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Persönlichkeitspsychologie (Subject) / Strobel (Lesson)
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- PEN-Modell Eysenck Psychotizismus: aggressives, kaltes, uneinfühlsames, egozentrisches, unpersönl Verhalten, Neigung zu Impulsivität und antisozialem, hartherzigem, kreativem Verhalten Extraversion: geselliges, auf Abwechslung gerichtetes, sorgloses Verhalten sowie die Tendenz, sich ständig zu bewegen, aktiv zu sein, Gefühle nicht immer unter Kontrolle zu haben Neurotizismus: emotionale Überempfindlichkeit, Klagen über somatische Beschwerden, Entw neurotischer Störungen unter Stress, unangenehme Gefühle
- Hierarchie bei Eysenck Typen > Traits > Habits (Verhaltensgewohnheiten) > spezif Verhalten
- Herleitung Extraversion/ Neurotizismus (Eysenck) - Ausgangspunkt + Vorgehen Ausgangspunkt: Untersuchung 1944 (700 neurotische Soldaten) Einschätzungen auf 39 dichotomen Variablen Faktorenanalyse: 4 Faktoren (40% Varianzaufklärung), erste zwei Faktoren: Neurotizismus, Extraversion weitere, subjektiv gefärbte Arbeiten zur Absicherung der beiden Dimensionen
- Herleitung Psychotizismus - Eysenck Ausgangspunkt: Untersuchung 1952 100 Normalpersonen, je 50 Schizophrene und Manisch-Depressive Interkorrelation, Faktorisierung der Testwerte, Ergebnis: gleiche Faktorenmuster bei gesunden und Psychotikern, keine Unterschiede zw Psychotikergr Fragebogenkonstruktion, Zsstellung von Items anhand der Forderung nach (a) Diskriminierung der Psychotiker von Normalen und Neurotikern, (b) Unabh von Extraversion, Neurotizismus
- Fazit zu Eysenck ausgehend von hypothetisch-deduktiven Überlegungen und einer Integration der überkommenden Temperamentslehre sowie Überlegungen Jungs und Kretschmers Entw von Temperamentsdimensionen mit deutl Korrespondenz zu denen induktiver Ansätze (Cattell, FFM) konkretes Vorgehen bei Herleitung der Temperamentsdimensionen (Entstehungszshang) teils fragwürdig, empirische Bewährung (Begründungszshang) jedoch im Wesentlichen gegeben Ausgangspunkt zahlreicher Weiterentw, die auf Eysencks explanativen Theorieteil aufbauen
- Überblick weiterer Traittheorien Tellegen & Waller/ Depue: Annahme dreier Temperamentsdimensionen analog zu denen Eysencks (Negative Emotionality, Positive ~, Constraint) Gray: 30 Grad-Rotation der Dimensionen Extraversion, Neurotizismus > Postulat grundlegender Dimensionen Impulsität und Ängstlichkeit Zuckerman: Faktorenanalyse über zahlreiche Fragebogenmaße von Persönlichkeitstraits, Ergebnis: 3 Faktoren oder 5 (Alternative Five: Impulsive Sensation Seeking, Neuroticism-Anxiety, Aggressiveness-Hostility, Sociability, Activity) Cloninger: Integration von Gray und Zuckerman - Postulat von drei bzw vier grundlegenden Temperamentsdimensionen: Novelty Seeking, Harm Avoidance, Reward Dependence (, Persistence) >> Korrespondenzen zw deskriptiven Traittheorien > vglbare Dimensionen
- Zsfassung Traittheorien interindividuelle Unterschiede im Temperament (Pers. i.e.S.) beschreibbar durch begrenzte Anzahl an stabilen, generellen, universellen Traitdimensionen Uneinigkeit über konkrete Anzahl, Charakterisierung (Dimensionen unterschiedl benannt) Einigkeit über Bedeutung mind. zweier genereller Dimensionen (Neurotizismus, Extraversion) Bedeutung in Forschung, Praxis
- Probleme deskriptiver Traittheorien keine Erklärung, woher interindividuelle Unterschiede in der Ausprägung in Temperamentsdimensionen rühren kein Ansatzpunkt für wirksame Modifikation >> Klärung mit explanativen Traittheorien, Rückgriff auf biopsycholog Grundlagen
- psychophysiolog Aktivierungstheorie (Eysenck) Aktivierungssysteme ARAS: Ascending Reticular Activation System (aufsteigendes retikuläres Aktivierungssystem) - Grad der Wachheit kontrolliert > erregt durch sensorische Reize, kogn Aktivität, VBS >> ARAS-Erregung = Arousal VBS: Visceral Brain System, erregt durch emotional aktivierende Reize > VBS-Erregung = Activation Erregung des ARAS erhöht Arousal-Niveau, nimmt nach Punkt der transmarginalen Hemmung ab - Introvertierte mit höherer Arousal-Reagibilität (Ansprechbarkeit), erreichen bei zunehmender Stimulation den Punkt der transmarginalen Hemmung früher (Erregung flaut ab) - bei Erregung des VBS über emotional aktivierende Stimuli steigt das Activation-Niveau, wenn Stimuli best Mindeststärke erreichen - emotional Stabile haben höhere Activation-Schwelle als Emotional Labile
- Diagramme psychophysiolog Aktivierungstheorie y-Achse: Arousal (Erregung); x-Achse: Stimulationsgrad > niedrig (Unterstimulation), hoch (Überstimmulation > Suche Aktivität, die Erregung vermeidet) höchstes Arousal = optimales Arousal-Level = beste Leistung > Punkt transmarginaler Hemmung hedonic tone (Wohlfühl-Level) = höchste Arousal-Spanne niedriger und hoher Stimulationsgrad: geringeres Arousal Punkt transmarginaler Hemmung bei Introvertieren im niedrigem Stimulationsgrad, bei Extravertierten eher im hohen (dort anregungsförderl Verhalten stärker gezeigt)
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- Theorie der situativen Erregung (Eysenck) geringe sensorische oder kogn Stimulation: bei niedriger Stärke der arousal-spezif situativen Erregungsfaktoren ist das Arousal-Niveau Introvertierter (E-) höher als Arousal-Niveau Extravertierter (E+) > Diskriminationsaufg sw > Leistungsvorteil für Introvertierte hohe sensorische oder kogn Stimulation: bei hoher Stärke der arousal-spezif situativen Erregungsfaktoren übersteigt das Arousal-Niveau Extravertierter (E+) das Arousal-Niveau Introvertierter (E-) > Diskriminationsaufg farbig > höherer Stimulationsgrad > Leistungsvorteil für Extravertierte
- Theorie der situativen Erregung - Interaktion Extraversion x Neurotizismus Wenn in einer Situation die Stärke von activation-spezif situativen Erregungsfaktoren ein best Niveau übersteigt (unter emotional belastenden Bed), ist bei niedriger Stärke der arousal-spezifischen situativen Erregungsfaktoren das Arousal-Niveau labiler Introvertierter (E-/N+) niedriger als das Arousal-Niveau labiler Extravertierter (E+/N+) Stimulation und emotionale Belastung gering: E-/N- mit Leistungsvorteil, höherem Arousal - emotionale Stabilität, niedrige Ausprägung in Neurotizismus N+ (Labilität) > Stimulation gering, aber emotionale Belastung hoch (zB Prügungssituation) >> hohe Stimulation für labile > Leistungsverschiebung in Abh der N-Ausprägung > VBS aktiviert > ARAS aktiviert > E+/N+ hat bessere Leistung als E-/N+
- Theorie der habituellen Erregung (Eysenck) Extraversion: Introvertierte (E-) haben hereditär-genetisch bedingt im Durchschnitt/ unter normalen Alltagsbed ein höheres habituelles Arousal-Niveau als Extravertierte (E- > E+) Neurotizismus: Emotional Stabile (N-) haben hereditär-genetisch bedingt im Durchschnitt/ unter Alltagsbed eine höhere Activation-Schwelle als Emotional Labile Interaktion Extraversion x Neurotizismus: das habituelle Arousal-Niveau E+/N+ und E-/N+ tendiert zu einer Erhöhung gegenüber der jeweiligen stabilen Referenzgr (E+/N- bzw. E-/N-) - im Durchschnitt führen auch geringere emotionale Belastungen schon zur Überschreitung der Activation Schwelle und damit zu einer Erregung des ARAS
- Herleitung Extraversion/ Neurotizismus (Eysenck) Kombi der vier Temperamente und der Einstellungstypen/ Krankheitsformen: melancholisch > introvertiert, unstabil > Adjektivzuordnung (launisch, ungesellig ...) cholerisch > unstabil, extravertiert > impulsiv, aktiv, aggressiv ... sanguinisch > extravertiert, stabil > gesellig, lebhaft ... phlegmatisch > introvertiert, stabil > passiv, ruhig ...
- deskriptive Pers.theorie (Eysenck) Orientierung an vorhergehenden Theorien (deduktiver Ansatz) - gegensätzlich zu Cattell und FFM (induktiver Ansatz) Kant/ Wundt: Lehre der vier Temperamente (sanguinisch, melancholisch, cholerisch, phlegmatisch) >> Extraversion, Neurotizismus Jung: Einstellungstypen (Extra- vs Introversion) und Krankheitsformen (Hysterie vs Psychathenie (=Stabilität vs Labilität)) >> Extraversion, Neurotizismus Kretschmar: Begriffe gesund und krank sind nicht dichotom, sondern bilden Pole eines Kontinuums >> Psychotizismus Pawlow/Hull: Bedeutung physiolog Erregungs-, Hemmungsprozesse >> Aktivierungstheorie
- Theoriennetzwerk von Eysenck deskriptive Persönlichkeitstheorie > Theorie der Intelligenz / Psychotizismus-Theorie // Aktivierungstheorie der Persönlichkeit > psychophysiologische Aktivierungstheorie > Theorie der situativen Erregung / Theorie der habituellen Erregung > Theorie des arousaldeterminierten Verhaltens
- Fünf-Faktoren-Modell - Kritik von Eysenck 1) Generalität der 5 Faktoren (alle auf einer Ebene, Hierarchie): drei der fünf Faktoren (Offenheit, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit) stellen eher Primärfaktoren des generelleren Faktors Psychotizitmus dar (übergeordneter Faktor neben Neurotizismus, Extraversion) 2) Anzahl Faktoren: Meta-Analysen über faktorenanalytische Studien sprechen eher für drei anstatt für fünf generelle Faktoren der Persönlichkeit 3) Theoriemangel: keine Aussagen zu theoret Grundlage der fünf Faktoren bzw zu Zshängen verwendeter hypothetischer Begriffe untereinander (nomologisches Netz) 4) Ermangelung einer biolog Basis: keine Aussage zur biolog Verknüpfung zw genet und Verhaltensunterschieden
- Fünf-Faktoren-Modell: Kritik von Jack Block 1) lexikalischer Ansatz - umstritten (finden sich wirklich alle psychologisch sinnvollen Konstrukte in Alltagssprache wieder), aber wenn, dann konsequent 2) Subjektivität - Problem 1: Reduktionsschritte bei Cattell nicht durchweg objektiviterbar, Problem 2: Cattell fügte Begriffe zur Allport-Odbert-Liste hinzu 3) faktorenanalytisches Vorgehen - subj Entscheidungsmgl > versch Ergebnisse 4) Datenbasis - alle frühen Ergebnisse basieren auf Cattells Variablenset/ Daten; Norman erstellte zwar neue Liste, ordnete Begriffe aber den 5 Faktoren zu
- Modell nach Costa und McCrae (1985, 1992) Facetten ermitteln auf Basis einer Durchsicht der psycholog Literatur (keine Faktorenanalyse - nicht theoriegeleitet erstellt) stellen nur eine Möglichkeit für Sub-Konstrukte der Big Five dar 5-faktorielle Struktur tw gut replizierbar, 30-faktorielle Primärstruktur in Faktorenanalyse problematisch 5 faktoren erlauben als generelle, stabile, (vglweise) universelle Eigenschaftsdimensionen umfassende Beschreibung individueller Unterschiede im Temperamentsbereich deskripitves Modell, geeignet zur Verhaltensbeschreibung, ggf. -vorhersage, KEINE Erklärung, warum sich Personen unterscheiden Ansatzpunkt für potenzielle Erklärung: biolog Basis (Genetik), aber bisher kein adäquates psychobiolog Modell bzw glauben McCrae und Costa nicht, dass dieses notwendig
- *Was charakterisiert Traittheorien, wofür eignen sie sich prinzipiell? Verhaltensbeschreibung, -vorhersage (ggf. -erklärung) anhand von Traits als transtemporal und -situational konsistenter Dispositionen, in best Situationen bestimmtes Verhalten zu zeigen erfordert: Ordnung und Systematik in Vielzahl von Eigenschaftsbegriffen, Situations- und Verhaltensbereiche zu bringen aufbauend können Erklärungsversuche für Zustandekommen dieser Systematik unternommen
- Eigenschaften als Deskriptionen individueller Unterschiede - Cattell und Fünf-Faktoren-Modell Cattell: Verhalten vorhersagbar auf Basis der situativ gewichteten Ausprägungen in Temperaments-, Motivations-, Fähigkeitstraits (Temperament dabei ausgehend von lexikalischer Analyse umfassend beschreibbar durch 16 primäre bzw 5 generellere sekundäre Persönlichkeitsfaktoren) FFM: Verhalten beschreib- und vorhersagbar anhand von 5 generellen, stabilen, universellen Eigenschaftsdimensionen (baut teils auf Cattell auf, findet sich aber auch in von Cattell unabh Datensätzen)
- Fazit zu FFM 5 Faktoren als generelle, stabile, universelle Eigenschaftsdimensionen erlauben umfassende Beschreibung sowie Vorhersage interindividueller Unterschiede gilt zwar auch für konzeptuell verwandte Traits, reliable, ökonom Erfassung mit NEO kann in Überlegenheit dieser Fragebögen im Vgl mit anderen resultieren angesichts weit verbreiteten und internationalen Einsatzes ermöglichen die NEO-Fragebögen eine Vergleichbarkeit der Daten und damit auch Meta-Analysen und Kulturvergleiche
- Anwendung des FFM Personalauswahl: Gewissenhaftigkeit als Prädiktor von Berufserfolg klin Psy: Neurotizismus als Vulnerabilitätsfaktor (Risikofaktor)
- Fragebögen zur Erfassung der Fünf Faktoren nach Costa und McCrae NEO Personality Inventory Revised - 240 Aussagen (48 je Faktor, 8 je Facette) NEO Five Factor Inventory - Kurzform, 60 Aussagen, 12 Faktoren, keine Facettenunterteilung
- neuere Entw: Big Five Aspects (DeYoung et al) gleiche Domains und Facetten wie bei Costa und McCrae, doch zusätzlich jeweils zwei Seiten: Neurotizismus: Unbeständigkeit vs. Rückzugsverhalten Extraversion: Enthusiasmus vs. Durchsetzungsfähigkeit Offenheit: Offenheit vs Intellekt Verträglichkeit: Mitgefühl vs. Höflichkeit Gewissenhaftigkeit: Fleiß vs Strukturiertheit
- Fünf-Faktoren-Modell: Costa und McCrae Hierarchie der Faktoren (Domains) und Facetten Neurotizismus: Sorgen, Feindlichkeit, Depression, Selbstbewusstsein, Impulsivität, Verletzlichkeit Extraversion: Wärme, Geselligkeit, Durchsetzungskraft, Aktivität, Erregungsstreben, pos Emotionen Offenheit: Fantasie, Ästhetik, Gefühle, Aktionen, Ideen, Werte Verträglichkeit: Vertrauen, Direktheit, Altruismus, Zustimmung, Bescheidenheit, Ehrlichkeit Gewissenhaftigkeit: Kompetenz, Ordnung, Gehorsamkeit, Leistungsstreben, Selbstdisziplin, Bedächtigkeit
- Fünf-Faktoren-Modell: Costa und McCrae (+ Vgl zu Cattells Sekundärfaktoren) Unterschied zu vorheriger Forschung: Abkehr von Adjektiv-Ansatz zunächst 3-faktorielles Modell, später auf 5 Faktoren erweitert > Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit Cattells Sekundärfaktoren: Neurotizismus, Extraversion, Unabh der Meinungsbildung, Gefühlsbetontheit, Gewissenhaftigkeit
- weiterführende Entwicklung des FFM ab Norman Norman (1967): neue lexikalische Analyse, diverse objektivierbare Reduktionsschritte, Ergebnis: 75 Kategorien mittlerer Abstraktion, die er den Polen des FFM zuordnen konnte Goldberg 1980: aufbauend auf Normans neuer Wort-Liste Überprüfung der Gültigkeit der fünf Faktoren, Ergebnis: 5 Persönlichkeitsfaktoren, die unabh von untersuchter Probandenstichprobe, Beobachtern, Messinstrumenten, Kulturraum, Methoden der Faktorenanalyse >> Begriff BIG FIVE Costa und McCrae: heute vmtl international einflussreichstes Modell (OCEAN)
- Normans Ratingskalen 5 Faktoren zu je 4 bipolaren Dimensionen Extraversion: gesprächig - schweigsam ... Freundlichkeit: gutmütig - grantig ... Gewissenhaftigkeit: sorgfältig - nachlässig ... emotionale Stabilität: ausgeglichen - nervös ... Kultiviertheit: intellektuell - ungebildet ...
- Entwicklung zum FFM 1. Klages 1926: Sedimentationshypothese > Ausgangspunkt für lexikalischen Ansatz 2. Allport & Odbert 1936: lexikalische Studie: 18000 Begriffe > 4500 trait names 3. Cattell 1943: schrittweise Reduktion auf 16 Faktoren 1. und 5 Faktoren 2. Ordnung 4. Fiske 1949: 22 von Cattells 35 Clustern ausgewählt > drei Faktorenanalysen mit gleichem Ergebnis: 5 Faktoren 5. Tupes & Christal 1958: Reanalysen vorhandener Korrelationsmatrizen > 5 Faktoren 6. Norman 1963: Rating-Skalen von Tupes & Christal, Auswahl der besten 4 Skalen pro Faktor, Ergebnis in 4 Stichproben: 5 Faktoren zu je 4 bipolaren Dimensionen
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- Fünf-Faktoren-Modell - Grundlagen, Vertreter keine einheitl Theorie: Gruppe deskriptiver Eigenschaftstheorien, innerhalb derer davon ausgegangen, dass Persönlichkeit anhand von fünf genereller, stabilier, universeller Eigenschaftsdimensionen hinreichend genau beschrieben aktuelle Vertreter: Costa, McCrae, Goldberg
- Cattell: Fazit - Verfahrensentwicklungen Strukturierung des diagnostischen Vorgehens > umfassende Verhaltensvorhersage mgl V=Σs*b*T (16PF) + Σs*b*M (MAT - Motivation Analysis Test) + Σs*b*F (CFT) + Σs*b*Mod (ESQ - Eight State Questionnaire) Standardisierung der Erfassung von Eigenschaften > Verfahrensentw zur Messung von Traits und situativen Faktoren Theorieentw im Bereich Temperament, Fähigkeiten > Intelligenztheorie allg akzeptiert, Basis aktueller Intelligenztests; 16PF im praktischen Einsatz; theoret Entw = Ausgangspunkt des FFM
- Situative Faktoren - Cattell Modulatorfaktoren: Roles/Rollen: zB Klassensprecher States: Zustände, situativ bedingte Augenblicksdispositionen (Erfassung mit Eight State Questionnaire), zB Ärger, weil gerade Klausur schlecht gelaufen Moods: Stimmungen, zB neg Stimmung wegen Beziehungsproblemen Situationsgewichte: Fokaler Reiz: aktuell Aufmerksamkeit fordernder Reiz, zB Tritt Hintergrundreiz: aktueller situativer Kontext, zB Schulhof
- Subsidiation (Cattell) Verhalten durchläuft Serie von Subzielen im dynamischen Gitter (als Verknüpfung von Attitudes, Sentiments, Ergs) >> führt zu schlussendlichem Verhalten siehe Skript
- MAT (Cattell) Motivation Analysis Test: misst je 5 Ergs (Sexualität, Selbstbehauptung, Furcht, Narzissmus, Aggression) und Sentiments (Selbstbild, Über-Ich, Karriere, Liebespartner, Eltern)
- Cattell: Motive Ergs (Primärtriebe) = grundsätzl Energiequellen, angeborene Bedürfnisse, zB Sexualität, Sicherheit Sentiments (Gesinnungen) = situationsübergreifende Sammlung von Eisntellungen gegenüber eines einzelnen Objektes, soziokulturell erlernt - nicht angeboren, zB Religion, Ehrgeiz Attitudes (Einstellungen) = Sichtweisen auf konkrete Situationen/ Objekte, erlernt, zB heute Joggen
- Cattell: Faktorenanlysen höherer Ordnung mit den 16 PF fünf Faktoren 2. Ordnung: Extraversion, Gefühlsbetontheit, Unabh der Meinungsbildung, Ängstlichkeit, Gewissenhaftigkeit >> Ergebnis eines lexikalischen Zugangs, KEINE Theorie zwei Faktoren 3. Ordung ohne sinnvolle Interpretation
- 16 Personenfaktoren nach Cattell 12 durch L- und Q-Daten replizierbar 4 nur durch Q-Daten
- Vorgehen Cattell 1. lexikalisch: Identifikation von eigenschaftsbeschreibenden Begriffen mit dem Kriterium, das Verhalten einer Person von einer anderen zu differenzieren > ca. 18000 beschreibende Wörter 2. semantisch: Reduktion auf nicht wertende "trait names", die der Trait-Def (konsistent und stabile Verhaltensaspekte, die Anpassung des Individuums auf Umwelt darstellt) genügten > ca. 4500 3. klassifikatorisch: Gruppierung zu Dimensionen > 171 4. empirisch (korrelativ): Interkorrelation von Personenbeurteilungen, Aufteilung auf Cluster > 60 5. rational-spekulativ: Reduktion der Cluster von je 6-12 Traitdimensionen (beurteilt nach Eigenständigkeit und Relevanz) > 35 Cluster 6. empirisch (faktorenanalytisch): Identifikation von primären Persönlichkeitsfaktoren > 16 PF 7. empirisch (faktorenanalytisch): Identifikation von übergeordneten Sekundärfaktoren > 5
- Cattell: Ziel, Problem, Ausweg Ziel: Identifikation essenzieller Eigenschaftsdimensionen, mit denen menschl Verhalten hinreichend genau beschrieben werden kann Problem: Inhaltsvalidität (Definition eines Universums mgl Items): Welche der unzähligen Beschreibungsmgl sind zu wählen? Ausweg: Sedimentationshypothese von Klages: alle Aspekte der menschl Persönlichkeit, die wichtig, interessant oder nützlich, findet man in der Sprache >> Lexikalischer Ansatz > verwendete Wörter zu Beschreibung von Persönlichkeit werden zur Analyse verwendet
- Verhaltensfunktion nach Cattell Verhalten = Funktion von Person (bestehend aus Fähigkeiten, Temperamentseigenschaften, dynamische Eigenschaften (=Motivation: Primärtriebe, Gefühlsdispositionen, Einstellungen)) und Situation: (bestehend aus Rollen, States, Stimmungen)
- Verhaltensgleichung nach Cattell Verhalten beeinflusst von je nach Situation (s) und Hintergrundfaktoren (b) unterschiedlich wirksamen Ausprägungen in Temperament (T), Motivation (M) und Fähigkeiten (F) sowie situativ variierenden Modulatorfaktoren (Mod = Faktoren in Situationen, die Verhalten beeinflussen) V=Σs*b*T+Σs*b*M+Σs*b*F+Σs*b*Mod (alles mit i)
- Cattell - komplementäre Klassen und Manifestationsformen von Traits allg (bei allen ähnlich) und einzigartige (bei einzelnen Personen in best Situationen) Traits Oberflächen- (häufig Zsauftreten von Merkmalskombinationen) und Grund-Traits (basale Eigenschaften, die allen Personen gleich - generelle Basis) konstitutionelle (genetisch) und umweltbest (umweltdeterminiert) Traits Manifestationsformen: Temperament, Motivation, Fähigkeiten
- Traittheorien > zwei Theorieansätze deskriptive Theorien (Beschreiben von Persönlichkeit): korrelative Traittheorien, Vertreter: Cattell, FFM; Ordnung, Systematik von Eigenschaftsbegriffen, Situations-, Verhaltensbereiche Explanative Theorien (Suche nach Erklärung der Persönlichkeit): multimodal-kausale Traittheorien, Vertreter: Eysenck, Zuckerman; Erklärungsversuche für Zustandekommen dieser Systematik
- Traittheorien - Charakterisierung und Anliegen mechanistischer (teils interaktionistischer) nomothetischer Ansatz Verhaltensbeschreibung/ -vorhersage (ggf. -erklärung) anhand von Traits als transtemporal und -situational konsistente Dispositionen, in best Situationen best Verhalten zu zeigen erfordert: Ordnung, Systematik der Eigenschaftsbegriffe, Situations-, Verhaltensbereiche >> Identifikation stabiler, genereller, universeller Eigenschaftsdimensionen, mit denen menschl Verhalten hinreichend genau beschrieben (zB Ängstlichkeit) > darauf aufbauend: Erklärungsversuche für Zustandekommen dieser Systematik >> Ziel: Identifikation kausaler Faktoren für best Eigenschaften (zB biolog Faktoren, Lerngeschichte)
- Was ist ein Trait? permanente Disposition, d.h. ein hypothetisches Konstrukt, das sich manifestiert als transtemporal und transsituational konsistente Tendenz, in bestimmten (konstruktspezifischen) Situationen ein bestimmtes (konstruktspezifisches) Verhalten zu zeigen
- *Fortwirken kogn Theorien in Forschung und Praxis Erwartung x Wert-Modelle wie das von Rotter erfolgreich zur Erklärung der Wahl von Verhaltensalternativen Selbstwirksamkeit als wichtiger Prädiktor für Bewältigung kritischer (Lebens-) Ereignisse sozial-kogn Lerntheorien wie die von Bandura als aktueller Forschungsansatz, auch im Bereich Cognitive Neuroscience aktuell Versuche, sozial-kogn Lerntheorien in Einklang zu bringen mit Eigenschafts- und Biopsycholog Theorien
- *Annahmen, Gemeinsamkeiten, Unterschiede kogn Theorien Hervorhebung der Rolle von Kofnitionen und insbesondere Erwartungen als handlungsleitende Elemte Kelly: persönl Konstrukte zur Antizipation künftiger Ereignisse Rotter: situative Erwartungen (Antizipation der Wahrsch, mit der ein Verhalten in einer Situation zu einem Verstärker führt) sowie generalisierte Erwartungen (v.a. Erwartungen über den Ort der Verstärkerkontrolle: internal vs external) Bandura: Erwartungen an Verhaltens-Ergebnis-Zshänge (Ergebniserwartung) und Erwartungen an Effektivität eigenen Verhaltens (Selbstwirksamkeitserwartung)
- Kritik und Fortwirken von Kognitiven und Handlungstheorien konkrete Details der Theorien bedürfen weiterer Forschung Fortwirken neurobiologische Resultate belegen zentrale Annahmen von Kelly Erwartungs-x-Wert-Modelle wie das von Rotter nach wie vor erfolgreich zur Erklärung der Wahl von Verhaltensalternativen Selbstwirksamkeit als wichtiger Prädiktor für die Bewältigung kritischer (Lebens-)Ereignisse sozial-kognitive Lerntheorien wie die von Bandura als aktueller Forschungsansatz, auch im Bereich Cognitive Neuroscience aktuell Versuche, sozial-kognitive Lerntheorien in Einklang zu bringen mit Eigenschafts- und Biopsychologischen Theorien
- Zsfassung kognitive Theorien Betonung der Bedeutung von kognitiven Prozessen für die Erklärung menschlichen Verhaltens Hervorhebung der Rolle von Erwartungen als handlungsleitende Kognitionen Kelly: persönliche Konstrukte zur Antizipation/Vorhersage künftiger Ereignisse Rotter: situative Erwartungen (Antizipation der Wahrscheinlichkeit, mit der ein Verhalten in einer Situation zu einem Verstärker führt) sowie generalisierte Erwartungen (v.a. Erwartungen über den Ort der Verstärkerkontrolle: internal vs. external) Bandura: Erwartungen an Verhaltens-Ergebnis- Zusammenhänge (Ergebniserwartung) und Erwartungen an die Effektivität eigenen Verhaltens (Selbstwirksamkeitserwartung)