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Psychosomatische Medizin (Subject) / Diagnostik (Lesson)

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  • Welche 2 Arten der Diagnostik werden in der psychosomatischen Medizin unterschieden? deskriptive Diagnostik interaktionelle Diagnostik
  • Diagnostik generell in der Medizin Symptom  Anamnese objektive Befunde Diagnose  Therapie
  • Diagnostik in der psychosomatischen Medizin 1. Ausschluss einer somatogenen Krankheitsursache 2. Deskriptive Diagnostik (Symptome im Fragebogen) 3. interaktionsabhängige Diagnostik (Symptom in der Beziehung) 
  • Deskriptive Diagnostik - Symptom/ Was? 1. psychopathologischer Befund/ psychiatrische Exploration  --> Bewusstseinslage, Kontakt, Suizidalität, Persönlichkeit, Drogen, Wahrnehmung, Denken... 2. kategoriale Diagnose --> z.B. Schizoide Persönlichkeitsstörung
  • Deskriptive Diagnostik mittels SKID-I SKID-II
  • SKID-I Diagnostik ausgewählter psychischer Syndrome und Störungen 60 Minuten
  • SKID-II Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen ca. 30 Minuten
  • Deskriptive Diagnostik --> Wie? und Wann?/ Ausprägung und Verlauf durch klinisch-psychometrische Verfahren (Fragebögen) bezüglich:  - globale Beeintärchtigung - spezifischen Symptomen - Persönlichkeit
  • Nach deskriptiver Diagnostik bezüglich Ausprägung und Verlauf stellt man eine dimensionale Diagnose (z.B. schwere somatoforme Störung) 
  • PHQ-D Gesundheitsfragebogen für Pateinten  - deutsche Verison des Patient Health Questionnaire - für depressive Störungen, Anststörungen, somatoforme Störungen, Essstörungen und Alkoholabusus
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  • PHQ-D dauert in der Kurzform 1 Minute 
  • HADS-D Hospital Anxiety and Depression Scale - Screeninginstrument zur Selbstbeurteilung von Angst und Depressivität  - 2-5 Minuten  - für Erwachsene z.B. in psychoonkologischen Zusammenhängen 
  • HADS - Sensitivität und Spezifität Sensitivität:  - 80% Identifikation depressiver Zustände - 85% Identifikation auffälliger Ängstlichkeit Spezifität:  - 85% für Depressionen - 80% für Ängstlichkeit 
  • Was verbessert die Identifikationskarte psychischer Erkrankungen in Hausarztpraxen? Fragebögen wie der GHQ-12
  • Arzt-Patient-Beziehung unterschiedet sich bei Anamnese Gespäch Interview
  • Arzt Patienten Beziehung bei der Anamnese assymetrisch (Macht, Information, Leiden) -->Arzt stärker objektivierend, faktenzentriert explizite Kommunikation, Regeln  durch komplementäre Rollen bestimmt
  • Arzt Patienten Beziehung Gespräch gleichberechtigt, wechselseitig intersubjektiv offen durch gemeinsame Interessen bestimmt
  • Arzt Patienten Beziehung im Interview asymmetrisch (Aktivität) --> Patient stärker  empathisch, rekonstruktiv, affektzentriert implizite Kommunikation (Szene) durch unbewusste Prozesse bestimmt 
  • Diagnostische Gesprächsführung - Ablauf 1. Beziehung aufbauen 2. Anliegen anhörenn 3. Emotionen zulassen 4. Details explorieren 5. Vorgehen abstimmen 6. Resümee zeihen 
  • Arzt-Patienten-Beziehung - Arzt Autorität Macht Wissen  Information Sicherheit
  • Arzt Patienten Beziehung - Patient Abhängigkeit Problem Hilfsbedürftig Angst Unsicherheit
  • In der Arzt Patienten Beziehung kommt es zur Übertragung unbewusster kindlicher Beziehungsmuster und Affekte 
  • Was ist das oberste Ziel in der Arzt Patienten Beziehung? Herstellung von Sicherheit
  • Objektbild und Selbstbild in der Arzt Patienten Beziehung? Objektbild: Idealisierung Selbstbild: Regression
  • Was ist ein Introjekt? unbewusste verinnerlichte, ichsyntone Repräsentanz kindliche Beziehungserfahrungen mit den Eltern affektiv qualifiziertes Interaktionsprogramm (Seelenvirus)  => Affekte der Beziehungsperson werden verinnerlicht 
  • Wozu dienen Introjekte? Wahrnehmungsorganisation Bewertungsautomatismen Interaktionsbezogene Erwartungen (Übertragung = affektive Infektion) Selbstwertregulation Umgang mit sich und anderen 
  • Was passiert unter Belastung? Aktualisierung kindlicher Wahrnehmung- und Verhaltensweisen => also die als Kind unbewusst verinnerlichten Beziehungserfahrungen mit den Eltern (Introjekte) 
  • In einer Belastungssituation wird was gemacht? Was ist das Ziel? Übertragung unbewusster kindlicher Beziehungsmuster und Affekte Ziel: Regulation von Beziehungen, Herstellung von Sicherheit
  • Bei der Regulation von Beziehungen und Herstellung von Sicherheit sind welche 3 Parameter unbewusster kindlicher Beziehungsmuster und Affekte betoffen? Abhängigkeit (Autonomie/ Hingabe) Intimität (Distanz/ Nähe) Aggression (Zerstörung/ Schutz)
  • Bei zunehmender Bedrohung wird was aktualisiert? Autonomie Distanz  Zerstörung
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  • Bei zunehmender Sicherheit werden welche Parameter unbewusster kindlicher Beziehungsmuster und Affekte gezeigt? Hingabe Nähe  Schutz
  • Durch Übertragung unbewusster kindlicher Beziehungsmuster und Affekte kommt es zur Regulation von wichtigen objektbezogenen Beziehungsqualitäten 
  • Was bestimmen unsere Affektsysteme von Anfang an? Wahrnehmung und Verhalten 
  • Die frühe Nachahmung der emotionalen Gesichtsmimik Erwachsener beruht auf Spiegelneuronen
  • Was organisieren die 5 Basisaffekte unser Zusammenleben
  • 5 Basisaffekte sind: _____ ______ ____-programme _____ verankert _____ Wahrnehmung _______ _______-bewertung _______ Verhaltensmuster evolutionär entwickelte Anpassungsprogramme phylogenetisch verankert Vorbewusste Wahrnehmung automatisierte Situationsbewertungs hochintegrierte Verhaltensmuster
  • Was kündigen Basisaffekte an? interaktionelle Erwartungen
  • Was für ein System sind die 5 Basisaffekte? implizite intentionale Signalsysteme 
  • Wie kann man die 5 Basisaffekte in der Diagnostik nutzen? Übertragung kindlicher Beziehungsmuster
  • Wie viel % der Bevölkerung sind von psychischen Störungen betroffen? Ein Drittel
  • Modularer Aufbau der Affektsysteme expressives System = Appfellfunktion  autonome Aktivierun = Bereitstellungsreaktion, Sicherherit  motorische Muster = Bereitstellungsreaktions, Sicherheit  Intero-/ Propriozeption = Regerstrierung der Affektaktivierung  Prokognitive Reizwahrnehmung = Primäraffekte  sprachliche Kommunikation (Primär)Affekte
  • expressives System Appellfunktion - intentionale Ausdrucksmotorik (Gestik, Mimik) - Lautsignale, Prosodie - Affektsignale mit interpersonaler verhaltensregulierender Bedeutung
  • Welche Bedeutung haben Affektsignale? eine interpersonal verhaltensregulierende
  • autonome Aktivierung - Bereitstellungsreaktion, Sicherheit - instant, unbewusst, automatisiert, handlungsvorbereitend - Bedeutung hormonaler Regelkreise - fragliche Affektspezifität  - Reaktion ohne bewusste Introspektion: Affektäquivalente - somatoforme Symptome, Symptom statt Emotion, Risikoindikatoren
  • Bei der somatoformen Störung zeigt sich Symptom statt Emotion (autonome Aktivierung) 
  • motorische Muster Bereitstellungsreaktion, Sicherheit motivational, handlungsvorbereitende Intionalbewegungen  Annäherung, Angriff, Flucht, Unterwerfung Zusammenhang mit Konversionssymptomen
  • Mit welcher Störung hängen motorische Muster zusammen? Konversionsstörung (neurologische Defizite in Motorik oder Sensorik die psychisch bedingt sind) 
  • Intero-/ Propriozeption Regestrierung der Affektaktivierung Organwahrnehmung, Organsprache Bewegungswahrnehmung des Selbst in Bezug auf das Objekt basale Mechanismen der Abstimmung in Beziehungen
  • prokognitive Reizwahrnehmung, Primäraffekte - phylogenetisch erworbenes Wissen um überlebensrelevante Reize - basale Mechanismen der Wahrnehmung - angeborene basale "Interpretationleistungen" des Kindes z.B. gegenüber mütterlichen Verhaltens (Stimme) - kein personal-intentionales Bewusstsein
  • sprachliche Kommunikation (Primär)Affekte - kommunikative Symbolisierung von Affektzuständen - Transformation affektivier Automatismen in operative Optionen - Bedeutung von Beziehung, Kausalität und Motivation - ökonomischer Gewinn