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Psychosomatische Medizin (Subject) / Essstörungen (Lesson)
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- Sterblichkeit Anorexie 0,6% 12x erhöht
- Die Ursachen der Anorexie sind multifaktoriel - genetische Disposition - kulturelle Einflüsse - Familiendynamik - Kindheitsentwicklung
- Anorexie Klinik und Diagnose - bezüglich Gewicht wenigerals 85% des Normgewichtes, BMI < 17,5 weigerung Minimalgewicht zu halten, Angst vor Gewichtszunahme massive Ängste (zu dick, Entdeckung) gestörtes Körperschema
- Anorexie Klinik und Diagnose bezüglich somatischer Parameter Hypothermie, Hypotonie, Bradykardie, Obstipationen, Amenorrhoe, Osteoperose, EKGV Veränderungen
- Anorexie - Klinik und Diagnose bezüglich Verhalten zwanghaftes Denken nur ans Essen Verleugnung äußerer Realitäten fehlende Krankheitseinsicht gestörtes Selbst(wert)empfinden äußerst rigides Über-Ich/ Gewissen depressive Einbrüche (Suizidalität) hirnorganische Störungen (CT)
- Wie sind die Laborbefunde bei Anorexie? Leukopenie, leichte Anämie Schilddrüsenhormone T3, T4 erniedrigt erhöhte Stresshormone Hyperaldosteron, ACTH, Cortisol katabole Stoffwechsellage, Amylase eröht hormonale Störungen: - niedrige hypothalamische GnRH-Sektion - erniedrigte FSH/LH-Sekretion - ovarielle Östrogensekretion "präpubertär" erniedrigt
- Anorexie - Bildgebung CT Verbreiterung der Rindenfurchen Vergrößerung der Hirnkammern reversible Hirnatrophie
- Anorexie - Bildgebung MRT Volumen der grauen Substanz und Hypophyse vermindert
- Anorexie - Bildgebung SPECT erhöhter Cholinmetabolismus in der weißen Substanz Rezidivprädiktor
- Welche Subtypen unterscheidet man bei der Anorexie? 1. restriktiver Typus - schonender Gewichtsverlust durch Hungern - ohne Impulsdurchbrüche (Fressattacken) 2. purging Typus - Fressattacken mit Erbrechen - aggressive, auf schnellen Gewichtsverlust abzielende Maßnahmen - Sport, Medikamente
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- restriktiver Typus - Anorexie schonender Gewichtsverlust durch Hungern ohne Impulsdurchbrüche (Fressattacken)
- purging Typus - Anorexie Fressattacken mit Erbrechen aggressive, auf schnellen Gewichtsverlust abzielende Maßnahmen Sport, Medikamente
- Durch welches Verhalten kommt es bei der Anorexie zum Gewichtsverlust? - systematisches Lügen, Rückzug - Hyperaktivität, extremer Ausdauersport - strikt kalorienarme Diät - weglassen/ protrahieren von Mahlzeiten - Verleugnung des eigenen Hungers - Laxantien, Diuretica, Appetitzügler, T3/T4 - Erbrechen nach Impusdurchbrüchen
- Wie zeigt sich die Anorexie äußerlich? Auszehrung (kaschiert, weite Kleider) raue Haut Lanugobehaarung, kindliches Aussehen Hungergesicht (große Augen, Wangenknochen) Parotisschwellung schlechter Zahnstatus Mudwinkelrhagaden aufgerauhter Handrücken Erbrechen
- Einfluss auf Elektrolyte bei der Anorexie Stresshormon (Kortison), Erbrechen, Abführmittel und Diuretica führen zu Kaliumverlust führt zu Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen
- Prognose Anorexie - Mortalität - Chronifizierung - erhöhtes Risiko für - körperliche Spontanheilung - schwierige Prognose 20% Mortalität 40% Chronifizierung erhöhtes Psychose-/Suchtrisiko körperliche Spontanheilung 20-30% schwierige Sozialprognose
- Was sind Prädiktoren für einen schlechten Verlauf der Anorexie? Dauer später Beginn, späte Enthospitalisierung Impulsdurchbrüche extremer Gewichtsverlust Selbstwert-/ Kontaktstörungen chronischer Verlauf: Kratinin erhöht letaler Verlauf: Albumin erniedrigt
- Albumin - beim letalen Verlauf erniedrigt - < 60% erniedrigt - 70% erhöhte Mortalität bei erhöhtem Albumin
- Was sind Todesursachen bei der Anorexie? kardiale Rhythmusstörungen Nierenversagen Infektionen Stoffwechselentgleisung Suizid
- Was ist das Hauptziel der Anorexie? Kampf um Autonomie
- Welche Faktoren tragen zur Entstehung der Anorexie bei? Status quo: Kampf um Autonomie - Trennung von der Familie - Triebängste, pubertärer Reifungsdruck - dyadische Konflikte - genetische Vulnerabilität - konfluierendes Familiensystem - kollektive Leitideen
- Erbgenetische Faktoren der Anorexie erhöhte Konkordanzrate bei Eineiigenzwilligen erhöhtes Erkrankungsrisiko bei Verwandten
- Welche kulturellen Faktoren tragen zur Anorexie bei? individuelle Freiheit, Selbstbestimmung narzisstisches Autonomieideal Leistung und Erfolg Resultat eigener Triebkontrolle Entemotionalisierung triebhafter Körperbedürfnisse (Zärtlichkeit, vertrauensvolle Hingabe, Fortpflanung) hat keine Bedürfnisse, hat zu funktionieren Fitness, Schlankheit, Coolness nicht-reproduktive Sexualität, narzisstische Attraktivität
- Wie ist die Familiendynamik bei der Anorexie? konfluierende Verfilzung aber: konflikthafte Beziehung der Eltern starke Abhängigkeiten überprotektive Tabuisierung statt Konfrontation individuationshemmend moralisierend-asketisches Leistungsideal unbewusstes Mutterbild: triebhaft, egozentrisch unbewuesstes Vaterbild: oraler Pascha, entwertend aggressive Fokussierung der Familie: Kampf um Essen
- psychodynamische Faktoren der Anorexie Konfrontation mit triebreguliertem Reifungsdruck, unbewusste Ängste vor Kontrollverlsut, Trennung und hilflose Abhängigkeit - Ablehnung weiblicher Sexualität, nicht wie Mutter werden - regressive Generalisierung der Triebängste - Verschiebung des Autonomiekampfes auf orales Triebniveau - die Gier beherrschen = autonom sein, keine Abhängigkeit spüren - Reaktualisierung dyadischer Konflikte, Hass auf Mutter - Furcht Nahrung/ Mutter brauch zu müssen aber nicht haben/ kontrollieren zu können (Ambivalenz, Fress-Brech-Anfälle) - aggressive Projektion traumatischer Spannungszustände
- Anorexie Persönlichkeit distanziert, gehemmt, schüchtern abhängig, unselbstständig Kontaktstörungen leistungsorientiert (Musterkind) fürsorglich-pseudoaltruistsich altkluger moralischer Rigorismus bedürfnislose Überlegenheit pseudoautonom
- Wie sollte die Diagnostik bei der Anorexie sein frühestmöglich und offensiv Konfrontation (Prognose, Wissen um Lügen) konsequente Haltung bewahren
- Therapie der Anorexie - Stationär stationäre Behandlung mit elterlicher Zustimmung 3500 kcal/ Tag, Sonde, Sedierung, Intensivstation Bettruhe, Kontrolle (Medikamente, Erbrechen) 220g Gewichtszunahme/ Tag kontrollieren
- Therapie der Anorexie verbindlicher Therapieplan (Teamspaltung) Behandlungsvertrag, Aktivierung psychodynamische Teamsupervision Verführung, Pseudoflirts, Enttäuschung (Betrug, Arroganz, Entwertung) Konflikt: psychoanalytische Psychotherapie Symptom: Verhaltenstherapie Umfeld: Familientherpaie non-verbale Therapieverfahren Psychopharmaka nicht angezeigt Osteoporoseprophylaxe
- Was wird bei den einzelnen Therapieformen bei der Anorexie behandelt?psychoanalytische Psychotherapie Verhaltenstherapie Familientherapie psychoanalytische Psychotherapie = Konflikt Verhaltenstherapie = Symptom Familientherapie = Umfeld
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- Psychopharmaka bei Anorexie nicht angezeigt, Wirksamkeit nicht belegt
- Wie soll bei Osteoporoseprophylaxe vorgegangen werden? Substitution von Vitamin D und Calcium Hormone nicht empfohlen Gewichtszunahme effektivste Methode
- Was für ein Vertrag sollte man mit Anorexie Patienten abschließen? Gewichtsvertrag mit Stufenplan
- Bulimie betroffen sind 3% zwischen 20 bis 30 Jahren, 600 000 Frauen in Deutschlang --> 90% weibliche Betroffene
- Definition Bulimie psychogene Essstörung mit Fressattacken (>2 x die Woche) gierige, heimliche Hyperphagie enormer Mengen Kontrollverlust (30000 kcal/Tag und mehr) Angst zu dick zu werden, nicht zu sein!!! induziertes Erbrechen (80-90%) = purging keine dramatische Gewichtsabnahme in etwas Normalgewicht zumeist süße, hochkalorische Nahrungsmittel gestörtes Selbstwertgefühl (überwertig figurabhängig)
- Bulimie Klinik - Auslöser Kränkungen, Verstimmungen
- Bulimie Klinik - Auslöser Kränkungen, Verstimmungen
- nach bulimischem Anfall haben Betroffen Scham- und Schuldgefühle
- Bereits prämorbid haben Bulimiker depressive Verstimmung
- Bei wie viel % der Bulimiker liegt eine Suchterkrankung vor? 1/3
- Schlechter Zustand von was bei Bulimiker? Zahnstatus Parotis Ösophagusrhagaden
- Bulimiker schwanken zwischen Attacken, Diäten, light-food
- Was ist Dauerthema bei Bulimikern? Gewicht
- Bei wie viel % der Bulimiker Amenorrhoe? 30%
- Welche Störung liegt auch oft bei Bulimikern vor? Persönlichkeitsstörung (Borderline, Selbstbeschädigendes Verhalten)
- 3 Phasen der Bulimie (Verlauf) 1. Phase: Fokussierung, Gewicht/Essen, Fressattacken 2. Phase: Diätaskese, Fressattacken, Purging, Ängst, Scham, berufliche Kompetenz 3. Phase: rascher Wechsel, Exzesse/ Karenz, Soziale Dekompensation, Drogen, körperliche Beschwerden, Depessivität, Suizidgefahr