und Aufrechterhaltung von Protessen der Motivation, Emotion und Konditionierung (über erregende und hemmende Kontrolle autonomer und Haltungs-Verönderungen) und Attraktivitäten wie Aufmerksamkeit, Aktivierung und Orientierungsverhalten (in Koordination mit dem Kortex) Annahme: Extraversion/Introversion wird mit der Erregungsschwelle des aufsteigenden Aktivierungssystems ARAS in Beziehung gebracht, Introvertierte sollen eine geringere, Extravertierte eine höhere Ansprechbarkeitsschwelle haben. Es besteht eine wechselseitige Beeinflussung von ARAS Aktivität und kortikalem Arousal. Damit sollten Introvertierte chronisch kortikal stärker erregt sein als Extrsvertierte Die Bezirhung zwischen kortikalem Arousal und retikulärem Bombardement ist positiv bis zu dem Punkt an dem transmarginale Hemmungen im Sinne einer Schtzfunktion einsetzen und weiteren Aktivierung entgegenwirken (die Aktivierung fällt sogar ab) Es besteht ein unterschiedlicher optimales Erregungsniveau bei Extraversion und Introversion
  • Verhltenskorrelate Extraversion geht mit positiver Emotionalität einher Neurotizismus geht mit negativer Emotionalität einher Neurotische Personen berichten mehr alltägliche Probleme, reagieren mehr und stärker mit Emotionen, zeigen stärkere Stressreaktionen Francis 1999: Happiness is a thing called stabled extraversion Neurotizismusskala liest sich wie eine Anleitung zum Unglücklichsein Neurotiszismus ist aufgrund der höheren Ängstlichkeit vor Gefahren ein Schutzmechanismus: bis 25 Jahre ist für Adoleszente mit hohen N Werten eine geringere Sterblichkeit aufgrund von Unfällen zu beobachten, ab 25 Jahren allerdings eine höhere aufgrund von anderen Ursachen (Krankheiten, Suizid) Deviantes, kriminelles Verhalten: (neurotische) Extravertierte sollten mehr Divianz/Kriminalität (schlechtere Konditionierbarkeit) zeigen -> uneindeutige Evidenz Extravertierte sollten schlechtere Langzeitproduktion aber bessere Kurzzeitproduktion zeigen (geringeres Arousal nach Lernen) Introvertierte sollen besser konditionierbar sein als Extravertierte
  • J. Grays 1981 Rainforcement sensitivity Theory RST eine Modifikation der PEN Theorie Gray bezieht seine Befunde aus der Physiologie und Tierforschung, er unerscheidet 3 Systeme die in emotionalen Situationen relevant sind: Verhaltenshemmungssystem BIS, Verhaltensaktivierungssystem BAS, Angriffs-/Fluchtsystem Persönlichkeitsbeschreibung: es gibt einen identischen Faktorenraum für Extraversion und Neurotizismus mit einer Rotation der Achsen um 45 Grad: Gehemmtheit (Ängstlichkeit) und Aktiviertheit (Impulsivität) werden als die primären Persönlichkeitseigenschaften angesehen
  • Messung von BIS/BAS BIS/BAS Fragebogen von Carver&White 1994 (Deutsch: Strobel et al 2001) Validitätshinweise: In Tagebuchstudien berichten BIS-hoch Studien mehr negativenAffekt, BAS-hoch mehr positiven Affekt (generell bei positiven und negativen Studien),BIS korreliert hoch mit N, BAS korreliert hoch mit E, bislang unklar ob BIS und BAS etwas vorhersagen können was nicht auch N und E vorhersagen können, Beziehung zur Schüchternheit N>E bei Schüchterheit
  • Bewertung von BIS/BAS Ingesamt mehr empirische Bestätigung als Eysencks Theorie (betreffend Empfänglichkeit für Belohnung vs.Bestrafung) physiologische Evidenz aber für beide Theorien eher schwach, aber nach Matthews & Gillard 1999 besser für RST Jüngst: Revision durch Gray und Mc Naughton
  • Temperamentstheorie von Cloninger 1987 Neuheitssuche: Verhaltensaktivirungssystem BAS, Dopamin Schadensvermeidung: Verhaltenshemmungssystem BIS, Seratonin Belohnungsabhängigkeit: Verhaltensfortführungssystem BMS, Noradrenalin
  • Messung und Validität: Temperamentstheorie von Cloninger 1987 Messung: Tridimensional Personality Questionnaire TPQ Neurowissenschaftliche Überprüfung Challenge Tests- mittels Pharmaka wird betroffener Neurotransmitter stimuliert und anschließend physiologische und/oder behaviorale Reaktion studiert Bestätigung am ehersten für Novelty Seeking (dopaminerge Aktivierung) Für andere Systeme schwache Evidenz Trotzdem viel Beachtung, da auch Erklärungsanspruch für Persönlichkeitsstörungen und genetische Basis von Persönlichkeitsunterschieden
  • Bewertung des PEN Modells Verdienste: Eysenck hat theoretische Weiteretwicklung und vor allem eine Vielzahl empirischer/experimenteller Arbeiten angeregt Kritik: bislang vielzahl zum teils höchst inkonsistenter Einzelbefunde (die meisten Studien untersuchen nur eine AV in Abhängigkeit von E und/oder N und/oder P und deren Kombinationen, nur wenige Wechselbeziehungen) Eysenck stellt zum Teil Ergebnisse aus Einzelstudien als unumstößliches Faktum dar, obwohl kaum oder keine erfolgreichen Replikationsversuche pupliziert wurden Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe um Eysenck sind zumeist positiver als die anderer Forscherteams es ist teilweise bei Eysenck nicht unterscheidbar, was eine gezielte Vorhersage und was eine gelungene Post-hoc Interpretation darstellt
  • Big-5 Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit, Extraversion, Neurotizismus OCEAN Erfassung Neo-FFI nach Costa & McCrae: 60 Items, Neo-PI-R nach Costa & McCrae: 240 Items
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