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Innovationsmanagement (Subject) / 1. Rahmenbedingungen und Herausvorderungen (Lesson)

Kapitel 1

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  • Relevanz von Innovation - vier Perspektiven betriebswirtschaftliche Perspektive politische Perspektive volkswirtschaftliche Perspektive gesellschaftliche Perspektive
  • Betriebswirtschaftliche Perspektive - bringt Wettbewerb, sonst nicht konkurrenzfähig - Lernen und Aktualisieren des eigenen Wissens (z.B. technische Ebene) - Generierung von Wettbewerbsvorteilen
  • Volkswirtschaftliche Perspektive - Basisinnovation beeinflusst langfristig die Gesamtwirtschaft - Innovationsintensität korreliert positiv mit Wirtschaftswachstum
  • Politische Perspektive - nat. Innovationstätigkeit entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftdwachstum -neue Unternehmen siedeln sich an, können subventioniert werden => Wirtschaftswachstum - staatliche Innovationsförderung ist ein Standortfaktor
  • Gesellschaftliche Perspektive - höhere Lebensqualität => Lösung globaler Herausforderungen - Iniitierung von Verhaltensänderungen aber auch Widerständen
  • gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen: Nationale Innovatiossysteme sind erfolgreich durch nationale Faktoren: - ökonomische Faktoren - soziale Faktoren - politische Faktoren - institutionelle Faktoren - organisatorische Faktoren - rechtliche Faktoren
  • Nationale Innovationssysteme nehmen Einfluss auf Verlauf und Ergebnis von Innovationsaktivitäten - Bereitstellung und Mobilisierung notwendiger Ressourcen - Einfluss auf Verhalten und Zusammenwirken beteiligter Akteure - Inno ist nicht nur Resultat einzelner Unternehmen und deren interne Faktoren - Innoprozess als kollektiver Lernprozess: Standortspezifische Wissensbasis führt zu wirtschaftl. Spezialisierung best. Regionen => keine vollständ. Globalisierung (Loslösung) der Unternehmen von lokalen Innovations- und Produktionsbezügen => Standort nach wie vor wichtiger Einflussfaktor auf Erfolg eines Unternehmens
  • Rahmen nationale Innovationssysteme kann auf andere räumliche Kontexte übertragen werden - Regionale Innovationssysteme - Supranationale (länderübergreifende) Innovationssysteme - Sektorale Innovationssysteme
  • Innovationssysteme dienen ... - der Schaffung, Diffusion und Vernetzung von Wissen - Umsetzung in Innovation innerhalb einer abgegrenzten geographischen Einheit (Land, Region, Branche)
  • Innovation wird determiniert durch ... Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik, Recht, Gesellschaft und (Länder)Kultur
  • Advertisement
  • nicht nur unternehmensinternen Faktoren für Innovation bedeutend, sondern auch vernetzte Strukturen zwischen beteiligten Akteuren bzw Institutionen
  • Gesamtperformance des (nationalen) Innovationssystems ändert sich durch Veränderungen -einzelner Akteure oder institutioneller Reformen - veränderten Beziehungen zwischen den Elementen
  • Intellektuelle Eigentumsrechte (IPR) - sollen den Hervorbringer einer Idee gegen Imitation schützen - Teil des immateriellen Unternehmensvermögens, sichern dem Erfinder die alleinigen Nutzungsrechte => wirtschaftliche Vorteile => erhöhen den Anreiz, in F&E zu investieren
  • Intellektuelle Eigentumsrechte (IPR) umfassen im Wesentlichen: - Patente - Copyright - Warenzeichen - Geschäftsgeheimnisse
  • Patente - Gewerblich anwendbares Schutzrecht (ca. 20 Jahre) - Technische Entwicklungen (neu, wirtschaftlich verwertbar, vom Stand der Technik abheben) können gegen Gebühr beim Patentamt geprüft und angemeldet werden - Patentinhaber kann Nutzungsrecht auf andere übertragen (z.B. in Form von Lizenzen) => Patentrennen können innovationsfördernd sein, aber auch negative Auswirkungen auf den Wettbewerb haben („The winner takes it all.“)    
  • Money vs. Innovation Für Innovation braucht man Geld, aber: Kein direkter Zusammenhang zwischen Innovationsausgaben und Erfolg - Kunde hat Angst vor Neuem  => marktliches Scheitern - Kunde findet keinen Nutzen in dem Produkt - Innovation scheitert bereits in der Entwicklungsphase (Bsp. Roche Medikament)    => je höher der Innovationsaufwand, desto größer der mögliche Verlust
  • Zusammenhang zwischen F&E-Ausgaben und Innovationserfolg eines Unternehmens: - Innovationen bedürfen fortlaufender Investition für F&E - kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Höhe der F&E-Ausgaben und dem Innovationserfolg -Entscheidend vor allem:  in welche Projekte investiert wird                                      wie erfolgreich diese Projekte gemanaged werden  
  • Generische Wettbewerbsstrategien nach Porter (1983)                                                             Strategischer Vorteil durch... Strategisches Zielobjekt     Branchenweit              Differenzierung           Kostenführerschaft                                        Beschränkung auf ein     Konzentr. Diff.               konzentr. Kostenf.                                        Segment
  • Leistungsdifferenzierung -          Angebot einer aus der Sicht des Kunden einzigartigen und überlegenen Leistung -          Preispremium (=Preisdifferenz zur Konkurrenz) als Treiber der Profitabilität -          Überlegene Fähigkeiten und Ressourcen notwendig
  • Kostenführerschaft -          Angebot eines Standardproduktes zum günstigen Preis -          Marktanteil und Umsatzvolumen als Treiber der Profitabilität -          Strukturelle Kostenvorteile notwendig
  • Grundlegende Annahmen Generische Wettbewerbsstrategien nach Porter -  Wettbewerbsvorteile entweder durch Leistungsdifferenzierung oder durch Kostenführerschaft => konkurrierende Wege (ansonsten: „Stuck in the middle.“) -  Erfolgreiche Umsetzung erfordert unterschiedliche Managementpraktiken -  Weiterentwicklungen: Integrative Kostenführerschaft / Leistungsdifferenzierung (hybride Strategie)
  • Theorie des magischen Vierecks des Innovationswettbewerbs nach Pfeiffer/Weiß (1990) gruppiert verschiedene Herausforderungen Vorbereitungskostenexplosion                           Verstärkter Qualitäts u.Leistungsdruck -Anstieg der F&E Kosten                                  -Forderung d K nach einzigartigen Merkmalen -steigende Produktkomplexität uVariantenzahl    -Mass Customization                                                                      - Nachfragemarkt Entstehungszyklusexpansion                        - Angebotstransparenz -Anstieg der Entwicklungszeiten                          Marktzykluskonzentration -Komplexität der Entwicklungsprojekte           - verkürzung Zeitspanne d Absatzes am Markt                                                                   - erhöhte Innovationsdynamik
  • Das Innovation Cockpit (Fliaster, 2000) Das Innovation Cockpit erweitert die Ansätze Porters um zwei weitere Faktoren:                                     Lower cost due toefficient processes Quality/Aftermarket                 INNOVATION                                Speed                                 Unique features of products and services => Zielharmonie als strategische Herausforderung↔
  • NOKIA Gründe für führende Position o    Fast-Follower-Strategie o    Starkes Markenimage o    Finanzielle Ressourcen o    Massenproduktion in eigenen Fertigungsstätten o    Kontrolle über Vertriebskanäle
  • NOKIA Ursachen für Niedergang Interne Handlungsweisen:                                   Externe Bedrohungen: -mangelnde Marktorientierung                         -wachsende Konkurrenz durch (billigere) Anbieter -Verpassen von Technologietrends                       - Marktsättigung -innovationshemmende Unternehmenskultur        -Trend zur Mass Customization
  • NOKIA Folgen und Herausforderungen des Verhaltens - Wettbewerbsfähigkeit nimmt ab - Absatzzahlen sinken - Marktanteile sinken - Preissenkung notwendig -Notwendigkeit der Innovation
  • Zahlreiche Rahmenbedingungen unterliegen einer ständigen Veränderung     - kontinuierliche Auseinandersetzung mit komplexem und dynamischen Umfeld     - Oftmals weiche Faktoren entscheidend     - auch externe Faktoren wichtig (wirtschaftl., politische, rechtliche und gesell. Aspekte)     - Innovationsmanagement: komplex, hochgradig wettbewerbsrelevant,        Entscheidungsunsicherheiten     - Kombination vieler Einflussgrößen bestimmt Erfolg; einzelne ungünstige Faktoren können zum Scheitern führen     - Innovationserfolg nicht zufällig; durch Auswahl, Gestaltung und Umsetzung von Innovationsprojekten und –prozessen lässt sich der Erfolg zu einem beträchtlichen Teil steuern
  • Handlungsempfehlungen für das Innovationsmanagement unter Zuhilfenahme des Innovation Cockpits                                              Mass- Customization statt                                                 Massenproduktion Bedarf für                                  INNOVATION                                Schnellere Markteinführung Veränderungen                                                                                             Leistungsdifferenzierung