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Lernförderung und Leistungsmotivation (Subject) / Vorlesung 3 (Lesson)
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- Sie kennen wesentliche Einflussfaktoren auf die mentale Belastung und können die jeweiligen Zusammenhänge beschreiben Anforderungen der (Lern-) Situation: Inhaltsbedingt: Komplexität der Inhalte (Komplex belastet, Vorwissen entlastet)Sachfremd: Art der Vermittlung (Redundanzeffekt erhöht Belastung, Multimedia, zeitlich/ räumliche Nähe, Modalität, Schritt halten, zuerst Konzepte: Entlastung)Störungen/ Klassenmanagement (optimiertes Design der Lernumgebung: gutes Klassenmanagement als Reduktion fachfremder Belastung des AG)Voraussetzungen der lernenden Person:Inahltsbedingt: Vorwissen Sachfremd: Sprachkenntnis, AG Spanne (heterogen), Emotionsintensität (positiver Effekt bei mäßigen Intensität, belastend bei hoher Intensität, korreliert mit Komplexität der Aufgabe), Tageszeit/ Schlafdauer (Vormittag entlastet, Nachmittag belastet; je mehr Schlaf desto besser)
- Sie können Eigenschaften von Reizen benennen, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Bottom-up Ausrichtung der Aufmerksamkeit (unwillkürlich)Salienz (Reiz zieht Aufmerksamkeit auf sich, kann begünstigen)Seductive Detail Effect (verführliche Details, irrelevant)Neugier (je nach Komplexität förderlich/ hinderlich) Top-down Ausrichtung der Aufmerksamkeit (kontrolliert)Konzentration (Dauer/ Stärke der Aufmerksamkeit)Interesse
- Sie verstehen die Bedeutung des Vorwissens für die Ausrichtung der Aufmerksamkeit. Vorwissen entlastet AGLernmaterial an Vorwissen anpassen Informationen, die nicht zum Vorwissen passen, können der Aufmerksamkeit leicht entgehen oder „umgedeutet“ werdenDurch Voraktivierung der passenden Konzepte (Vorwissen) können Sie die Aufmerksamkeit der Klasse auf relevante Informationen lenken
- Sie kennen die zeitliche Begrenzung der Aufmerksamkeit und Beispiele, wie diese im Unterricht berücksichtigt werden kann. Novizen: Grundkonzepte Experten: ProblemlösungAutomatisierung Begrenzte Speicherdauer des Arbeitsgedächtnisses beachten: Beschleunigung von Subroutinen: − Auswendiglernen− aufarbeitende Wiederholung (z.B. verschiedene Enkodierungsformen anregen: phonologisch, semantisch, Selbstreferenz) Begrenzte Speicherkapazität des Arbeitsgedächtnisses beachten:− Bildung von sinnhaften Bedeutungseinheiten unterstützen: Chunking− Mnemotechniken
- Sie verstehen, wie die Aufmerksamkeit der Lernenden durch die Gestaltung des Lernmaterials gelenkt wird. Bottom-up Ausrichtung der Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit unwillkürlich auf Stimulus gezogen:unwillkürlich, reizgesteuert, automatisch, schnell, mühelos--> Salienz, auf lernrelevante Informationen lenken Auf Intensität, Neuheit und Bedeutsamkeit achten Vermeiden, dass irrelevante Informationen, salient sindBeispiele: Arbeitsblätter, visuelle Präsentationen im Unterricht--> NeugierEmotional-motivationaler Zustand Auslösung durch neue, ungewohnte oder komplexe SituationenBereitschaft, sich diesen auszusetzen/ diese aktiv aufzusuchen (Explorationsverhalten)mäßigen Grad an Neugierde zur Förderung, auf Diskrepanz verwiesen --> Seductive DetailTop-down Ausrichtung der AufmerksamkeitUnwillkürlich oder willkürlich, zielgerichtet, kontrolliert, langsam, anstrengend:Aufmerksamkeit vom AG auf Sensorischen Speicher --> Konzentration (Dauer der Aufmerksamkeit)--> Interesse
- Sie kennen die Bedingungen, unter denen Lernende selbstständig die Aufmerksamkeit auf relevante Informationen richten. Salienz: mittlere Intensität, Neuheit, Bedeutsamkeit (Cocktail-Party-Effekt)ohne Seductive DetailNeugier --> bottom up Konzentration (Voraktivierung)Interesse--> top down
- Sie können inhaltliche und sachfremde Belastung anhand der Einflussfaktoren unterscheiden inhaltlich: Komplexität des Inhaltes, Vorwissen sachfremd: Störungen, Art der Vermittlung, Tageszeit/ Schlafdauer, Emotionsintensität, Sprachkenntnis/ AG-Spanne
- Sie verstehen das Zusammenspiel der Einflussfaktoren (z.B.: Lerninhalt und Vorwissen, Angst und Komplexität der Aufgabe) Lerninhalt durch Vorwissen entlastet (förderlich)/ AutimatisierenAngst in mäßiger Intensität ist förderlich; in hoher Intensität belastendBei erhöhter Komplexität hat die Emotionalität einen noch stärkeren Einfluss
- Sie kennen die Vor-/ und Nachteile der Automatisierung AutomatisierungVerhaltensweise, die weitgehend ohne (bewusstes) Denken ausgelöst und ausgeführt wirdÜberführung einer (bewusst) kontrollierten Verhaltensweise in einen AutomatismusAutomatisierung kann + durch Übung gefördert werden + das AG entlasten (Auswendig lernen)+ Kapazität für neues Lernen/ Leistung freisetzen - Zur Stagnation der geübten Fähigkeiten führen (Reinterlektualisierung)Bewusstes Übenentlastet AGfördert neues Lernen und Leistung
- Sie können beide Chronotypen unterscheiden und kennen die Bedeutung für die Schule Interindividuelle Unterschiede im selbstgewählten Schlaf-Wachrythmus (genetisch)- Frühtyp (Lerche: vor 4:30 Uhr als Mitte des Schlafes) oder Spättyp (Eule: schlechtere Leistung durch weniger Schlaf) Entwicklung während des Lebens: von Frühtyp zum Spättyp - Männer noch später als Frauen
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- Sie wissen, welche Eigenschaften die Salienz eines Reizes bestimmen Salienter Reiz: zieht Aufmerksamkeit auf sich, wird bewusst wahrgenommen, bevorzugt verarbeitet--> kann Lernen begünstigenAuf Intensität, Neuheit und Bedeutsamkeit achten Eigenschaften: Einzigartigkeit (Einheitlich)Intensität (Mitte begünstigt)Neuheit (gegen Habituation: Gewöhnung, nachlassen der Aufmerksamkeit bei wiederholter Darbietung, nach Pause: erneute Aufmerksamkeitsausrichtung)Bedeutsamkeit (Bezug: eigene Person- Cocktail: Selbstbezug als größtes Vorwissen)
- Sie verstehen, wie Sie den Seductive Detail Effekt vermeiden können Interessante aber irrelevante Anreicherung der Instruktion --> Fokus auf lernrelevante Informationen
- Sie wissen, warum ein mäßiger Grad an Neuheit die Neugier fördert angeborene Verhaltensdispositionunbekannte Information erzeigt Konflikt (gegensätzliche Impulse)Hinwendung/ Abwendung (bei unzureichendem Wissen/ Erfahrung) --> dosierte Diskrepanz (mäßiger Grad an Neuheit)
- Sie wissen, wie sich die Konzentration der SuS entwickelt Dauer/ Stärke der AufmerksamkeitEntwicklung ist heterogen Durchschnittliche Dauer, die sich Kinder intensiv auf Handlung/ Ereignis konzentrieren können steigt mit Alter: große Unterschiede je nach Entwicklungsstand und Interesse- 5 bis 7 Jahre: 15 Minuten, 12-14 Jahre: 30 Minuten
- Sie kennen Gestaltungsmöglichkeiten von Unterricht, welche die begrenzte Konzentrationsfähigkeit von SuS berücksichtigen Variation im Verlauf einer Unterrichtsstunde - Wechsel der Methode/ ModalitätEinplanen von Entspannungs-/ BewegungsphasenGeeignete Wahl und Gestaltung des Lernumfeldes- Reduktion fachfremder Belastung des AG, Unterschiedliche Orte im Klassenzimmer