28
Innovationsmanagement (Fach) / 1. Rahmenbedingungen und Herausvorderungen (Lektion)
Kapitel 1
Diese Lektion wurde von Benutzername915 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Relevanz von Innovation - vier Perspektiven betriebswirtschaftliche Perspektive politische Perspektive volkswirtschaftliche Perspektive gesellschaftliche Perspektive
- Betriebswirtschaftliche Perspektive - bringt Wettbewerb, sonst nicht konkurrenzfähig - Lernen und Aktualisieren des eigenen Wissens (z.B. technische Ebene) - Generierung von Wettbewerbsvorteilen
- Volkswirtschaftliche Perspektive - Basisinnovation beeinflusst langfristig die Gesamtwirtschaft - Innovationsintensität korreliert positiv mit Wirtschaftswachstum
- Politische Perspektive - nat. Innovationstätigkeit entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftdwachstum -neue Unternehmen siedeln sich an, können subventioniert werden => Wirtschaftswachstum - staatliche Innovationsförderung ist ein Standortfaktor
- Gesellschaftliche Perspektive - höhere Lebensqualität => Lösung globaler Herausforderungen - Iniitierung von Verhaltensänderungen aber auch Widerständen
- gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen: Nationale Innovatiossysteme sind erfolgreich durch nationale Faktoren: - ökonomische Faktoren - soziale Faktoren - politische Faktoren - institutionelle Faktoren - organisatorische Faktoren - rechtliche Faktoren
- Nationale Innovationssysteme nehmen Einfluss auf Verlauf und Ergebnis von Innovationsaktivitäten - Bereitstellung und Mobilisierung notwendiger Ressourcen - Einfluss auf Verhalten und Zusammenwirken beteiligter Akteure - Inno ist nicht nur Resultat einzelner Unternehmen und deren interne Faktoren - Innoprozess als kollektiver Lernprozess: Standortspezifische Wissensbasis führt zu wirtschaftl. Spezialisierung best. Regionen => keine vollständ. Globalisierung (Loslösung) der Unternehmen von lokalen Innovations- und Produktionsbezügen => Standort nach wie vor wichtiger Einflussfaktor auf Erfolg eines Unternehmens
- Rahmen nationale Innovationssysteme kann auf andere räumliche Kontexte übertragen werden - Regionale Innovationssysteme - Supranationale (länderübergreifende) Innovationssysteme - Sektorale Innovationssysteme
- Innovationssysteme dienen ... - der Schaffung, Diffusion und Vernetzung von Wissen - Umsetzung in Innovation innerhalb einer abgegrenzten geographischen Einheit (Land, Region, Branche)
- Innovation wird determiniert durch ... Zusammenspiel von Wirtschaft, Politik, Recht, Gesellschaft und (Länder)Kultur
- Anzeige
- nicht nur unternehmensinternen Faktoren für Innovation bedeutend, sondern auch vernetzte Strukturen zwischen beteiligten Akteuren bzw Institutionen
- Gesamtperformance des (nationalen) Innovationssystems ändert sich durch Veränderungen -einzelner Akteure oder institutioneller Reformen - veränderten Beziehungen zwischen den Elementen
- Intellektuelle Eigentumsrechte (IPR) - sollen den Hervorbringer einer Idee gegen Imitation schützen - Teil des immateriellen Unternehmensvermögens, sichern dem Erfinder die alleinigen Nutzungsrechte => wirtschaftliche Vorteile => erhöhen den Anreiz, in F&E zu investieren
- Intellektuelle Eigentumsrechte (IPR) umfassen im Wesentlichen: - Patente - Copyright - Warenzeichen - Geschäftsgeheimnisse
- Patente - Gewerblich anwendbares Schutzrecht (ca. 20 Jahre) - Technische Entwicklungen (neu, wirtschaftlich verwertbar, vom Stand der Technik abheben) können gegen Gebühr beim Patentamt geprüft und angemeldet werden - Patentinhaber kann Nutzungsrecht auf andere übertragen (z.B. in Form von Lizenzen) => Patentrennen können innovationsfördernd sein, aber auch negative Auswirkungen auf den Wettbewerb haben („The winner takes it all.“)
- Money vs. Innovation Für Innovation braucht man Geld, aber: Kein direkter Zusammenhang zwischen Innovationsausgaben und Erfolg - Kunde hat Angst vor Neuem => marktliches Scheitern - Kunde findet keinen Nutzen in dem Produkt - Innovation scheitert bereits in der Entwicklungsphase (Bsp. Roche Medikament) => je höher der Innovationsaufwand, desto größer der mögliche Verlust
- Zusammenhang zwischen F&E-Ausgaben und Innovationserfolg eines Unternehmens: - Innovationen bedürfen fortlaufender Investition für F&E - kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Höhe der F&E-Ausgaben und dem Innovationserfolg -Entscheidend vor allem: in welche Projekte investiert wird wie erfolgreich diese Projekte gemanaged werden
- Generische Wettbewerbsstrategien nach Porter (1983) Strategischer Vorteil durch... Strategisches Zielobjekt Branchenweit Differenzierung Kostenführerschaft Beschränkung auf ein Konzentr. Diff. konzentr. Kostenf. Segment
- Leistungsdifferenzierung - Angebot einer aus der Sicht des Kunden einzigartigen und überlegenen Leistung - Preispremium (=Preisdifferenz zur Konkurrenz) als Treiber der Profitabilität - Überlegene Fähigkeiten und Ressourcen notwendig
- Kostenführerschaft - Angebot eines Standardproduktes zum günstigen Preis - Marktanteil und Umsatzvolumen als Treiber der Profitabilität - Strukturelle Kostenvorteile notwendig
- Grundlegende Annahmen Generische Wettbewerbsstrategien nach Porter - Wettbewerbsvorteile entweder durch Leistungsdifferenzierung oder durch Kostenführerschaft => konkurrierende Wege (ansonsten: „Stuck in the middle.“) - Erfolgreiche Umsetzung erfordert unterschiedliche Managementpraktiken - Weiterentwicklungen: Integrative Kostenführerschaft / Leistungsdifferenzierung (hybride Strategie)
- Theorie des magischen Vierecks des Innovationswettbewerbs nach Pfeiffer/Weiß (1990) gruppiert verschiedene Herausforderungen Vorbereitungskostenexplosion Verstärkter Qualitäts u.Leistungsdruck -Anstieg der F&E Kosten -Forderung d K nach einzigartigen Merkmalen -steigende Produktkomplexität uVariantenzahl -Mass Customization - Nachfragemarkt Entstehungszyklusexpansion - Angebotstransparenz -Anstieg der Entwicklungszeiten Marktzykluskonzentration -Komplexität der Entwicklungsprojekte - verkürzung Zeitspanne d Absatzes am Markt - erhöhte Innovationsdynamik
- Das Innovation Cockpit (Fliaster, 2000) Das Innovation Cockpit erweitert die Ansätze Porters um zwei weitere Faktoren: Lower cost due toefficient processes Quality/Aftermarket INNOVATION Speed Unique features of products and services => Zielharmonie als strategische Herausforderung↔
- NOKIA Gründe für führende Position o Fast-Follower-Strategie o Starkes Markenimage o Finanzielle Ressourcen o Massenproduktion in eigenen Fertigungsstätten o Kontrolle über Vertriebskanäle
- NOKIA Ursachen für Niedergang Interne Handlungsweisen: Externe Bedrohungen: -mangelnde Marktorientierung -wachsende Konkurrenz durch (billigere) Anbieter -Verpassen von Technologietrends - Marktsättigung -innovationshemmende Unternehmenskultur -Trend zur Mass Customization
- NOKIA Folgen und Herausforderungen des Verhaltens - Wettbewerbsfähigkeit nimmt ab - Absatzzahlen sinken - Marktanteile sinken - Preissenkung notwendig -Notwendigkeit der Innovation
- Zahlreiche Rahmenbedingungen unterliegen einer ständigen Veränderung - kontinuierliche Auseinandersetzung mit komplexem und dynamischen Umfeld - Oftmals weiche Faktoren entscheidend - auch externe Faktoren wichtig (wirtschaftl., politische, rechtliche und gesell. Aspekte) - Innovationsmanagement: komplex, hochgradig wettbewerbsrelevant, Entscheidungsunsicherheiten - Kombination vieler Einflussgrößen bestimmt Erfolg; einzelne ungünstige Faktoren können zum Scheitern führen - Innovationserfolg nicht zufällig; durch Auswahl, Gestaltung und Umsetzung von Innovationsprojekten und –prozessen lässt sich der Erfolg zu einem beträchtlichen Teil steuern
- Handlungsempfehlungen für das Innovationsmanagement unter Zuhilfenahme des Innovation Cockpits Mass- Customization statt Massenproduktion Bedarf für INNOVATION Schnellere Markteinführung Veränderungen Leistungsdifferenzierung