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Grundlagen der Personal- und Führungsforschung (Subject) / 8_Führungsinstrumente (Lesson)

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  • Definition Führungsinstrumente o   Hilfsmittel der personalen Führung, die Kommunikationsprozess zwischen FK und MA zu unterstützen, um gemeinsame Aufgabenbewältigung mit Klärung der Interaktionsbeziehung und den damit verbundenen wechselseitigen Erwartungen zu fokussieren o   Immer dialogorientiert und zweiseitig o   Beim Einsatz sind Rollenerwartungen besonders präsent
  • Führungserfolg - Bestimmung §  Erreichung der Unternehmensziele unter Wahrung der Beziehungsqualität §  Enger am Leistungsbegriff orientierte Führungsinstrumente (stärker formalisiert) ·         Zielvereinbarungsgespräch ·         Personalbeurteilungsgespräch §  Enger an der Beziehungsqualität orientierte Instrumente (weniger formalisiert) ·         Konfliktgespräch ·         Problemlösungsgespräch
  • Managerial Grid - Verhaltensgitter (Blake & Mouton) --> wichtig o   X-Achse à Betonung der Produktion o   Y-Achse à Betonung des Menschen o     1.1 Überlebensmanagement §  Geringstmögliche Einwirkung auf Leistung und auf Menschen o     1.9 Glacé-Handschuh-Management §  Sorgfältige Beachtung der zwischenmenschlichen Beziehungen §  Bequeme, freundliche Atmosphäre §  Nicht so schnelles Arbeitstempo o     9.1 Befehl-Gehorsam-Management §  Wirksame Arbeitsleistung §  Ohne viel Rücksicht auf zwischenmenschliche Beziehungen o     9.9 Team Management §  Hohe Arbeitsleistung §  Begeisterte MA §  Verfolgung des gemeinsamen Zieles o     5.5 Organisations-Management §  Genügende Arbeitsleistung Ausbalancieren von Mitarbeiter- und Produktionsorientierung
  • Theoretische Grundlage zum Einsatz von Führungsinstrumenten - Sozial-kognitive Theorie §  Zeigt am Konstrukt der individuellen Selbstwirksamkeitserwartung Bedeutung von Führungsinstrumenten für Aufgabenbewältigung und Entwicklung von MA §  Wirksamkeitserwartungen gute Prädiktoren für tatsächliches Handeln §  Individuelle Selbstwirksamkeitserwartung entscheidend für Verhalten(sänderung) ·         Subjektive Überzeugung bestimmtes Verhalten ausüben zu können ·         Starker Zusammenhang mit Lernanstrengung, Karriereverläufen, etc. §  Ansatzpunkte zur Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung ·         Bewältigungserfahrung à erfolgreiche Aufgabenbewältigung o           Zielvereinbarungsgespräch o           Problemlösungsgespräch ·         Stellvertretende Erfahrung à Beobachtung anderer o           Coaching-Gespräch ·         Verbale Informationsvermittlung à Rückkoppelung mit Vergleichstandards o           Feedback-Gespräch o           Kritikgespräch ·         Psychologische und affektive Zustände à Stimmung, Stress o           Konfliktgespräch
  • Zieltheorie (Locke & Latham) Zielsetzung   Schwierigkeit   Spezifität Moderatoren   Zielbindung   Selbstwirksamkeitserwartung   Rückmeldung   Aufgabenkomplexität Wirkmechanismen   Handlungsrichtung   Handlungsintensität   Handlungsausdauer all das führt entscheidend für Leistung o   Ziele entfalten motivations- und leistungsförderliche Wirkung o   Ziele richten Aktivitäten auf angestrebten Zustand aus o   Dadurch wird Spannungszustand erzeugt, der Handlungen aktiviert o   Ziele müssen herausfordernd (Schwierigkeit) und präzise (Spezifität) sein Wenig anspruchsvolle Ziele ohne positiven Spannungszustand
  • Aus Sicht der Zieltheorie - Auf was muss im Führungsprozess geachtet werden? §  Dass Ziele repräsentativ für Aufgabenfeld des MA sind §  Dass Zielkonflikte aufgedeckt und beseitigt werden §  Dass Prozess durch beiderseitiges, regelmäßiges Feedback begleitet wird o   Ziele sollten allerdings nicht vorgegeben, sondern vereinbart sein (à Zielbindung) o   Ziele müssen im Einklang mit Unternehmen sein o   Ziele sollten im realistischen Maße über bislang gezeigten Leistungen liegen o   SMART-Regel §    Spezifisch §    Messbar §    Attainable (erreichbar) §    Realistisch §    Terminiert o   Rückmeldungen §    Spezifisch, verhaltensbezogen, konstruktiv §    Selbstwirksamkeitserwartung stärken §    Lieber regelmäßig informelle Rückmeldung als betrieblich festgelegte Formen der                  Rückmeldung §    Nicht nur Ergebnisrückmeldung, sondern auch Prozessrückmeldung
  • Diskussion - Sollte Zielvereinbarung an leistungsabhängiges Entgelt gekoppelt sein? o   Pro §    Hoch gesteckte Ziele werden konsequent verfolgt §    Belohnung wird als Feedback positiv wahrgenommen §    Gängige Praxis – wird deshalb auch erwartet o   Contra §    Crowding-out (intrinsische Motivation verschwindet) §    MA versucht Ziele im Vereinbarungsprozess gering zu halten (Taktik) §    „Gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss.“ §    Ziele werden unreflektiert verfolgt, auch wenn sich Rahmenbedingungen geändert haben
  • Spektrum an Leistungskriterien -  Spektrum an Leistungskriterien o     Fähigkeit der Person (Input) §      Qualifikation, Trainings, Potenzial, Kompetenz §      Ermittelt durch Dokumentenanalyse, Potenzialbeurteilung o     Arbeitsverhalten (Transformation) §      Team- und Führungsverhalt, Verantwortung, Sorgfalt, Loyalität §     Ermittelt durch Vorgesetztenbeurteilung, 360-Grad-Feedback o     Arbeitsergebnis (Output) §      Menge, Qualität, Zielerreichung §     Ermittelt durch Audit-Verfahren, Output-Messung
  • 360-Grad-Gespräch o   Person wird von Kunden, Vorgesetzten, Kollegen und Untergebenen gefeedbackt -   Wichtig bei Zielvereinbarungs- und Leistungsbeurteilungsgesprächen o     Konsistentes Zielsystem o     möglichst eindeutige Messung o     Transparenz über Anforderungsniveau o     Sensibelste Führungsinstrumente, da sie weitreichende Folgen haben §  Nicht-Übereinstimmung kann Interaktionsqualität schwer belasten
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