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Psychologie (Subject) / 2015 Herbst (Lesson)

nicht richtig bewusste Fragen

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  • 1) Es gibt eine Reihe biologischer Funktionen, Befindlichkeiten und Verhaltensweisen, die regelhaften Schwankungen in einer 24-Stunden-Periodik infolge exogener Zeit- geber (z. B. Hell-Dunkel-Wechsel, soziale Faktoren) und der endogenen biologischen Periodik unterliegen. Dazu werden z. B. die Körpertemperatur, die Vigilanz und Affekte gezählt. Wie bezeichnet man diese regelhaften Schwankungen in der 24-Stunden-Periode? circadianer Rhytmus
  • 2) Bei somatoformen Störungen wird nach Barsky et al. ein Vorgang beschrieben, der durch verstärkte und selektive Aufmerksamkeit für körpereigene Vorgänge und Dys- funktionen und deren Wahrnehmung sowie deren katastrophisierende Bewertung gekennzeichnet ist, wodurch es zu einer Intensivierung von Beschwerden kommen kann. Welcher Begriff wurde von Barsky et al. für diesen Vorgang verwendet? Somatosensorische Verstärkung
  • 5) Eine 43-jährige Frau, die aufgrund einer Hypertonie und Tachykardie jahrelang mit einem Betablocker behandelt wurde, setzte diesen abrupt ab. Nun klagt sie über Herzrasen. Bei der körperlichen Untersuchung stellt sich heraus, dass sie tachykard ist und einen zu hohen Blutdruck hat. Wie wird im Allgemeinen die überschießende, der Wirkung entgegengesetzte Reak- tion nach plötzlichem Absetzen eines Medikaments (hier des Betablockers) nach länger dauernder Therapie pharmakologisch am besten bezeichnet? Rebound Phänomen
  • 6) Wie bezeichnet man nach der ICD-10 willkürliche, wiederholte, nicht funktionale und oft rhythmische Bewegungen, die z. B. bei Kindern mit geistiger Behinderung auftreten können und mindestens einen Monat andauern? stereotype Bewegungsstörung
  • 11 In der ICD-10 wird zwischen Abhängigkeitssyndrom und schädlichem Gebrauch unterschieden; entsprechend bisher im DSM-IV-TR zwischen Substanzabhängigkeit und Substanzmissbrauch. Welche der folgenden Aspekte gehören nach der ICD-10 am ehesten zu den diagnos- tischen Kriterien des schädlichen Gebrauchs? Wählen Sie 2 Antworten! (A) körperliche Entzugssymptome (B) tatsächliche Schädigung der Gesundheit (C) Craving (D) Nachweis einer Toleranz (E) mögliche negative soziale Folgen des Konsums (F) verminderte Kontrollfähigkeit bezüglich des Beginns, der Beendigung und der Menge des Konsums (B) tatsächliche Schädigung der Gesundheit (E) mögliche negative soziale Folgen des Konsums
  • 12) Für die Prüfungs- oder Examensangst können verschiedene Diagnosen in Frage kommen (vgl. auch die Unterschiede in der kategorialen Diagnostik nach der ICD-10 und dem DSM-IV-TR/DSM-5). Welche der folgenden Diagnosen kommen demnach für eine Prüfungs- oder Exa- mensangst am ehesten in Frage? Wählen Sie 2 Antworten! (A) akute Belastungsreaktion (B) spezifische Phobie (C) Neurasthenie (D) Zwangsstörung (E) soziale Phobie (F) Panikstörung (B) spezifische Phobie (E) soziale Phobie
  • 13) Das Circumplex-Modell von Olson verwendet zur Beschreibung und Typologisierung von Familien zwei grundlegende Dimensionen. Welche der folgenden Bezeichnungen werden für die beiden Dimensionen am ehes- ten verwendet? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Kohäsion (B) Äquifinalität (C) Kollusion (D) Multifinalität (E) Loslösung (F) Adaptabilität (A) Kohäsion (F) AdaptabilitätDas Circumplex-Modell betrachtet drei Dimensionen familiärer Systeme: Kohäsion, Adaptabilität und Kommunikation. Olson geht von einer kurvilinearen Beziehung zwischen Familienkohäsion bzw. Adaptabilität und familiärer Stressbewältigung aus. Familienkohäsion bezeichnet die emotionale Bindung, der Familienmitglieder untereinander. Sie lässt mit Folgenden Konzepten messen oder gliedern: emotionale Verbundenheit, Grenzen, Koalitionen, Zeit, Ort, Freunde, Erholung, Interessen und Entscheidungsfindung. Es gibt vier Stufen der Ausprägung der Familienkohäsion. Das fängt mit losgelöst an, dann folgen getrennt, verbunden und verstrickt. Adaptabilität ist das Ausmaß an Wechseln in der Führung, in den Beziehungsregeln und der Rollen. Es bezeichnet die Fähigkeit einer Familie bestehende Strukturen in Abhängigkeit von Belastungen zu verändern. Die vier Stufen der Adaptabilität heißen: rigide-strukturiert-flexibel-chaotisch. Kommunikation ist eine unterstützende Dimension, die sich sowohl auf familiäre Kohäsion als auch die Adaptabilität bzw. Anpassungsfähigkeit auswirken kann. Diese Dimension kann man anhand folgender Aspekte messen: listening skills, Selbst-Offenbarung, Klarheit, Respekt, Achtsamkeit, Sprechfertigkeiten (speaking skills) und continuity tracking. Ein Vorteil des Circumplex-Modells ist die konzeptuelle und empirische Nähe zu anderen Familienmodellen wie das Beavers System Modell und das McMaster Family Model. Ein weiterer Vorteil ist, dass es Änderungen unterschiedlicher Art berücksichtigt. Eine Änderung erster Ordnung betrifft die Adaptabilität. Zu viel und zu wenig Änderung ist beides problematisch. Die Änderung zweiter Art betrifft den Wechsel von einem System zum anderen. Der Wechsel kann aufgrund normativer (z.B. die Geburt eines Kindes) oder non-normativer (Autounfall eines Familienmitglieds) Familenstressoren erfolgen. In solchen Phasen werden balancierte Systeme in ein anderes System wechseln, während unbalancierte Systeme in ihrer Extremposition verbleiben. Die basalste Hypothese des Circumplex-Modells lautet: balancierte Ehe- oder Familiensystem werden generell besser arbeiten als unbalancierte Systeme. Es ist aber sensitiv für spezifische Ethnien und Kulturen, was in der folgenden Hypothese zum tragen kommt: Wenn die Familie extreme Muster unterstützt, dann wird die Familie auch gut funktionieren, solange alle Mitglieder diese Art der Familie bevorzugen. Das heißt, dass unbalancierte Systeme nicht zwangsläufig dysfunktional sind. Um das festzustellen, müsste man die Familienzufriedenheit z.B. mittels der Family Satisfaction Scale messen. Eine wichtige Hypothese verbindet das Circumplex-Modell mit der Kommunikation: balancierte Typen von Ehe- und Familiengemeinschaften werden mehr positive Kommunikation als die unbalancierten Typen aufweisen. Andersrum gesehen: schlechte Kommunikation stört die Verschiebung des Systems und erhöht die Chance, dass diese Systeme im Extremen verweilen. Weiterhin wird die Hypothese aufgestellt, dass die Phase des Familienzyklus und die Zusammensetzung der Familien einen beachtlichen Einfluss auf den Typus des Familiensystems hat. Wenn sich die Wünsche eines Familienmitgliedsändern, dann muss das Familiensystem mit diesem Wunsch umgehen. Wenn Frauen mehr Autonomie von ihren Ehemännern (Familienkohäsion) anstreben oder wenn sie mehr Macht und Gleichheit (Adaptabilität) verlangen. Mehr als 250 Studien, in denen FACES (Family Adaptability and Cohesion Scales) verwendet wurden, konnten das Circumplex-Modell bestätigen. In einer Studie fand Clarke, dass viele Familien mit schizophrenen oder neurotischen Mitgliedern viel häufiger unbalanciert waren, als Familien, die keine Mitglieder in Therapie hatten. Carnes fand in einer anderen Studie, dass Triebtäter häufiger in unbalancierten Systemen lebten. Dies galt sowohl für ihre Urspungs- als für die  aktuelle Familie. Mit dem Circumplex-Modell lassen sich also problematische Familien von symptom-freien Familien unterscheiden. Allerdings gibt es keinen Hinweis dafür, dass ein spezifisches Symptom mit einem spezifischen System verbunden ist. (Dies war allerdings in der Anfangsphase der Forschung eine hypothetische Überlegung.) Mit dem CAP (Circumplex Assessment Package) lassen Selbstberichte messen. Es erfasst nicht nur die drei Dimesionen des Circumplex-Modells sondern auch die Zufriedenheit. Mit FACES kann man die Adaptabilität und Familienkohäsion messen. Die Kommunikation mit der Parent-Adolescent Communication Scale und die Zufriedenheit mit der Family Satisfaction Scale. MACES erlaubt die Messung der Familienkohäsion und Adaptabilität dasselbe für Paare an. Die Kommunikation und Zufriedenheit der Paare wird mit einer Subskale des ENRICH gemessen. Die CRS (Clinical Rating Scale) kann man für Fremdbeobachtung verwenden. Damit lassen sich Kohäsion, Adaptabilität und Kommunikation aus der Forscher- bzw. Therapeutenperspektive messen. Für die Bewertung gilt allgemein: multi-methodal, multi-personal, multi-trait und multi-system. Die abschließenden Ziele, die mit dem Circumplex-Modell erreicht werden sollen variieren in Abhängigkeit von der Zeit. Kurzfristig geht es um die Lösung von aktuellen Problemen. Die Ziele bezüglich der Systeme sind: das System zumindest einen Schritt in Richtung balancierter Typen, was die Kohäsion und Adaptabilität betrifft, bewegen. Für Kohäsion bedeutet das, eine Balance zu finden zwischen Alleinsein und Zusammensein. Für Adaptabilität, zwischen Stabilität und Änderung eine goldene Mitte finden. Insgesamt sollte noch die kommunikativen Fähigkeiten verbessert werden. Langfristig ist es erstrebenswert, dass die Fähigkeit, über einen Systemwechsel zu diskutieren, gestärkt wird. Ein Ziel, was nur zu selten erreicht wird.
  • 15) Bei welchen der folgenden Störungen liegt am ehesten eine Indikation für den Einsatz von Psychostimulanzien (z. B. Methylphenidat) vor? Wählen Sie 2 Antworten! (A) ADHS (B) depressive Episode (C) Narkolepsie (D) Pavor nocturnus (E) Zwangsstörung (A) ADHS (C) Narkolepsie
  • 17 Zur Erklärung der Wirksamkeit der verhaltenstherapeutischen Konfrontationstechni- ken wurde u. a. die Theorie der emotionalen Verarbeitung (Emotional Processing Theory, 1986, gemäß Foa und Kozak) formuliert. Welche der nachfolgend aufgeführten Bedingungen werden in dieser Theorie am ehesten als entscheidend dafür betrachtet, dass es durch eine Konfrontationsbe- handlung zu einer bleibenden Angstreduktion kommt? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Die Konfrontation muss mit Ablenkung kombiniert werden. Es darf also keine „fokussierte“, reine Konfrontation durchgeführt werden. (B) Die Furchtstruktur muss möglichst vollständig aktiviert werden. (C) Jede einzelne Konfrontationssituation muss so lange fortgeführt werden, bis ei- ne vollständige Habituation erreicht ist. (D) Es müssen Informationen verarbeitet werden, die mit bisherigen Elementen der Furchtstruktur inkompatibel sind. (E) Die erste Reaktion auf den jeweiligen angstauslösenden Stimulus darf über die Sitzungen hinweg nicht abnehmen. (F) Der Entspannungszustand muss während der Konfrontation beibehalten werden. Es darf zu keiner gravierenden physiologischen Aktivierung kommen. (B) Die Furchtstruktur muss möglichst vollständig aktiviert werden. (D) Es müssen Informationen verarbeitet werden, die mit bisherigen Elementen der Furchtstruktur inkompatibel sind.
  • 18 Welche der folgenden Dimensionen gehören zur Achse Struktur der Operationalisier- ten Psychodynamischen Diagnostik OPD-2? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Selbstwahrnehmung und Objektwahrnehmung (B) Kohäsion und Individuation (C) Konfrontation und Affiliation (D) Regression und Progression (E) innere Bindung und äußere Beziehung (F) emotionale Kommunikation nach innen und nach außen (G) Symptomauslösung und Reaktualisierung (A) Selbstwahrnehmung und Objektwahrnehmung (E) innere Bindung und äußere Beziehung F) emotionale Kommunikation nach innen und nach außen 
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  • 19) Die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik (OPD-2) hat u. a. das Ziel, psy- choanalytische Konstrukte zu operationalisieren. Deshalb folgen die Achsen der OPD-2 einem psychodynamischen Verständnis. Dabei gehen die Autoren der OPD-2 davon aus, dass die ersten vier Achsen jeweils mit bestimmten psychoanalytischen Teilkonzepten übereinstimmen. Welche der folgenden Konzepte stimmen dabei jeweils gemäß den Annahmen und der Konzeptualisierung der OPD-2 am ehesten mit jeweils einer der ersten vier Ach- sen überein? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Triebdynamik (B) Normorientierung (C) innere Konflikte (D) Coping (E) Beziehungsmuster (F) interpersonelle Probleme (C) innere Konflikte (E) Beziehungsmuster
  • 23) Aufgabenfolge „Patient mit Taubheitsgefühl“ - Teil 1 Einfachauswahlaufgabe Ein Patient sucht wegen eines akut aufgetretenen Taubheitsgefühls mit teilweisem Verlust der üblichen Tast- und Berührungsempfindungen im Bereich der rechten Körperhälfte zunächst ärztliche Hilfe und, nachdem eine organmedizinische Abklä- rung keinen somatischen bzw. neurologischen Befund erbracht hat, einen Psycho- therapeuten auf. im diagnostischen Gespräch gibt der zumeist freundlich lächelnde Patient an, dass er sich abgesehen von der Beschwerdesymptomatik gut fühle. Nen- nenswerte Probleme gebe es nicht. Im weiteren Verlauf wird deutlich, dass die Symptomatik aufgetreten war, nachdem der Patient beschlossen hatte, in einigen Wochen mit seiner Partnerin in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Einen Zusammenhang zwischen der Symptomatik und dem Beschluss zusammenzuziehen sieht der Patient nicht. Wie ist das geschilderte Störungsbild diagnostisch nach der ICD-10 am ehesten einzuordnen? (A) Somatisierungsstörung (B) zoenästhetische Form der Schizophrenie (C) Konversionsstörung (D) somatoforme autonome Funktionsstörung (E) Angststörung (C) Konversionsstörung
  • 24) Aufgabenfolge „Patient mit Taubheitsgefühl“ - Teil 2 Kurzan twortaufgabe Im Laufe der psychotherapeutischen Sitzungen fällt auf, dass der Patient sich immer dann, wenn es inhaltlich um die Beziehung zu seiner Partnerin und das bevorste- hende Zusammenleben geht, unklar und vage ausdrückt und schnell das Thema wechselt. Desweiteren kommt er häufig zu den Sitzungen zu spät und kann sich meist nicht erinnern, worüber in der vorhergehenden Sitzung gesprochen worden war. Nach Sandler et al. behindern diese sich in der therapeutischen Interaktion zeigen- den Phänomene das Fortschreiten der Therapie. Welcher Begriff trifft für diese hier u. a. als Abwehr bzw. Abwehrmechanismen in Erscheinung tretenden Phänomene gemäß der psychoanalytisch orientierten Theorie zusammenfassend am ehesten zu? Widerstand
  • 25) Aufgabenfolge „Patient mit Taubheitsgefühl“ - Teil 3 (Ende) Mehrfachauswahlaufgabe Welche der folgenden therapeutischen Interventionen sind nach den vorliegenden Informationen (aus Teil 1 und Teil 2 der Aufgabenfolge) im Rahmen der psychody- namischen Therapie im Umgang mit den Verhaltensweisen des Patienten differen- ziell am ehesten indiziert und vordringlich? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Klarifikation der auffälligen Verhaltensweisen aus Teil 2 der Aufgabenfolge (B) Edukation bezüglich der Aufgaben und Pflichten eines Patienten in der Psychotherapie (C) Konfrontation mit den beschriebenen Verhaltensweisen aus Teil 2 der Aufgabenfolge (D) Deutung eines unbewussten Konflikts im Zusammenspiel mit Klarifikation und Konfrontation (E) strukturbezogene Arbeit an den Ich-Defiziten des Patienten (B) Edukation bezüglich der Aufgaben und Pflichten eines Patienten in der Psychotherapie (C) Konfrontation mit den beschriebenen Verhaltensweisen aus Teil 2 der Aufgabenfolge D) Deutung eines unbewussten Konflikts im Zusammenspiel mit Klarifikation und Konfrontation
  • 26) Was wird in der Psychotherapieforschung am ehesten unter einer Komponentenstu- die verstanden (der Begriff Dismantling-Studie wird gelegentlich dazu gleichbedeu- tend verwendet)? (A) Vergleich einer lege artis durchgeführten Therapie mit einer Variante, die eine bestimmte Komponente weglässt oder hinzufügt (B) Ermittlung der Korrelation des Ausprägungsgrades bestimmter Behandlungs- komponenten mit der Höhe des Behandlungserfolges (C) Untersuchung unterschiedlicher Behandlungsformen oder Therapieprogramme hinsichtlich gemeinsamer Behandlungskomponenten (D) Analyse der differenziellen Wirksamkeit unterschiedlicher Behandlungskompo- nenten bei unterschiedlichen Störungen (E) Untersuchung der Unterschiede in der Wirksamkeit bestimmter Behandlungs- komponenten in verschiedenen zeitlichen oder inhaltlichen Stadien einer The- rapie (A) Vergleich einer lege artis durchgeführten Therapie mit einer Variante, die eine bestimmte Komponente weglässt oder hinzufügt
  • 28) Bildgebende Verfahren vermitteln Hinweise auf das Aktivitätsniveau von Hirnstruk- turen im Sinne neurobiologischer Korrelate einzelner Störungsbilder. Welche der folgenden Funktionsveränderungen neuronaler Strukturen ist bei de- pressiven Störungen insbesondere festzustellen? (A) Hyperaktivität des Hippocampus (B) okzipitale Dysfunktion (C) präfrontale Dysfunktion (D) zerebelläre Dysfunktion (E) parietale Dysfunktion  (C) präfrontale Dysfunktion
  • 29) Bei der Ableitung des EEG wird die hirnelektrische Aktivität gemessen. Welche der folgenden EEG-Wellenformen ist/sind am ehesten typisch für den ent- spannten oder aktivierten Wachzustand beim gesunden erwachsenen Menschen (nicht gemeint sind damit besondere oder extremere Formen der Wachheit wie tie- fere Entspannung, veränderte Bewusstseinszustände, extrem hohe Konzentration, extremere emotionale Zustände)? (1 Antwort!) (A) Gamma-Wellen (B) Delta-Wellen (C) Spikes und Waves (D) Alpha- und Beta-Wellen (E) Theta-Wellen (D) Alpha- und Beta-Wellen
  • 30) Die Prozesse der Bildung von Assoziationen zwischen mehreren einzelnen Sinnesein- drücken und Einzelerfahrungen bei der Enkodierung in Gedächtnisinhalte des dekla- rativen Gedächtnisses werden auch als Konsolidierungsvorgänge bezeichnet. Für diese Konsolidierungsvorgänge gilt eine bestimmte Hirnregion als wesentlich, wäh- rend davon Hirnstrukturen abzugrenzen sind, die für die Speicherung der gebildeten Gedächtnisinhalte im Langzeitgedächtnis zuständig sind. Welche der folgenden Hirnregionen gilt am ehesten als die für die genannten Konso- lidierungsvorgänge wesentliche Hirnregion? (A) Gyrus postcentralis (B) Frontalcortex (C) Kleinhirn (D) Hippocampus (E) Hinterhauptlappen (D) Hippocampus
  • 33) Die Rational-Emotive-Therapy wurde von A. Ellis entwickelt. Sie beinhaltet das sog. ABC-Schema (Activating Event, Belief, Consequences). Welche der folgenden Begrifflichkeiten spielt im Belief-System nach Ellis am ehesten eine zentrale Rolle? (A) Volition (B) Selbstregulationsmechanismen (C) irrationale Annahmen (D) zentrale Beziehungskonflikte (E) Meta-Sorgen (B) Selbstregulationsmechanismen (C) irrationale Annahmen (D) zentrale Beziehungskonflikte 
  • 35) Persönlichkeitsstörungen lassen sich aus psychodynamischer Sicht z. B. in die zwei folgenden Formen oder „Typen“ unterteilen: einen neurotischen Typus auf meist mäßigem Strukturniveau, bei dem Persönlichkeitsstörung als neurotischer Charakter / Charakterneurose gesehen werden kann, einen strukturellen Typus mit ausgeprägter struktureller Störung, bei dem Persönlichkeitsstörung einen Ausdruck und die Bewältigung ich-struktureller Störungen darstellt. Welche der nachfolgend genannten Persönlichkeitsstörungen ist nach dieser Einteilung am ehesten dem neurotischen Typus zuzuordnen? (A) Borderline-Persönlichkeitsstörung (B) schizoide Persönlichkeitsstörung (C) dissoziale Persönlichkeitsstörung (D) paranoide Persönlichkeitsstörung (E) zwanghafte Persönlichkeitsstörung  (E) zwanghafte Persönlichkeitsstörung
  • 36 Rudolf beschreibt in seiner Darstellung des Zusammenspiels von Struktur und Kon- flikt vier Grundkonflikte sowie deren Verarbeitungen und daraus entstehende Sym- ptombildungen. Welche der folgenden Aufzählungen enthält diese vier von Rudolf genannten Grund- konflikte? (A) Grundkonflikte der Nähe, der Bindung, des Selbstwerts und der Abhängigkeit (B) Grundkonflikte der Nähe, der Bindung, des Selbstwerts und der Lust/Unlust (C) Grundkonflikte der Kontrolle, der Bindung, des Selbstwerts und der Lust/Unlust (D) Grundkonflikte der Nähe, der Aggression, der Sexualität und der Identität (E) Grundkonflikte der Nähe, der Bindung, der Autonomie und der Identität 36 Rudolf beschreibt in seiner Darstellung des Zusammenspiels von Struktur und Kon- flikt vier Grundkonflikte sowie deren Verarbeitungen und daraus entstehende Sym- ptombildungen. Welche der folgenden Aufzählungen enthält diese vier von Rudolf genannten Grund- konflikte? (A) Grundkonflikte der Nähe, der Bindung, des Selbstwerts und der Abhängigkeit (B) Grundkonflikte der Nähe, der Bindung, des Selbstwerts und der Lust/Unlust (C) Grundkonflikte der Kontrolle, der Bindung, des Selbstwerts und der Lust/Unlust (D) Grundkonflikte der Nähe, der Aggression, der Sexualität und der Identität (E) Grundkonflikte der Nähe, der Bindung, der Autonomie und der Identität
  • 37 Nach der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik OPD-2 lassen sich typi- sche dominierende Ängste unterschiedlichen strukturellen Integrationsniveaus zu- ordnen. Bei welchem strukturellen Integrationsniveau der OPD-2 ist die Angst, die Zuneigung (Liebe) des Objekts zu verlieren, die zentrale Angst? (A) bei gut integriertem Strukturniveau (B) bei mäßig integriertem Strukturniveau (C) bei gering integriertem Strukturniveau (D) bei desintegriertem Strukturniveau (E) bei keinem der genannten Strukturniveaus A) bei gut integriertem Strukturniveau Für jedes strukturelle Item, aber auch für jede strukturelle Dimension (Selbstwahrnehmung,Objektwahrnehmung, Selbstregulierung etc.) sowie für die Struktur alsGanzes lässt sich ein strukturelles Niveau einschätzen. Die OPD-Struktureinschätzungunterscheidet vier Niveaus der strukturellen Integration: gut, mäßig, gering,desintegriert. Die vier Stufen sind inhaltlich defi niert, wobei die Markierung vonZwischenstufen möglich ist.1 Gut integriert: Ein relativ autonomes Selbst verfügt über die Möglichkeiten,Nähe und Distanz zu den Objekten zu regulieren und bei ihnen ggf. Unterstützungund Sicherheit zu erfahren. Das Selbst verfügt über einen strukturiertenpsychischen Binnenraum, in dem konfl ikthaft e Erfahrungen intrapsychischdurchgespielt werden können. Es gibt Steuerungsmöglichkeiten, welche dieKonfl ikte intrapsychisch halten, sowie die Fähigkeit, die innere Welt selbstrefl exiv,die äußere Welt realitätsgerecht und empathisch wahrzunehmen. In derinneren Welt fi nden sich ausreichend gute innere Objekte.Zentrale Angst: Die Zuneigung der Objekte zu verlieren, beschämt, bestraftoder beschädigt zu werden und in der eigenen sozialen und psychosexuellenIdentität bedroht zu sein.1,5 Gut bis mäßig integriert: Anteile von 1 und 22 Mäßig integriert: Die Erfahrung von Nähe, Bindung, Autonomie und Identitätist eingeschränkt möglich. Die entsprechenden Bedürfnisse sind heft ig, dieKonfl ikte sind scharf, die Steuerung ist schwierig. Es bestehen autoaggressiveund selbstentwertende Tendenzen. Das Selbst ist bedürft ig und kränkbar, dieBilder der Objekte sind auf wenige Muster eingeengt, Konfl ikte können nur mitMühe intrapsychisch gehalten werden, dyadische Beziehungen sind vorherrschend.Zentrale Angst: Angst, das wichtige Objekt zu verlieren, von dem gewährendenObjekt verlassen zu werden; Angst vor Verlust der Kontrolle und Steuerung,Angst vor den eigenen heft igen Impulsen.2,5 Mäßig bis gering integriert: Anteile von 2 und 33 Gering integriert: Das Selbst ist sehr bedürft ig, sehr kränkbar, sehr impulsiv, dasBild der Objekte ist bedrohend-verfolgend oder als Sehnsuchtsobjekt ideal-gut.Positive Erfahrungen von Nähe, Bindung, Autonomie und Identität werden seltengemacht. Es besteht ein wenig entwickelter psychischer Binnenraum und einegeringe Diff erenzierung psychischer Substrukturen, Konfl ikte werden interpersonellstatt intrapsychisch erfahren. Die Beziehung zu den anderen ist durch fehlendeEmpathie und eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit belastet.Zentrale Angst: Angst vor der Überwältigung und Auslöschung durch die gefährlichenObjekte, vor dem vernichtenden Gekränktwerden, Angst vor dengnadenlosen inneren und äußeren Objekten.3,5 Gering bis desintegriert: Anteile von 3 und 458 4 Strukturelle Störungen4 Desintegriert: Desintegriert ist nicht gleichbedeutend mit desorganisiert. Diefehlende Kohärenz des Selbst und die überfl utende Emotionalität werden durchAbwehrmuster im Sinne postpsychotischer, posttraumatischer, perverser Organisationsformenüberdeckt. Selbst- und Objektbilder erscheinen konfundiert.Gute innere Objekte sind nicht verfügbar. Empathisches Objektwahrnehmenist so gut wie unmöglich. Verantwortung für eigenes impulsives Handeln wirdnicht erlebt; Handlungen erfolgen teilweise in dissoziativen Bewusstseinszuständen.Gegenübertragung ist geprägt durch die Erfahrung des Unverständlichenoder unheimlich Bedrohlichen.Zentrale Angst: Angst vor den unheimlichen Objekten, die eher medial alsobjektal erscheinen, Angst vor Ichverlust und Selbstaufl ösung; Angst vor demDruck der eigenen Partialtriebe.
  • 40 Zu welcher der folgenden Kategorien (Merkmalsbereiche) psychopathologischer Symptome (Merkmale) werden die Symptome der Gedankenausbreitung und des Ge- dankenentzugs am ehesten gezählt? (A) Ich-Störungen (B) Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen (C) Sinnestäuschungen (D) formale Denkstörungen (E) Störungen der Affektivität (A) Ich-Störungen
  • 41 Welches der folgenden Interviewverfahren ist am ehesten dafür konzipiert, einen psychopathologischen Befund zu erheben? (A) Internationale Diagnosen Checklisten (IDCL) (B) Composite International Diagnostic Interview in der computergestützten DIA-X Version (DIA-X-CIDI) (C) Biographische Anamnese (nach Dührssen) (D) AMDP-System (AMDP: Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie) (E) Diagnostisches Interview bei Psychischen Störungen (DIPS) (D) AMDP-System (AMDP: Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie)
  • 42 In Anlehnung an die Typologie von Jellinek lassen sich verschiedene Formen einer Alkoholabhängigkeit unterscheiden. Was trifft auf den Typus des Delta-Trinkers nach dieser Typologie am ehesten zu? (A) Das Trinken von Alkohol dient vorrangig als Versuch der Bewältigung von Stress oder Angst. (B) Der Betroffene trinkt Alkohol unregelmäßig bei sich im Alltag bietenden Gele- genheiten, dann aber übermäßig. (C) Der Betroffene trinkt Alkohol, bis er einen starken Rausch entwickelt hat. (D) Der Betroffene trinkt über den Tag verteilt regelmäßig Alkohol. (E) Es kommt periodisch zu einem unkontrollierten Alkoholkonsum. (D) Der Betroffene trinkt über den Tag verteilt regelmäßig Alkohol.  Die Alkoholikertypologie nach Jellinek ist die in der Medizin gebräuchlichste Klassifikation des Alkoholismus. Sie wurde 1960 erstmals von Elvin M. Jellinek in dem Buch "The Disease Concept of Alcoholism" vorgestellt. 2 TypenJellinek unterscheidet 5 verschiedene Typen von "Alkoholikern". Die Typen werden abgekürzt mit den ersten 5 Buchstaben des griechischen Alphabets. 2.1 Alpha-TrinkerAlphatrinker (Problemtrinker) trinken, um seelische Belastung leichter zu ertragen. Es besteht keine körperliche Sucht, jedoch eine seelische Abhängigkeit. Das Trinkverhalten ist undiszipliniert. Es kommt jedoch nicht zu einem Kontrollverlust. Gesundheitsschäden und soziale Auffälligkeiten sind nicht selten. Übergang in die Alkoholabhängigkeit vom Gamma-Typ (s. u.) ist häufig. 2.2 Beta-TrinkerBeta-Trinker (Gelegenheitstrinker) trinken unter der Übernahme gesellschaftlicher Konsummuster (z.B. auf Feiern jeglicher Art). Obwohl Beta-Trinker weder psychisch noch physisch süchtig sind, sind sie leicht zum Konsum zu verleiten und schädigen durch unverantwortliches Handeln ihre Gesundheit. Beta-Trinker sind suchtgefährdet (nicht selten Übergang in einen Delta-Alkoholismus). 2.3 Gamma-TrinkerGamma-Trinker (Suchttrinker) sind psychisch stärker süchtig als physisch. Beim Trinken kommt es zum Kontrollverlust. Trinkexzesse und unauffällige Phasen wechseln sich ab. Durch den ersten Schluck Alkohol wird immer häufiger ein scheinbar unstillbares Verlangen nach immer mehr Alkohol ausgelöst. 2.4 Delta-TrinkerDelta-Trinker (Spiegeltrinker) sind körperlich stärker abhängig als psychisch. Delta-Trinker benötigen eine bestimmte Mindestmenge Alkohol, um sich gut zu fühlen. Ohne Alkohol leiden Delta-Trinker unter häufig unerwartet heftigen Entzugserscheinungen wie Tremor, Diarrhö und Schlaflosigkeit und fallen sozial eher auf. 2.5 Epsilon-TrinkerEpsilon-Trinker (Quartalssäufer) sind psychisch abhängig. Sie können über Monate abstinent sein, gefolgt von Episoden exzessiven Alkoholkonsums. In diesen Phasen ist ein Kontrollverlust vorhanden. Trinkexzesse können tagelang fortgeführt werden und zu vorübergehendem Gedächtnisschwund(Filmriss) und illusionärer Verkennung führen. Nach einer solchen Phase folgt in der Regel wieder eine Phase der Abstinenz.
  • 43) Das Depersonalisations- und Derealisationssyndrom tritt nach ICD-10 (F48.1) selten in reiner oder isolierter Form auf. Häufiger finden sich Depersonalisations- und De- realisationsphänomene bei anderen Störungen. Bei welcher der folgenden Störungen bzw. Gruppen von Störungen treten Deperso- nalisations- und Derealisationsphänomene nach der ICD-10 häufiger auf? (A) Zwangsstörungen (B) Essstörungen (C) Störungen der Geschlechtsidentität (D) Entwicklungsstörungen (E) Störungen des Sozialverhaltens  (A) Zwangsstörungen
  • 47 Welche der folgenden Krankheiten oder psychischen Störungen zählt gemäß der ICD-10 zu den Parasomnien? (A) psychogene Schlafumkehr (B) Albträume (C) Schlafapnoesyndrom (D) Narkolepsie (E) Durchschlafstörungen (B) Albträume
  • 51) Was ist am ehesten unter dem Begriff Theory of mind zu verstehen? (A) Ausbildung einer Erwartung, ob und wie man mit einem schwierigen Problem umgehen kann (B) die Fähigkeit, bereits auf leicht unterschiedliche Situationen auch unterschied- lich zu reagieren (C) die Fähigkeit, den psychischen Zustand anderer Personen (z. B. deren Wünsche, Intentionen, Überzeugungen, Meinungen) zu erfassen (D) irrationale negative Gedanken, die als automatisch, andauernd und unfreiwillig erlebt werden (E) Zuschreibung von Gründen, Ursachen und Erklärungen zu bestimmten Ereignissen (C) die Fähigkeit, den psychischen Zustand anderer Personen (z. B. deren Wünsche, Intentionen, Überzeugungen, Meinungen) zu erfassen
  • 52) Bei einem Kind werden die Symptome Minderwuchs, Mikrozephalie, faziale Auffäl- ligkeiten wie kurze Lidspalten, verstrichenes Philtrum und schmale Oberlippe sowie neurologisch-kognitive und Verhaltensauffälligkeiten festgestellt. Welche der folgenden Erkrankungen liegt am ehesten vor? (A) Rett-Syndrom (B) Alkoholembryopathie, fetales Alkoholsyndrom (C) Heller-Syndrom, Dementia infantilis (D) Wernicke-Enzephalopathie (E) Pica (B) Alkoholembryopathie, fetales Alkoholsyndrom
  • 53) Als eines der psychoanalytisch orientierten, gruppentherapeutischen Verfahren hat sich die interaktionelle bzw. psychoanalytisch-interaktionelle Gruppenpsychothera- pie etabliert. Was ist am ehesten als zentrales Ziel und zentraler therapeutischer Ansatzpunkt der psychoanalytisch-interaktionellen Gruppenpsychotherapie zu bezeichnen? (A) Einsicht der Teilnehmer in die unbewussten Determinanten von Beziehungsproblemen durch das Prinzip Deutung (B) emotionale Nachreifung der Teilnehmer durch Förderung der freien Assoziation über frühere Beziehungserfahrungen (C) Integration bisher abgespaltener Selbstaspekte durch Fokussierung und Bearbei- tung innerer Konflikte (D) Förderung der Ich-Funktionen der Teilnehmer durch Fokussierung auf die Beziehungsmuster in der Gruppe (E) Förderung der Regression der gesamten Gruppe, um die Progression bei den Teilnehmern zu bewirken (D) Förderung der Ich-Funktionen der Teilnehmer durch Fokussierung auf die Beziehungsmuster in der Gruppe
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  • 56) Welche der nachfolgenden Strukturen wird zu den Basalganglien gezählt? (A) Epiphyse (B) Putamen (C) Zerebellum (D) Hypothalamus (E) Hypophyse  (B) Putamen
  • 57 Welcher der folgenden Transmitter ist der Überträgerstoff an der motorischen End- platte? (A) Adrenalin (B) Acetylcholin (C) Noradrenalin (D) Serotonin (E) Glutamat (B) Acetylcholin 
  • 58 Welcher der folgenden Lappen des Großhirns wird als Lobus occipitalis bezeichnet? (A) Scheitellappen (B) Hinterhauptlappen (C) Stirnlappen (D) Insellappen (E) Schläfenlappen (B) Hinterhauptlappen
  • 59 Die Erweiterung der Pupille kann z. B. ein Zeichen des Konsums bestimmter psy- chotroper Substanzen sein. Die Erweiterung der Pupille wird bezeichnet als (A) Miosis (B) Hyperopie (C) Akkommodation (D) Mydriasis (E) Myopie (D) Mydriasis  Mydriasis (/mɪˈdraɪ.əsɪs/) is the dilation of the pupil, usually having a non-physiological cause, or sometimes a physiological pupillary response. Non-physiological causes of mydriasis include disease, trauma, or the use of drugs. Als Miosis bezeichnet man die temporäre Verengung der Pupille durch Kontraktion des Musculus sphincter pupillae oder verminderte Aktivität des Musculus dilatator pupillae. Die Miosis stellt die physiologische Reaktion des Auges auf einen starken Lichtreiz dar und wird parasympathisch ausgelöst. Sie ist das Gegenteil der Mydriasis. Weitsichtigkeit (Hyperopie) Das weitsichtige Auge hat im Verhältnis zur Brechkraft der Linse eine zu kurze Achsenlänge. Parallel ankommende Lichtstrahlen werden hinter Netzhaut gebündelt und werden daher unscharf abgebildet. Bei einem normalen Auge werden sie genau so gebrochen, dass sich exakt auf der Netzhaut ein scharfes Bild bildet. Die Weitsichtigkeit kann teilweise durch eine Erhöhung der Brechkraft der Linse ausgeglichen werden. Weitsichtige Menschen sehen meist sowohl in der Ferne als auch in der Nähe gut – allerdings müssen sie dafür die inneren Augenmuskeln stark anstrengen.Weitsichtigkeit ist angeboren und kann sich in vielen Fällen durch Wachstum des Augapfels bis zum Erreichen des Erwachsenenalters verbessern.
  • 60 Welche der folgenden Medikamentengruppen wird aufgrund ihrer analgetischen Wir- kung auch in der Schmerzbehandlung eingesetzt? (A) Barbiturate (B) Betablocker (C) trizyklische Antidepressiva (D) Lithiumsalze (E) Anticholinergika (C) trizyklische Antidepressiva
  • 63 Die S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie Bipolarer Störungen gibt Behandlungs- empfehlungen auf der Grundlage des aktuellen Forschungsstandes. Neben der medi- kamentösen Behandlung werden dabei auch psychotherapeutische und psycho- edukative Ansätze bewertet. Welche der folgenden Aussagen über die Wirksamkeit von psychotherapeutischen oder psychoedukativen Maßnahmen bei akuten manischen Episoden im Rahmen ei- ner bipolaren Störung bzw. zu deren Rückfallprophylaxe trifft nach der aktuellen S3-Leitlinie am ehesten zu? (A) Die Wirksamkeit von Psychotherapie in akuten manischen Episoden ist gut be- legt. (B) Die Wirksamkeit von Psychoedukation in akuten manischen Episoden ist gut be- legt. (C) Es gibt keine Wirksamkeitsnachweise für Psychotherapie zur Behandlung hypo- manischer Symptomatik nach manischen Episoden. (D) Für die Rückfallprophylaxe manischer Episoden sollte eine ausführliche und in- teraktive Gruppenpsychoedukation durchgeführt werden. (E) Kognitive Verhaltenstherapie ist für die Rückfallprophylaxe manischer Episoden Mittel der ersten Wahl. (D) Für die Rückfallprophylaxe manischer Episoden sollte eine ausführliche und in- teraktive Gruppenpsychoedukation durchgeführt werden. 
  • 68) In den psychoanalytisch begründeten Therapien kann mit einem Fokus gearbeitet werden, wobei häufig auf das Konzept des Fokalsatzes nach Lachauer zurückgegrif- fen wird. Woraus besteht ein psychodynamischer Fokus im Sinne eines solchen Fokalsatzes am ehesten? (A) aus einer zentralen Formulierung über den Kern des Unbewussten (B) aus zwei Teilen: 1. Formulierung des aktuellen Hauptproblems und 2. einer Hypothese über dessen unbewusste Hintergründe (C) aus drei Teilen: 1. Formulierung des zentralen Triebwunsches, 2. Benennung der dorhinanten Abwehrmechanismen, 3. Klärung der zentralen Angst (D) aus drei Teilen: 1. Wünsche, Bedürfnisse, Absichten, 2. Reaktionen anderer Menschen darauf, 3. eigene Reaktionen z. B. auf das von anderen als Reaktion gezeigte Verhalten (E) aus vier Teilen: 1. Es-Inhalte, 2. Ich-Funktionen, 3. Überich-Verbote, 4. Reali- tätsanforderungen (B) aus zwei Teilen: 1. Formulierung des aktuellen Hauptproblems und 2. einerHypothese über dessen unbewusste Hintergründe Das Konzept des Fokalsatzes- Das Grundgerüst des Fokalsatzes bei Lachauer besteht aus den Elementen: Ich… , weil….- Der Fokalsatz ergibt sich aus zwei Teilen: 1) Der Benennung bzw. Beschreibung einer Problematik2) Die psychodynamische Hypothese über die unbewussten Hintergründe der Problematik- Es findet eine zweischrittige Zentrierung statt, wobei bei der „Ersten Zentrierung“ das aktuelle Hauptproblem benannt wird und in der „Zweiten Zentrierung“ eine Hypothese über den unbewussten Hintergrund aufgestellt wird:o „Erste Zentrierung“: Selektionsprozess bei dem das zentrale Problem des Patienten auf einen gemeinsamen Nenner seines Verhaltens gebracht und formuliert wirdo „Zweite Zentrierung“: Selektionsprozess bei dem aus den Informationen über die Konflikte und Vorgeschichte des Patienten eine Hypothese erarbeitet wird: „[…] ein ‚weil…‘, das eine möglichst gute Erklärung und einen Sinn für das aktuelle Hauptproblem im ersten Teil des Fokalsatzes liefern soll.“ (1999:44)o Beispiel eines Fokalsatzes: Ich muss immer Retter sein, weil ich sonst Opfer oder Täter bin.- Definition des Fokus nach Lachauer: „Der Fokus im Rahmen einer psychoanalytischen Kurztherapie ist ein Satz, der in zwei Zentrierungsschritten erarbeitet wird und der ein aktuelles Hauptproblem mit einer Hypothese über dessen zentralen unbewussten Hintergrund verbindet.“ (1999:44)- Der Fokus soll dabei in der Sprache des Patienten formuliert werden und die Ich-Form annehmen, um eine Empathie und Identifikation mit der Innenwelt des Patienten zu gewährleisten
  • 70 Bei der Beurteilung von Effekten psychotherapeutischer Behandlungen bezeichnet Efficiency (A) das Maß zur Bewertung der klinischen Signifikanz des erzielten Outcomes (B) das statistische Maß zur relativen Größe eines Effektes (C) den Wirkungsgrad einer Behandlungsstrategie, ermittelt über die Kosten- Nutzen-Relation (D) die Wirksamkeit eines Verfahrens unter den Bedingungen des Alltags, der psy- chotherapeutischen Routineversorgung (E) die Wirksamkeit eines Verfahrens unter experimentellen, optimalen Bedingungen (C) den Wirkungsgrad einer Behandlungsstrategie, ermittelt über die Kosten- Nutzen-Relation
  • 72) Welches der folgenden diagnostischen Verfahren dient am ehesten der Prozessevaluation (auch Prozessdiagnostik; in Abgrenzung zur Verlaufsdiagnostik) psychotherapeutischer Behandlungen? (A) Interaktions-Angst-Fragebogen (IAF) (B) Stundenbogen für die Allgemeine und Differenzielle Einzelpsychotherapie (STEP) (C) Fragebogen zur Analyse Motivationaler Schemata (FAMOS) (D) Bielefelder Fragebogen zu Klientenerwartungen (BFKE) (E) Sense-of-Coherence-Fragebogen (SOC) (B) Stundenbogen für die Allgemeine und Differenzielle Einzelpsychotherapie (STEP) 
  • 73 Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) hat einen Kriterienkatalog zur Beurteilung der Studienqualität von Psychotherapiestudien erstellt. Auf welche drei Bereiche beziehen sich die Kriterien? (1 Antwort!) (A) Efficacy, Effectiveness, Efficiency (B) allgemeine methodische Qualität, interne Validität und externe Validität (C) Randomisierung, Risikoabschätzung, Reliabilität (D) Designqualität, Durchführungsqualität, Ergebnisqualität (E) Nutzen, Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit (B) allgemeine methodische Qualität, interne Validität und externe Validität
  • 74 Welche der folgenden Institutionen legt die so genannte Psychotherapie-Richtlinie fest? (A) die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) (B) die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) (C) der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie (WBP) (D) der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) (E) die Landesprüfungsämter für Heilberufe (D) der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)
  • 75 Das transtheoretische Modell (Prochaska et al.) benennt mehrere Phasen der Verän- derung, die im therapeutischen Prozess relevant sind. Welche Phase gehört nicht dazu? (A) Absichtsbildung (contemplation) (B) Motivation (motivation) (C) Vorbereitung (preparation) (D) Handlung (action) (E) Aufrechterhaltung (maintenance) (B) Motivation (motivation) 
  • 77 Wahnsymptome können nach inhaltlichen Merkmalen kategorisiert werden. Welches der folgenden Wahnthemen zählt nach der ICD-10 nicht zu den typischen Wahnthemen für eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen? (A) hypochondrischer Wahn (B) Schuldwahn (C) Eifersuchtswahn (D) Versündigungswahn (E) Verarmungswahn (C) Eifersuchtswahn
  • 78 Welches ist keine Komponente der ICF (Internationale Klassifikation der Funktions- fähigkeit, Behinderung und Gesundheit)? (A) Aktivitäten der Personen und deren Störungen (B) Kontextfaktoren: Umgebung, Strukturen und persönliche Faktoren (C) Körperfunktion und deren Störungen (D) Körperstrukturen und deren Schädigung (E) psychische Funktion und deren Störungen (E) psychische Funktion und deren Störungen
  • 79 Die operanten Methoden in der Verhaltenstherapie umfassen eine Vielzahl von Techniken. Welche der folgenden Techniken ist am wenigsten als operant zu bezeichnen? (A) Shaping (B) Gedankenstopp (C) Time-out (D) Prompting (E) Verstärkerrückgabe (B) Gedankenstopp
  • 80) In der Psychotherapie-Richtlinie ist unter anderem geregelt, welche Behandlungs- methoden als Sonderformen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie im Rahmen der Richtlinienpsychotherapie zur Anwendung kommen können. Welche der folgenden Behandlungsmethoden gehört nicht dazu? (A) dynamische Psychotherapie (B) Fokaltherapie (C) Kurztherapie (D) niederfrequente Therapie in einer längerfristigen, Halt gewährenden therapeu- tischen Beziehung (E) Psychodrama (E) Psychodrama Als Sonderformen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie können folgendePsychotherapiemethoden zur Anwendung kommen:1. Kurztherapie,2. Fokaltherapie,3. Dynamische Psychotherapie,4. Niederfrequente Therapie in einer längerfristigen, Halt gewährenden therapeutischenBeziehung.