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Entwicklungspsychologie (Subject) / E - VL 4 (Lesson)
- Welche theoretischen Modelle gibt er zur Entwicklung der Partnerschaftszufriedenheit? Gibt es für all diese Modelle auch Belege? • Desillusionierungsmodell→ Partner starten mit unrealistischen positiven Erwartungen → allmähliche Desillusionierung (man lernt die negativen Seiten des Partners kennen) führt zu einer Verschlechterung der Beziehungsqualität• Modell der ständigen Probleme → Schon am Anfang der Beziehung bestehen Stressoren, z.B. wegen schlechter Passung!→ Stress führt dann zu allmählicher Erosion der Beziehungsqualität und Ehezufriedenheit • Modell der neu auftauchenden Probleme→ Paare kommen gut zurecht, solange sich Probleme im normalen Bereich bewegen→ Bei stärkeren Stressoren reichen aber die Bewältigungsfähigkeiten nicht mehr aus und es kommt zu einer Verschlechterung der Ehequalität/Partnerschaftszufriedenheit nimmt ab• Akkomodationsmodell→ Problematische Merkmale der Partner führen anfangs zu Enttäuschungen und damit zu einer Abnahme der Partnerschaftszufriedenheit, über die Zeit hinweg lernt man aber, mit diesenMacken umgehen zu können!→ Die Akkomodation führt dann dazu, dass die Partnerschaftszufriedenheit nicht weiter absinkt und ggf. sogar wieder ansteigt.
- Was sind Risikofaktoren für eine schlechte Partnerschaftsqualität? 3-4 Punkte - ständiges Kritisieren - Defensivität - Geringschätzung - Einmauern - Feindseligkeit
- Warum werden Scheidungskinder selbst mit erhöhter Wahrscheinlichkeit geschieden? • Mögliche Gründe dafür: a. Beeinträchtigtes Lernen von Beziehungskompetenz b. Höhere Toleranz gegenüber Scheidung c. Frühere Eheschließung d. Niedriger sozioökonomischer Status der erwachs. Kinder, damit verbundener höherer Stress in Ehe • Belege vor allem für a) Erklärung u. in geringem Maße für b und c (z.B. Amato, 1996; Feng et al., 1999).
- Warum geht Elternschaft im Mittel mit einer Abnahme der Partnerschaftszufriedenheit aber mit einer Zunahme der Partnerschaftsstabilität einher? • Paradox Elternschaft: Elternschaft reduziert die Ehequalität, senkt aber zugleich das Scheidungsrisiko (zumindest solange minderjährige Kinder im Haus sind): – Etwa wegen Kindern zusammenzubleiben (Trennungsbarriere) – Zudem sinkt die Verfügbarkeit von Alternativen (Attraktivität auf Partnermarkt). • Auszug des letzten Kindes aus Elternhaus erhöht Scheidungsrisiko bei jüngeren Paaren (Wegfall einer Barriere), ist aber sonst scheidungshemmend; Hiedeman et al., 1998)
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