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Psychosomatische Medizin (Subject) / Diagnostik (Lesson)
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- Angst - Was - Wo Flucht vor dem gefährlichen Objekt (außen) Amygdala
- Wut - Was - Wo Zerstörung des gefährlichen Objekts Amygdala
- Ekel - Was - Wo Ausstoßung des gefährlichen Objekts (innen) Basalganglien, Insel
- Freude - Was - Wo Annäherung an das gute Objekt mesolimbisches System
- Trauer - Was - Wo Wiedererklangung des verlornen guten Objekts Cingulum, inf. frontaler Gyrus
- Affektgenerator Affektmoderator Aktivierung eines Affektsystems Kontrolle eines Affektsystems
- Affektgenerator Aktivierung eines Affektsystems low-level-Kompetenzen --> präsymbolisch - autonome Aktiverung (sympatikotone Stressreaktion) - körperliche Binnenempfindungen (somatische Marker) - vorbewusste Deutung (neu? gefährlich?)
- Affektmoderator die Kontrolle eines Affektsystems high-level-Kompetenzen --> Symbolisch - bewusste Affektwahrnehmung (Gefühl) - affektbezogene Kognitionen (Bewältigungsstrategien) - Empathie (Verhaltensregulation)
- Wenn nur ein Affektgenerator vorliegt, aber kein Affektmoderator kommt es zu? automatisches Arousal somatoforme Störungen unverarbeitete Angst, Wut und Trauer --> Angst, Depression => Beziehungsstörungen (in der Arzt-Patienten-Beziehung = Übertragung)
- Was ist OPD operationalisierte psychodynamische Diagnotik 5 Achsen: - Krankheitserleben/ Behandlungsvoraussetzungenn - Beziehung - Konflikt - Struktur - ICD
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- TP/ PA Interview Patient als Sender, dessen Unbewusstsein sich mittels Affektsignalen mitteil - Symptom - dysfunktionale Verhaltenstendenzen, Fehlleistungen, Träume - Szene, Schilderung von Beziehungsepisoden - Übertragungsbeziehung zum Arzt (Bindungsmuster, Affekte)
- Wie teilt sich das Unbewussten in einem TP/PA Interview mit? mittels Affektsignalen - Symptom - dysfunktionale Verhaltenstendenzen, Fehlleistungen, Träume - Szene, Schilderung von Beziehungsepisoden - Übertragungsbeziehung zum Arzt (Bindungsmuster, Affekte)
- Bei einem TP/PA Interview - Berücksichtigung unbewusster Prozesse - die nur interaktionell zur Darstellung kommen - implizite Kommunikation (Äußeres, Mimik, Gestik, Sprache) - kindliche Beziehungsmuster, Traumata - chronifizierte Affekte - Konflikt, Abwehrmechanismen - Effektivität der Affektregulation
- Was ist Ziel des TP/PA Interviews? vertieftes Symptomverständnis
- Setting TP/PA Interview - störungsfreies Gespräch - geschützter Raum - ausreichend, aber begrenzte Zeit - Vertraulichkeit - keine persönlichen Abhängigkeitenn des Arztes vom Patienten - Vorstellung und Funktion des Analytikers - Kurze Aufklärung des Patienten - Gesprächseröffnung durch offene Frage => Patient bzw. sein Unbewusstsein gestaltet und nutzt diesen Rahmen
- TP/PA Interview - Haltung des Diagnostikers Haltung des Diagnostikers erfordert die kontrollierte und reflektierte Bereitschaft/ Fähigkeit sich selbst vom Patienten zur Inszenierung seiner unbewussten Konflikte nutzen zu lassen Der Patietne benötigt eine solche experimentelle "Als-Ob-Beziehung" um seine ihm selbst unbewussten Probleme zu verstehen
- Haltung des Diagnostikers sollte wie sein? - freischwebende Aufmerksamkeit - Rezeptivität - Sensitivität - Akzeptanz - Affektzentrierte Wahrnehmung - Empathie - Abstinenz - Authentizität - Distanz - Professionalität Selbsterfahrung
- TP/PA Interview - Themen und potentielle Konfliktfelder Symptomatik Familienanamnese Schwangerschaft/ Geburt frühkindliche Entwicklung Verhaltensauffälligkeiten Beziehungsanamnese Leistungsbereich Sexualtiät eigene Familie Finanzen Freizeitbereich Einstellungen Krankheitsverständnis
- psychodynamisch-psychodiagnostische Kriterien innerhalb des TP/PA Interviews Triebentwicklung Ich-strukturelles Niveau Selbst-Objekt-Differenzierung Ich-Funktionen Angstniveau Sexualität Abwehrniveau Über-Ich-Niveau Selbstbild Introjekte Übertragung und Gegenübertragung
- Psychologisches Erstinterview Wiederherstellung unbewusster konflikthafter infantiler Beziehungsmuster in der APB in Abhenbung von explorativ-psychiatrsicher Erhebung deskriptiver psychopathologischer Items zur Stellung einer klinisch-syndromalen-Diagnose (ICD)
- psychologisches Erstinterview Grundhaltung neutral-abstinent aber verstehend teilnehmend-empathiebereits gleichschwebende Aufmerksamekti holding-function funktoinale Einheit der Übertragung und Gegenübertragung (kommunizierende Röhren) offene fragen abwartende Haltung
- psychoanalytisches Erstinterview - Wahrnehmung vollständig multimodal Inhalt + Interaktion prozesshaft-akkumulativ (Leuchtspur) auf qualitative Muster in Wahrnehmung, Erleben, Sprache, Gestik, Mimik, Fühlen und Verhalten des Patienten und damit einhergehende eingene Resonanzphänomene
- psychoanalytisches Erstinterview - Ziel ursprünglich lediglich Selektion von Analysepatienten später zunehmend interaktionszentrierte psychodynamische Konfliktdiagnose Erfassung der inneren Objektbilder und der daran geknüpften Wahrnehmungsorganisation strukturelles Reifungsniveua Psychodynamik (ökonomischer, genertischer, adaptiver Aspekt) Konsistenz und Kongruenz der Symptomatik, Frühgene, Übertragung Indikationsstellung und Kassenantrag
- psychometrische Tests messen sehr genau etwas, von dem niemand so genau weiß, was es eigentlich ist weil zuverlässiges Ankreuzverhalten per se kein Wahrheitskriterium ist Bsp: IQ
- psychoanalytischer Interviewer - misst - weil - Bsp misst sehr genau etwas, was (nur) ihm intuitiv aber völlig klar ist weil er sein eigenes Instrument ist Beispiel: Wütende Gegenübertragung wegen narzistischer Entwertung
- Was ist ein Kompromiss aus psychometrischer Testung und psychoanalytischem Interviewer operationalisierte psychodynamische Diagnostik
- operationalisierte psychodynamische Diagnostik nicht ausschließlich deskriptiv, aber auch nachprüfbar mittleres Abstraktionsniveau zwischen Deskription und nicht operationalisierbaren metatheoretischen Begrifflichkeiten
- ICD oder DSM sind lediglich klinisch deskriptiv kein nosologisches Konzept irrelevant für Indikationsstellung
- OPD steht für operationalisierte psychodynamsiche Diagnostik
- OPD - Was ist es und was macht es? expertengestütztes Diagnosesystem Berücksichtigung psychoanalytischer/-dynamischer Konzepte Operationalisierung komplexer Konstrukte Indikationsstellung - hat 5 Achsen
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- 5 Achsen des OPD 1. Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen 2. Beziehung 3. Konflikt 4. Struktur 5. psychische/ psychosomatische Störung
- OPD Achse II Beziehung - dysfunktionale habituelle Beziehungsmuster sind wesentlicher Faktor für Entstehung psychischer Störung und von zentraler diagnostischer Bedeutung die Diagnostik stützt sich auf: - Angaben des Patienten (geschilderte Beziehungsepisoden) - beobachtbares und beschreibbares Verhalten (Interaktion, Szene) - Reaktion und Erleben des Untersuchers - keine explizite Deutung unbewusster Motive und Tendenzen
- dysfunktionale habituelle Beziehungsmuster sind verinnerlichte kindliche Beziehungserfahrungen affektiv qualifizierte Interaktionsengramme (Introjekte) determinanten psychischer Strukturbildung strukturieren Wünsche, Erwartungen, Affektdispositionen determinieren Übertragungsbereitschaften bis hin zu maladaptiven Teufelskreisen
- OPD - Achse III Konflikt
- OPD Achse III Allgemeines Konflikt: - widersprüchliche Motive, Bedürfnisse, Wünsche - Trieb/ Beziehungsmuster vs. Realität/ internalisierte Normen - bei unzureichenden Bewältigungsmöglichkeiten des Ich Verdränkung ins Unbewusste, Agieren, Symptome, Affekte - innere unbewusste Konflikte in Abgrenzung von äußeren Belastungen oder bewussten inneren oder interpersonalen Konflikten - ungelöste Konflikte beeinflussen fortlaufend und zeitstabil Verhalte, Wünsche, Erwartungen und Phantasien z.B. basaler Wunsch nach Versorgung und Autarkie (Unabhängigkeit)
- Was sind zeitlich überdauernde Konfliktkategorien der OPD Abhängigkeit vs. Autonomie (Beziehung) Unterwerfung vs. Kontrolle (Macht) Versorgung vs. Autarkie (Haben) Selbstwertkonflikte (Selbstwert) Über-Ich und Schuldkonflikte (gut und böse) ödipal-sexuelle Konflikte (sex. Befriedigung) Identitätskonflikte (Selbstkohärenz) fehlende Affektwahrnehmung (Alexithymie) konflikthafte äußere Belastungen (Aktualkonflikt)
- Bruxismus Zähneknirschen
- Symptomgenese unter Berücksichtigung kindlicher Belastungsfaktoren, bindungstraumatischer Aspekte Persönlichkeitsstruktur (früh gestört oder relativ reif?) unbewusster Konflikt (z.B. Autonomie, Selbstwert, Triebimpulse) Affektverarbeitung, repetitiver Beziehungsmuster (Übertragung) konfliktassoziierter aktueller Auslösesituation (Wiederholung) Reaktualisierung kindlicher Erlebnis- und Verhaltensweisen Regression und Symptomentwicklung
- Was gehört alles zur Diagnostik in der psychosomatischen Medizin? gründliche somatische Anamnese und Diagnostik - Fakten klären Screeningverfahren klinisch-psychometrsiche Fragebögen standardisierte Interviews diagnostische Klassifikation (Art und Schwere der Störung) biographisches Interview (Übertragungsprozess, Konflikt/ Trauma, Affekte) OPD (Krankheitserleben, Konflikt, Beziehung, Struktur, ICD) Indikationsstellung (z.B. für Psychotherapie/ Medikation)
- Was muss in der psychosomatischen Diagnostik im Gegensatz zur Diagnostik in der Medizin gemacht werden? Ausschluss eienr somatogenen Krankheitsursache Nachweis einer konflikthaften Belastung/ Traumatisierung Nachweis einer beeinträchtigten Beziehungsregulation Nachweis einer gestörten Affektregulation