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Entwicklungspsychologie (Subject) / KJ - VL 7 (Lesson)

Kinder- und Jugendentwicklung Vorlesung 7

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  • Wovon lassen sich Menschen auf den 3 Niveaus des Kohlberg-Modells leiten? Niveau 1 - Vormoralisch / Präkonventionell 1. Stufe: Heteronome Moral2. Stufe: Individualismus, Zielbewusstsein und Austausch  Niveau 2 - Konventionell  3. Stufe: Wechselseitige Erwartungen, Beziehungen und interpersonelle Konformität 4. Stufe: Soziales System und Gewissen Niveau 3 - Postkonventionell / Prinzipiengeleitet 5. Stufe: Stadium des sozialen Kontrakts und der individuellen Rechte 6. Stufe: Stadium der universalen ethischen Prinzipien
  • Welche kulturellen Unterschiede gibt es in der moralischen Entwicklung und worauf beruhen diese? Die Stufen der postkonventionellen Moral treten in Stammesgesellschaften nicht auf. Das liegt u. a. daran, dass hier kein formales Bildungssystem besteht und Menschen somit meist nicht die Stufe des formal-operatorischen Denkens erreichen.Außerdem weichen die Wertvorstellungen stark von denen der westlichen Gesellschaft ab.
  • Modell von Hoffman erklären Entwicklung moralischer Gefühle • Hoffman (2000) sieht in der affektiven Entwicklung den Motor der moralischen Entwicklung und für moralisches Verhalten Besonders wichtig ist hierbei die Entwicklung der Empathie. Entwicklung der Empathie (Hoffman, 2000) 1. Reaktives Weinen Neugeborener. Kind verhält sich so, als passiere ihm selbst, was anderen geschieht. 2. Egozentrische Empathie(Ende1.Lj.):Kinder erkennen, dass einer anderen Person und nicht ihnen selbst etwas widerfährt. Sie können aber noch nicht verstehen, dass sich der andere Mensch in dieser Situation anders fühlen mag als sie sich selbst gerade fühlen. 3. Empathie für die aktuellen Gefühle anderer Menschen (mit etwa 2 – 3 Jahren). Unterscheidung eigener und fremder Gefühle. Dies ist aber noch an die konkrete Situation gebunden. 4. Empathie für die allgemeine Lage anderer Menschen.
  • Wie entwickelt sich das Verhältnis von moralischem Wissen ( Was ist gut und schlecht) und moralischem Verhalten im Laufe der Kindheit? • Moralische Entwicklung ist ein zweistufiger Prozess: Erst entsteht Wissen/Urteilsfähigkeit, dann die Motivation, sich entsprechend dem Wissen zu verhalten: • In Kindheit und Jugend erfolgt eine Zunahme der Übereinstimmung moralischer Urteile und bevorzugter Handlungsentscheidungen (Edelstein et al., 1998; Nunner-Winkler, 2006, 2007). Dies galt allerdings nicht für chinesische Kinder, die schon zu T1 mit 7 Jahren eine hohe Übereinstimmung beider aufwiesen (Edelstein et al., 1998).Von der mittleren zur späten Kindheit nimmt auch die Übereinstimmung zwischen der Zuschreibung moralischer Emotionen zu anderen Personen (z.B. nach Regelverletzungen) und dem eigenen moralischen Urteilen zu (Malti et al., 2010)
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