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Umweltökonomie (Subject) / Klausurfragen (Lesson)

Klausurfragen aus den Alt-Klausuren, die als Probeklausuren zur Verfügung gestellt wurden.

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  • CO2‐Mindestpreis in Höhe von 25 bis 30 Euro .. die EnBW spricht sich für die Einführung eines Mindestpreises für CO2 aus. Dieser sollte bei 25 Euro/t bis 2025 und bei 30 Euro/t bis 2030 liegen, "um das notwendige Vertrauen in die Werthaltigkeit klimaschonender Investitionen zu schaffen", so Unternehmenssprecherin Johanna Kick. Der bisherige Preisanstieg der Handelspreise für CO2‐Zertifikate auf jüngst über 20 Euro/t "war dazu noch zu kurzfristig und zu volatil", sagte die EnBW‐Sprecherin gegenüber der ZfK. Ob sich der Trend höherer Emissionshandelspreise verstetige und nicht auf bloßen Spekulationen beruhe, lasse sich derzeit nicht belastbar abschätzen. … Höhere CO2‐Preise seien nicht zuletzt eine Voraussetzung, um Investitionen in erneuerbare Energien möglichst marktnah – also möglichst ohne Subventionen – tätigen zu können. CO2‐Preise in Höhe von circa 25 Euro/t beförderten den Umstieg von Kohle auf Gas im bestehenden Kraftwerkspark, so die EnBW. Bei einem CO2‐Preis von 20 Euro/t würden Braunkohlekraftwerke trotz ihres hohen CO2‐Ausstoßes in der Regel noch nicht unrentabel, da ihre Brennstoffkosten gering seien. In der Regel würden durch einen CO2‐Preis in Höhe von 20 Euro/t nur ältere, ineffiziente Steinkohlekraftwerke unwirtschaftlich. … Quelle: ZfK Zeitung für kommunale Wirtschaft, Dienstag, 28. September 2018, 15:18 Hohe Nitrat‐Belastung im Trinkwasser Deutschlands Bauern düngen zu viel. Der überschüssige Stickstoff aus dem Kunstdünger und der Gülle, der vom Boden und den Pflanzen nicht aufgenommen werden kann, wandert ins Grundwasser sowie in Bäche, Flüsse und ins Meer. Die Folge: Rund ein Viertel aller Trinkwasser‐Reservoirs ist weiterhin zu stark mit der gesundheitsschädlichen Stickstoffverbindung Nitrat belastet. Zudem ist die Zahl der Fließgewässer, in denen der Nitratwert zu hoch ist, in den vergangenen Jahren sogar angestiegen .... Nitrat kann schwere gesundheitliche Probleme auslösen. Bei Säuglingen kann es den Sauerstoff‐Transport im Blut behindern, und im menschlichen Magen bilden sich daraus unter Umständen Nitrosamine, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. … Quelle: Joachim Wille, Frankfurter Rundschau, 03. September 2015 Düngerecht: Deutschland muss nacharbeiten Erst 2017 hat Deutschland seine Düngeverordnung überarbeitet; auf Drängen der EU muss diese jedoch erneut verschärft werden. … Neben bundesweit strengeren Vorgaben sollen die Länder mehr Spielraum für eigene Maßnahmen bekommen. Bereits im Jahr 2016 verklagte die EU Deutschland wegen der Nichteinhaltung der EUNitratgrenzwerte für Gewässer. Im vergangenen Juni bekam die Union vor dem Europäischen Gerichtshof Recht … Auch der VKU appelliert für einen Regulierungsrahmen, der das Grundwasser langfristig besser schützt: "… Dies muss im Sinne aller Beteiligten sein, die auch in Zukunft einwandfreies Grundwasser nutzen wollen", betont VKU‐Vizepräsident Karsten Specht. Ähnlich sieht das der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und ergänzt: Neben der Verschärfung der Gesetzgebung und einer besseren Kontrolle müsse die Bundesregierung den Umbau hin zu einer umweltfreundlichen und tiergerechten Nutztierhaltung sofort beginnen, anstatt ihn weiter auf die lange Bank zu schieben, so Christian Rehmer, Experte für Agrarpolitik beim Bund. Quelle: ZfK‐Mitteilung, Freitag, 1. Februar 2019, 10:23 6/8 2. Nitratbelastung von Grundwasser und Fließgewässern (36 Punkte) c) Erläutern Sie stichwortartig: Inwieweit kann das Grundwasser als ein Allmendegut angesehen werden? (4 Punkte) 08. Februar 2019 Das Grundwasser kann als Allmendegut betrachtet werden, da es Nutzungskonkurrenzgibt und der Zugang zum Grundwasser zwar prinzipiell eingeschränkt werden kann, aberdas Grundwasser für alle gleichermaßen für den Wasserkreislauf Bedeutung hat undallen Zugang zu lebenswichtigem Trinkwasser gewährt werden muss, wobei dasTrinkwasser in manchen Gegenden zu fast 100 Prozent aus dem Grundwasser gewonnenwird.
  • CO2‐Mindestpreis in Höhe von 25 bis 30 Euro .. die EnBW spricht sich für die Einführung eines Mindestpreises für CO2 aus. Dieser sollte bei 25 Euro/t bis 2025 und bei 30 Euro/t bis 2030 liegen, "um das notwendige Vertrauen in die Werthaltigkeit klimaschonender Investitionen zu schaffen", so Unternehmenssprecherin Johanna Kick. Der bisherige Preisanstieg der Handelspreise für CO2‐Zertifikate auf jüngst über 20 Euro/t "war dazu noch zu kurzfristig und zu volatil", sagte die EnBW‐Sprecherin gegenüber der ZfK. Ob sich der Trend höherer Emissionshandelspreise verstetige und nicht auf bloßen Spekulationen beruhe, lasse sich derzeit nicht belastbar abschätzen. … Höhere CO2‐Preise seien nicht zuletzt eine Voraussetzung, um Investitionen in erneuerbare Energien möglichst marktnah – also möglichst ohne Subventionen – tätigen zu können. CO2‐Preise in Höhe von circa 25 Euro/t beförderten den Umstieg von Kohle auf Gas im bestehenden Kraftwerkspark, so die EnBW. Bei einem CO2‐Preis von 20 Euro/t würden Braunkohlekraftwerke trotz ihres hohen CO2‐Ausstoßes in der Regel noch nicht unrentabel, da ihre Brennstoffkosten gering seien. In der Regel würden durch einen CO2‐Preis in Höhe von 20 Euro/t nur ältere, ineffiziente Steinkohlekraftwerke unwirtschaftlich. … Quelle: ZfK Zeitung für kommunale Wirtschaft, Dienstag, 28. September 2018, 15:18 Hohe Nitrat‐Belastung im Trinkwasser Deutschlands Bauern düngen zu viel. Der überschüssige Stickstoff aus dem Kunstdünger und der Gülle, der vom Boden und den Pflanzen nicht aufgenommen werden kann, wandert ins Grundwasser sowie in Bäche, Flüsse und ins Meer. Die Folge: Rund ein Viertel aller Trinkwasser‐Reservoirs ist weiterhin zu stark mit der gesundheitsschädlichen Stickstoffverbindung Nitrat belastet. Zudem ist die Zahl der Fließgewässer, in denen der Nitratwert zu hoch ist, in den vergangenen Jahren sogar angestiegen .... Nitrat kann schwere gesundheitliche Probleme auslösen. Bei Säuglingen kann es den Sauerstoff‐Transport im Blut behindern, und im menschlichen Magen bilden sich daraus unter Umständen Nitrosamine, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. … Quelle: Joachim Wille, Frankfurter Rundschau, 03. September 2015 Düngerecht: Deutschland muss nacharbeiten Erst 2017 hat Deutschland seine Düngeverordnung überarbeitet; auf Drängen der EU muss diese jedoch erneut verschärft werden. … Neben bundesweit strengeren Vorgaben sollen die Länder mehr Spielraum für eigene Maßnahmen bekommen. Bereits im Jahr 2016 verklagte die EU Deutschland wegen der Nichteinhaltung der EUNitratgrenzwerte für Gewässer. Im vergangenen Juni bekam die Union vor dem Europäischen Gerichtshof Recht … Auch der VKU appelliert für einen Regulierungsrahmen, der das Grundwasser langfristig besser schützt: "… Dies muss im Sinne aller Beteiligten sein, die auch in Zukunft einwandfreies Grundwasser nutzen wollen", betont VKU‐Vizepräsident Karsten Specht. Ähnlich sieht das der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und ergänzt: Neben der Verschärfung der Gesetzgebung und einer besseren Kontrolle müsse die Bundesregierung den Umbau hin zu einer umweltfreundlichen und tiergerechten Nutztierhaltung sofort beginnen, anstatt ihn weiter auf die lange Bank zu schieben, so Christian Rehmer, Experte für Agrarpolitik beim Bund. Quelle: ZfK‐Mitteilung, Freitag, 1. Februar 2019, 10:23 6/8 2. Nitratbelastung von Grundwasser und Fließgewässern (36 Punkte) d) Diskutieren Sie stichwortartig: Inwieweit wäre es erfolgsversprechend, die Nitratbelastung des Grundwassers durch Kooperation („kollektive Aktion“) der relevanten Akteure nachhaltig zu reduzieren, ohne mit politisch‐administrativen Instrumenten wie den o. g. Auflagen bezüglich des Düngemitteleinsatzes in den Markt einzugreifen? (12 Punkte) 08. Februar 2019 2 d) Hier kann unterschiedlich argumentiert werden, z. B. wie folgt:Für eine erfolgreiche Bewirtschaftung von Allmendegütern gilt nach Elinor Ostrom:1. Die Gemeinschaft und die Ressourcen sind klar begrenzt (Außenstehende könnenAllmende nicht nutzen, die Ressource und die Anzahl der Nutzer*innen sindüberschaubar).2. Der Großteil der Betroffenen kann mit staatlicher Anerkennung Regelngemeinschaftlich beeinflussen und ändern3. Regeln stimmen mit den lokalen Gegebenheiten überein (Kohärenz), lokales Wissenund vorhandene Normen genutzt4. Verteilung der Kosten proportional zur Nutzenverteilung; es muss sich dabei um einumkämpftes, knappes Gut handeln, das nicht leicht ersetzbar ist und daher tatsächlichein substanzieller Nutzen daraus gewonnen werden kann5. Regeln werden überwacht, Kontrolleure sind selbst Nutzer oder den Nutzernrechenschaftspflichtig6. Verstöße werden abgestuft glaubhaft sanktioniert7. Es gibt einfache, schnelle, direkte Mechanismen zur Konfliktlösung8. Die Regeln sind institutionell verankertEine Bewirtschaftung des Grundwassers funktioniert nach diesen Regeln nur in einemkleinen abgegrenzten Gebiet. Es müssten sich also bundesweit viele kleineGemeinschaften von Nutzer*innen und Nitrateinleiter*innen bilden, die sichentsprechende Regeln geben.Auch müssten Menschen aus Städten z. B. mit Bauern auf dem Land entsprechendkooperieren, um Regeln gemeinschaftlich beeinflussen und ändern zu können und eine8/8angemessene Nutzen‐Kosten‐Verteilung zu erzielen.Die Menschen müssten Zeit und Kompetenzen besitzen, um eine solche Kooperationfunktionsfähig zu betreiben, müssten ein Monitoring aufbauen und Verstöße gegenRegeln sanktionieren.Es ist sehr unrealistisch, dass so etwas bundesweit flächendeckend in Form von in derGrundwasserbewirtschaftung kooperierenden Einleiter‐/Nutzer*innen‐Gemeinschaftenumgesetzt werden könnte.Zudem sind Grundwasserleiter oft über kleine Gebiete hinausgehendzusammenhängend. Die Ressource selbst ist nicht klar abzugrenzen.