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Schulpädagogik Examen (Subject) / B.1 Unterrichtsplanung (Lesson)
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- Welche verschiedenen Planungsarten von Unterricht gibt es? 1. Unterrichtsplanung als Lernplanung2. Unterrichtsplanung als Teamplanung3. Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung
- Was versteht man unter Unterrichtsplanung als Lernplanung? Planungssituation schwiergig da SuS heterogen sind:- Gruppenspezifische Besonderheiten (Kultur, Geschlecht, Milieu)- Individuelle Besonderheiten ( Lerninteresse, Lern-/Leistungsföhigkeit, Lernstrategien)- Lernerschwerende Vorurteile über Unterrichtsfächer (Mathe, oder Grammatik)- Gefühlsmäßige Voreinstellung gegenüber Methoden (Tafelrechnen, Gruppenarbeit)Differenzierung bei Planung erforderlich!Heterogenität macht Planung schwierigPlanung muss bedenken:- Antizipation des Ziels- Entwicklung eines Plans- Überwachung und Kontrolle der Handlungsausführung
- Was versteht man unter Unterrichtsplanung als Teamplanung? Nach Pisa und co, Planen von Unterricht als Miteinander der Lehrpersonen und Sus andererseitesHeterogenität und Demokratieerziehung der SuSRealisierbar durch: offenlegung der Themen und Ziele zu Beginn des neuen Schuljahres; Pktorientierte Unterrichtsverläufe, Zeitweilige Delegation von lehraufgaben, Individuelles Lernen an zur Verfügung gestellten BausteinenMiteinander planen der Lerpersonen untereinander: Lehrer ist kein Einzelkämpfer
- Was versteht man unter Kompetenzorientierter Unterrichtsplanung? Schulvergleichsstudien haben weitreichende Folgen: Lerneffizienz am Niveau der KompetenzenSelbstkompetenzSozialkompetenzSachkompetenzLern- und MethodenkompetenzMoralkompetenzInterkulturelle Kompetenz Kompetenz und Standards sind Maßstab für UnterrichtsplanungZielperspektive mit Lernaufgaben aus unterschiedlichen Anforderungsniveausangepasste Aufgaben Schülerorientiert, Kriterienorientiert, prozessorientiert und ZielorientiertBedeutet: Unterrichtsplanung von einzelenn S her, mit ihm zusammen und adaptiv auf ihn hin konzipiert werdenKriterien enthalten, die Ereichbarkeitsniveaus einzelner Teilkompetenzenkonsequent zielorientiertMittelfristige Unterrichtsplanung: UnterrichtseinheitenInhaltliche Kernbereiche des Unterrichtsfachs mit seinen TeilkompetenzenMethoden und ArbeitstechnikenStandartisierung in Form von AnforderungsniveausStrukturierung der InhalteMittelfristige Planung ist eine TeamplanungKurzfristige Unterrichtsplanung: UnterrichtsstundenUnterrichtsprozess setzt sich von Stunde zu Stunde fortTeilkompetenzen müssen Teil des großen Ganzen seinvier traditionelle Kompetenzen: Sachkompetenz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz und Lern/Methodenkompetenz und sie in teilkompetenzen für die Einzelstunden aufteilen
- Was sind die Notwendigkeit und Grenzen der Unterrichtsplanung? + Schule hat Bildungs- und Erziehungsaufträgerechenschaftspfichtig gegenüber SuS und Elternnur durch nachweis der Planung möglich+ UR ist komplexes Geschehenfachlich komplizierte SachverhalteBeziehung zwischen L und SuS und SuS untereinanderorganisatorische Entscheidungen über Medien, Gruppenarbeit etc.Ohe Planung Lernerfolg kaum gewährleistet+ Lernzielen orientiertVorbereitung ist physisch und psychische Entlastung- Sus verstehen etwas nicht, oder haben ein Problem in der Klasse- unvorhersehbarkeit- Situative Entscheidungsprozesse beim Lehr-Lern-Prozess- Verschriftlichter Plan sagt nichts über Unterrichtsablauf aus- Störungen, Zufälle sind nicht berücksichtigt
- Was versteht man unter Unterrichtsplanung und didaktische Modelle? Didaktik Gewissen der Unterrichtsplanung jeder LehrpersonKlarmachung der dialektischen Interaktion und subjektiver Konstruktionsprozesselernerfolg nicht durch die Lehrperson alleineSchule als Subsystem der GesellschaftWirkungszusammenhänge zwischen Lehrerverhalten und SchülerverhaltenUnterrichtsgeschehen strukturierbar machjen,
- Was ist die Bildungstheorie? bildendes Lernen muss ermöglicht werden:UR darf nicht alles vorschreiben, sondermuss SuS freiheiten zu EVA Lernen gebenselbstständiges Denken, Nachdenken, Argumentieren und Problemlösen Sus soll positives bild von sich selbst und positives Selbstwertgefühl entwickeln könnenAuch auf Gegenwart, Zukunft, Neues und Ungewohntes in den Blick der SuS rücken 1. Bildungstheoretische Didaktik von Klafki2. Kritisch-Konstruktivistische Didaktik von Klafki3. Berliner Didaktik4. Hamburger Didaktik5. Konstruktivistische Didaktik
- Was versteht man unter der Bildungstheoretischen Didaktik von Klafki? Bildung als zentraler BegriffDidaktische Analyse als Kern der UnterrichtsvorbereitungModell zur Planung vorgelegtSiehe Fragen bei A zu Klafki
- Was versteht man unter der kritisch-konstruktivistischen Didaktik von Klafki? Zentralbegriff Bildung wird konkretisiert durch Emanzipation(Selbstbestimmung, Mitbestimmung und Solidarität)Ersetzt didaktische analyse durch Perspektivenschema zur URplanungZiel soll die Emanzipation seinBeantwortung der Fragen im Perspektivenschema abhängig von der BedingungsanalyseBegründung für die Auswahl der BildungsinhalteBeeinflusst die thematische Strukturierungbeeinflusst die ZUgänglichkeits- und Darstellungsmöglichkeitenbeeinflusst die methodische StrukturierungGrenzen: - Entwurf der URplanung darf nicht normativ sein- Entwurf ist allgemeindidaktisch, muss noch fachdidaktisch konkretisiert werden- hohe Anforderung an Lehrperson, möglichst unter Beteiligung von SuS vorgenommen werden- Urplanung nicht auf Schuljahre sondern auf Themenabschnitte beziehen- URplanung soll offener Entwurf sein, flexiblem Unterrichtshandeln- Planungsraster soll alle wesentlichen Dimensionen zur Sprache bringen, Die SuS sollen Bildung und nicht nur Qualifikationen und Kompetenzen erlangenStruktur des Inhalts muss genau analysiert werdenDidaktische Analyse muss durchgeführt werden
- Was versteht man unter der Berliner Didaktik? Totalerfassung aller im Unterricht wirksamer FaktorenDas Ergebnis von Entscheidungen der LehrpersonStrukturanalyse und FaktorenanalyseZusammenhang zwischen Unterrichtsanalyse und Unterrichtsplanunghandlungsgeleitendes Modell, das auf theoretisierbaren und erforschbaren Faktoren beruhtDrei formale Planungsprinzipien:Prinzip der Interdependenz: widerspruchsfreie WechselwirkungPrinzip der Variabilität: Vorplanung mehrer, alternativen VerlaufsmöglichkeitenPrinzip der Kontrollierbarkeit: Möglichst exakte Beschreibungen Struktur der URplanung:Unterrichtseinheit:L ermittelt antropogene Vorraussetzungen, Leistungsstand und MessungsstandL konkret gegebene VerhältnisseL bestimmt IntentionenL entscheidet über ThemenfolgeL setzt methodische SchwerpunkteL wählt geeignete Medien ausEinzelstunden:L unmittelbare Voraussetzungen der Stunde hinsichtlich der BedingungsfelderL bestimmt IntentionenL bestimmt ThemaL methodische SchwerpunkteL geeignete MedienL klärt weiterführung des UR
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- Was versteht man unter der Hamburger Didaktik? Bedingung und Voraussetzung für das neue Modell, komplexe, dynamische und widersprüchliche Gesellschaft mit freiheitlich-demokratischer GrundordnungSuS zu handlungsfähigen Gesellschaftsmitgliedern werden lassenL und S als Partner der URplanungVier Planungsebenen: Perspektivplanung: über längeren ZeitraumUmrissplanung einzelner UReinheitenProzessplanung von Projekten oder einzelnen StundenPlanungskorrektur durch S und L während des URprozessesURgestaltung sondern auch URplanung ein gesellschaftliches HandelnLeitziel Emanzipation/MündigkeitURplanung als zusammnhängendes Ganzes betrachtet werden
- Was versteht man unter der Konstruktivistischen Didaktik? selbstgesteuertes lernendes Subjekt im MittelpunktLernen als aktiver Prozess individueller SelbstorganisationKonstruktion, Rekonstruktion und DekonstruktionLernumgebung als ArrangementURplanung kein konstrukt der Lehrperson seinL versucht didaktische Welten zu modellierenoffenen, mehrdimensionalen Unterricht mit didaktischer Selbstbestimmun und Mitwirkung von SuSUnterrichtsplanung: lernen über komplexe authentische Probleme und mutiplen PerspektivenLernprozess gestalten und refliektieren (SuS)Mehrfachkodierung von Info im Gehirn durch Veranschaulichung, Versprachlichung, Tätigkeiten und eine angepasste Lernumgebung ermöglichenHeterogenität und Individualität bei SuS berücksichtigenSinn und Bedeutung des Lernstoffs wissenjeder S nur erfolgreih lernen, wenn selbst die Bedeutung des zu Lernenden in sich herstellen kannSubjektivität, Heterogenität und Individualitä der SuS didaktisch berücksichtigt werden
- Was sind die allgemeinen Grundsätze für Planung von Unterricht? 1. Prinzip der Kontinuität im KopetenzaufbauNach Pisa und Co, UR muss an Kompetenzen orientiert sein2. Prinzip der Revidierbarkeitverändert oder aufgehoben werden, wenn unvorhergesehene Schwierigkeiten auftreten3. Prinzip der Interdependenz der PlanungsentscheidungenBerliner Didaktik; Inhalte müssen zu Tielen passen, wiederum geeignete Methode und Medien, innere und äußere Bedingungen der Lerngruppe abgestimmt4. Prinzip der theoretischen FUndierungdidaktische Theorien zur Planungsgrundlage, ansonsten fehlt Transparenz und Legitimierbarkeit5. Prinzip der praktischen RealisierbarkeitStrukturierungs-und Orientierungshilfe für UR
- Was sind spezielle Planungsgrundsätze? = Unterichtsprinzipien hängt stark mit Unterrichtsqualität zusammenQualitätsanforderungen an die UnterrichtsgestaltungKlassenführung/Classroom management (Wiater)Allgegenwärtigkeit der Lehrperson während ganzer URstundemehrere verschiedener Aufgaen und Probleme gleichzeitigZügiges, Schwungvolles umsetzen der URplanungroter FadenGruppenfokus und Klassenaktivierung beachtenÜbergänge zwischen URphasen nicht zur Langeweile werden lassenUnterrichtsteilnahme nicht vorgetäuscht werdenklare Regeln in der KlasseUnterrichtsstörungen so umgehen, dass der Unterrichtsverlauf wenig gestoppt wird
- Was sind die Schritte der Unterrichtsplanung? 1. Gesellschaftliche Funktionen: Schulische Vereinheitlichung von Qualifikation, Enkulturation, Sozialisation; Arbeit der Lehrperson steuern; Innovtionen in Wissenschaft und Gesellschaft reagieren2. Didaktische Funktionen: legt Schulwissen fest; Lernzuwachs der SuS; entlastet Lehrperson von aufwändigen EntscheidungsprozessenPädagogische Prinzipien:Individualisierung: Methodenvielfalt, Anregende Lernumgebungen; unterschiedliche Lehr-LernwegePersonalisierungwelche Kompetenzen zu einem bestimmten Zeitpunkt erworben sein sollenLehrpläne müssen wegen der Übertrittsmöglichkeiten Mindeststandards festschreibenfreiräume für individuelle Förderung offen
- Wie plant man Unterrichtseinheiten und Unterrichtsstunden? 1. Anfertigen einer SachanalyseUE: grundsätzlicher und systematischer angelegt als Einzelstunde; sachbezogen und ohne Rücksicht auf Jahrgangsstufe oder Klasse; Genaue Sachkenntnis und Sachanspruch stehen im Vordergrund; URS: Sachanalyse kürzer aber konkreter; Konzentration auf Themenaspekt der Stunde; Fachausdrücken, Anwendungsbereiche im Alltag, Mindestkönnen2. Ermittlung der Lernvorraussetzungenentwicklungsbedingte Lernvoraussetzungen: Wahrnehmung, Interesse, Begabungkognitive Voraussetzungen: geistiger Entwicklungsstand, Art der Denk und Abtraktionsfähigkeitemotionale Voraussetzungen: Lernfreude, Vorfreude, Ausgeglichenheitpsychomotorische Voraussetzungen: entwicklungsmäßiges Bewegungsverhalten, Fein und Grobmotoriksprachliche Voraussetzungen: entwicklungs und altersbedingte Sprache, Verstehensoziale Voraussetzungen: Praktizieren von Formen des humanen Miteinanders, gegenseitige Wertschätzungmotivationale Voraussetzung: Erfolg-Misserfolg, Leistungswillevolitionale Voraussetzung: Stärke der Absicht, Selbststeuerung, Selbstkonzeptgruppenbezogene Voraussetzungen: soziale Positon/Rolle in Klasse, Integrationsbedarffamiliäre Voraussetzungen: sozioökonomischer Status, Familienkonstelation, Belastungenkulturelle Voraussetzung: Mentalität, Rollenverständnis, Religion Werte Normenschulische Voraussetzung: Unterrichts- und Schulklima, Ausstattungfachliche Voraussetzung: Vorkenntnisse, außerschulische Erfahrungen mit dem Lerninhalt 3. Durchführen einer Didaktischen AnalyseFrage nach Bedeutung des Unterrichtsstoffswelche Teile wichtig sindbesonders geeignete BeispieleSchlüsselqualifikationAnordnung der ThemenVermittlung in zwei Richtungen zu reflektieren, Unterrichtskonzeption andererseits um die Auswahl von passenden Methoden des Lernens und LehrensÜberprüfung zu welchen Aspekten des Sachverhalts und an welcher Stelle des Lehr-Lern-Prozess sollen diagnosebezognee und inhaltliche Lernaufgaben erstellt werden4. Formulierung von KompetenzzielenRichtziel. ist individuell und sozial kompetente, mündige Persönlichkeit mit BürgerarrangementGrobziel: die am Ende einer Schulstufe erreicht sindTeilziel: Kompetenzziele, am ende einer UReinheitFeinziel: am Ende einer URstunde5. Einplanen von Lernaufgaben und Leistungserhebungenbasiswissen festigenSituation angeben in der das Gelernte verwendbar istselbstständigen Übertragen des Gelernten auf neue Situationeoffen FragestellungenWissenselemente vernetzenmaterialgeleitetes Arbeiten und konzentriertes Arbeiten und ÜbenPlanungsanforderung an Leistungserhebung: 1. Überlegung zum Zeitpunkt der Leistungserhebung2. Überlegung zur Art der Leistungserhebung3. Überlegung zur Bezugsnorm der Leistungserhebung4. Überlegung zu den Unterschieden in der Leistungsfeststellung bei kongnitiven und nicht kognitiven LernzielenZ.B. durch Portfolio, Lernkontrakt, Selbstbewertung, Lerntagebuch6. Planen es Unterrichtsverlaufs - Einstieg- Erarbeitung- Sicherung Sieh Artikulation