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Entwicklungspsychologie (Subject) / KJ - VL 8 (Lesson)

Kinder- und Jugendentwicklung Vorlesung 8

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  • Welche 4 Bindungsmuster gibt es und wie verhält sich so ein Kind (Charakter des Bindungsmusters)? Sicher  gebunden:  (B)  suchen  und  wahren  bei  Belastung  den  Kontakt  zu  der  Mutter;  keine extreme negative Gefühle, wenn Mutter den Raum verlässt; bei Wiederkehr der Mutter Suche nach Nähe Unsicher-vermeidend: (A) Kaum Kummer, wenn Mutter geht, Kind behandelt Mutter und Fremde fast  gleich.  Kind  ignoriert  Mutter  bei  Rückkehr,  sucht  nicht  Nähe,  trotz  wenig  beobachtbaren Stressanzeichen hohe physiologische Belastung Unsicher-ambivalent: lautstarker Kummer, wenn alleine gelassen; wenn Mutter zurückkehrt, dann ambivalentes  Verhalten:  suchen  Kontakt  zur  Mutter,  widerstreben  aber  andererseits  auch auffallend ihren Kontaktversuchen; hier eher Wut und Ärger (C-Kinder) Desorganisiert  gebunden:  zB.  Nähesuchen,  das  kurz  vor  Körperkontakt  abgebrochen  wird, zusätzlich  seltsames  Verhalten,  wie  Grimassieren,  Erstarren,  Verhaltensstereotypien,  oft Angstanzeichen. (D-Kinder)
  • Was sind Risikofaktoren für eine unsichere/desorganisierte Bindung? (dieselben Faktoren für beide Bindungsstile) (- Sicher gebundene B-Kinder: Mütter sensitiv, prompt, verlässlich, freundlich.) • Unsicher vermeidende A-Kinder: Mutter unsensitiv für Signale des Kindes; Mutter mag keinen Körperkontakt, erwartet sehr früh eine eigenständige Regulation der Gefühle • Unsicher ambivalente C-Kinder: Mütter, ist manchmal herzlich und zugewandt, zu anderen Zeiten aber nicht ansprechbar und nicht erreichbar. - Desorganisiert gebundene D-Kinder: überzufällig häufig Missbrauchs- erfahrungen, z.T. auch starke Stressoren und allgemeine Probleme des Kindes mit der Verhaltensregulation
  • Worauf basieren die Defizite jüngerer Kinder bei Aufgaben, in denen man falsche Überzeugungen anderer Personen erkennen muss? Ab wann verstehen Kinder, dass jemand eine falsche Überzeugung hat? Als  Erklärung  gibt  es  3 Hypothesen:  1. Das Kind müsste schon Realität und Überzeugung voneinander trennen können, aber 3jährigen fehlt ein internes Abbild von Überzeugungen.  2. Kinder können in dem Alter noch keine Perspektive übernehmen, jedoch erklärt das nicht das fehlende Verständnis eigener falscher Überzeugung. 3. Kinder haben  noch kein  Verständnis,  wie Wissen  entsteht, aber zweijährige haben  schon ein rudimentäres Verständnis  über  die Entstehung  von Wissen.  Selbst wenn Kinder  das verstanden haben, haben sie große Probleme bei Theory of mind-Aufgaben. Lediglich Theorie 1 kann wirklich die Schwächen in den Aufgaben erklären. Einen Entwicklungsfortschritt gibt es etwa ab 3-5 Jahren.
  • Gibt es Unterschiede in der Entwicklung der Fähigkeit, Freude und Trauer zu erkennen? - schon 7monatige reagieren unterschiedlich auf grundlegende positive und negative Emotionen im Gesicht anderer (wissen aber noch nicht, was diese Emotionen aussagen)Um dies zu untersuchen, müssen Kinder sich verbal äußern können: Studie:- schon 7 jährige können Freude leicht erkennen, 7-8 jährigen fällt es aber schwerer Trauer zu erkennen- auch im Erwachsenenalter erkennt man Freude leichter und schneller als Trauer- die Reaktionszeit, mit der man Freude erkennt wird bis zum Erwachsenenalter immer kürzer und ist im Mittel geringer als die RT auf Trauer- für 7 jährige ist es noch sehr kognitiv aufwendig, Emotionen in einem Gesicht zu analysieren—> bei Freude wird dieser Prozess irgendwann automatisiert
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