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Prävention und Rehabilitation (Subject) / Klausur (Lesson)

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  • Wie kann man sich die psychophysische Basisaktiviertheit vorstellen? Die Basisaktiviertheit bezeichnet den Gesamterregungszustand der psychophy- sischen Systeme. Das Bild eines Pendels kann das verdeutlichen. Aktiviertheit ist eine ergotrope (= auf Leistung ausgerichtete) Auslenkung vom Gleichge- wichtszustand, die auf Arbeit und Auseinandersetzung vorbereitet und Ener- gien bereitstellt.
  • Sie möchten einen Klienten für das Erlernen eines Entspannungsverfahrens gewinnen. Welche allgemeinen Prinzipien und Effekte würden Sie ihm nennen? Prinzipien: „ Umschaltung„ Ruhigstellung„ Konzentration, Aufmerksamkeitssteuerung„ Introspektion„ Imagination„ Übung Körperliche Effekte: „ muskulär (Tonussenkung)„ kardiovaskulär (Gefäßdilatationen, HMV-, Schlafvolumen-Senkung)„ Atmung (vermehrte Bauchatmung, verlängerte Einatmungsphase)„ Haut (verringerte Schweißdrüsenaktivität)„ Hirnströme (Alpha-, Thetawellen) Psychische Effekte: „ Kompetenzerweiterung (Konzentration, Kreativität, Vorstellungskraft)„ Kontrollüberzeugung und Kompetenzerwartung (aktive Einflussnahme)
  • Was versteht man unter der „Herzratenvariabilität“ und inwiefern gilt diese als Indikator für die Anpassungsfähigkeit des Organismus an Stressbelastungen? Als HRV wird die Fähigkeit des Organismus bezeichnet, die Frequenz des Herzrhythmus zu verändern und an die momentane Erfordernisse anzupas- sen. Körperliche Beanspruchung oder psychische Belastung bewirken eine Erhöhung der Herzfrequenz, Entlastung und Entspannung ein Zurückgehen. Eine gute Anpassungsfähigkeit an Belastungen zeigt sich nun gewissermaßen in der Feinabstimmung, also in einer größeren Variabilität der Herzfrequenz. Unter chronischer Anspannung oder Stressbelastung ist sie dagegen eher ein- geschränkt.
  • Worin unterscheiden sich aktive und passive Entspannungsformen, und wo sehen Sie die Grenzen dieser Kategorisierung? Unter aktiven Entspannungsformen werden bewegungsdominierte Instru- mente der Stressreduktion verstanden, während passive Entspannungsformen vornehmlich auf der Basis eines ruhig gestellten Bewegungsapparates arbeiten. Eine eindeutige Kategorisierung gelingt jedoch
  • Beschreiben Sie die Anwendungsfelder der „Progressiven Muskelentspannung“. Die Progressive Muskelentspannung beruht auf dem Grundprinzip von Anspannung und Entspannung. Es werden nacheinander die verschiedenen Muskelgruppen des Körpers angespannt und wieder entspannt. Dabei beginnt man mit Händen und Armen, setzt fort über Gesicht, Nacken, Schultern und Bauch und endet mit Beinen und Füßen. Die Progressive Muskelentspannung hat ein enorm großes Einsatzgebiet. Tra- ditionell wurde sie in besonderem Maße zur Linderung von Ängsten und Stress eingesetzt. Aber auch der gesunde Mensch kann von der Methode profitieren – etwa zur Regeneration in Arbeits- und Lernpausen, zur Entwicklung einer besseren Körperwahrnehmung, zur Aktivierungsregulation in Leistungssitua- tionen oder zur Prävention von negativen Stressfolgen. Der Einsatz bei diversen psychosomatischen Beschwerden ist gut erforscht und mit zahlreichen klini- schen Studien belegt. Besonders erfolgreich erweist sich die Methode bei der Behandlung der essenziellen Hypertonie und des Spannungskopfschmerzes.
  • Mit wieviel Muskelgruppen arbeiten die PM-Verfahren von Bernstein/Borkovec und von Mundt/Vermaat? Beide Verfahren arbeiten mit 16 Muskelgruppen. Jedoch unterscheiden sie sich hinsichtlich der angesprochenen Muskelgruppen und der Reihenfolge.
  • Nennen Sie fünf Kontraindikationen für Yoga. Epilepsie„ Multiple Sklerose„ Netzhautablösung„ akute entzündliche Prozesse„ Fieber„ direkt nach Operationen„ Infektionskrankheiten„ Knochenbrüche
  • Nennen Sie fünf Yoga-Arten. „ Hatha-Yoga„ Bikram-Yoga„Raja-Yoga„ Kundalini-Yoga„ Karma-Yoga„ Iyengar-Yoga
  • Was ist Hatha Yoga? Hatha Yoga ist der Sammelbegriff für alle körperbetonten Yogastile. Hatha setzt sich aus den Silben Ha und Tha zusammen, was soviel bedeutet wie Sonne und Mond oder im übertragenen Sinne die Balance der Gegensätze, ähnlich wie Yin und Yang. Hatha Yoga beinhaltet Körperübungen (Asanas) und Atemtechniken (Pranayamas) sowie Entspannungsmethoden.
  • Was ist das Ziel beim Pilates? Das Grundziel von Pilates ist es, eine Art „Kernstärke“ zu entwickeln. Diese Kernstärke bezieht sich auf Stabilität und Stehvermögen von Bauch-, Becken- boden- und Rückenmuskulatur, die den Körper sowohl in Ruhe und wie auch in Bewegung stützen.
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  • Was bedeutet das Wort Pilates? Die Trainingsmethode ist nach dem Gründer Joseph Pilates benannt.
  • Welche Atmung wird im Pilates bevorzugt eingesetzt? Man bevorzugt die seitliche Brustkorbatmung (auch laterale Atmung oder Intercostalatmung genannt).
  • Wie nennt sich die besondere Atmung, die im Zilgrei eingesetzt wird? Dynamogene Zilgrei-Atmung
  • Welche drei Basisbewegungen gibt es im Zilgrei? „ Die Drehung nach rechts und links (Horizontalebene)„ Das seitliche Neigen nach rechts und links (Frontalebene)„ Das Beugen nach vorne und das Strecken nach hinten (Sagittalebene)
  • Aus welchen vier zentralen Komponenten setzt sich nach der Feldenkrais-Methode jede Handlung zusammen? Aus den Komponenten: Denken, Körperempfindung, Gefühl (Emotion) und Bewegung.
  • Wie wird der Einzelunterricht, wie der Gruppenunterricht im Feldenkrais genannt. Einzelunterricht ist die FI, die Funktionale Integration. Der Gruppenunterricht nennt sich „Bewusstheit durch Bewegung“ (Awareness Through Movement, ATM)
  • Was sind die Sieben Grundformeln des Autogenen Trainings? Die Ruheformel, die Schwereformel, die Wärmeformel, die Atemformel, die Herz- oder Pulsformel, die Sonnengeflechtsformel und die Stirnformel bzw. Stirnkühleformel.
  • Was sind die eigenen Vorsatzformeln beim Autogenen Training und wozu dienen sie? Eigene Vorsatzformeln sind Affirmationen bzw. positiv formulierte Glaubenssätze, die während der Entspannung zur Zielunterstützung bzw. zur Programmierung von erwünschten Denk- und Verhaltensgewohnheiten eingesetzt werden können.
  • Nach welchen Prinzipien sind die Formeln des „Autogenen Trainings“ aufgebaut? Form, Inhalt und Abfolge der Formeln sind nach folgenden Prinzipien aufge- baut: „Der Inhalt der Formel bezieht sich direkt auf einen Physiologischen Effekt (z. B. „schwer“)„ Die Formulierung betont nicht eine aktive und zielgerichtete Anstrengung des Übenden (z. B. „Ich wünsche, dass mein rechter Arm warm wird“), sondern eine passive Einstellung gegenüber der körperlichen Reaktion (z. B. „Mein rechter Arm ist schwer“). „ Die Formeln sollten durchweg positiv formuliert sein, also keine Negationen enthalten (z. B. „Meine Füße sind warm“ statt „Meine Füße sind nicht mehr kalt“).
  • Die Herzübung des „Autogenen Trainings“ kann empfindlichen Übenden Prob- leme bereiten. Was ist dazu zu sagen. Es bleibt fraglich, ob für alle Übende bei der Konzentration auf ihren Herz- schlag eine spontane Entspannungsvertiefung eintritt. Zudem kann die nach- folgende Atemübung die Herzaktivität beeinflussen. Es kann daher sinnvoll sein, zunächst den ruhigen Atemfluss und danach den ruhigen Herzschlag zu üben. Einige Autoren schlagen vor, auf die Herzübung zu verzichten oder Herz- und Atemübung zusammen als sogenannte „Rhythmus-Übung“ zu verstehen, bei der es darauf ankommt, irgendwo im Körper einen gleichmäßigen Fluss wahrzunehmen, der die Entspannungstiefe verstärkt.
  • Nennen Sie die drei Phasen von Fantasiereisen. Die drei Phasen sind eine einführende Entspannungsphase, die Reise selbst mit ihren angeleiteten Vorstellungsbildern und die Rückkehr in den Raum/ die Realität.
  • Was sind wichtige Regeln bei der Konstruktion von Fantasiereisen? Fantasiereisen sollen positive Assoziationen beim Zuhörer auslösen, sind jedoch stets nur ein Angebot (Wenn du magst...). Sie sind in der Gegenwart formuliert. Die Ansprache der Zuhörer erfolgt in der Regel in der Ich-Form oder Du-Form.
  • Nennen Sie vier Feedbackverfahren beim Biofeedbacktraining. EEG-Feedback, EMG-Feedback, Vasomotorisches Feedback und Hautwieder- stands-Feedback.
  • Was ist die gemeinsame Grundlage meditativer Praktiken? Die gemeinsame Grundlage von Meditationsformen ist die ungeteilte Kon- zentration auf eine Tätigkeit, den Atem, ein Mantra, ein Objekt, etc. – auch verstanden als Achtsamkeit.
  • Was sind die Ebenen des 7-Ebenen-Modells von MÖRSCH (2014)? In diesem Modell werden die Ebenen der Wahrnehmung, der Balance, des Lernaufwands, der Alltagstauglichkeit, des Aktivitätsgrades, der Spiritualität und der Kontraindikationen als Heuristiken genutzt, um Hilfestellungen bei der Auswahl einer Entspannungsform zu geben.
  • Nennen Sie fünf schnell einsetzbare Entspannungsmöglichkeiten für den Alltag. Entspannungsatmung, mehrere Schluck Wasser trinken, Gedankenstopp, Lächeln, Blitzentspannung (als kürzeste Form der Progressiven Muskelent- spannung)
  • Warum ist die abschließende Feedbackrunde/Reflektion nach einer Entspannungsübung so wichtig? In der Reflektionsrunde sollten möglichst alle Teilnehmer über ihre Erfahrun- gen mit der Entspannungsübung berichten. Falls negative Erlebnisse vorlie- gen, können diese erklärt und geklärt werden, sodass der Lernfortschritt des Betreffenden (und damit nicht zuletzt Ihr guter Ruf als Trainer!) gewährleistet bleibt. Das Berichten positiver Erlebnisse stärkt die Motivation des Einzelnen wie der Gruppe.
  • Was verstehen Sie unter dem Begriff Rollensouveränität und welche Konsequen- zen ziehen Sie für sich als Trainer daraus? Rollensouveränität beschreibt die Fähigkeit, sich entsprechend der Rolle zu verhalten, die man in der jeweiligen Situation einnimmt/für die man in diesem Moment steht. Als Trainer bedeutet dies, sich und sein Verhalten mitunter an die Gegebenheiten einer Situation anzupassen, auch wenn dies der aktuellen inneren Stimmungslage nicht immer entspricht. So gilt es z. B. mit Teilneh- mern, für den man als Trainer wenig Sympathie hegt, ebenso souverän wie wertschätzend und seiner anleitenden Rolle entsprechend umzugehen und negativen Impulsen zu widerstehen.
  • Was ist der Gegenstand der wissenschaftlichen Psychologie und in welche über- geordneten Teilbereiche wird sie aufgeteilt? Gegenstand der wissenschaftlichen Psychologie ist das Verhalten und Erle- ben des Menschen. Dabei beschäftigt sich die allgemeine Psychologie mit den universalen Gesetzmäßigkeiten der psychologischen Grundfunktionen von Menschen. Die differentielle Psychologie beschäftigt sich dagegen mit den indi- viduellen psychischen Unterschieden zwischen Menschen. Die Angewandte Psychologie schließlich beschäftigt sich mit beiden genannten Teildisziplinen und verfolgt das Ziel, die wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis zu überführen und sie hinsichtlich ihrer Bedeutung und Relevanz für das „wahren Leben“ zu untersuchen.
  • Nennen sie die beiden maßgeblichen Hauptströmungen der Psychologie und beschreiben sie kurz, was diese charakterisiert? Behaviorismus: Der Fokus dieser Strömung richtet sich einzig und alleine auf das von außen beobachtbare Verhalten von Menschen und lässt innere psychi- sche Prozesse (ihr Erleben) völlig außen vor. Ein Grundlegender Begriff des Behaviorismus ist das Konditionieren. Dieser steht für Lernvorgänge, bei denen Reaktionen und Verhaltensweisen mit bestimmten Reizen verknüpft werden, von denen sie nachfolgend mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ausgelöst werden können. Psychoanalyse: Diese Strömung stellt innere psychische Prozesse von Men- schen in den Mittelpunkt und geht davon aus, dass das menschliche Verhalten durch unbewusste Triebe und Bedürfnisse und weniger von bewusstseinsfähi- gen und vom Verstand aus initiierte Prozesse gesteuert wird. Das grundlegende Menschenmodell dieser Strömung wurde von Sigmund Freud erstellt, der die menschliche Psyche in drei Instanzen aufteilte: ES = Triebe und Bedürfnisse , ÜBER-ICH = Gesellschaftliche Normen, ICH = zwischen ES und ÜBER-ICH vermittelnde Instanz.
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  • Was zeichnet dynamisch-interaktionistische Theorien aus? Dynamisch-interaktionistische Theorie gehen davon aus, dass die Entwick- lung der Persönlichkeit eines Menschen sowie sein konkretes Verhalten in einer Situation von wechselseitigen Dynamiken zwischen seinen angeborenen Persönlichkeitseigenschaften und Einflüssen aus der ihn umgebenden Umwelt bestimmt wird.
  • Wodurch ist der den aktuellen Wandel des Menschenbildes in der allgemeinen Psychologie charakterisiert? Der Mensch wird nicht mehr als primär kognitiv gesteuertes, sondern als vor- rangig intuitiv-emotional bewegtes Wesen angesehen. Unwillkürliche intuitive Bewertungen und Justierungen und damit einhergehende emotionale und kör- perliche Reaktionen (sogenannte Bottom-up-Prozesse) gelten als Grundlage des Erlebens und des Verhaltens. Kognitive Prozesse (sogenannte Top-Down Prozesse) werden dagegen als nachrangig und durch Bottom-up-Prozesse vor- justiert verstanden.
  • Beschreiben Sie, was motivkongruente Ziele von motivinkongruenten Zielen unterscheidet. Unter motivkongruente Ziele sind bewusst gesteckte Ziele zu verstehen, die im Einklang mit implizit vorhandenen Motiven (= unbewusst verankerte Bedürfnisse) stehen. Motivinkongruente Ziele dagegen sind Ziele, die über das Bewusstsein als wichtig oder erstrebenswert angesehen werden, mit den impli- ziten Motiven jedoch nicht vereinbar sind. Daraus entsteht eine Art Motivkon- kurrenz die dazu führt, dass sich die entsprechende Person sehr schwer tun, den Weg zum Ziel konsequent zu beschreiten und das Ziel letztendlich auch zu erreichen.
  • Erläutern sie kurz das Drei-Speicher-Modell des Gedächtnisses anhand der Auf- nahme eines Lernstoffes. Der Lernstoff gelangt zuerst über Sinneskanäle – z. B. Hören und/oder Sehen – in das Ultrakurzzeitgedächtnis (auch sensorisches Gedächtnis genannt) und wird binnen Sekundenbruchteilen in das Kurzzeitgedächtnis weitergeleitet. Hier entscheidet sich innerhalb von etwa 10 Sekunden, ob die Informationen wieder spurlos verklingen oder es wert sind, in dauerhafter Form im Gedächt- nis konserviert zu werden. Ist letzteres der Fall, so gelangt der Lernstoff in das Langzeitgedächtnis und wird dort unter Umständen über die gesamte Lebens- spanne hinweg gespeichert.
  • Bitte erklären Sie, was im Zusammenhang mit der Vermittlung von deklarativem Wissen unter Elaboration zu verstehen ist und welche Möglichkeiten es für Sie als Trainer gibt, elaborative Prozesse bei Ihren Kunden anzustoßen. Unter Elaboration ist die Verbindung von neuem Wissen mit bereits gespei- cherten Wissen zu verstehen. Entsprechende Prozesse können angestoßen werden durch: 1)  bildhafte Vorstellungen/Darstellungen von Lerninhalten2)  die Anregung, das neue Wissen mit persönlichen Erfahrungen zu verbinden3)  die Anregung zur Reflektion/zur Abschätzung des eigenen Wissenstandes4)  die Aufforderung, sich kritisch mit dem neuen Wissen auseinanderzusetzen5)  das Ersetzen von abstrakten Fremdwörter in konkrete und adressatenge- rechte Begriffe oder Beispiele6)  die Anregung, das neue Wissen mit eigenen Worten darzustellen (Paraphra- sieren)
  • Wie können Sie Kinder, die sich in der konkret-operationalen Entwicklungsstufe befinden, in das Entspannungstraining einführen? Mit Eintritt in diese Entwicklungsstufe kann damit begonnen werden, eine Kompetenz für die Wahrnehmung und Eigenregulierung des psycho-physi- schen Aktivitätszustands aufzubauen. Geeignet hierfür sind sowohl körper- bezogene wie zunehmend auch kognitiv geprägte Verfahren. Beides allerdings unter der Voraussetzung, dass sie kindgerecht vermittelt werden. Denkbar sind Fantasiegeschichten, die aktive Elemente enthalten, die der Progressiven Mus- kelentspannung ähnlich sind. Im Bereich der kognitiv-imaginativen Verfahren bieten sich Entspannungsgeschichten wie etwa die Geschichte von „Kapitän Nemo“ an. Im Kern geht es hierbei um die Vermittlung von Vorstellungsbilder, welche Effekte hervorrufen sollen, die verwandt mit den Zielen des Autogenen Trainings sind (Schwere- und Wärmegefühle).
  • Bitte nennen Sie die drei Hauptwege, die für ein individuelles Stressmanage- ment beschritten werden können und ordnen Sie das Entspannungstraining einem dieser Wege zu. Instrumentielles Stressmanagement„Kognitives Stressmanagement„Palliativ-regeneratives Stressmanagement„Das Entspannungstraining ist eine Methode innerhalb des palliativ-regenerativen Stressmanagements.
  • Erklären Sie das Salutogenese-Modell in einfachen Worten. Von wem wurde dieses Modell entwickelt? Das Salutogenese-Modell ist ein Präventivkonzept, das sich auf die Faktoren konzentriert, die für die Entwicklung und den Erhalt der Gesundheit verant- wortlich sind. Gesundheit und Krankheit sind als die Pole eines Kontinuums anzusehen. Dieses Konzept wurde von dem Medizinsoziologen Aaron ANTONOWSKY in den 1970er-Jahren entwickelt und verbreitet.
  • Welche übergeordneten Ziele einer präventiven Rückenschule sind Ihnen in Erinnerung geblieben? Stärkung der physischen Gesundheitsressourcen „ Stärkung der psychosozialen Gesundheitsressourcen „ Verminderung von Risikofaktoren „ Aufbau von und Bindung an langfristige gesundheitsorientierte Aktivitäten „Bewältigung der psycho-somatischen Beschwerden und Missbefindungs- zustände „ Sensibilisierung für haltungs- und bewegungsförderliche Verhältnisse
  • Nennen Sie die vier Funktionen der Wirbelsäule. Bewegungsfunktion„ Stützfunktion„ Schutzfunktion„ Federungsfunktion
  • Welche haltungsrelevanten Muskeln neigen zur Abschwächung und welche zur Verkürzung? Zur Verkürzung neigende haltungsrelevante Muskeln:Großer BrustmuskelSchulterblatthebemuskelOberer Teil des TrapezmuskelsRückenstrecker im lumbalen BereichBreiter LendenmuskelHüftbeugerBeinstreckerOberschenkeladduktorenZur Abschwächung neigende haltungsrelevante Muskeln:Mittlerer und unterer Teil des TrapezmuskelsRhomboidenSägemuskelTiefe HalsbeugerArmstreckerRückenstrecker im oberen BereichBauchmuskelnGesäßmuskelnHintere OberschenkelmuskulaturOberschenkelabduktoren 
  • Erklären Sie Muskeldysbalancen und wie sie auf die Körperhaltung wirken. Muskuläre Dysbalancen sind unphysiologische Muskelverkürzungs- und Mus- kelverlängerungszustände. Bestimmte haltungsrelevante Muskeln neigen zur Verkürzung, andere zur Abschwächung. Ursachen sind fehlende körperliche Aktivität, Haltungs- und Bewegungsmonotonie, aber auch einseitiges Training. Muskuläre Dysbalancen führen zu Haltungsschwächen und -verfall, es kann zu Muskelverspannungen, Verschleiß von Gelenken und Bandscheiben sowie Rückenschmerzen kommen.
  • Nennen Sie alle Ihnen bekannten Risikofaktoren für unspezifische Rückenschmerzen. soziale Einflussfaktoren z.B. Schichtzugehörigkeit psychologische Einflussfaktoren z.B. Depression individuelle biologische und verhaltensabhängige Merkmale z.B. Rauchen arbeitsplatzbezogene Risikofaktoren z.B. Ganzkörpervibrationen, Heben etc. Physiologische Einflussgrößen z.B. Rumpfmuskelstärke
  • Was verstehen Sie unter dem Begriff „Nozizeptoren“? Nozizeptoren sind Rezeptoren (Fühler), die Schmerzreize wahrnehmen und an das Gehirn melden.
  • Beschreiben Sie den Schmerz-Spannungszirkel. Wie kann dieser durchbrochen werden? chronische Reizung der Schmerzrezeptoren → erhöhter Muskeltonus → Verschiebung des Bandscheibengewebes → Rückenschmerzen → Steigerung der Anspannung → Steigerung der Alltagsbelastung → Alltagsbelastung (Disstress) Der Schmerz-Spannungszirkel kann vor allem durch den Einsatz von Entspan- nungsverfahren gebrochen werden. Entspannungsverfahren unterstützen die Senkung der Anspannung und des Muskeltonus.
  • Beschreiben Sie, was bei einem Bandscheibenvorfall geschieht. Beim Prolaps wird aufgrund von hohen Druckbelastungen der Bandschei- benkern durch Risse im Faserring nach außen gedrückt. Wird der Spinalnerv eingequetscht, kommt es zu Beschwerden und Schmerzen.
  • Welche Muskeln müssen beim Hohlrundrücken hauptsächlich und in welcher Weise trainiert werden? KräftigenM. trapezius, mittlerer Anteil                                                                                                    M. latissimus dorsiM. rectus abdominisM. gluteus maximus                                                                                                              Mm. ischiocrurales DehnenM. pectoralisM. erector spinae, unterer Anteil M. iliopsoasM. rectus femorisMm. adductores
  • Welche Rückenbeschwerden können bei Osteoporose auftreten? diffuse und ziehende Schmerzen„  heftige Schmerzen bei akuten Wirbeleinbrüchen mit Ausstrahlungen zum Schultergürtel„  Schmerzen durch die veränderte Statik (Haltungsschaden), Überdehnun- gen, Reizungen„  eingeschränkte Atemfunktion und Beweglichkeit
  • Welche Faktoren müssen bei der Organisation eines Rückenschulprogramms berücksichtigt werden? „Teilnehmer/Zielgruppe„Organisationsform/Dauer„Räumlichkeiten/Ausstattung„                                                                Arbeitsmaterialien/Hilfsmittel„                                                                                   Aufbau/Inhalte
  • Was verstehen Sie unter den methodischen Prinzipien? Finden Sie ein prakti- sches Beispiel für jedes methodische Prinzip in der Praxis eines Rückenschul- kurses. Übungen sollten nach folgenden methodischen Prinzipien ausgewählt werden: „  Vom Leichten zum Schweren (Hebel, Widerstand, Gewicht)„  Vom Einfachen zum Komplexen (statisch/dynamisch, Arm-Bein-Kombi- nation)„  Vom Bekannten zum Unbekannten Wenn eine Übung von leicht zu schwer aufgebaut wird, dann kann z. B. zu Beginn eines Rückenkurses im Rahmen der Kräftigung eine Übung ohne Zusatzmaterial und weiterführend mit Kurzhanteln oder einem Theraband durchgeführt werden. Zudem können beim Krafttraining zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrades die Wiederholungs- und Satzzahlen mit zunehmender Kursdauer gesteigert werden. Beim Training der Propriozeption und des Gleichgewichts kann eine Übung schwerer gestaltet werden, indem man zunächst eine Übung im Einbeinstand auf hartem Untergrund und weiterführend dann auf einer Weichbodenmatte oder einem ähnlich instabilem Untergrund durchgeführt wird. Als Beispiel für das methodische Prinzip „vom Einfachen zum Komplexen“ kann die Übung „Arm-Bein-Rückheben“ herangezogen werden. Bei dieser Übung befindet man sich in Bauchlage und hebt gleichzeitig zum Beispiel den linken Arm mit dem rechten Bein an und im Anschluss die jeweilige Gegensei- te. In den ersten Stunden genügt es im Rahmen einer Rückenschule, zunächst nur die Arme und als nächste Übung nur die Beine im Wechsel anzuheben. Im fortgeschrittenen Stadium kann dann die Kombination beider Körperteile während einer Übung miteinander verbunden werden. „Bekannt zu unbekannt“ bedeutet: Bevor eine Variation einer Übung einge- führt wird, sollte zunächst die bereits eingeübte Form wiederholt werden, um im Anschluss dann die Bewegungsänderungen vorzunehmen.