58

Management Basics (Subject) / Management Basics Holger Stein (Lesson)

Management Basics

This lesson was created by Yuekseltoprak.

Learn lesson

Advertisement
  • Geschäftsideen + Geschäftsmodell Geschäftsideen können durch verschiedene Möglichkeiten gefunden und geprüft werden. Verfahren zur Prüfung sind z.B. das Scoringverfahren oder die Wirtschaftlichkeitsanalyse. Ein Geschäftsmodell ist die Beschreibung des Aufbaus eines Geschäfts. Sie enthält insbesondere den Kundennutzen, die Form der Wertschöpfung und ein Ertragsmodell.
  • Entrepeneurship Entrepeneurship steht für Unternehmertum. Ein Unternehmer ist daher ein Entrepreneur. Zu Erwähnen ist das Intrapreneurship. Ein Modell zur Unternehmensorganisation, bei dem die Mitarbeiter innerhalb des Unternehmers selbst wie Unternehmer agieren. Dies erhöht die Selbstständigkeit, jedoch auch das Burnout-Risiko. (Nicht jeder Mensch ist ein Unternehmertyp.)
  • Schumpeters "Schöpferische Zerstörung" Josef A. Schumpeter beschrieb das Konzept der schöpferischen Zerstörung. Es besagt das es ganz natürlich ist, wenn Unternehmen auch wieder vom Markt verschwinden.
  • Unternehmenslebenszyklus Der Lebenszyklus eines Unternehmens besteht aus Einführung, Wachstum, Reife und Sättigung. In der Phase des Wachstums gibt es i.d.R. einen "Break Even Point". Dies ist der Punkt an dem Kosten und Gewinn in etwa gleich sind.
  • Fixkostendegression (Kostenverläufe) Als Fixkostendegression bezeichnet man den Verlauf der Kurve von Fixkosten pro Stück bei einer steigenden Produktionsmenge. Umso mehr Einheiten produziert werden, umso kleiner wird der Anteil der Fixkosten am einzelnen hergestellten Stück. Dies wird in einer (zum Nullpunkt hin) gebogen, abfallenden Kurve im Diagramm (mit Kosten und Menge) gut sichtbar. Wichtig zum Lesen der Diagramme ist, das Stückkosten mit einen kleinen "k" dargestellt werden. Kosten im Ganzen oder monatlich aber mit einem großen "K". Variabel, fix und gesamt werden außerdem mit "v", "f" und "g" abgekürzt. "kv" steht also für die variablen Kosten pro Stück (z.B. Kosten von Schrauben pro Tisch). "Kf" bedeutet fixe Kosten (z.B. Mietkosten der Lagerhalle). Die Menge wird meist mit "m" dargestellt.
  • Delphi Methode Die Delphi-Methode beschreibt ein Konzept der Geschäftsideenfindung oder -prüfung (oder allgemein zur Erstellung von Prognosen) durch mehrstufige Expertenbefragungen. Dabei erstellen und bewerten Experten die Thesen der anderen in einem anonymisierten Verfahren gegenseitig.
  • Scoringverfahren Das Scoringverfahren beschreibt ein Verfahren zur Prüfung einer Geschäftsidee und deren Bestandsfähigkeit am Markt. Dabei wird die Geschäftsidee im Hinblick auf einzelne Aspekte betrachtet und diese werden dann über ein Punktesystem bewertet. Die einzelnen Bewertungen werden dann zu einer Gesamtbewertung zusammengefast, welche die Qualität der Geschäftsidee widerspiegeln soll. Das Scoringverfahren bietet jedoch auch viele Nachteile. So sind die einzelnen Aspekte meist willkürlich gewählt und die Probleme der Skalenbewertung kommen zum Tragen. Kri=k am Scoring-Verfahren (Folie 51)   Kriterienkatalog nicht immer vollständig und prakCkabel   Kriterien nicht immer unabhängig voneinander   Auswahl der Kriterien meist auf Zufallsbasis   Probleme der Skalenbewertung kommen zu tragen   Beurteilung der Kriterien erfolgt durch Experten nicht immer risikoneutral   Grundsätzlich ist diese Entscheidungsrndung problemaCsch (Höchste Punktzahl entscheidet)   Minimum-Punktzahl- Entscheidung mag besser erscheinen   QualitaCve Kriterien sollten hinzugefügt werden   Bei geringen Unterschieden im Punktergebnis kann die Beurteilung einer AlternaCve schwierig werden   Nachfolgende Analysen unter Einsatz weiterer Instrumente sind notwendig!
  • Deckungsbeitrag Es gibt den Deckungsbeitrag1 und den Deckungsbeitrag2. Im Deckungsbeitrag1 wird der Umsatz (also Menge x Preis) lediglich mit den variablen Kosten verrechnet. Der Deckungsbeitrag2 verrechnet variable UND fixe Kosten mit den Umsatz. Im operativen Geschäft für Einzelfälle sollte zumindest der Deckungsbeitrag1 gedeckt werden, langfristig sollte der Deckungsbeitrag2 erfüllt ein.
  • Warum gibt es Unternehmen? Unternehmen gibt es aus mehreren Gründen: Als ökonomische Verkörperung und Schnittstelle der Geschäftsidee zum Markt. Als Verbund der einzelnen Teile einer Firma (Beschaffung, Produktion, Vertrieb, ect.). Als Geldmaschine. Als unabhängige Verkörperung von den (wechselnden) Geschäftsinhabern. Als Verkörperung eines "guten Bürgers".
  • Teambildung (Vor- und Nachteile) Gründen mehrere Unternehmer gemeinschaftlich ein Unternehmen, so ist dies eine Teambildung. Eine Teambildung hat viele Vorteile. So können einzelne Stärken sich ergänzen und Schwächen ausgeglichen werden. Außerdem entsteht ein Klima der gegenseitigen Motivation und das Risiko eines Totalausfalls des Unternehmens ist geringer. Es gibt jedoch auch Nachteile. Entscheidungsprozesse dauern tendenziell länger und sehr homogene Teams neigen zur Einseitigkeit. Auch ist ein Team anfälliger für zwischenmenschliche Störungen (wie Mobbing).
  • Advertisement
  • Kompetenzarten Es gibt 4 Kompetenzarten, die für den Betrieb eines Unternehmens wichtig sind. Die fachliche Kompetenz beschreibt die Fähigkeit und das Wissen im fachlichen Bereich des Unternehmens. Die personelle Kompetenz beschreibt Fähigkeiten im Umgang mit sich selbst, also wie die Selbst-Organisation oder die Disziplin. Die soziale Kompetenz beschreibt die Qualität im Umgang mit anderen Menschen, also die Teamfähigkeit, die Führungs- und Überzeugungskraft und ähnliches. Die methodische Kompetenz beschreibt die Fähigkeit, mit neuen Sachverhalten umzugehen, Informationen zu beschaffen und allgemein methodisch vorzugehen.
  • Businessplan charakterisieren können Der Businessplan ist ein Arbeitspapier, das mehrere Funktionen im Zusammenhang mit dem erdachten Geschäftsmodell hat. Zum Einen soll er den Unternehmer zwingen, sein Geschäftsmodell gründlich zu durchdenken und zu planen, vor Allen in Art und Weise der Finanzierung und Finanzierbarkeit und später als Controlling-Instrument während der Geschäftstätigkeit. Zum Anderen dient ein gut durchdachter Businessplan auch als Mittel potenzielle Geldgeber für die eigene Geschäftsidee gewinnen zu können. Dabei sollte er in erster Linie verständlich geschrieben und klar strukturiert sein. Er sollte einen Umfang von 30 Seiten nicht überschreiten. Der Businessplan sollte dazu folgende Abschnitte enthalten:"Management Summary" (eine Zusammenfassung von Geschäftsidee, Branche, Finanzierungsphase und Kapitalbedarf), "Unternehmen" (das Unternehmensprofil, Besitzverhältnisse - wem gehört was, Unternehmensziele),"Produkte, Anwendung & Herstellung" (Kundennutzen, Wettbewerbsvergleich, Herstellung, Kosten und Preise),"Markt & Wettbewerb" (Umfeld, Zielgruppe, Strategie),"Marketing & Vertrieb" (4P-Marketing Mix),"Management & Organisation" (Management, Humankapital und Organisationsform (Mehrlinien-, Stablinien-, usw.)) "Finanz-/Dreijahresplanung" (Investitionen, Betriebsmittelbedarf, Liquiditäts-, Marketing- und Entwicklungsplanung) "Chancen und Risiken" (Szenario-Analyse) und"Finanzbedarf" (Summe aus Finanzplanung, Aufteilung in Eigen- und Fremdkapital).
  • Produktionsfaktoren der BWL nach Gutenberg Es gibt Produktions- und dispositive Faktoren. Produktionsfaktoren sind die Faktoren, die direkt mit der Produktion, der Wertschöpfung zu tun haben. Dies sind in der primären Form: Werkstoffe, Arbeitsmittel und Arbeit. Auch Rechte zählen mittlerweile ergänzend als Produktionsfaktor. Dispositive Faktoren sind unterstützende Faktoren, wie Organisation, Leitung und Planung.
  • Market Based View vs. Resourced Based View Market Based View (MBV) und Resourced Based View(RBV) sind beides Formen der strategischen Planung eines Unternehmens. Sie unterscheiden sich jedoch im zugrundeliegenden Konzept. MBV richtet die Sicht auf den Markt und sucht nach Geschäftsmöglichkeiten. Damit ist MBV eine eher reaktive Planungsweise. RBV sichtet das Augenmerk bei der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten auf die eigenen Stärken des Unternehmens und dessen Vermarktungsmöglichkeit. Dies enthält das Konzept der "Kernkompetenzen". Per "Strategische Planung" wird sich dann für eines der Konzepte, oder eine Mischform entschieden, um den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern.
  • Kernkompetenzen Kernkompetenzen sind die Kompetenzen, die für die Geschäftsmöglichkeit besonders wichtig sind. Die aus Kernkompetenzen gebildeten Ressourcen begründen einen Wettbewerbsvorteil, wenn sie: möglichst selten oder einzigartig, nicht ersetzbar (substituierbar) und nicht imitierbar sind.
  • Begriff Strategie Strategie ist der Weg, um die Ziele des Unternehmens zu erreichen. Dabei werden bestimmte Voraussetzungen angenommen und die Mittel Produkt, Markt und Ressourcen verwendet. Strategien sind zukunftsbezogen, legen die Geschäftsfelder des Unternehmens fest und beziehen sich auf die Konkurrenz.
  • Planungsbegriff (strategisch/operativ) Geplant werden kann auf der strategischen (unternehmensglobalen) Ebene und auf der operativen. Strategisch geplant wird: auf Ebene der Geschäfts/Konzernführung, langfristig, antizipativ (also vorwegnehmend), mit geringem Detailgrad und Potenziale werden entwickelt. Operativ geplant wird: im Tagesgeschäft, von der Werksleitung, kurzfristig, reaktiv, mit hohem Detailgrad und Potenziale werden verwendet.
  • Aufgaben und Grenzen der Planung Die Planung dient zur Erfolgssicherung, zur Erkenntnis von Risiken und Potenzialen, sowie der Umsetzung der Strategie. Die Planung stößt an Ihre Grenzen, bei unerwartbaren Gesetzes- und Marktänderungen, innerbetrieblichen Widerständen und bei der übermäßigen Planung.
  • Wertkettenanalyse Bei der Wertkettenanalyse werden die Abteilungen einer Firma als Wertschöpfungsprozess dargestellt, um mögliche Wettbewerbsvorteile besser erkennen zu können. Dabei werden die primären Aktivitäten des Unternehmens zur Eingangslogistik, Verarbeitung, Ausgangslogistik, Vertrieb und Kundenservice hintereinander gestellt und von den sekundären Aktivitäten, wie Geschäftsführung, Personalwesen, IT begleitet. Man verwendet hierbei das Modell der "Wertschöpfungskette nach M. Porter".
  • SWOT-Analyse Die SWOT-Analyse ist ein Modell zur Analyse des eigenen Unternehmens und des Marktes. SWOT steht dabei für (S)trong - worin sind wir stark, (W)eakness - wo liegen unsere Schwächen, (O)pportunities - wo gibt es Geschäftsmöglichkeiten und (T)hreads - wo drohen Risiken. Die SWOT-Analyse bietet keine Lösungen auf Fragen, gibt jedoch wichtige Denkanstöße.
  • Grundlegende Strategien Es gibt 3 grundlegende Strategien die, man zur Führung seines Unternehmens verwenden kann. Diese wären die Kostenführerschaft (ein Produkt mit den möglichst geringsten Kosten im Vergleich zum Wettbewerb herzustellen), die Differenzierungstratiegie (sich durch besondere Qualität oder Service von der Konkurrenz abheben) und die Nischenstrategie (ein unbesetztes Nischensegment am Markt finden und besetzen).
  • Unterscheidung von Gütern (Holbrock-Howard) Güter lassen sich im Allgemeinen in 5 verschiedene Rubriken unterteilen. Diese sind Convenience Goods (geringes Kundeninteresse, geringer Erklärungsbedarf, wie Kugelschreiber oder Papiertaschentücher). Preference Goods (höheres Kundeninteresse, geringer Erklärungsbedarf, z.B. Bücher, CDs). Shopping Goods (höheres Kundeninteresse, höherer Erklärungsbedarf, wie TV-Geräte). Specialty Goods (höchstes Kundeninteresse, höchster Erklärungsbedarf, z.B. Immobilien). Unsought Goods (nicht beworbene Artikel, wie Gradsteine oder Rollstühle).
  • Marketing Mix (4P) Bei Marketing Mix (die 4 "P") wird ein Mix aus 4 Marketingstrategien in konkrete Aktionen umgesetzt. Das sind Produktpolitik (Produkt), Preispolitik (Price), Distributionspolitik (Place) und Kommunikationspolitik (Promotion).
  • Marketing Mix (4P) Bei Marketing Mix (die 4 "P") wird ein Mix aus 4 Marketingstrategien in konkrete Aktionen umgesetzt. Das sind Produktpolitik (Produkt), Preispolitik (Price), Distributionspolitik (Place) und Kommunikationspolitik (Promotion). Mehr dazu im Skript von Teil 1
  • Aufgaben der Produktpolitik Die Produktpolitik beschäftigt sich mit dem Teil des Marketing, das über das Produkt abläuft. Dazu gehören tangible (berührende) Elemente wie die Verpackung und auch intangible Elemente wie Beratung und Garantie. Außerdem läuft die Produktpolitik über das Alleinstellungsmerkmal des Produkts gegenüber der Konkurrenz, über Produktvariationen, Produktinnovationen und Produktlimitationen.
  • Preisabfolgestrategien Bei der Preispolitik werden Marketingaktionen über den Preis bestimmt. Hier gibt es im wesentlichen 2 Strategien. Die Skimmingmethode, bei der zuerst ein hoher Preis angesetzt wird, der dann nach und nach reduziert wird. Und die Penetrationmethode, bei der zuerst ein niedriger Preis angesetzt wird, bis genügend Kundeninteresse geweckt ist, damit der Preis erhöht werden kann.
  • Wahl des Vertriebsweges (Kriterien) Die Distributionspolitik, bestimmt, über welchen Weg das Produkt verkauft wird. Es kann ein eigener Vertrieb oder ein fremder Vertrieb stattfinden. Diese Wahl wird nach Art und Exklusivität des Produkts getroffen. Während Autos noch über einen eigenen Vertrieb verkauft werden können, ist dies bei Schokoriegeln eher schwierig. Vertrieb kann über mehrere Kanäle (Geschäft, Internet, ect.) erfolgen. Welche Vertriebsformen und -wege gewählt werden, sollte nach Produktart, Kundenerwartung und auch Konkurrenzbezogen entschieden werden.
  • Elemente der Absatzförderung "Wer + sagt was + wodurch + wem = Wirkung" entspricht "Kommunikator + Botschaft + Medium + Empfänger = Wirkung". Die Absätze können gefördert werden durch Werbung (in den Medien), durch Verkaufsförderung (auf Messen) und durch Public Relations (Unternehmensnachrichten).
  • Bestimmung der Höhe des Werbebudgets Die Höhe des Werbebudgets richtet sich nach den zu erreichenden Zielen des Marketings, den Werbemaßnahmen der Konkurrenz, den Eigenschaften des Produkts und dessen Anteil am normalen Leben der Zielgruppe, den verwendeten Medien und den Marktanteil, den das Unternehmen bereits hat.
  • Aufgaben der Organisation Ein Unternehmen wird organisiert, um die Transparenz zu erhöhen und damit Übersicht zu schaffen, durch konkrete Arbeitszuweisungen verbessern die Wiederholungen auch die Qualität der Abteilungen und nutzt deren Potential besser, Arbeiten werden standardisiert und die Kontrollmöglichkeiten werden erhöht.
  • Advertisement
  • Aufbau- und Ablauforganisation Die Aufbau-Organisation spiegelt den Aufbau der Unternehmenshierarchie wieder. Aufgabengebiete werden zusammengefasst und an einzelne Abteilungen vergeben. Die Ablauforganisation legt fest in welcher zeitlichen Reihenfolge die Abteilungen eines Unternehmens an der Wertschöpfung bzw. dem Produktionsprozess beteiligt sind.
  • Leitungssysteme (Einlinien-/Mehrlinien) Im Einlinien-Leitungssystem unterstehen einer übergeordneten Stelle mehrere untergeordnete Stellen. Diese sind wiederum übergeordnete Stellen für weitere untergeordnete Stellen. Das System ist also streng hierarchisch aufgebaut und einem militärischen System sehr ähnlich. Dieses System hat eine klare Kompetenzregelung. Verfügt jedoch die Hierarchie über zu viele Ebenen, werden die Informations- und Weitergabewege sehr lang. Dies verzögert die Reaktionszeit und verlängert die Zeit zur Ausführung von Anweisungen. In einem Mehrliniensystem werden diese Nachteile durch zusätzliche Querverbindungen teilweise ausgeglichen. Zu viele zusätzliche Querverbindungen vergrößern jedoch die Gefahr widersprüchlicher Anweisungen durch unterschiedliche übergeordnete Stellen, auch sind Kompetenzen in solch einem System nicht immer eindeutig geklärt. Bei größeren Unternehmen mit Einliniensystem beginnt dieses meist erst ab der zweiten Ebene, da die Komplexität der Aufgaben so groß werden kann, das sich diese nur von Teams fachlich bewältigen lassen. Mehrliniensysteme werden auch als Funktionalsysteme bezeichnet, wenn die Abteilungen nach Funktionen gegliedert sind und Anweisungen zu Ihrer Funktion von mehreren Stellen entgegennehmen können.
  • Formen der Primärorganisation Ein Unternehmen kann nach verschiedenen Organisationsstrukturen unterteilt sein. So sind Aufteilungen in Bezug auf die Funktion, die Produkte, des Marktes und des Kundenkreises möglich. Auch die Struktur kann unterschiedlich bestimmt werden. So ist neben der Einlinien- und Mehrlinienorganisation auch eine Matrix-Organisation oder eine ergänzende Stablinienorganisation möglich. Letztes besitzt keine Weisungsbefugnis und steht den Abteilungen der Primärorganisation nur beratend zur Seite.
  • Merkmale einer Projektorganisation Eine Projektorganisation bezieht sich immer auf ein eindeutiges Projekt und ist dadurch zeitlich begrenzt und einmalig. Oft arbeiten mehrere Abteilungen im Team an diesem Projekt. Die Projektarbeit ist auch von anderen Projekten klar abgrenzbar.
  • Bedeutung der Liquiditätsplanung Liquiditätsplanung ist die Antwort auf die Frage: Wann werden welche Zahlungen fällig. Mangelnde Liquidität ist eine der häufigsten direkten Ursachen für eine Insolvenz. Zu hohe Liquidität haben Rentabilitätseinbußen zur Folge.
  • Liquiditätsgrade und Window Dressing Es gibt 3 Liquiditätsgrade, die sich mit der kurz, mittel und langfristigen Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens beschäftigen. Der 1. Liquiditätsgrad stellt das Verhältnis zwischen den kurzfristigen Verbindlichkeiten und den liquiden Mitteln dar (lm/kv). Der 2. Liquiditätsgrad verwendet zur Berechnung noch die kurzfristigen Forderungen, also liquide Mittel, die demnächst eingehen werden (lm+kf)/kv. Der 3. Liquiditätsgrad verwendet zusätzlich die Vorräte zu Berechnung. Der 2. Liquiditätsgrad sollte mindestes 1.0 (100%) und der 3. Liquiditätsgrad mindestens 2.0 (200%) betragen. "Window Dressing" nennt man Techniken, um die Bilanz zu verschönern. Da eine Bilanz eine stichtagsbezogene Auswertung ist, kann zum Beispiel vor dem Stichtag ein Kredit aufgenommen werden, der nach dem Stichtag zurückgezahlt wird.
  • Aufbau einer Bilanz Die Bilanz enthält die Bereiche "Aktiva" (meist links) und "Passiva" (meist rechts dargestellt). Sie ist eine stichtagsbezogene Momentaufnahme, die einen finanziellen Querschnitt durch das Unternehmen darstellt. Die Aktiva zeigt auf wie die Mittel des Unternehmens verwendet wurden (das aktuelle Betriebsvermögen wie Maschinen, oder Umlaufvermögen, wie Produktionsstoffe). Die Passiva zeigt die die Herkunft der Mittel an, also das Eigen- und Fremdkapital das zur Zeit existiert.
  • Funktionen einer Bilanz Die Bilanz dient zur Übersicht und Kontrolle. Sie ist in einer Handelsgesellschaft gesetzlich vorgeschrieben. Neben der Informations- und Kontrollfunktion besitzt die Bilanz auch eine Sicherungsfunktion, die die drohende Insolvenz durch Liquiditätsprobleme aufzeigen kann. Insofern keine Window Dressing Techniken zur Verschönerung der Bilanz angewendet werden.
  • Rentabilitätskennziffer Über verschiedene Rentabilitätskennziffern kann die Rentabilität der Mittel bestimmt werden. Die Eigenkapital- Rentabilität errechnet, über Jahresergebnis/Eigenkapital(+stille Reserven), die Rentabilität des Eigenkapitals aus. Die Fremdkapital-Rentabilitats wird errechnet über Fremdkapitalzinsen/Fremdkapital. Die Gesamtkapitalrentabilität errechnet sich über (Jahresergebnis+Fremdkapitalzins)/(Gesamtkapital(+stille Reserven)). Die Betriebsrentabilität mit Betriebsergebnis/Betriebsnotwendiges Vermögen. Die Umsatz-Rentabilität1 kann über das Betriebsergebnis/ Umsatzerlöse und die Umsatzrentabilität2 über das Jahresergebnis/Umsatzerlöse errechnet werden.Mehr dazu im Skript von Teil 1 ab Seite: 119
  • Szenario-Analyse Bei der Szenario-Analyse werden Fakten zusammengetragen, um einen Trichter an möglichen Szenarien zu kreieren. Umso weiter in die Zukunft extrapoliert wird, umso größer wird der Trichter möglicher Szenarien. Meist wird ein Best- und ein Worst-Case-Szenario für die seitlichen Abmessungen des Trichters verwendet. Das Szenario, das in der Mitte des Trichters liegt, wird als Trendszenario bezeichnet. Leider sind in der Regel die zusätzlichen Informationen, die man hierdurch erhält, praktisch oft von geringerem Nutzen als der Aufwand den man durch das Zusammentragen der nötigen Informationen hat.
  • Unterscheidung Investition + Finanzierung Eine Investition ist eine Auszahlung, auch mehrere wiederkehrende Auszahlungen sind möglich. Also eine Kapitalverwendung. Eine Finanzierung ist eine Kapitalversorgung mit z.B. Fremdkapital. Finanzierungen sollen Investitionen ermöglichen.
  • Finanzwirtschaftliche Entscheidungskriterien Man muss immer zwischen Liquidität, Rentabilität und Sicherheit entscheiden. Hohe Liquidität verringert die Rentabilität, erhöht jedoch die Sicherheit. Hohe Rentabilität bringt also die geringe Sicherheit. Welche Werte Priorität haben sollten unterliegen der Einstellung des Unternehmers.
  • Finanzierungsarten (Innen, Außen, Eigen, Fremd) Finanziert werden kann ein Unternehmen mit Eigen- und/oder Fremdkapital. Wird in das Eigenkapital eines Unternehmens investiert, so ist dies eine Beteiligungsfinanzierung in Form einer Außenfinanzierung. Die Fremdfinanzierung über Kredite ist ebenfalls eine Außenfinanzierung. Die Finanzierung aus Gewinnen und Rückstellungen gilt als Innenfinanzierung. Nur die Finanzierung durch Kapitalfreisetzungen (z.B. der Verkauf von Betriebsvermögen), kann als Außen-, wie Innenfinanzierung gesehen werden.
  • Bedeutung des Eigenkapitals Das Eigenkapital (EK) ist das Vermögen das ein Unternehmen selbst besitzt. Umso höher die Eigenkapitalquote, umso unabhängiger ist das Unternehmen vom Finanzmarkt. Es ist i.d.R. für eine Unternehmensgründung erforderlich. Außerdem ist Eigenkapital hilfreich um Fremdkapital zu erhalten. Eine zu geringe Eigenkapitalquote gilt als Krisenindikator. Eigenkapital schützt das Unternehmen außerdem in Krisenzeiten und ist Basis für langfristiges Wachstum. Wer Anteile am Eigenkapital hat, gilt als Miteigentümer und hat auch Anteile am Unternehmen. Der Eigenkapitalgeber haftet deshalb zumindest in Höhe der seiner Einlage.
  • Merkmale der Kreditfinanzierung Eine Kreditfinanzierung gilt als Fremdkapital. Die Rückzahlung erfolgt später, wodurch meist Zinsen erhoben werden. Es gibt kurzfristiges Fremdkapital (max 1 Jahr), mittelfristiges Fremdkapital (1-4 Jahre) und langfristiges Fremdkapital (mehr als 4 Jahr). Kreditgeber müssen nicht nur Banken sein, auch Lieferantenkredite (der Zahlungsverzug zwischen Lieferung der Ware und der Bezahlung) gilt als Kredit. Auch Vorkassezahlungen von Kunden können als Kredit angesehen werden. Neben Geldkrediten sind auch Sachkredite möglich.
  • Informationsquellen über die Kreditwürdigkeit Die Kreditwürdigkeit kann mit und ohne Beteiligung des Unternehmern geprüft werden. Eine Kreditwürdigkeitsprüfung mit Beteiligung ist zum Beispiel über den persönlichen Eindruck des Unternehmers, den Businessplan und eine Betriebswirtschaftslichtkeitsanalyse möglich. Ohne Beteiligung können Kreditscoring-Unternehmen, Pressetexte, Branchen/Unternehmensvergleiche und der Jahresabschluss und die Bilanz verwendet werden.
  • Factoring Beim Factoring verkauft ein Unternehmen Forderungen an eine Factoringgesellschaft. Die Factoringgesellschaft stellt dann dem Unternehmen den Wert der Forderung, mit einem bestimmten Abzug wegen des Risikos, direkt zur Verfügung. Dies geschieht i.d.R. mit vorheriger Prüfung der Forderung. Der neue Gläubiger der Forderung ist dann die Factoringgesellschaft. Für das ursprüngliche Unternehmen bedeutet dies einen schnellen Zufluss liquider Mittel.
  • Leasing Leasing ist dem Mieten sehr ähnlich. Es bedeutet die Überlassung des Nutzungsrechts einer Sache. Das Eigentum wird jedoch nicht übertragen. Geleast werden kann direkt beim Hersteller dieser Sache, oder über ein Leasing Unternehmen.
  • Phasen des Konsums Die Phasen des Konsums sind nach der Bedürftigkeit an Waren geordnet. Die 1. Phase ist "der Kampf ums Überleben". Waren werden gekauft, weil sie für das Überleben absolut nötig sind. Die 2. Phase ist "die Entdeckung der Qualität", das Überleben ist gesichert und man kauft nun z.B. "ein schönes Stück Fleisch". Die 3. Phase ist "der Wunsch nach Bequemlichkeit". Die Nahrung (z.B. Fertigpizza) sollte möglichst wenig Aufwand bis zum Verzehr benötigen. Die 4. Phase ist "die Sehnsucht nach Individualisierung". Produkte sollten individuell für einen gefertigt werden (Wunschmüsli), oder man möchte einige Phasen der Zubereitung selbst durchführen können (z.B. selbstgepresster O-Saft). In Deutschland sind eher die Phasen 3 und 4 vorrangig. In Entwicklungsländern eher die Phasen 1-3.
  • Verkäufermarkt und Käufermarkt Nach dem zweiten Weltkrieg in Deutschland, gab es einen Verkäufermarkt. Die Bedürfnisse der Bevölkerung waren so ausgeprägt, das diese kaufte was möglich war. Verkäufer mussten kaum Marketing betreiben und konnten Ihre Waren problemlos verkaufen. Es gab einen Nachfrageüberhang und ein knappes Produktangebot. Die Strategie der Wirtschaft war, Stückzahlen erhöhen, Kosten senken und Standards setzen. Heute hat sich der Verkäufermarkt in einen Käufermarkt gewandelt. Die Nachfrage ist gesättigt und es herrscht ein Übermaß an verfügbaren Produkten. Heute liegt die Strategie auf dem Marketing und der Segmentierung des Marktes. Kundenorientierung und Konkurrenz haben heute eine deutlich höhere Bedeutung als früher.