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Psychologie (Subject) / Steop 19/20 (Lesson)
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- Aktuelle Veränderungen in der Arbeitswelt Neoliberalismus setzt sich weltweit durch - max. Freiheit des Marktes als „ideal“ - Ökonomisierung aller Lebensbereiche - Ökonomie mit ihrem Menschenbild (erneut) als Leitwissenschaft - „Flexibilisierung“ aller Lebensberieche (Life Long Learning, häufig wechselnde Tätigkeiten) - „Beschleunigunge“ - „allseits verfügbarer Mensch“ - Soziale Unterschiede nehmen erneut zu - Krisenhafte Entwicklungen: Wirtschaftskrise seit 2008 Wirtschaftskrise und ökologische Entwicklungen: kollektive Zunahme von Angst und V erunsicherung
- Menschenbild nach dem „Complex man“ • „Neo-Taylorismus“ (z.B. neue Dienstleistungen, Call-Center, Zentralisierung) • ökonomische Werte im Zentrum (Homo oeconomicus) • Flexibilisierung („Homo Flexibilis“) • Wettbewerb und Konkurrenz („Neo“)-Darwinismus (Survival oft he fittest) • Reduktion sozialer Dimensionen von Menschenbildern: „Autonomie vor Beziehungsangewiesenheit“
- Was hat Platon so gelabert · Wissenschaft als ein Platz, an dem die Vernunft sich durchsetzen kann · Alltagswissen ≠ wissenschaftliches Wissen · Wissenschaftliches Erkennen ≠ Meinen · Wissenschaftliches Wissen als überzeitlich gültiges Wissen > Volkswissen als Situationswissen · Geometrie als erste exakte Wissenschaft - Annahme von Grundtypen des Seins („Ideen“) – Bsp. Idee Mensch, Idee Dreieck es existiert eine zweite Welt/Ebene über der man durch Vernunft Zugang erlangt; - es ist die übergeordnete Welt an der sich wissenschaftliche Erkenntnis ausrichten soll Durch die Geburt vergisst man die Ideen, Aufgabe der Akademie ist es, dass man sich wieder an die Ideen erinnert (Anamnesis)
- First Person perspectiv Wahrheitsgeschehen findet im Erkennenden statt. (Introspektives Vorgehen
- was ist Idealismus reine Ideen, Urbilder, Prinzipien – werden im Bewusstsein gefunden; introspektive Erkenntnishaltung
- MATRIALISMUS/ATOMISMUS Erkennen richtet sich nach außen auf die Materie (Materialismus), z.B. im Atomismus (Atome als unveränderliche Letztelemente)
- Medium Geld natürlicher Verbündeter der Abstraktion) : Motiv der Abstraktion, da Handlungen und Produkte durch Geld einen übergeordneten Wert versehen werden und damit mit anderen Produkten in Bezug gesetzt werden und auch verglichen werden können.
- Medium Schrift Mögliches Gesprochenes auf Dauer zu stellen. Motiv der Überzeitlichkeit und Übersituativität Gesprochenes IMMER situativ gebunden, Geschriebenes distanzierte, losgelöste Fernintelligenz, die kontrollierbar ist
- 2 Motive, welche die Psy aus der Antike übernommen hat: 1) Strebt nach einem überzeitlich gültigem (nomotheistisch) Wissen strebt 2) Wissen durch Abstraktion von Phänomenen
- Reduktionismus vs Holismus Reduktionismus: die Zerlegung eines Phänomens in seine Einzelteile; die Untersuchung der Einzelteile ist beste Weg ist, um das Phänomen zu verstehen à daraus entwickelte sich die heutige Haltung, dass nur in Zahlen ausdrückbar und quantifizierbar von wissenschaftlichem Wert. Holismus: Das Phänomen wird nicht aus dem Zusammenwirken der Einzelteile heraus verstanden, sondern aus seiner Ganzheit, Prozesshaftigkeit und seinem Kontext
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- Wichtigste Grundprinzipien Aristoteles: • Widerspruchfreiheit ( Aussage eindeutig richtig ODER falsch) • Zweiwertigkeit (Mann Frau, groß klein, Subjekt Objekt) • Satz vom ausgeschlossenen Dritten (für eine beliebige Aussage nur die Aussage selbst oder ihr Gegenteil gelten kann)
- Empirismus alle Erkenntnis kommt aus (Sinnes-)Erfahrung, Beobachtung, Experiment, d.h. von außen
- Rationalismus Denken ist beim Erwerb und bei der Begründung von Wissen vorrangig; Erkennen geht vom Verstand aus
- Was hat dieser Francis Bacon so erzählt - „Von der Beobachtung zum Experiment“ - Beschreibt als Erster eine systematische Beobachtung - „Novum organon scientiarum! (1620) - Wissenschaft einzusetzen für Verbesserung der Lebensumstände - Er misstraut dem Verstand, da er leicht täuschbar ist; Verstand muss geholfen werden durch Instrumente und Experimente - Neuer methodologischer Impuls – absichtliche, bewusst gesteuerte, systematische Beobachtung à Grundlage für heutige experimentelle Methode 4 Arten von Erkenntnisirrtürmern
- 4 Arten von Erkenntnisirrtürmern? Idol des Stammes (in der mesnchlichen Natur selbst begründet, gattungsspezifische Mängel) Idol der Höhle (erworbene Verhalten und Erlebensweisen, die sein Erkennen behindern) Idol des Marktes (Irrtümer, die aus unserem Sprachgebrauch stammen) Idol des Theaters (Irrtümer aufgrund der Philo)
- Was meinte Bacon mit de nobis ipsis silemus? Von uns selbst schweigen wir, Objektivität
- Kant: Psy als Wissenschaft unmöglich weil weil lassen sich zeitlich, abernicht räumlich verorten. Und kritisierte die Introspektion.
- was ist ist induktion Nur durch Erfahrung zur Erkenntnis.
- Induktionsproblem: den Einzelbeobachtungen wird dabei etwas hinzugefügt, das nicht in ihnen enthalten ist. bedeutet den abstrahierenden Schluss aus einzelnen Beobachtungen auf eine allgemeinere Erkenntnis
- Popper hauptaussagen • Deduktion statt Induktion • Kritischer Rationalismus • Erfahrung ist nicht Baustein, sondern Prüfstein unserer Theorien • Wir wissen nicht wir raten Prinzip der Induktion unzulässig weil immer nur ein Ausschnitt der empirischen Realität und fügen was hinzu das nicht da ist.
- was meinte popper Alles Wissen ist Vermutungswissen (aber besser Mutmaßung als Anmaßung). Wir wissen nicht, wir raten. Wir lernen nicht durch Beobachtung, sondern durch Versuch und Irrtum. Kritik statt Dogma. Zentrale idee modus tollens sprich deduktion
- Falsifizierbarkeit: = die zentrale Idee von Poppers Forschungslogik = Kriterium für die Abgrenzung von wissenschaftlichen zu nicht-wissenschaftlichen Behauptungen: Falsifizierbarkeit nur Aussagen, für die man angeben kann, unter welchen Bedingungen sie falsifiziert sind (d.h. unter welchen Umständen, beim Vorliegen welcher empirischer Befunde man sie aufgeben würde), sind wissenschaftlich.
- Kritik an Popper • Daten sind theoriegeladen. • Theorien können sich abpuffern • Nicht Forschunglogik oder AArgumente dominieren die Wissenschaft, sondern Machtpolitik • Normativer Anspruch muss aufgegeben werden • Non statement view nötig • Wiss Fortschritt nicht linear, kontinuierlich oder kumulativ • Theoretische Hintergrundannahmen (Paradigmen) entscheiden in wesentlichem Ausmaß darüber, welche Phänomene überhaupt sichtbar werden können. (zb Entdeckung des Herzschlages durch Harvey, in anderen Teilen der Welt nicht hörbar)
- Theorien sind gegenüber Falsifikation abgepuffert inwiefern?
- Ludwig Fleck (1896-1961) – Denkstil ? = „gerichtetes Wahrnehmen, mit entsprechendem gedanklichen und sachlichen Verarbeiten des Wahrgenommenen“.
- Denkkollektiv ? = Menschen, die im Gedankenaustausch oder in gedanklicher Wechselwirkung über einen (Forschungs-)Gegenstand oder ein Forschungsproblem stehen.
- . Merton-These positive Korrelation zwischen Protestantismus (insbes. Puritanismus) und Naturwissenschaft
- Paradigma eine Konstellation, ein Set von Überzeugungen, Wertvorstellungen und Techniken, die alle (oder zumindest die überwiegende Mehrheit der) Mitglieder eines bestimmten Wissenschaftsbereiches akzeptiert haben = ”allgemein anerkannte wissenschaftliche Leistungen, die für eine gewisse Zeit einer Gemeinschaft von Fachleuten maßgebende Probleme und Lösungen liefern” = nicht nur theoretische Vorstellungen, sondern auch Praktiken und Formen der Institutionalisierung von Wissenschaft, d.h. Arten der Realisation und Artikulation = disziplinäre Matrix
- • Prä-paradigmatische Periode : im frühen Entwicklung einer W, Theorienpluralismus, Wettstreit vieler voneinander stark divergenter Ansichten
- •Dominierendes Paradigma: Rahmen und Leitfaden, Charakter von Vorschrift, Forschung fickt alles
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- •normale Wissenschaft: No problems Wissenschaft zu betreiben. Paradigma wird mit der Wirklichkeit gleich gesetzt
- •Ausdehnungskrise Anomalie: Probleme können mit dem Paradigma nicht gelöst werden. Wird im Einzelfall auf äußere Umstände geschoben, da man ein Paradigma nie verlassen möchte, wenn es keine Alternative gibt
- Stadium der außerordentlichen Wissenscha • : Man sucht Lösung der Anamolie außerhalb des Paradigmas, es bilden sich wieder streitende Schulen. Social Power Groups sind die leitende Instanz.
- Grundannahmen der Hermeneutik - Menschliche Welt ist sinnhaft strukturiert. Handlungen, Motive und Emotionen sind eingelassen in ein kulturelles Sinngewebe, das wir nie vollständig übersehen können. - Dieses Sinngewebe ist historisch gewachsen und strukturiert. - Bei der Interpretation menschlicher Erfahrungen und Artefakte muss der historische Kontext zentral mitgedacht werden. - Der Interpret kann sich selbst nicht ausschließen; er ist kein neutraler Beobachter, sondern er interpretiert immer von seiner eigenen Position in dem wandelnden Sinngebilde aus.
- Psychoanalytisches Wissenschaftsverständnis Widerstände gegen die Psychoanalyse = Abwehr Auch Wissenschaft kann von Abwehrmotiven dominiert sein.
- Ethik = Lehre vom sittlichen Wollen und Handeln des Menschen (griech. Ethos „Sitte“) Gegenstand der Ethik ist die Moral
- Moral Die in einer Gesellschaft vorliegenden Werte und Normen werden von der Ethik kritisch reflektiert und nach ihrer Begründung analysiert Geht auf Aristoteles zurück
- Arten von Ethik • Eudämonismus: Glück ist das höchste Ziel • Hedonismus: streben nach (egoistisch/altruistisch) Lust (zb bei Siggi Freud) • Utilitarismus: Nützlichkeit im Mittelpunkt, Combo aus rational und empirisch
- Ethische Problemfelder in der psychologischen Forschung Bezogen psychologische Grundlagenforschung • Täuschungsexperiment • Induktionsexperiment: Stress, Frustration • Schmerzapplikation • Psychologische Experimente mit Tieren
- Ethische Problemfelder in der psychologischen Forschung Bezogen auf klinisch-psychologische Forschung • Therapiestudie und das Kontrollgruppenproblem, • Placebo • Vorenthalten effektiver Therapien • Forschung bei nicht-einwilligungsfähigen Personen (Kinder, Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, • Forschung mit traumatisierten Personen Einhalten der Verschwiegenheitspflic
- Ethische Vertretbarkeit der an der Forschung beteiligten Personen: Persönliche Rechte, Vertraulichkeit, Versuchsablauf und -materials. Allerdings müssen auch Verwendung und Interpretation kritisch reflektiert werden.
- Täuschung: Vpn werden über den eigentlichen Zweck der Studie im Unklaren gelassen, aktiv werden angelogen, passiv werden Infos vorenthalten. Nötig da man sonst manche Fragen nicht erforschen könnte 3 Kriterien:Ist es wirklich so wichtig, dass Täuschung gerechtfertigt wird Feststellen ob man die Daten nicht auch anders erhalten könnte. Ausmaß des Schaden geschätzt werden und auf Zumutbarkeit geprüft werden.
- Forschung an vulnerablen Gruppen: Forschung mit Kindern: Einwilligung der Erziehungsberechtigen und des Kindes, entwicklungsadäquate Aufklärung über die Vorgangsweise, kindgerechte Durchführung der Studie: Begrüßung auf Augenhöhe, bei Kindern <4 auf spielerische Methoden zu greifen Anpassung der Untersuchungsdauer, fachgerechte Auswahlder Untersuchungsmethoden.
- Little Albert Grundmotivation : • Gegenbeweis zur Psychoanalyse zu finden Psychoanalyse: Annahme, dass Angststörung auf unbewusste, psychodynamische Konflikte zurückzuführen sind • lerntheoretische Annahmen bekräftigen mittels Klassischer Konditionierung die Erlernbarkeit und Generalisierbarkeit von Angstreaktionen beim Menschen über die Lebensspanne aufrecht erhalten → Persönlichkeit dauerhaft verändern
- Little Albert Vorgehensweise Single Case Study mit 9 Monaten alten Kind, 2 Erhebungszeitpunkte Erster Zeitpunkt Albert sieht das erste Mal in seinem Leben weiße Ratte und ähnliche Sachen (Baseline erhebung) Zweiter Zeitpunkt: Albert wird auf Angst reaktion auf Ratten konditioniert, Reiz generalisiert auf andere Sachen. Selbst Monate später zeigte er noch die selbe Reaktion
- Ethische Grenzen des Little-AlbertExperiments Mangelnde Aufklärung der Mutter • Enorme Stressbelastung der Versuchsperson •Gegenkonditionierung und fehlende Nachuntersuchung, Langzeitfolgen • Sehr junges Alter der Versuchsperson • Was ist aus Albert geworden?
- Methodische Grenzen des LittleAlbert-Experiments • Es bleibt ein Fallbeschreibung – kein Einzelfallexperiment •Quantifizierung fehlt • Systematische Kontrolle der Variablen fehlt • Limitiert auf Intersubjektive Beobachtungen
- : Milgram Experiment der Gehorsamkeit Ziel Gräueltaten aus der NS-Zeit von sozialpsychologischen Perspektive zu erklären • Prüfung der These: Waren die Deutschen anders?
- Methodik Gedächtnis und Lernexperiment Vpn als Lehrer der einen Schüler (Fake) Wortpaare vorzulesen und abzufragen hatte. Wenn falsch bestrafung durch elektro, der immer gefährlicher wurde. Kein direkter sichtkontakt sondern nur hören. Schmerzenschreie über Tonband. 26 von 40 gingen auf Anweisung des Versuchsleiter tödlich, und alle 40 min über 300Volt
- Milgram Experiment: Methodische Probleme • Keine zufällige Stichprobe, Zeitungsinserat, Belohnung $, daher keine gesicherte Aussage über Repräsentativität • Schauspieler ist nicht wirklich echt: bei hohem Elektroschock hören die „Lehrer“ Schreie, kurz danach wird der nächste Erinnerungstestabgefragt und „Schüler“ antwortet mit normaler Stimme • Effekte die Experiment beeinflußen können nicht berücksichtigt: » Hawthorne Effekt: ich weiß es ist ein Experiment, allein dies ändert meine Einstellung und Verhalten » Pygmalion Effekt: Erwartung des VL hat unterschwelligen Effekt auf Verhalten des VP