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Lernförderung und Lernmotivation (Subject) / Vorlesung 4 (Lesson)
Speicherung und Abruf von Informationen 1
This lesson was created by Chiara_Borgerding.
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- Sie haben verstanden, warum aus dem Langzeitgedächtnis abgerufene Inhalte die Verarbeitung neuer Informationen beeinflussen. Repräsentation vom Wissen im LZG als assoziatives Netzwerk angeordnet durch Abruf vom Bewusstsein in Ausschnitten zugänglich Vorstellung/ Erklärungsmodell zur Repräsentation und Strukturierung von Wissen um Gedächtnis (an Knoten: neues Wissen sinnvoll assoziierbar)Über Verbindung von Konzepten breitet sich Aktivierung von einem Knoten aus Kategorisierung/ Verstehen eines Reizes aufgrund von aus dem LZG abgerufenen Inhalten-> Beispiel der Wahrnehmung Wahrnehmung eines Reizes abhängig von aus LZG abgerufenen Inhalten: stereotyp gesteuerte Wahrnehmung Bedeutung vom Lernenden konstruiert (aktiv, je nach Vorwissen unterschiedliche Ergebnisse, Auswahl von Information, gespeicherte Information über Input hinaus): Lernen als konstruktiver Prozess
- Sie können Empfehlungen zum effektiven Lernen mit psychologischen Erkenntnissen zur Einspeicherung von Informationen ins Langzeitgedächtnis begründen. Elaboration der neuen Information beim Lesen oder Zuhören; d.h. schrittweise Verknüpfung von neuer Information mit Vorwissen = Lernen durch Erwerb neuer Relationen im NetzwerkLernen als konstruktiver ProzessInteferenz vermeiden (zeitliche/ inhaltliche Nähe)Primace und Recency Effekt- erleichtetes Lernen der Informationen zu Beginn/ zum Endeviele kurze Einheiten > langPausen kontinuierliches Lernen
- Sie verstehen, wie unwillkürliche Reaktionen auf bestimmte Reize und Situationen gelernt werden und durch welche Vorgehensweise diese gelöscht werden können. unwillkürlich: implizite Gedächtnissysteme (dem Bewusstsein nicht zugänglich/ sprachlich nicht veräußerbar) nicht- assoziativ (Gewöhnung)assozizativ (Priming/Stereotype und Konditionierung)prozedurales Gedächtnis
- Sie wissen, warum jeder über stereotype Vorstellungen verfügt und wie eine Lehrkraft mit diesen umgehen sollte. Überzeugungen darüber, welche Merkmale bestimmte Gruppen von Personen wahrscheinlich besitzen oder haben sollten (z.B. Fiske & Stevens, 1993)..., ohne Rücksicht auf bestehende Variationen unter den Mitgliedern (Aronson et al., 1997). Stereotype beruhen primär auf impliziten Gedächtnisinhalten − Aneignung erfolgt vorrangig unbewusst – unwillentlich; z.B. Medien, Sprache − Stereotype können unbewusst – unwillentlich unsere Entscheidungen, Handlungen und Kommunikation beeinflussenDAHER: Assoziationen bewusst machen, hinterfragen und Verhalten/ Material überwachen
- Sie können verschiedene Typen von Gedächtnisinhalten unterscheiden Implizite Systeme:nicht-assoziativassoziativ (Stereotype/ Priming, Konditionierung)prozedural Explizite Systeme:semantisches Gedächtnis episodisches Gedächtnis
- Assoziatives Netzwerk: Modellvorstellung verstanden haben LZG als assoziatives Netzwerk Repräsentation und Strukturierung von Wissen im Gedächtnis Knoten als Konzepte
- Definition Wahrnehmung/Verstehen eines Reizes Verstehen durch Wissensabruf aus LZG Wahrnehmung: Entdeckung eines Reizes und seine Kategorisierung/Bedeutungszuschreibung= VerstehenBedeutung vom Lernenden konstruiert, Wahrnehmung als aktiver Konstruktionsprozess
- Wissenserwerb als Bildung/Veränderung eines assoziativen Netzwerks verstanden haben Immer konstruktiver Prozess–unabhängig von Instruktion und Lernumfeld Abruf / Aktivierung relevanten Vorwissens = Erregung Knoten im assoziativen Netzwerk, Erregungsausbreitung in weitere vorhandene Wissensstrukturen: Bedeutungszuweisung (Wahrnehmung) = VerstehenElaboration der neuen Information beim Lesen oder Zuhören; d.h. schrittweise Verknüpfung von neuer Information mit Vorwissen = Lernen durch Erwerb neuer Relationen im Netzwerk
- Einspeicherung: retro- und proaktive Interferenz, Primacy -und Recency-Effekt, Wiederholung- vs. Elaboration Störung der Einspeicherung / des Behaltens von Informationen durch die Aufnahme anderer Informationen--> bei zeitlich/ inhaltlich nahen Informationen retroaktiv: nachfolgende Information beeinflusst zuerst aufgenommene Information proaktiv. zuerst aufgenommene beeinflusst nachfolgende Information Primacy: erste Information wird leichter erinnert Recency: zuletzt präsentierte Information wird leichter erinnertWiederholung (Auswendiglernen) < Elaboration (tiefere Verarbeitung-Integration und Verknüpfung)
- eine Mnemotechnik beschreiben können Fertigkeit,• die eine Person aktiv und bewusst nutzt,• um Informationen ins Langzeitgedächtnis zu übertragen.• Bildliche Vorstellung• Bildung von Phrasen / Eselsbrücken • Lokimethode (räumlich)
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- Explizites-implizites Gedächtnis und Unterformen benennen und definieren können Explizit: bewusst, sprachlich definierbar--> semantisch (sprachlich) und episodisch (Ereignisse)Implizit: unbewusst, nicht artikulierbar--> nicht-assoziativ (Gewöhnung), assoziativ: Konditionierung und Priming/ Stereotype (Voraktivierung, Implikationen), prozedural (Handlungsabläufe)
- Definition metakognitives Wissen • Wissen über eigenes Denken, Lernen, GedächtnisWissen in Bezug zur − Person (Fähigkeiten, Interessen, Vorwissen)− Aufgabe (Schwierigkeit)− Vorgehensweise (welche Strategie wofür) • kann bewusst oder automatisiert sein
- Explizites und implizites Gedächtnis unterscheiden können explizit: Bewusstsein zugänglich, Sprache implizit: nicht zugänglich, nicht veräußerbar
- Grundprinzip der klassischen Konditionierung kennen; Anwenden auf Beispiele Reiz-Reaktion Lernen einer neuen Verknüpfung zwischen einem Auslöser und einer ReaktionNeuer Auslöser muss möglichst kurz nach dem natürlichen Auslöser der Reaktion dargeboten werdenBeispiel: Angstsymptome an der Tafel/ Lernen von Entspannungssignalen
- Reizgeneralisierung, Reizdiskrimination, Löschung, Spontanerholung • Reizgeneralisierung(zunehmende) Auslösung der konditionierten Reaktion durch andere, ähnliche Reize (je ähnlicher desto stärker Reaktion) • Reizdiskrimination(zunehmende) Beschränkung der konditionierten Reaktion auf spezifische Reize im Unterschied zu anderen, ähnlichen Reizen (Gegensatz zur Generalisierung) • Löschung (Extinktion)Nachlassen der konditionierten Reaktion, wenn der konditionierte Reiz mehrmals ohne den unkonditionierten Reiz auftrat • SpontanerholungNach Löschung Wiederauftreten der konditionierten Reaktion, wenn der konditionierte Reiz längere Zeit nicht dargeboten wurde.
- Priming: Definition Erleichterte oder in bestimmte Richtung beeinflusste Verarbeitung eines Reizes, wenn zuvor (meist unbewusst) ein assoziierter Reiz verarbeitet wurde Voraktivierung impliziter Gedächtnisinhalte durch sich ausbreitende Aktivierung im assoziativen Netzwerk
- Stereotype: Definition Überzeugungen darüber, welche Merkmale bestimmte Gruppen von Personen wahrscheinlich besitzen oder haben sollten (z.B. Fiske & Stevens, 1993)..., ohne Rücksicht auf bestehende Variationen unter den Mitgliedern (Aronson et al., 1997). Stereotype beruhen primär auf impliziten Gedächtnisinhalten (unwillentlich)
- Verstanden haben, wie Stereotypenbedrohung Lernprozesse und Leistung beeinträchtigen kann • Mögliche Leistungseinbußen durch − Angst, das Vorurteil zu bestätigen, Kognitive Belastung, Selbsterfüllende Prophezeiung (Emotionen als sachfremde Belastung des AG)