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Entwicklungspsychologie (Subject) / E - VL 2 (Lesson)
- Welche Umweltmerkmale sind für ältere Menschen besonders wichtig? (3-4 Punkte) Entwicklungsrelevante Merkmale der Umwelt • Zugänglichkeit • Physische Sicherheit • Strukturiertheit/Erschließbarkeit • Vorhersagbarkeit • Kontrollierbarkeit/Gestaltbarkeit/Responsivität • Unterstützung und Kompensation - Privatheit
- Variiert die Verbreitung von Erziehungsstilen in verschiedene Kulturen? Haben manche Entwicklungsziele positivere/negativere Effekte? Ethnizität: Autoritative Erziehung ist verbreiteter bei Familien europäischer Abstammung (Steinberg) und in westlichen als in nichtwestlichen Ländern Autoritativer Entwicklungsstil: günstigste Entwicklung --> sozial u. kognitiv kompetent, hohe Selbstachtung und überdurchschnittliche schulische Leistung Autoritärer Entwicklungsstil: durchschnittliche kognitive und soziale Fähigkeiten, aber überdurchschnittliches Ausmaß an Problemverhalten im Jugendalter Permissiver Entwicklungsstil: geringe soziale und kognitive Kompetenzen --> geringe Selbstkontrolle und leicht erhöhtes externalisierende Verhaltensprobleme; erhöhter Substanzkonsum im Jugendalter Vernachlässigender Entwicklungsstil: --> Kinder entwickeln sich am schlechtesten. Wenig Verhaltenskontrolle (oft aggressiv), Feindseligkeit, schlechte Schulleistung. Hohe Delinquenzrate.
- Wie unterscheidet sich die Entwicklung von Adoptivkindern von normalen Kindern? (3-4 Punkte) --> im Mittel geringere Intelligenz und Schulleistung --> seltener sicher gebunden, wenn sie nach dem 1. Lebensjahr adoptiert wurden --> erhöhtes Risiko für psychische Störungen --> bez. Selbstwert keine Unterschiede
- Warum entwickeln sich Kinder in Scheidungsfamilien im Mittel schlechter? • 3 mögliche Erklärungen für ungünstige Effekte der Trennung der Eltern (Amato & Keith, 1991) a) Abwesenheit eines Elters (Sozialisationsdefizite) b) ökonomische Benachteiligung (Abnahme des Familieneinkommens) c) Mehr Konflikt in der Familie. —> Gegen Erklärung (a) spricht: geringere negative Folgen des Tods eines Elternteils. Wiederheirat des Elters (der Mutter) erhöht dagegen zusätzlich Entwicklungsprobleme der Kinder. Gegen Erklärung (b) spricht ebenso Befund zur Wiederheirat Für Erklärung (c) spricht: Kinder in konfliktbelasteten Familien sind noch etwas schlechter angepasst als Kinder geschiedener Eltern. Zudem nehmen spätere Scheidungskinder schon Jahre vor der eigentlichen Scheidung eine ungünstigere Entwicklung, weil deren Familien vermutlich oft schon vorher problembelastet sind (z.B. Cherlin, 1998)
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