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Arbeits- und Organisationspsychologie (Subject) / Wirkung von Arbeit (Lesson)
-psychische und physische Auswirkungen
-Belastung und Beanspruchung
-Ermüdung, Monotonie und Vigilanz
-Modelle der Stressentstehung und Stressbewältigung
- Kennzeichen und Verlauf von Burnout
-sicherheitskritisches Verhalten/ Förderung von Arbeitssicherheit
This lesson was created by MadeleineMartina.
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- Hat Erwerbsarbeit eine psycho- soziale Funktion? Welche Funktionen hat Arbeit? Ja, Arbeit hat eine psycho- soziale Funktion/ Wir sehen vieles im Leben im Kontext der Arbeit. Die Funktionen von Arbeit sind: -soziale Anerkennung: Durch eigene Leistung (allein und inder Interaktion) Anerkennung undGefühl einen Beitrag zu leisten. -> bewusste, kurzfristige Arbeitslosigkeit= wie Urlaub/ kann positiv sein -> langfristige Arbeitslosigkeit= negativ/ nagt am Menschen/ Existenzängste: Finde ich noch meinen Platz in der Gesellschaft? -Kooperation und Kontakt: Gemeinsames Problemelösenschafft kooperative Fähigkeiten undsicheren sozialen Rahmen. -Zeitstrukturierung: Tages-, Wochen undJahresablauf , Urlaub,Freizeit, Rente. Vielesdefiniert sich direkt in Relation zurArbeit. -Aktivität und Kompetenz: Möglichkeiten zum Kompetenzaufbauund Wissen um eigene Kompetenz persönliche Identität: Erlebte Handlungskompetenzund Zugehörigkeit fördernIdentität und Selbstwertgefühl
- Was sind mögliche Auswirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit? Psychologisch: -Angst-Depression (Resignation, emotionale Labilität, Hoffnungslosigkeit, Apathie, Schlaflosigkeit-Reduziertes Selbstwertgefühl-Risiko für schlechtes Gesundheitsverhalten (Alkoholismus,-Geringere Kontrollerwartung u. veränderte Ursachenzuschreibung Sozial: -Abnahme sozialer Kompetenzen -> Schamgefühl/ man zieht sich zurück und fühlt sich nicht dazugehörig-Interessenlosigkeit -> weniger Geld und weniger Anregungen-Isolation (gefühlte u tatsächliche Ausgrenzung, Rückzug von Freunden)-Verschlechterung der sozialen Beziehungen (Eheprobleme, Scheidung) -> Korrelation zwischen Scheidung und Arbeitslosigkeit Physiologisch: -Blutdruckerhöhung-Schlaflosigkeit-Erhöhung von Noradrenalin= Stress, Blutkreatin, Harnsäure und Cholesterin-Psychosomatische Störungen (Ulkus, Gastritis) -Alkohol
- Was sind positive und was sind negative Funktionen von Arbeit? positive Punkte hinsichtlich Arbeit: -innere Befriedigung -Zugehörigkeit -das Gefühl "nützlich" zu sein -zeitfüllend/ geregelter Alltag -Herausforderung/ Weiterentwicklung -Existenzsicherung -Selbstbestätigung -soziales Umfeld -Struktur -soziale Anerkennung -Wissensweitergabe -finanz. Sicherheit -Wissensaufbau -Selbstverwirklichung -Identifikation Arbeit/ Organisation -zeitl. Einbindung/ Work- Life- Balance -etw. erschaffen wollen (Fußabdruck hinterlassen) negative Punkte hinsichtl. Arbeit: -Stress -Leistungsdruck -Frustration -weniger Freiheit/ Freizeit/ Einschränkung? -Leistungsdruck -Abhängigkeit -Ängste/ Versagensängste -Tunnelblick -Gesundheitsbelastung -Gruppenzwang in Richtung Status/ Leistungsfähigkeit -Unterforderung
- Erläutern Sie die Bedeutung von psychischer Gefährdung für die Wirtschaft- Kosten von Arbeitsausfall. -Krankheitsbedingter Arbeitsausfall in DE, jährliche Kosten in 3 stelliger Milliardenhöhe.-Arbeitsausfall aufgrund Psychischer und Verhaltensstörungen steigt an (2015, 14,4%*).-Sensibilisierung für psychische Beanspruchung wächst-Die Diagnose „psychische Störung“ hat leider noch oft eine stigmatisierende Wirkung. Beispielhafte Grafik/ Abbildung: Produktionsausfallkosten (in DE) und Ausfall an Bruttowertschöpfung nach Diagnosegruppen, 2015 Aufbau: -ICD 10= International Classification of Deseases/ Sammlung sämtlicher Diagnosen und Symptome weltweit/ Bsp. F00- F99 -> Hierbei handelt es sich um die Abkürzungen auf dem Krankenschein/ Physische Verletzungen werden in der Gesellschaft besser akzeptiert, da greifbar und Berührungsängste mit psychischen Krankheiten. -Diagnosegruppe/ Bsp. Psychische und Verhaltensstörungen -Arbeitsunfähigkeitstage in Mio. und Prozent/ Bsp. 87,2 und 14,8% -Produktionsausfallkosten in Mrd. € und vom Bruttonationaleinkommen in %/ Bsp. 9,5 und 0,3 -Ausfall an Bruttowertschöpfung in Mrd. € und vom Bruttonationaleinkommen un %/ Bsp. 16,8 und 0,5 Ergebnis: -Zahlen steigen dramatisch an -extrem hoch/ durchschnittlich 2 Tage pro Jahr für jeden + großer wirtschaftl. Impact -Symptome können wie Verdauungsstörungen oder Krankheiten des Muskel- Skelett- Systems können durh psychische Störungen ausgelöst werden. Dies kommt dann noch on top.
- Was ist der Unterschied zwischen Belastung und Beanspruchung? Belastung= Einwirkung (objektiv) Unter Belastung versteht man objektive,von außen auf den Menschen einwirkendeFaktoren (z.B. Lärm, Zeitdruck, widersprüchliche Erwartungen) Beschreibungsdimensionen: -Herkunft-Qualität-Beeinflussbarkeit-Vorhersehbarkeit-Zeitliche Struktur-(Auswirkungen auf Betroffene= zB. Tisch/ erstmal eine objektive Last (Tisch = 8kg)/ subjektiv: Ich kann 50kg heben- viel Kraft oder wenig Karft (was indirekt auf mich wirkt, was ich dem entgegenbringen kann) Beanspruchung= Auswirkung (individuell/ subjektiv) Unter Beanspruchung versteht man dieindividuell unterschiedlichen Auswirkungendieser Faktoren auf jeden Einzelnen.Beanspruchung ist damit subjektiv. Ebenen= physiologisch somatisch/ Kurzfristige Reaktion: -erhöhte Herzfrequenz, Blutdrucksteigerung, Adrenalienausschüttung/ -Kortisol etc. psychisches Erleben/ Kurzfristige Reaktion: -Anspannung, Frustration, Ärger, Ermüdung individuelles Verhalten/ Kurzfristige Reaktion: -Schwankende Leistung: Konzentration, Koordination, Fehler Verhalten in der Gruppe/ Kurzfristige Reaktion: - Konflikte, Streit, Aggressionen (Es ist mir wichtig/ Es ist mir egal), Rückzug -> Zwischen Belastung und Beanspruchung besteht keine einfache UrsacheWirkungskette, sondern individuelle Vermittlungs und Rückkopplungsprozesse. - keine Ursachen- Wirkungskette= Belastung führt nicht 1:1 zur Beanspruchung (individuell) Bsp: Belastung- Streit und Konflikt vs Beanspruchung- Wie sind meine Ressourcen? Wie kann ich das bewältigen? Wie beansprucht es mich individuell?
- Was ist Ermüdung? Definition:Ermüdung ist eine Schutzhemmung des Körpers aufgrund einer längerandauernden Tätigkeit; sie kann durch Erholung aufgrund von Tätigkeitswechsel,oder Unterbrechungen (und durch Pharmaka) zwar vorübergehend, aber nur durchSchlaf dauerhaft, aufgehoben werden. (Aufmerksamkeitsprozesse nehmen ab/ man schaltet ab) Symptome: -Flachere Atmung-abnehmende Konzentration ,Fehler-zunehmende Denkstörungen , reduzierte Motivation-sich verringernde Leistungsfähigkeit Verlauf (siehe Graph): -Ermüdung nimmt exponentiell zu-Erholung hat einen umgekehrt exponentiellen Verlauf Was kann man dagegen tun: Kaffeepause machen/ Füße vertreten
- Arbeitsrecht: Wie viel Pause muss sein? Paragraph 4 des Arbeitsgesetzes schreibt bei einer Arbeitszeit zwischen sechs und neun Stunden eine Ruhepause von min. 30min vor, bei mehr als neun Stunden sind es sogar 45min. Diese können auch in meherer Abschnitte unterteilt werden, müssen dann aber jeweils 15min betragen.
- Was ist der Unterschied zwischen Monotonie und Vigilanz? Monotonie: Definition:Monotonieist eine Beanspruchungsfolge,die sich als herabgesetzte psycho physische Aktiviertheit zeigt. Sie wird beilängerer, gleichförmiger und reizarmer Tätigkeiten erlebt. Der Begriff Monotoniewird auch als Merkmal der Arbeit verwendet. Monotonie ist ungleich Fleichförmigkeit Monotonie ist ungleich Sättigung Vigilanz: Definition:Vigilanz ist eine dauerhaft hoheAufmerksamkeitsleistung während einerlängeren, gleichförmigen Tätigkeit, bei dernur selten Eingriffe notwendig sind. Diesführt zu Ermüdung. ->Vigilanz benötigt man in einem monotonen Umfeld/ immer wieder einen eigenen Kick geben.
- Welche Gefahr sehen Sie für das autonome Fahren? -Man schaltet ab, fällt in den Zustand der Monotonie, aber Gestzgeber sagt, dass man trotzdem verantortlich ist -Fragestellung: Was passiert, wenn man nun plötzich eingreifen muss? Schwierigkeit, da man sich in Monotoniezustand befindet, aber trotzdem verantwortlich ist.
- Was ist Stress und wie ist Stress gekennzeichnet? Definitionen: a) Stressist ein subjektiv intensiv unangenehmer Spannungszustand , deraus der Befürchtung entsteht, eine aversive Situation (Situation, die man als negativ empfindet) nicht oder nicht richtig bewältigen zu können. -> Wann? Wenn man einen Termin einhalten muss/ etwas nicht schaffen kann b) Stressorensind im Arbeitskontext externe und interne Merkmale , die miterhöhter Wahrscheinlichkeitzu Stressreaktionen führen
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- Was ist eine Rolle? -Eine Rolle ist die Summe aller Verhaltensanforderungen ausder Organisation an einen Rolleninhaber -Stress kann durch Rollenkonflikte entstehen/ durch Anforderungen an mein Verhalten
- Erläutern Sie das Konzept des Rollenstresses nach Kahn(1978) Konflikt: Inter (zwischen) Sender KonfliktRealisierbar z.B. durch: Die Anforderungen mehrerer Sender an einen Empfänger sindwidersprüchlich/ Beispiele: Prüfung/ Arbeitsmeeting Konflikt:Intra Sender KonfliktRealisierbar z.B durch Mehrere Anforderungen von einem Sender stehen im Widerspruchzueinander/ Beispiele: Reduktion Überstunden Konflikt: Inter- Rollen KonfliktRealisierbar z.B. durch Ein Rolleninhaber muss verschiedene , miteinander unvereinbareRollen erfüllen/ Beispiele: Student/ Mitarbeiter Konflikt: Intra- Rollen KonfliktRealisierbar z.B. durch Die Rollenanforderungen stehen in einem Konflikt zu denWertvorstellungen des Rolleninhabers/ Beispiele: Unternehmensziele/ Interessen Mitarbeiter/ Stellenabbau Konflikt: Rollenbezogene ÜberforderungRealisierbar z.B. durch Quantitative oder qualitative Rollenüberlastung , weil z.B . die Zeitzu knapp ist oder die individuelle Kompetenz nicht ausreicht Konflikt: Rollenbezogene VerantwortungRealisierbar z.B. durch Das Ausmaß an Verantwortung für andere Personen und Sachenerzeugt den Konflikt Konflikt: Rollenambiguität RollenRealisierbar z.B. durch Anforderungen sind unklar oder mehrdeutig , wodurch diePerson ihre Rolle nicht angemessen umsetzen kann
- Erläutern Sie das transaktionale Stressmodell nach Lazarus. Unter Appraisal versteht man di e individuelle Einschätzung und Bewertung einer Situation odereines Objektes hinsichtlich ihres Einfluss es auf die eigene Person und das eigene WohlergehenAppraisals laufen meist automatisch und sehr schnell ab. Wenn unklar ist, ob eine Situation erfolgreich bewältigt werden kann, löst dieses Stress aus. auslösende Situationsreize (Reizsituation)-> Primäres Appraisal- Bedeutung (Wichtig für mich?)/ -Relevanz : Betrifft es mich/ -Qualität : Ist die Situation günstig oder bedrohlich/ -Art der Bedrohung: Schädigt, bedoht oder fordert es mich heraus? -> Sekundäres Appraisal- Bewältigung (Kann ich es bewältigen?/ Copymechanismen vorhanden?)/ -Bewältigungspotential : Habe ich die notwendigen Copingmöglichkeiten zur Situationsverbesserung? Kann ich das schaffen?/ Zukunftserwartungen: Wie verändert sich die Situation mittelfristig? -> Stresserleben (Reaktion) Copingstrategien -Problemorientierte Bewältigung : Aktivitäten zur Verbesserung der Situation/ zB. Hinsetzen und lernen-Emotionsorientiere Bewältigung : Veränderung der mit der Situationverbundenen Emotionen , Veränderung der Bewertung/ zB. war jetzt nicht gut- eine von vielen Prüfungen, ist aber jetzt so/ Ansprücher herunterschrauben, dem Ganzen einen anderen Kontext geben ("Ich darf lernen")
- Was sind die Bewältigungsformen und sozialen Ressourcen von Stress? Bewältigungsformen:-Informationssuche (Was habe ich schon geschafft?)-Direkte Aktion-Aktionshemmung (Unterlassung einer Handlung)-Intrapsychische Bewältigungsformen Soziale Ressourcen (zB. Lerngruppe/ sich Mut zusprechen): Durch Vorgesetzte, Kollegen, Familie, Experten ( z.B. Psychologen, Coaches, Therapeuten)Unterstützungsformen:-Instrumentell (Betroffene entlasten/Arbeit abnehmen)-Informational (z.B. Wahrnehmung schildern, Aufklärung leisten, sich Austauschen)-Emotionale Unterstützung (Mitgefühl, Verständnis ausdrücken)-Bewertungsunterstützung (Sicherheit bei Entscheidung geben,Mut zusprechen, Hoffnung geben)-Positives Betriebsklima und Unternehmenskultur Instrumentelle Hilfe allein kann kritisch sein (da ggf. selbstwertschädigend) Qualität der Unterstützung ist entscheidend (Zeit, Intensität, Aufrichtigkeit,Selbstwert erhaltende Gespräche, Ermutigung zu konkreten Schritten) -> Unterstützung/ Arbeit abnehmen bei Überlastung -> ist die Person schon im Burnout, dann fühlt sie sich schlecht ->Burnout trifft Menschen, die sich reinhängen und immer 1000% geben und nicht Menschen, die sich nicht reinhängen und denen alles egal ist
- Erläutern Sie die Längsschnittstudie nach Karasek & Theorell, 1990/ Stressreduktion durch Arbeitsgestaltung. Transparenz, Vorhersehbarkeit und Beeinflussbarkeit sind wichtige Komponenten guterArbeitsgestaltung Das Job Strain Modell von Karasek & Theorell (1990) kombiniertHandlungspielraum und Stresserleben. Handlungsspielraum hoch/ Anforderungen niedrig: wenig beanspruchende Tätigkeit Handlungsspielraum niedrig/ Anforderungen niedrig: passive Tätigkeit Handlungsspielraum hoch/ Anforderungen hoch: aktive Tätigkeit Handlungsspielraum niedrig/ Anforderungen hoch: hoch beanspruchende Tätigkeit Erläuterung Längsschnittstudie: -Hohe Arbeitsanforderungen + geringer Handlungsspielraum (alles sofort/ alles perfekt/ alles allein/ individuell und extern beeinflusst) beeinträchtigen Wohlbefinden, erhöhen Medikamenteneinnahme und Fehlzeiten-Hohe Arbeitsanforderungen hoher Handlungs spielraum f örder n gesunde Bewältigung-Mediatoren : Gefühlte Wertschätzung und soziale Unterstützung
- Was ist Resilienz und wie kann damit Stress reduziert werden? Resilienz ist die Fähigkeit, sich an widrige Situationen anzupassen und sich vonihnen zu erholen. Menschen mit hoher Resilienz gelingt es leichter , widrige Situationenals Herausforderungen anzusehen und aus ihnen gestärkt hervorzugehen. -> Die Resilienz kann man trainieren/ stärken/ belastbarere Menschen Anlage oder Umwelt?Aktuelle Forschung legt nahe , dass bei Burnout, Depression und Resilienz eine genetischeAnlage sowie Umweltfaktoren zusammentreffen (Nature Nurture Diskussion ).Eine genetische Anlagen ( Prädisposition ) erhöht das Auftretensrisiko , was sich davonaber zeigt , ist von Einflüssen der Umwelt abhängig z.B . von Familie , Freunde , Schule,Ressourcen, Chancen). Die Stärkung der Resilienz ist eine wesentliche Maßnahme zur Prävention von Burnout. Verbesserungsstrategien: Ich kann es erst dann oder dann machen/ Ich kann keine PPP machen, aber ich mache es interaktiv
- Was ist Burnout: Definition, Kennzeichen, Messung. Burnout ist eine negative emotionale Reaktion auf die eigene Tätigkeit , die darausentsteht, dass ein Mensch längere Zeit einem stressvollen Arbeitsumfeld ausgesetzt ist. (Kennzeichen sind Erschöpfung, Unruhe und Anspannung , Gefühl verringerterEffektivität (Leistungsfähigkeit) und Motivation,Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen (Es funktioniert nicht/ innerer Antrieb= Ich muss das schaffen) und Verhaltensweisen. Kurz: Man benötigt deutlich mehr Engagement um Leistungsfähigkeit zu erhalten/ Man erhält sie nicht mehr. Genetisch bedint + umweltbedingt! Die entsprechende psychische Verfassung entwickelt sich nach und nach , sie kann beimbetroffenen Menschen aber lange unbemerkt bleiben. Intentionen und Berufsrealität driftenauseinander, ungünstige Bewältigungsstrategien werden im Burnout intensiver, sie wirkenaufrechterhalten und verstärkend.
- Beschreiben Sie Burnout nach dem Maslach Burnout Inventar (MBI, 1994). Emotionale Erschöpfung:Gefühl, emotional ausgebrannt, frustriert und erschöpft zu sein. EmotionaleAnforderungen sind dauerhaft größer, als die Ressourcen./ ausgebrannt und keine Energie Depersonalisation:Abstumpfen der Gefühle ggü . sich selbst und anderen. Im Extrembereich werdenMenschen als Objekte wahrgenommen, das eigene Gefühle bleibt bei Interaktionen unberührt./ sich nicht mehr richtig freuen können, alles friert ein Persönliche Leistungserfüllung:Positives Gefühl der Kompetenz, Leistungsfähigkeit und Stolz auf dieeigene Arbeit (Polung: niedrige persönliche Leistungserfüllung geht mit hohem Burnout einher)
- Wie entsteht Burnout? Enthusiasmus: -begeisterter Einstieg-hohe Anstrengungerforderlich-hohe Identifikation-Evtl. unrealistischeErwartungen Stagnation: -Es geht immer irgendetwas schief -Gefühl, nichts zubewegen-Zweifel an dereigenen Leistung-schwankendeArbeitsfreude-Rückzug, um sichzu schützen (innerer Rückzug: Möchte das Projekt hinwerfen) Frustration: -die Arbeit in Frage stellen-pessimistische Grundhaltung-Gefühl von Machtlosigkeit-ernste psychosomatische Beschwerden Apathie: -Resignation-Abstand von Freunden undKollegen-Arbeit lässteinen kalt-physischer und psychischer Kollaps (emotionale Abgeflachtheit)-Niedergeschlagenheit, Shlaglosigkeit, Angst-Stark reduzierte Leistungsfähigkeit
- Erklären Sie Burnout anhand des Beispiels einer Stationsleiterin im Krankenhaus. -Herausforderung: Tätigkeit nicht gerlent, soll Gruppe leiten -zunächst wird die Aufgabe nicht als Überforderung empfunden -erste Symptome: deutlich gereizter, alles zu viel: Schrifverkehr, Kinder -fortgeschrittener Zustand: Man kann nicht mehr Aufstehen/ Man fühlt sich leer
- Was macht man, wenn man erkennt, dass jemand Burnout hat? Wer sollte Ansprechen? Kollege oder Führungskraft? zu 1) -nicht ansprechen, wenn man damit überfordert ist (man muss sich selbst schützen) -nicht "Arbeit wegnehmen"; Fragen: Wie geht es dir? -externe Bereiche hinzuziehen, zB. Sozialarbeiter -keine Abwertung der Krankheit, ernst nehmen! -psychisch immer schwieriger als physisch/ Berührungsängste, da nicht greifbar/ nicht messbar, da man es nicht sieht zu 2) -Hier kann es zu Eskalationspotenzial kommen, aber es gibt kein richtig oder falsch.
- Was sind die Handlungsmöglichkeiten bei möglichem Burnout? GrundsätzlichPrävention, Aufbau von Stressbewältigungskompetenz und Erholungsfähigkeit, Aufbaugesundheitsförderlicher Unternehmenskultur Individuell-Strategien entwickeln, um stressverschärfende Gedanken zu erkennen-Antreiber / negative Handlungsspiralen / Bewertungs und Bewältigungsmuster erkennen), Nein Sagen lernen-Problemlösetechniken verbessern-Erholungsverhalten trainieren-Unterstützung suchen und annehmen Kollegen, Vorgesetzte und Organisation-Frühwarnsymptome erkennen, Beobachtungen im persönlichen Gesprächansprechen, Probleme nicht ignorieren , Burnout nicht stigmatisieren-Sich selbst zu gesunder Führung bilden, Rollenvorbild sein-Wissen zu Arbeitsgestaltung aufbauen, Unterstützungsangebote kennen-Selbstreflexion : Auswirkungen von Führungsverhalten
- Was unterscheidet Burnout und Depression? Burnout= getrieben durch: Ich will das schaffen Depression= Gedanken sind geprägt von Überforderung Faustregel zur Unterscheidung: Burnout: Prinzipiell lösbare Probleme , die nachvollziehbaren, zu veränderndenAuslösern folgen oft in Verbindung mit starken Glaubenssätzen wie „du darfst keineFehler machen“, Hilfe oftmals durch Arbeit an Glaubenssätzen und Veränderung derArbeitssituation Depression:Weniger klar Auslöser oder Umfeld zuzuordnen, meist längerfristigeKrankheit. Oft Ursprung in länger zurückliegender, nicht verarbeiteter Kränkung. Diesekann bearbeitet werden, sie ist aber nicht reversibel. Außenstehenden fällt das Verstehender Auslöser oft schwer Leitemotionen: Burnout: WutAngstKämpfen um Veränderung Depression: Melancholienicht enden wollende TrauerKampflosigkeit Exemplarische Gedanken zu Beginn der Therapie: Burnout: Wird in der Therapie intensiv genuggearbeitet , so dass ich bald wiederarbeitsfähig bin? Depression: Schaffe ich das überhaupt?Gibt es ausreichend Pausen? In der Endphase sind Burnout und Depression jedoch nicht mehr zu unterscheiden.
- Wozu dient Arbeitssicherheit? -Arbeitsschutz soll Gefährdung und Schädigung von Personen durch Arbeit verhindern-Durch Arbeitsschutzmaßnahmen ist die Zahl von Arbeitsunfallrenten seit 1965 konstantgesunken. Grafik: neue Arbeitsunfallrenten in Tsd. vs Neue Arbeitsunfallrenten je 1000 Vollarbeiter von 1960 bis 2015. Ergebnis: Neue Arbeitsunfallrenten sinken von 95.000 im jahr 1960 auf 16.113 im Jahr 2015. Zwischndurch gibt es minimale Schwankungen. In den jahren 90- 95 gibt es verstärkte Schwankungen. Grund: ab 91 mit Daten aus den neuen Bundesländern. Neue Arbeitsunfallrenten je 1.000 Vollarbeiter sinken von 39 auf 0,4.
- Unterscheiden Sie Verhaltensprävention, Verhältnisprävention und unternehmensweite Programme (Gesundheit und Sicherheit: Verhalten, Verhältnis und Organisation). Verhaltensprävention: -Einstellungsänderung-Änderung von Copingstilen-Änderung vongesundheitsschädlichemVerhalten-Zeitmanagementtraining-Entspannungstraining-Rückenschule (zahlt auch auf psychische Gesundheit ein) Verhältnisprävention: -Veränderung derLebensbedingungen-Veränderung derArbeitsbedingungen-Änderung derArbeitsinhalte-Änderungen derArbeitsabläufe unternehmensweite Programme: -Arbeitsplatzbegehungen-Gesundheitszirkel-Fehlzeitenanalye-integriertes betrieblichesGesundheitsmanagement (auch im Team mit der Führungskraft besprechen, bevor es ein akkutes Thema wird)
- Erläutern Sie Verhältnis- und Verhaltensprävention am Beispiel Fertigungsbereich. Veränderung der Arbeitsverhältnisse: Methoden derUnfallverhütung Beseitigung der Gefahr -> Meist technische Veränderung desArbeitsplatzes, die Schäden unmöglich macht.Z.B. Nutzen niedrigerer Steuerspannung Trennung oder Beseitigung der Gefährdung -> Handlungsbereichevon Mensch und Maschine werden getrennt Z.B. Automatisierengefährlicher Arbeitsabläufe z.B.Schutzzaun Abschirmung oder Verringerung der Gefährdung-> Abschirmung des Benutzers von denGefährdungsbereichen der Maschine Z.B. Schutzgitter vor beweglichen Teilen Veränderung des Arbeitsverhaltens: Anpassung an die Gefährdung-> Training sicherheitsrelevanten Verhaltens ,damit der Benutzer angemessen handelt Z.B.Sicherheitseinweisungen/ Ich weiß, dass es hier gefährlich ist
- Erläutern Sie die Risikobeurteilung in der Verhaltensprävention. Erkennen von Risiken: -Signalisierung/ Wahnungen -eindeutige Kodierung-genügend Vorwarnzeit-signalisierte Handlungsfolgen -> Beurteilen von Risiken: Es wird heiß, Strahlung etc. -> Anpassung des Arbeitshandelns: -Gefahrenbereich vermeiden-sich schützen-möglichst kurzer Aufenthaltim Gefahrenbereich -> Typische Fehler/ Beim Beurteilen von Risiken: Fehleinschätzung/Nichtbeachtung von-Schwelle : Wahrnehmung kleiner Schädigungspotenziale (zu laute Geräusche)-Routine : Häufige Tätigkeit sausführung , lange Dauer-Kontrollierbarkeit der Situation-Zeitdruck : Risiken in Kauf nehmen , um Abkürzungen zu nutzen (unterschätzung des Risikos)-Rollenstandards : Rollenmodelle / w as wird vor gelebt-Individuelle KomponentenAlter , Fähigkeiten, Persönlichkeitsfaktoren , Locus of Control-Privates und berufliches Umfeld: wirkt verstärkend oder mildernd
- Erläutern Sie Konzepte und Förderung der Arbeitssicherheit (Verhältnisprävention) -Sicherheitsanalysen (Wie kann man Verhältnisse ändern?) : Systematische Analysevon Gefährdungspotentialen (zB. Lärm, Hitze, Abgase)/ Beispiel: Begehung -> Sicherheitsanalysen können auch psychisch sein -Sicherheitskultur : Etablierung von Normen,Werten , Verantwortlichkeiten und Prozessen fürsicheres Arbeiten. Neu: Etabierung einer ‚ Fehler-Lern-Kultur (Wenn eine entsprechende Gefährdung besteht, wird diese auch ernst genommen) -Systemsicherheit : Latente Fehler ausschalten ,die durch Kombination von Fehlern undfehlenden Sicherheitsbarrieren entstehen(s. Unglück der Herald of Free Enterprise) -Incident Reports : Systematisches Berichten undAuswerten von Vorfällen , die zu Unfällen hättenführen können -Standardisierung von Abläufen und systematischeNutzung von Checklisten (siehe Luftfahrt)/ physisch und psychisch (schwieriger); Müssen im Unternehmen alle 2 Jahre durchgeführt werden. -Training von Zwischenfällen : Führungskräfte imUmgang mit seltenen Ereignissen schulenEinstellungen , Wahrnehmungen , Problemlösestrategien Teamarbeit , Stressbewältigung
- Erläutern Sie den Leitfaden für eine Fallanalyse zum Thema Arbeitssicherheit. (siehe Beispiel Skript/ Kapitel 2). 1. Situationsbeschreibung (Wie Headline in der Zeitung)-Beschreiben Sie die Situation zusammenhängend mit den aus Ihrer Sicht wesentlichenPunkten (i.d.R. 5 7 Sätze).-Was ist passiert? Zeit, Ort, Kontext, Beteiligte etc.-Fassen Sie sinnvoll zusammen, statt alle Fakten aufzulisten 2. Was sind die dahinterliegenden Probleme?-Welche Probleme sehen Sie aufgrund der gegebenen Informationen? WelcheProbleme sehen Sie darüber hinaus im Zusammenhang?-Unterscheiden Sie klar zwischen Fakten, subjektiver Schilderung und Annahmen-Sie können begründete Annahmen treffen, aber nicht losgelöst vom Fall spekulieren ACHTUNG: Sprache beachten. ... das sind Indikatoren für/....das lässt vermuten, dass/....daraus könnte man die Annahme schließen, dass.... 3.Lösungen und Handlungsalternativen generieren-Wie sieht Ihre Lösung aus? Was soll erreicht werden?-Was ist konkret zu ändern und durch wen? Auf welchen Ebenen?-Welche Widerstände und Herausforderungen erwarten Sie?-Ihre Vorschläge sollten strukturiert, priorisiert und begründet sein 4. Theoriebezug/ Beziehen Sie Ihr A&O Wissen auf die Fallbearbeitung-Benennen Sie für den Fall relevante psychologische Theorien und Methoden aus derVorlesung und ggf. darüber hinaus Wichtig: kurz, konkret und klar, keine AllgemeinplätzeZeigen Sie Ihre Expertise: Gelerntes auf den Fall beziehen