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Lernförderung und Leistungsmotivation (Subject) / Vorlesung 2 (Lesson)
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- Sie können die drei Gedächtniseinheiten im Drei-Speicher-Modell unterscheiden Sensorischer SpeicherKurzzeitgedächtnis Langzeitgedächtnis
- Sie verstehen die Scheinwerfermetapher der Aufmerksamkeit Fokus des Scheinwerfers: Bewusst wahrgenommen (geht in Kurzzeit-/ Arbeitsgedächtnis)willentliche Steuerung: top down unwillentliche Steuerung (Reize): bottom upLichtmenge bleibt gleich, Kegel kann weit oder eng gestellt werden
- Sie können begründen, warum die Aufnahme neuer Informationen begrenzt ist klassische Erklärung: Begrente VerarbeitungskapazitätNeuropsychologie: "selective attention": Gehirn/ Gedächtnis sonst zu viel Raum/ Energie-> Begrenzung als Defizit Neue Erklärung "selection for action": Selektionsmechanismen der Aufmerksamkeit: kognitiver Apparat, der geordnetes Handeln in Umwelt ermöglicht-> Begrenzung als Notwendigkeit für koordiniertes Handeln
- Sie kennen das Modell des Arbeitsgedächtnisses und können daraus Lernprinzipien ableiten nach Baddeley neuere Vorstellung: Fokus auf Prozesse, zentrales System für bewusstes Denken und Handeln,System aus mehreren KomponentenModalitätspezifische Speicher: Sprachliche, räumliche, visuelle Informationen im AG getrennt gespeichert/ manipuliert Zentrale Executive: Kontrolle der Aufmerksamkeit (Austausch mit LZG), Steuert Speicher:phonologische Schleife, rämlich-visueller NotizblockEpisodischer Puffer (speichert Zusammenhänge)
- Verschiedene Ebenen/Paradigmen der Untersuchung von Lernen erklären können Lernen= Änderung des Verhaltens, Erwerb/ Aufbau von Wissensstrukturen, Neuronale Änderung
- Gedächtnis, Aufmerksamkeit definieren können Definition Gedächtnis: Fähigkeit des Gehirns, Erfahrungen zu speichern und Gespeichertes wieder abzurufenDefinition Aufmerksamkeit: Zuweisung von Bewusstseinsressourcen auf Reize in der Umwelt, eigenes Verhalten, Gedanken, Gefühle Definition Konzentration: Dauer/ Stärke der Aufmerksamkeit
- Unaufmerksamkeitsblindheit: Phänomene beschreiben können, eine Erklärung anbieten können Nicht alle Reize, die auf unsere Sinnesorgabe treffen, nehmen wir auch wahrNicht-Wahrnehmen von Objekten/ Personen im Sichtfeld (Gorilla beim Ballspiel)Nicht-Wahrnehmen von Veränderungen (Change-Blindness)
- Drei-Speicher-Modell des Gedächtnisses, Merkmale und Funktionen der verschiedenen Speicher benennen können Zeitlicher Verlauf der Speicherung von Informationen: Sensorischer Speicher (kurzer Speicher, hohe Kapazität, aktiviert SZ, erste Verarbeitung:Hirn)400 ms--> Kurzzeitgedächtnis (Bearbeitet begrenzte Anzahl an Infos: Gedächtnis/ Problemlösung, geringe Speicherkapazität, kurze Haltedauer, synchrone Hirnaktivität in verschiedenen Arealen)20 Sekunden, 5+-2--> Langzeitgedächtnis (keine Kapazitätsgrenze, lange Haltesauer, durch Abruf Bewusstsein zugänglich, diffus über das Gehirn verteilt, erleichtert Reizübertragung: Stärkt Synapsen)
- Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley verstanden haben und Relevanz für Unterricht an Beispielen erklären können klassisch: Fokus auf begrenzte Kapazität, Zwischenschritt, einheitliches Systemneuere Vorstellung (Allan Baddeley):Fokus auf ProzesseZentrales System für bewusstes Denken und Handeln System aus mehreren KomponentenAG in Wechselwirkung mit LZG Relevanz für Unterricht:Aufgaben stören sich (Auslastung der Zentralen Executive)Verringerte Kapazität: phonologische Schleife bei ungeübten Lesern Effekt stark bei Aufgaben mit gleichem Informationstyp (unterschiedliche Anforderungen stören sich weniger)
- Modalitätseffekt und Multitasking erklären können und Folgerungen für Unterrichtspraxis ableiten können Multitasking: Bearbeitung mehrerer Aufgaben gleichzeitig (Verschlechterung der Leistung)--> wenn zwei gleiche Modalitäten gleichzeitig (beides sprachlich) noch schlechteres Ergebnis, da Überlastung der phonologischen Schleife --> bei zwei unterschiedlichen Modalitäten, Lernergebnis weniger stark beeinflusst (aber noch immer negativ)--> Vermeiden von Multitasking, es sei denn, eine Aufgabe ist bereits gut geübt (Automatisierung), falls doch: Aufgaben sollen unterschiedliche Ressourcen beanspruchen
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- Multimediale Informationsverarbeitung erklären und Gestaltungshinweise für multimediale Lernumgebungen ableiten können Multimediale Informationsverarbeitung: Verarbeitung von Informationen mittles verschiedener Sinnesmodalitäten (Multimodalität), die mittels verschiedener Kodierungsformen dargestellt werden (Multikodalität)Multimedia-Effekt: besseres Lernergebnis, wenn sprachliche und bildlich Informationspräsentation als nur textuelle Darstellung der gleichen Information Lernförderung durch gemeinsame Nutzung des akustisch-sprachlichen/ visuell-räumlichen Teil des Arbeitsgedächtnisses BEI DER SELBEN AUFGABE --> positives LernergebnisMultimedia-Effekt: Wörter ohne Bild < Wörter mit Bildzeitliche und räumliche NäheModalitäts-Effekt: gelesen < gehörtLEHRKRÄFTE: Multimeia wenn: Modalität, Redundanz, Signalisierung, Schritt halten, Personalisierung berücksichtigt