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Grundlagen der Personal- und Führungsforschung (Subject) / 20_Kompetenzmanagement (Lesson)
o Wie lässt sich Handlungsfähigkeit von Organisationen sicherstellen und ausbauen?
o Zielgrößen: Strategiefähigkeit der Organisation (Wettbewerbsstärke) und Beschäftigungsfähigkeit der Individuen (Entwicklungsfähigkeit unabhängig vom konkreten Arbeitgeber)
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- Kompetenz als Handlungsfähigkeit o Fähigkeit in ungewissen und komplexen Situationen bei offenen Fragestellungen durch selbstorganisiertes Handeln Problemlösungen zu entwickeln o Umgang mit Veränderung à nicht direkt beobachtbar, aber durch gezeigte Leistung zu erschließen Herausforderungen heutzutage o Dynamischer Wandel o Technologische Innovation o Komplexe Fragestellungen
- Transdisziplinarität und Definitionsvielfalt zum Kompetenzbegriff o Individuum § Ursprung: Pädagogik, Individualpsychologie § Individuelle Kompetenz · Handlungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit · Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz · Qualifikation o Gruppe § Ursprung: Sozial- und Gruppenpsychologie · Interaktionsgebundene Handlungsfähigkeit · Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz von Gruppen · Vom Individuum wahrgenommene Handlungsfähigkeit der Gruppe o Organisation § Ursprung: Wettbewerbstheorie, Systemtheorie · Spezifische Ressourcenbündel – dynamische Fähigkeiten · Interpretations- und Kooperationsfähigkeit · Immaterielle Ressourcen – insbesondere Wissenskapital · Selbstorganisationsfähigkeit o Netzwerk § Ursprung: Wettbewerbstheorie, Komplexitätstheorie · Kooperationsspezifische Fähigkeiten der Wertgenerierung (soziales Kapital) · Netzwerkbildung · Netzwerkmanagement und -qualifikation der Organisation · Koevolution am Rande des Chaos --> Handlungsfähigkeit auf allen Ebenen
- Kompetenzprofil o Selbstkompetenz o Fachkompetenz o Methodenkompetenz --> strukturierter und analytischer Einsatz kognitiver Fähigkeiten, die sich in Entwicklung von neuartigen Problemlösungen offenbart o Sozialkompetenz
- Kompetenzprofil - Beispiel Bosch o Einschätzung der Kompetenz von 1 (gering ausgeprägt) bis 5 (außergewöhnliche Stärke) o Vorher festgelegte Prozentsätze auf Skala o Auch Einschätzung des Potenzials § Daraus leiten sich Positionswechsel und Entwicklungsmöglichkeiten ab § Daraus leitet sich auch ab, welche Kompetenz im Team noch gebraucht wird --> Erweiterung des Kompetenzportfolios
- Kompetenzanalyse - Mehrebenen-Kompetenzmodell (Wilkens et al.) · Wirkungszusammenhänge zwischen Kompetenzebenen vielfach angenommen, aber selten gezeigt · Kompetenzen zeigen sich an Handlungsvollzügen · Selbstauskünfte also dann valide, wenn sie sich auf Handlungsvollzüge und nicht auf Selbstbewertungen beziehen o Entwicklung eines Kompetenzmessinstruments, um Prozesse der Kompetenzentwicklung in sozialen Systemen zwischen Individuum, Gruppe, Organisation und Netzwerkbeziehungen abbilden zu können o basiert auf MA-Befragungen
- Kompetenzdimensionen - Mehrebenen-Kompetenzmodell (Wilkens et al.) auf allen Ebenen --> Person, Gruppe, Organisation, Netzwerke Umgang mit Komplexität --> Aufnahme von Informationen, Finden von Zielorientierung o Selbstreflexion --> kontinuierliches Hinterfragen der eigenen Praxis o Kombination von unterschiedlichen Wissensbeständen o Kooperation --> hohe Teamorientierung, Konfliktbereitschaft, Ambiguitätstoleranz --> Wichtige Meta-Kompetenzen von Personen und Teams
- Mehrebenen-Kompetenzmodell - Praktischer Nutzen der Wirkungsanalyse o Kenntnis von Kompetenzaufbau als Schlüssel für Kompetenzentwicklung o Unternehmensspezifische Kompetenzentwicklung identifizieren o Informationen für Personal-, Team- und Organisationsentwicklung o Fragemodule zur Kompetenzanalyse können in zeitlichen Abständen in Mitarbeiterbefragungen integriert werden
- drei Ebenen der Kompetenzentwicklung --> wichtig o Voraussetzung: Reflexion o Ebene 1: arbeitsimmanentes Lernen (im Prozess der Arbeit) --> informelles Lernen o Ebene 2: Arbeitsplatznahe Lernformen (auch Simulationen) --> Mix o Ebene 3: Seminare und Kurse --> formales Lernen
- Sozial-kognitive Theorie als Basiskonzept der Kompetenzentwicklung o Individuelle und kollektive Wirksamkeitserwartung der Person stärkt Handlungsbereitschaft o Ob Person Verhalten oder Veränderung zeigt hängt von individueller und kollektiver Wirksamkeitserwartung ab o Individuell --> subjektive Überzeugung selbst bestimmtes Verhalten ausüben zu können o Kollektiv --> individuelle Wahrnehmung in Gruppe wirksam zu werden und Wirksamkeit der Gruppe als Ganzes + kollektive Wahrnehmung der Wirksamkeit
- Maßnahmen zur Förderung der Wirksamkeitserwartung o Bewältigungserfahrung --> Training, Aufgabenfelderweiterung o Stellvertretende Erfahrung --> Erfahrungsaustausch, Mentorenmodelle o Verbale Informationsvermittlung --> Feedback-Gespräche, Zielvereinbarungen o Psychologische und affektive Zustände --> Zeitmanagement, WLB, Gesundheitsmanagement
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- Simulationen als arbeitsplatznahe Lernformen für Kompetenzentwicklung und -analyse o Think Space zur Entwicklung von kollaborativen Fähigkeiten § Didaktische Konzeption an Escape Room angelehnt § Spielerische Auseinandersetzung mit Knappheit von Zeit, materiellen und immateriellen Ressourcen § Gestaltung von Interaktionsprozessen