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Allgemeine Psychologie 1 (Subject) / Prüfung (Lesson)

WS 2019/2020 Uni Würzburg

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  • Lernen 2 Operantes (instrumentelles) Konditionieren Verstärkerpläne: wann effektiv? - Kontiguität = Raum-zeitliche Nähe  - Intensität = je intensiver Verstärker, desto besser (Motivation und Erwartung) - Erklärung von Belohnung und Strafe = bessere Wirkung von Verstärkern bei verbaler Erklärung+milde Strafe (zu intensive Strafe mindert Wirkung von Erklärungen) 
  • Lernen 2 Operantes (instrumentelles) Konditionieren Probleme + Lösung Probleme:  - Verstärkung als Bestechung? - Erzeugung von Gier - Reduzierung von intrinsischer Motivation Lösung: - Prinzip der kleinsten Intensität: möglichst schwache Verstärker wählen - Stärkung von Kompetenz - Beteiligung der Empfänger einer Intervention
  • Lernen 2 Operantes (instrumentelles) Konditionieren Shaping + Autoshaping Shaping: Problem = opera. Konditionierung funktioniert nur, wenn gewünschtes Verhalten spontan gezeigt wird Lösung = stufenweise Annhäherung an ein Verhalten, das der Organismus natürlicherweise nicht zeigt  Autoshaping: abergläubisches Verhalten
  • Lernen 3 Latentes Lernen Lernen + Performanz - klass.+oper. = Lernen immer unmittelbar im Verhalten niederschlägt ABER: gibt Situationen, in denen der Organismus lernt, ohne das sich Lernen unmittelbar im Verhalten niederschlägt  ->latentes Lernen zeigt sich erst bei Verfügbarkeit einer Verstärkung (Futter) Trennen: Lernen (nicht immer im Verhalten sichtbarer Prozess)                Performanz (Äußerung des Erlebten im Verhalten)
  • Lernen 3 Latentes Lernen Implizites Lernen Double-Agent-Effect - Situationen, in denen Menschen etwas über ihre Umwelt lernen, ohne darüber berichten zu können Merkmale: - beiläufig (inzidentell) - Lernprozess (bzw. Ergebnis) unbewusst - unabhängig von Aufmerksamkeitsfaktoren (serial reaction time task (SRTT)) Double Agent Effect = unbewusste operante Konditionierung 
  • Lernen 3 Latentes Lernen Modelllernen - sozial-kognitive Lerntheorie (Bandura, 1965) - automatische (genetisch) Imitation bei Kleinkindern  4 Faktoren determinieren, ob Verhalten imitiert wird: - Aufmerksamkeit - Gedächtnis - motorische Reproduktionsfähigkeit  - Motivation Problematisches Imitationsverhalten = Werther-Effekt (Nachahmung Suizid/Straftaten)
  • Gedächtnis 1 Definition Lernen = Lernen von Verhalten Gedächtnis = mentale Prozesse und Repräsentationen, die dem Lernen zugrundeliegen Prozesse -> Enkodierung + Speicherung + Abruf  Gedächtnisformen: -> Speicherdauer + Speicherkapazität + Repräsentationsformat 
  • Gedächtnis 1 "modales" Modell (Atkinson+Shiffrin, 1968) U-KZG Ultrakurzzeitgedächtnis (sensorisches Register) - Speicherformat: anschaulich, modalitätsspezifisch (visuell, auditiv) - Speicherdauer: wenige Momente = ca. 500 ms - Speicherkapazität: große (unbegrenzte?) 
  • Gedächtnis 1 "modales" Modell (Atkinson+Shiffrin, 1968) KZG bis phonologische Kodierung Kurzzeitgedächtnis - Speicherformat: Info wird phonologisch gespeichert - Speicherdauer: ca. 10 sekunden - Speicherkapazität: gering (so viel, wie in 2 sekunden gesprochen) -->Kapazitätslimitierung = deutlich bei unmittelbaren seriellen Reproduzieren ; digit span -> 7+-2 beziehungslose Informationseinheiten  Miller: Chunking -> Behaltensleistung verbessern Hinweis phonologische Kodierung = Wortlängeneffekt
  • Gedächtnis 1 "modales" Modell (Atkinson+Shiffrin, 1968) KZG bis Arbeitsgedächtnis Suche im KZG = 38 ms  Rehearsal = Infos im KZG intern wiederholt -> bleiben erhalten  -> verhindert = nach 10 sek. nicht mehr verfügbar moderne Theorien: Funktion des KZG für menschliche Informationsverarbeitung ->mentale Operation -> Formulierung Arbeitsgedächtnis
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  • Gedächtnis 1 "modales" Modell (Atkinson+Shiffrin, 1968) Arbeitsgedächtnis (Baddeley, 1986) - zentraler Operator steuert einzelne Schritte kognitiver Prozesse (Kopfrechnen, logisches Denken) - episodischer Puffer: Vermittlung zw. 2 Sklavensystemen + Zwischenspeicher 2 Sklavensysteme: - phonologische Schleife = enstpricht KZG - visuell-räumlicher Skizzenblock = Kurzzeitspeicher für visuell-räumliche Infos --> Störung durch Zweitaufgaben = doppelte Dissoziation
  • Gedächtnis 1 "modales" Modell (Atkinson+Shiffrin, 1968) Langzeitgedächtnis LZG - Speicherformat: semantisch + episodisch + prozedural - Speicherdauer: unbegrenzt (nicht immer abrufbar) - Speicherkapazität: unbegrenzt (nicht immer abrufbar) - Elaboration - Level of processing = tiefe der Verarbeitung - Primacy-Effekt 
  • Gedächtnis 1 "modales" Modell (Atkinson+Shiffrin, 1968) LZG : Einflüsse auf Abruf - besser, je mehr Hinweisreize - Reproduzieren (Recall) - Wiedererkennen (Recognition) --> Mischung: cued Recall  Kontexteffekte: Abruf besser, wenn Kontext beim Abruf dem des Lernens entspricht  Vergessen: Interferenz - proaktive Interferenz= alte Infos stören den Abruf neuer Infos  - retroaktive Interferenz = neue Infos stören Abruf alter Infos  Konsolidierung = Verfestigung einer Gedächtnisspur dauert noch lang an  Rekonsolidierung = einmal im LZG gespeicherte Ereignisse sind veränderbar
  • Gedächtnis 2 bedeutungsbezogene Wissensrepräsentation - können zwar Einzelheiten einer Lernepisode speichern (episodische Speicherung), aber nur Bedeutungen werden langfristig repräsentiert (semantische Speicherung) --> auch bei Speicherung von Bildern gehen oberflächliche Infos schnell verloren Repräsentation von Bedeutungen = 2 Aspekte - Proposition = repräsentieren Ereignisse ohne deren perzeptuellen Details - Begriffe = repräsentieren Klassen von Ereignissen und Objekten anhand ihrer typischen Merkmale 
  • Gedächtnis 2 Propositionen - bestehen aus Argumenten und Relationen (Prädikaten) - kleinste Wissenseinheit, die eine selbständige Aussage bildet - sprachübergreifende Beschreibungen der bedeutung eines Sachverhaltes  --> Relationen zw. Propositionen lassen sich als propositionales Netz darstellen
  • Gedächtnis 2 Begriffe - Wissen ist in Form von Begriffen organisiert - Zusammenfassungen = Kategorien/Konzepte Funktion:  -kognitive Ökonomie = bestimmte Klasse + Eigenschaften der Klasse - Vorhersagbarkeit = sobald zugeordnet, Vorhersagen über Eigenschaften  -->hierarchische Organisation Evidenz für Sonderstellung Basisbegriffe: - Objekte spontan mit ihrem Basisbegriff benannt  - Kinder erwerben zuerst Basisbegriffe  - Basisniveau ist höchmöglicher Abstraktionsgrad->gemeinsamer motor. Umgang 
  • Gedächtnis 2 Bestimmung von Begriffen 3 Ansätze - definierende Merkmale  - Prototypen - Menge von Exemplaren
  • Gedächtnis 2 Bestimmung von Begriffen definierende Merkmale Begriff = bestehend aus Menge von Merkmalen - Objekt gehört zu Begriff, wenn es alle Merkmale besitzt - alle Objekte, die zu einem Begriff (Spatz) gehören, besitzen automatisch die Merkmale der übergeordneten Begriffe (Vogel) -> Mathematik: Zahlenarten  Probleme: - Typikalität = Merkmale variieren in ihrer Wichtigkeit für die Kategoriezugehörigkeit  - Familienähnlichkeit  --> definierende Merkmale eines Begriffs sind empirisch kaum bestimmbar
  • Gedächtnis 2 Bestimmung von Begriffen Prototypen = eine Menge charakteristischer, aber nicht unbedingt notwendiger Merkmale  - Begriffszugehörigkeit ergibt sich aus der Ähnlichkeit mit dem Prototypen - Typikalität
  • Gedächtnis 2 Bestimmung von Begriffen exemplarbasierte Begriffsrepräsentationen = jedes einzelne je erlebte Exemplar wird zusammen mit seinem Begriffsetikett gespeichert  - Objekt wird mit allen je gesehen Objekten gleichzeitig verglichen - Erklärung Typikalität: Meise deswegen typischerer Vogel als Strauß, weil man viel mehr Meisen gesehen hat als Sträuße  Kritik:  - schwer vorzustellen, dass tatsächlich jedes erlebte Exemplar gespeichert wird - unklar, wann neue Kategorien angelegt werden