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Schulpädagogik Examen (Subject) / A.3 Unterrichtsprinzipien (Lesson)
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- Wofür benötigt man Unterrichtsprinzipien?(Wiater) grundsätzliche Forderungen an den Schulunterricht von heute Richtlinien für päd.-did. Entscheidungen jedes UR-fach, Jahrgangsstufe und Schulart gültig lassen sich wissenschaftlich begründen
- Was sind Fundierende Unterrichtsprinzipien? 1. Schülerorientierung: adressatengerecht aufbereitet werden, das Lernen ist an vorausgegangene Erfahrungen und Erlebnisse gebunden, Berücksichtigung der Personalität der SuS, Berücksichtigung der Entwicklung der SuS, Berücksichtigung der Individualität und Heterogenität, Förderpläne bereitstellen, SuS bei der Planung des UR didaktisch mitwirken, so viel wie möglich selbsttätig, selbst verantwortlich und selbstentdeckend arbeiten, Kommunikations-und Interpretationsstil 2. Sachorientierung: Sachgerechtigkeit: sachlich richtige Darstellung des Lerninhalts, Jeder Unterrichtsstoff benötigt eine sprachliche Vermittlung, Sachwissen ist immer Weltissen, Jeder Unterrichtsstoff ist mehrperspektivisch und multivalent; Sachverstand: Sachkompetenz, Fachmann oder Experte, Jemand der sich damit auskennt, Die SuS Sachverstand erwerben zu lassen, ist ein zentrales Anliegen sachorientierten Unterrichts; Sachlichkeit: im Umgang mit Personen, Dingen und Situationen, Objektivität bei der Darstellung der "Sache" 3. Handlungsorientierung: Learning by doing, Handlungsorientierung notwendig, Lehrerdominanz zugunsten von Schülerselbsttätigkeit reduzieren, handelnde Lernformen berücksichtigen (Spiel, Erfoschung..) praktisches Tun, SuS persönliche Bedeutsamkeit und Sinnhaftigkeit bewusst machen, SuS sollen Verantwortung für das eigene Tun und die Ergebnisse ihrer Handlung erfahren, EVA,
- Welche Unterrichtsprinzipien zählen zu den Regulierenden Prinzipien? 1. Selbsttätigkeit 2. Differenzierung 3. Veranschaulichung 4. Motivierung 5. Ganzheit 6. Zielorientierung/Zielverständigung 7. Strukturierung 8. Ergebnissicherung/Nachhaltigkeit
- Was versteht man unter dem Unterrichtsprinzip Selbsttätigkeit? SuS erarbeiten den Lerninhalt selbst Umsetzung im lehrergesteuerten Unterricht: Genetischer Unterricht: (toter Inhalt in lebendige Handlung), Leittext-Methode: Thema Problem nach vorgegebenen Schritten behandelnModerations-MethodeVerwendung des PC'sTrainieren von realen und simulierten EntscheidnungssitiuationenStationengesprächMethode 365: Blatt mit 3 Spalten, Gedanken zu einem Thema eingetragen Umsetzung im offenen Unterricht: Freie Arbeit/Materialgeleitetes Lernen Tagesplan /WochenplanStationenlernen/Lernzirkel Umsetzung in einem Unterricht, desssen Inhalte und Ziele erst durch Zusammenspiel von L-S Entscheidungen entstehen: Projektorientiertes LernenPhänomen- und Problemorientierter UnterrichtEntdeckender und erkundender Unterricht Weitere Möglichkeiten: Produktives GestaltenHausaufgabenAktionen und Aktivitäten außerunterrichtlichen Schullebens
- Was sind die Grenzen des Unterrichtsprinzip Selbsttätigkeit? Nit alle Lerninhalte sind dafür geeignetErziehung zur Sozialerziehung und Integration darf nicht vergessen werdenHoher Zeitaufwand eher in Differenzierung als in neuerarbeitungLernschwächere SuS können überfordert werdenSicherung ist ein ProblemSelbsttätigkeit muss eingeübt werdenGroße Anforderungen an SuSHoher Vorbereitungsaufwand
- Was versteht man unter dem Unterrichtsprinzip Differenzierung? Möglichkeiten: GruppenarbeitPartnerarbeitEinzelarbeitDifferenzierung durch frei wählbare AngeboteGrenzen: Didaktisches Problem: nicht in allen Fächern ist es möglich zu bestimmen, was Grund und Aufbauwissen sein sollSchereneffektOrganisatorisches Problem: Arbeitsaufwand, Zeit, RäumlichkeitenProblem bei der Leistungsbeurteilung
- Was versteht man unter dem Unterrichtsprinzip Veranschaulichung? hängt mit UP Motivierung, Differenzierung und Ganzheit zusammen Personales Medium: Mimik, Gestiknicht personales Medium: Präparat, Modell, Bild Möglichkeiten: Veranschaulichung, als..Motivierungshilfe (Einführung Stundenthema)Erkenntnis- und Verstehenshilfe (Modell)Behaltenshilfe (Mindmap)Hilfe bei Wahrnehmungsschulung (Figurenerkennen etc.)Baustein der Medienerziehung (Projekt: Werbung für ein selbstgewähltes Produkt) Grenzen: gewählte Veranschaulichungsform nicht schülergemäß istArt der Veranschaulichung nicht dem Lerngegenstand entsprichtfertige Lösungen statt Zugänge zu Problemen geboten werdenÜberangebot an Veranschaulichungsmittelnaußerschulische Mediennutzungsstile nicht betrachtet werden
- Was versteht man unter dem Unterrichtsprinzip Motivierung? Abgrenzung Motivation - Motivierung:Motivation= Geasmtheit der im Menschen wirksamen, sein Handeln und Verhalten in einer bestimmten Situation steuernden MotiveMotivierung= Alle Maßnahmen, die jemand ergreift, um bei einem anderen Motivation herbeizuführen Möglichkeiten: mit effektvollen Einstieg in die Unterrichtsstundewdh des Stoffs, Auswertung der HA, Bilder, Rätsel, etc.neue Anreize im Verlauf der URSRhytmisierung, Wechsel der MethodenHandlungsorientiertKönnenserfahrungenNeugierig auf Menschen, Sachen etc.Leistungsfreie ZeitenPlanung des Unterrichts beteiligen Anreize schaffen, durch Lob/ErmutigungGrenzen: Institutionelle Grenzen (schränkt UR ein)Organisatorische Grenzen: 45min, Raumverhältnisse, Engagement der Lehrperson..Individuelle Grenzen: Möglichkeiten der Motivierung scheitern bei SuS durch generelles desinteresse, überforderung unterforderung, keine positive LernatmosphäreLerninhaltsbezogene Grenzen: motivationalen Zwecke, darf die sachgerechte Thematisierung eines Lerninhalts im Unterricht nicht reduziert werdenMotivationstheoretische Grenzen: intrinsich oder extrinsische motivation?
- Was versteht man unter dem Unterrichtsprinzip Ganzheit? Drei Aspekte im Kontext von Schule und Unterricht:Ganzheit der PersonGanzheit des UnterrichtsinhaltesGanzeit der Erlebnis- und Auffassungsweise Möglichkeiten: 1. Fächerübergreifender Unterricht2. Konzentrationsunterricht: UR wird auf ein Thema konzentriert, verschiedene Fachperspektiven etc.3. Herkömmlicher Unterricht: Erfahrungslernen durch Entdecken, Erkunden, Experimentieren, Lernen mit allen Sinnen!Außerschulische Möglichkeiten:Spiele, Feiern von SuS vorbereiten lassenFreie ArbeitsgemeinschaftSchülerzeitungSMV Grenzen: Bedeutsamkeit des Fachunterrichts: ohne diese Sachkompetenz nicht aufbauenOrganisatorische Probleme: kleinere Klassen, viel Zeit, mehr Räume und Stundenpläne die Kooperation ermöglichenPersonale Probleme: SuS sind Individuen und als personale Ganzheit im Unterricht nur begrenzt zugänglich
- Was versteht man unter dem Unterrichtsprinzip Zielorientierung/Zielverständigung? Zielanalyse: welche Sach, Sozial, Slebst und Handlungskompetenzen die Sus erreichen sollen, konkret formulieren, alle Ziele formulierenArtikulation des Unterrichts: Aufteilen des UR in Abschnitte etc. Möglichkeiten: Teiloffene Unterrichtsplanung:Einstieg/Motivation/Eröffung als HinführungZielverständigung Erarbeitung möglichst SelbstständigReflexion des eigenen Lernwegs mündlich oder schriftlich Rhytmitisierung der Unterrichtsgestaltung:Kognitive Ziele mit affektiven Zielen abwechselnPhasen der Anspannung sollen Phasen der Entspannung abwechselngeeignetsten Lernweg zum Ziel selber herausfindenLehrperson als Experte, Berater und Moderator Verwendung von Classroom-Assessement-TechnikenTutorieller Dialog mit lernschwierigem Schüler in der EinzelphaseWechselseitiges UnterrichtenAngeben des verwirrenden PunktesDokumentation der Problemlösung Grenzen:heimlicher Lehrplan (Regeln, Rituale)Lernziele gering vorrangig im kognitiven Bereich (affekte und soziale Lernziele weniger messbar)erzieherische Ziele: Kann die Zielverständigung mit den SuS immer gelingen?Mangelndes Interesse der SuS am Unterrichtsziel
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- Was versteht man unter dem Unterrichtsprinzip Strukturierung? wissenschaftorientierter UnterrichtMöglichkeiten:Sachstuktur des Lerninhalts: Durch Lehrplan und handeln der Lehrperson vorbestimmt, Sachanalyse!Methodische Strukturierung des UR: Rhytmitisierung, Methodenvarioationen, Wechsel der Lernleistungsbereiche, Varationen von Phasen des freien Lernens, Notwendigkeit fest eingeplanter Phasen der Übung, Unterstützung durch MedienStrukturelle Lernprozesse: Sammelns/ordnen des Lerninhalts, Staunen/Beobachten, Entdecken/Erkunden, Dokumentieren und Präsentieren Grenzen: Nicht nur die Kognitionen berücksichtigenKomplexe Sachverhalte nicht unangemessen didaktisch reduzierenOffenheit des Unterrichts soll nicht eingeschränkt werdenMitsprache und Mitwirkung der SuS soll nicht eingeschränkt werdenImmer gleicher Anlauf für SuS führt zur Unter/Überforderung
- Was versteht man unter dem Unterrichtsprinzip Ergebnissicherung/Nachhaltigkeit? Ergebnissicherung betrifft Basiswissen, fachbezogene Lern und Arbeitstechniken und überfächliche Schlüsselqualifikationen, Persönliche Lernentwicklung des einzelnen Schülers Möglichkeiten:Strukturierte Tafelanschriften unterstützen den ProzessSituiertes Lernen: authentische Problemlösungen (Realitätsnähe), mitlipler Perspektiven beim Erwerb von Kompetenzen, Wissensaustausch in Lerngemeinschaften, Anregung der Sus zur SelbstreflexionQualitätsmerkmale guten Unterrichts!Unterrichtsverlauf problemorientiert anlegenLern und Gedächtnisstrategien (Reime,. Rätsel)MindmappingMethodische Großformen:ÜbungAnwendungTransferHausaufgabenstellungVertiefung durch ReflexionMündliche, schriftliche und praktische LeistungsüberprüfungFächerübergreifende realitätsnahe ProjekteGrenzen: Probleme gibt es wenn: Ergebnissicherung sehr kurzschrittig sindLeistungsdruck, Angst oder Schulangst gefördert wirdMaßstäbe für den Lernerfolg nicht transparent sindLerninhalte nur kongnitiv gesehen werdenMiserfolgerlebnisse der SuS in den Vordergrund gerückt werdennicht klar zwischen desn Phasen des Lernens und der Leistungsüberprüfung getrennt wirdZeitdruck