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Entwicklungspsychologie (Subject) / WiSe 19/20 (Lesson)

Renkl

This lesson was created by JBM99.

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  • Genetic law of cultural development Vygotsky jede höhere geistige Funktion tritt zweimal auftritt; zunächst als intermentale Kategorie und dann als Intramentale Kategorie im Kind
  • Leistungseinbußen durch motivationale Faktoren Mangelnde Fortbildungsmotivation Attribution auf das Alter Fehlender Aufstiegsanreiz Burn Out
  • Positionen Anlage Umwelt Endogenetisch: primäre Determination durch Gene (auch soziales) Exogenetisch: Primäre Prägung durch Umwelt, Kind völlig formbar, Behavioristische Ansätze Wechselwirkungen: Anlage und Umwelt beides Notwendige Entwicklungsbedinungen Genregulation: Steuerung der Aktivität von Genen; Umwelt bestimmt welche Gene aktiviert werden -> Epigenetik: bestimmte Gene überdauernd an oder abgeschaltet -> Vererbung ohne Veränderung der DNA Sequenz
  • Wohlwill I Stimulusmodell (z.B. Behaviourismus) -> passives Individuum, von Umweltstimuli geformt II Kontextmodell (z.B. Piaget) -> aktives Individuum -> benötigt reichhaltigen Kontext Vier Arten des Umwelteinflusses I Krankenbett-Modell -> Stimuli von der Umwelt an einen herangetragen, komplett passiv I' Vergügungspark-Modell -> + aktive Auswahl der vorliegenden Stimuli II Wettschwimm-Modell -> Selber agieren aber auf Umweltgegebenheiten angewiesen (Schwimmer braucht Wasser) II' Tennismatch-Modell -> Auf Reaktion der Umwelt reagieren (Auf Angabe folgt Return) Postulierte Entwicklung: I -> I' und II' zu II
  • Genetischer Einfluss (Anlage Umwelt) Einfache Vererbung (biologisches Geschlecht) Vererbung über mehrere Gene, ggf. im Wechselspiel mit Umwelt (es gibt kein Intelligenz gen) Reifung: Laufen wird irgendwann, ohne besondere Anleitung oder Training erlernt (vgl. afrikanische Kinder auf Rücken der Mutter) -> 'Laufen-Gen' Reifestand: Entwicklung so weit, dass etwas erlernt werden kann -> z.B. Spachexplosion nach ca. 50 Wörtern Sensible Phasen -> Erfahrung kann 'zu spät' erfolgen (Muttersprache vs Fremdsprache Biologisch Vorbereitetes Lernen (Seligman) (Spinnenphobie vs Cola-phobie) Primary vs Secondary Abilities (Geary)
  • Primary vs Secondary Abilities / Biologisch primäre und sekundäre Fähigkeiten Geary Primäre Fähigkeiten - evolutionsbasiert -> leichtes lernen (Erste Sprache, basale Mathematik, Navigation im Lebensraum) - angeborene neurobiologische Systeme - Skeletal Principles -> entsprechende Aktivität = fleshed out principles - Implizites Prinzipienverständnis - Konstruktivistische Lernarrangements (Piaget) effektiv (->intuitiv) Sekundäre Fähigkeiten - kulturell statt evolutionsbasiert -> Ressourcenbelastendes Lernen - Angeborene Systeme weiterentwickelt (Sprache -> Lesen, basale Mathematik -> Arithmetik, Navigation im Lebensraum -> Geometrie) - explizites Prinzipienverständnis - konstruktivistische Lernarrangements (Piaget) ineffektiv (-> nicht intuitiv), benötigt Anleitung -> deliberate practice
  • Populationsgenetik Ziel: Einfluss der Gene und der Umwelt auf Merkmale wie IQ, Aggressivität, Ängstlichkeit, Impulsivität... -> was wieviel %? -> Erblichkeitskoeffizient Ausgangspunkt Variationen bzgl. Phänotypischer Ausprägung, Anlageähnlichkeit, Umweltähnlichkeit Über Zwillingsstudien, Adoptivstudien und Kombinierte Methoden
  • 'Abers' der Populationsgenetik wackelige Annahmen bei der Brechnung der Erblichkeitskoeffizienten Anteile der interindividuellen Unterschiede ≠ Anteil am Merkmal des Individuums selbst (z.B. Alle haben eine Nase, länge variiert) Hoher Erblichkeitskoeffizient ≠ Determination durch Anlagen (variiert je nach Umwelt, bgl. Deutschland vs dritte Welt Land; optimale Bedingungen für alle -> Erblichkeitskoeffizient 100%) Implizite Annahme der Unabhängigkeit von Anlage und Umwelteinflüssen, jedoch- Indirektheit von Anlageeinflüssen- Indirektheit von Umwelteinflüssen- Interaktionseffekte / Wechselwirkungen (z.B. antisoziale Verhaltens nur höher bei genetischem Risiko UND ungünstigem häuslichen Milieu)
  • Kovariation zwischen Anlage und Umwelt (welche Arten?) - Passive Kovariation (musikalische Familie -> gute Gene aber auch ständig Musik um das Kind herum) - Evokative Kovariation (Musikalische Familie -> gute Gene, Klavier und Geigenunterricht, besonders talentiert in Klavier -> mehr gefördert -> Förderung je nachdem was zur genetischen Ausstattung passt) - Aktive Kovariation (Kind wird Selsbtständiger, sucht sich eigene Kontexte -> Meist passend zur genetischen Ausstattung) Älter -> abnahme passiv zunahme aktiv
  • Arten des Ineinandergreifens (Anlage Umwelt) Kovariationswirkung -> Gegenseitige Verstärkung, überlappen, gleiche Richtung Wechselwirkung -> Kombinationseffekt, nicht überlappen, nicht unbedingt gleiche Richtung
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  • Was sind wichtige Arten des Anlage- und des Umwelteinflusses Stimulusmodell und Kontextmodell, biologisch vorbereitetes Lernen, Reifung und Reifestand, Wechselwirkungen zwischen Anlage und Umwelt
  • Warum ist die Frage "zu wieviel % ist <xyz> vererbt?" nur eingeschränkt sinnvoll? Interaktionseffekte und Kovariation zwischen Anlage und Umwelt
  • Begründer der Bindung John Bowlby & Mary Ainsworth
  • Bindungsverhalten Durch negative Emotion des Kindes aktiviert -> Emotionsregulation nicht alleine möglich-> kybernetisches Verhaltenssystem (>Explorationsverhalten) Suchen von Nähe, Schutz (bei BP)
  • Diverse Bindungsmuster (wer + welche?) Ainsworth Sichere Bindung - angemessene Balance zwischen explorativem Verhalten und Nähe zur Bezugsperson(BP)- Kind ist irritiert wenn BP den Raum verlässt, beruhigt sich bei Rückkehr aber schnell und begrüßt Rückkehr -> sucht Nähe- Spielt im Raum auch mit der Testerin Unsicher-vermeidende Bindung - Pseudounabhängigkeit von der BP, wirkt eher unauffälig, leidet aber heftiger als sicher gebundene Kunder (Cortisonwerte)- Kind wirkt bei Trennung von BP unbeeindruckt, ignoriert sie bei Rückkehr -> lehnt sie ab- Spielt ehermit der Testerin als der BP Unsicher-ambivalente Bindung - Sehr anhänglich an BP- Bei Trennung deutlich irritiert, zeigt Kontaktsuche, Konktakthalten aber auch Verweigerung bei Rückkehr der BP -> schwer zu beruhigen Desorganisierte Bindung - Zeichen von Desorientierung und Fluktuation verschiedener Bindungsstrategien- Kombination verschiedener Bindungstypen & bizarrer Verhaltensweisen (im Kreis drehen, erstarren), Intensives suchen nach Nähe bei ebenso starker Ablehnung von Nähe- Annahme: unverarbeitetes Trauma der Bindungsperson (Missbrauch, Verlassenheitserfahrung) -> wird durch Interaktion mit Kind immer wieder hervorgerufen- Bindungsperson trotz anwesenheit emotional unerreichbar
  • Einfluss auf Bindungsmuster Feinfühligkeit der Mutter/Eltern-> Wahrnehmung & angemessene Interpretation von Gefühlsausbrüchen & entsprechende Reaktion -> eher sichere Bindung Mütter/Eltern lehnen Bedürfnis iherer Kinder nach Nähe in neuen bzw. belastenden Situation häufig ab, enger Körperkontakt eher unangenehm -> eher Unsicher-vermeidende Bindung Wechselndes Verhalten der Mutter/Eltern-> eher unsicher-ambivalente Bindung Tradierung von Bindungsmustern-> Über Generationen hinweg ähnliche Bindungsmuster Auch individuelle Faktoren des Kindes relevant
  • Warum ist Bindung zur ersten BP relevant? Internales working model (Schema) der Bindung ist Ausgangspunkt für spätere Beziehungen-> erste prototype Beziehung beeinflusst alle späteren relevanten Beziehungen-> Bindungsmuster wird mit der Zeit zu IWM-> ist weitgehend Veränderungsresistent aber nicht festgelegt Effektivität der Regulation negativer Emotionen Unsichere Bindung als Risikofaktor für Probleme bzgl. sozialverhalten und Impulsivität-> erstes Modell ungünstig -> schlechte Voraussetzungen
  • Conceptual vs Procedual understanding (+wer) Geary Konzeptuell- Grundlegendes Verständnis, was wie erreicht werden kann- Viel Erfahrung notwendig, so viele Lösungswege wie möglich Prozedural- Verhältensfähigkeit- Drill & Practice -> erst bebringen, dann instensiv üben
  • Didaktische Philosophie (+wer) Geary Mechanistisch- Schüler empfängt passiv Informationen der Umwelt, kann aufgaben dann besser lösen Organismisch- aktive Schüler -> Müssen Wissen selber erarbeiten -> Konstruktivismus
  • Kumulatives Prinzip (+wer) Asendorpf Genetische Einflüsse verfestigen sich-> wirken auch dann weiter, wenn das Gen nicht mer aktiv ist (vgl. Diät bei Krankheit nur bis bestimmtes Alter)
  • Wechselwirkungen bei Anlage Umwelt (Asendorpf) Genetische Aktivität beeinflusst Neurale Aktivität beeinflusst Verhalten beeinflusst Umwelt und umgekehrt
  • Persönlichkeit, Selbst Persönlichkeit = Gesamtheit von Eigenschaften eines Menschen, zeitlich relativ stabil, unterscheidung von anderen Menschen -> was? Selbst = Inhalte des Wissens oder der Annahmen, die das Individuum über die eigene Person entwickelt & die kognitiven Prozesse, durch die dieses Wissen hervorgebracht wird -> Warum?
  • Transition Konstruktion: Sammeln von Wissen (jede Art von Information) -> neues Selbstbild konstruieren Konsolidierung: Fundamentales Wissen aufgebaut, Versuchte Schlussfolgerung, weitere, jetzt aber stärker Fokussierte Informationssuche -> was passt zu bisherigen Infos (Rest eher vernachlässigt) Integration: Schlussfolgerungen ins Selbstbild integriert Auslöser sind Lebenskrisen
  • Neuere Moralforschung Sozialer Intuitionismus Moralische Universalgrammatik Experimentelle Mikroökonomie 
  • Vergleich Theorie Theorie - Piaget Gemeinsam Piaget: Kind als Wissenschaftker, Organisation von Strukturen, Konstruktivismus, aktuelles Wissen als Grundlage (Förster im Wald), Antrieb durch Widersprüche Unterschied Piaget: bereichsspeifische Entwicklung, frühere Fertigkeit, quantitative Entwicklung
  • Metakognition (+Thema) Wie wählt ein kognitives System die optimale Strategie aus? Wissen über Kognition / Strategieanwendung (Schwierigkeit, verfügbare Strategien, eigene Stärken) Deklaratives Wissen über kognitive Prozesse Fähigkeit zur überwachung -> Exekutive Funktion (selbstregulatorische Prozesse der Metakognition, Kognitive Verhaltenskontrolle -> Regulation, Handlungsplanung, Inhibition)
  • Deduktives Denken Informationsverarbeitungsansatz Schlussfolgerung aus logischer Kombination von Prämissen (Alle Katzen bellen, Rex ist eine Katze -> Rex bellt) Schwierig für Kinder da alltägliche Erfahrung oft > wissenschaftliche 'Fakten'-> leichter wenn auf fremden Planeten Auch bei erwachsenen Diskrepanz zwischen alltäglichem und willkürlichem Kontext
  • Kernwissensthese Intuitive Physik (Kontinuitätsprinzip, Prinzip des Kontakts) Numerisches Wissen (basale Addition, Kardinalsprinzip) Intuitive Psychologie (Theory of Mind)
  • Chandler et al: 5 Varianten der Entwicklung epistemischer Überzeugungen Early onset (früh aber nicht messbar) Late onset (erst in höheren Ausbildungsphasen) Recursion (Rekursion) Supression (Unterdrückung durch Anpassen an Schule und Unterricht) Domain dependence (bereichsabhängige Entwicklung)
  • Moralphilosophische Positionen (in Minimalmoral) Utilitaristisch (gesamtnutzen maximieren) Mitleidsethik (Empathie) Deontologisch (Vernünftig anerkannte Regel)
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  • Nativistische vs Konstruktivistische Position Nativistisch - angeborenes moralisches Kernwissen Konstruktivistisch - Zusammenspiel basaler Motivationen
  • Kumulatives Prinzip (+wer) Asendorpf Genetische Einflüsse verfestigen sich -> wirken auch dann weiter wenn Gen nicht mehr aktiv (Medikament/Diät nur bis bestimmtes Alter)
  • Theorie der rekursiven Entwicklung Epistemische Überzeugungen Man durchläuft die Entwicklungsstufen immer und immer wieder5-7J, Adoleszenz, Frühes erwachsenenalter