Selbstinstruktionstraining nach Meichenbaum bei Kindern- und Jugendlichen
1) hilfreich zur Bewältigung angsterregender Situationen, 2) zur Wut- und Ärgerkontrolle, 3) zum Kommunikations- und Problemlösetraining durch Erlernen von Selbstverbalisationen
Habit-Reversal-Training
Reaktionsumkehr hilfreich bei automatisierten, nicht bewusst ablaufenden Verhaltensweisen, z.B. Tics, Daumenlutschen, Nägelbeißen, Nasebohren, Trichotillomanie
Elterntraining
dienen der Psychoedukation der Eltern und Erarbeitung von Strategien zur Verbesserung der Kommunikation und des Problemlöseverhaltens und Umsetzung klarer Regeln
Verhaltenstherapeutische Techniken für Kinder und Jugendliche
bei Substanzmissbrauch
KonfrontationsverfahrenSelbstsicherheitstrainingkognitive Umstrukturierung
Verhaltenstherapeutische Techniken für Kinder und Jugendliche
bei Anorexie/ Bulimie
operante Verfahrenin-vivo-DesensibilisierungSelbstsicherheitstrainingkognitive Umstrukturierung
Verhaltenstherapeutische Techniken für Kinder und Jugendliche
bei kindlichen Essstörungen (s.frühe Regulationsstörungen)
Konfrontationsverfahrenkognitive UmstrukturierungSchlafstörungenStimuluskontrolleEntspannungsverfahren
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Stottern
technische VerfahrenSelbstkontrolleEntspannungsverfahrenSelbstsicherheitstraining
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Stereotypien
Reakionsumkehr (Habit-Reversal)
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Zwangserkrankungen
(nicht)graduierte Konfrontation mit Reaktionsverhinderungoperante Verfahren zum Abbau der symptomerhaltenden Bedingungen
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei depressive Störungen
kognitive Umstrukturierungoperante Methoden (Vermehrung positiver Verstärkung, Verstärkung von Coping-Ansätzen)SelbstsicherheitstrainingsSelbstinstruktionstrainingsuizidales Verhaltenkognitive Umstrukturierungoperante Methoden (Verstärkung von alternativen Coping-Ansätzen)Selbstsicherheitstrainings
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Mutismus
systematische DesensibilisierungKontingenzmanagemetTic-StörungenReaktionsumkehr (Habit Reversal)
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Enuresis
operante Verfahren: apparative Verhaltenstherapie, positive Verstärkung
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Enkopresis
operante Verfahren (Topftraining)
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Störungen des Säuglingsalters
Elterntraining Diskriminationslernen, operantes Konditionieren
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Störungen des Kleinkindalters
ElterntrainingKontingenzmanagementShapingmilde Form des Timeouts
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Störungen der Intelligenzentwicklung
operante Verfahrenpositive Verstärkungindirekte BestrafungStimuluskontrolleShapingFading (schrittweises Ausblenden von Hilfsstimuli)Chaining (Aufbau einer komplexen Verhaltenskette)
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Autismus
intensiver Einsatz operanter Verfahrenpositive VerstärkungShapingindirekte Bestrafung
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei hyperkinetische Störungen
SelbstinstruktionstrainingElterntrainingoperante Verfahrenkognitive Umstrukturierung
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Störungen des Sozialverhaltens und der Jugenddelinquenz
kognitive UmstrukturierungStressimpfungs- und Selbstinstruktionstrainingoperante Verfahren
Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen
bei Ängste, Phobien, Kontaktstörungen
systematische Desensibilisierunggraduierte KonfrontationSelbstsicherheitstrainingTraining sozialer Kompetenzen
Wann spricht man im Säuglingsalter von einer
a) Einschlafstörung
b) Durchschlafstörung?
grundlegend muss das Baby jenseits der 6. Monate sein und nicht ohne elterliche Hilfe einschlafen kann oder bei nächtlichem Erwachen ohne entsprechende Hilfe nicht wieder in Schlaf findet a) Einschlafstörung: wenn Kind trotz Einschlafhilfen länger als 30 Minuten zum Einschlafen braucht b) Durchschlafstörung: wenn Kind mehr als 3x pro Nacht, an mehr als 4 Tagen die Woche aufwacht, ohne selbstständig einzuschlafen, oder wenn Aufwachphasen länger als 20 Min. dauern
Welche Form von verhaltenstherapeutischer Methode wird angewendet um Kinder mit Schlafstörungen zu unterstützen?
graduierte Löschung (vgl. Checking): nach gemeinsamen Einschlafritual wird Kind wach ins Bett gelegt, Angebot selbst steuerbarer Einschlafhilfen ("Schmusetuch"), Verabschiedung, Raum verlasen und Kind Gegelegenheit geben, sich selbst zu beruhigen, bei anhaltendem Schreien nach gewissen Zeitabstand kurze Zuwendung (nicht aus Bett nehmen, nicht füttern) bis Kind einschläft
Welche Faktoren führen dazu, dass bei Säuglingen Schlafstörungen länger persistieren?
Schlafstörungen persistieren länger bei Säuglingen die: 1) lange gestillt werden und 2) im Familienbett schlafen
Was stellen die im Interaktionsverhalten von Eltern und Kindern zu beobachtenden "Symptomtrias" im Rahmen von frühkindlichen Regulationsstörungen dar?
Bei wie viel Prozent der reif geborenen tritt diese aus?
Symptomtrias beinhalten 1) Verhaltensauffälligkeiten des Kindes 2) Überforderungssyndrom bei Eltern 3) dysfunktionales Interaktionsmuster zwischen Eltern und Kind -> Aufrechterhaltende Funktion ------------------- 15-30% aller reif geborenen Säuglinge
Was beinhaltet die Dreier-Regel zur Diagnostik von exzessivem Schreien?
Schreiphasen über mind. 3 Stunden täglich, an mind. 3 Tagen die Woche über mind. 3 Wochen
im Säuglingsalter äußerst vielgestaltig, breites Spektrum von Problemen (Essunlust, unwillkürliches Erbrechen und Würgen, hochselektives Essverhalten) bis zu vollständiger
Nahrungsverweigerung bis zu lebensbedrohlichen Gedheistörungen
Wie und was wird diagnostiziert?
Wie wird therapeutisch vorgegangen?
a) Wie: Fütterprotokoll (Nahrung und Flüssigkeit) Was: F98.2: Fütterstörung, nicht organischen Ursprungs im frühen Kindesalter (Beginn vor 6. LJ) F50.9: sonstige Fütterstörung b) Essensregeln (Feste Mahlzeiten, Nahrungskarenz zwischen Mahlzeiten) Ignorieren provokativer Abwehr positive Verstärkung der aktiven Teilnahme an der Nahrungsaufnahme
Häufigste nicht Störungen im KJP-Bereich?
umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache sowie dermotorischen Funktionen (13% Prävalenz)
Was zählt zu Störungen des Aufbaus bzw. Struktur der Sprache (Sprachstörungen)?
expressive Sprachstörung (F80.1) rezeptive Sprachstörung (F80.2)
Was zählt zu Störungen des Ablaufs des Sprechens (Sprechstörungen)?
Artikulationsstörungen (F80.0) Poltern (F98.6) Stottern (F98.5)
Beeinträchtigung der Sprachproduktion, wobei betroffene Kinder die soziale Kommunikation suchen (Gestik, Mimik)
Begleitprobleme
schwierige Beziehungen zu Peers
emotionale Beeinträchtigungen
sprunghaftes Verhalten
Überaktivität
Konzentrationsprobleme
expressive Sprachstörung (F80.1)
Störung des Sprachverständnisses, dadurch folgend auch die Produktion und Artikulation
betroffene Kinder wirken oft intelligenzgemindert und zeigen höchste Rate an begleitenden sozialen, emotionalen und Verhaltensstörungen, aber normalen sozialen Austausch
Welche andere Diagnose muss differenzialdiagnostisch abgeklärt werden und steht eng mit dem beschriebenen Symptombild in Verbindung?
a) rezeptive Sprachstörung (F80.2) b) autistische Störungen
= Dyslalie -> Störung der Lautbildung
gehört zu Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache
Artikulationsstörungen (F80.0)
Sprechflüssigkeit zeigt typische Auffälligkeiten
gehört zu andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
Poltern (F98.6)
= Balbuties -> Beeinträchtigung des Sprachrhythmus
gehört zu andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
Stottern (F98.5)
Was sind therapeutische Maßnahmen bei umschriebenen Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache?
logopädische Maßnahmen Elternberatung Behandlung von Begleiterkrankungen Einsatz operanter Verfahren: positive Verstärkung, Shaping, Verstärkerrückgabe
betroffene Kinder zeigen schwerwiegende Entwicklungsbeeinträchtigung der fein-und grobmotorischen Koordination mit staksigen, plumpen Bewegungen, fehlender Geschmeidigkeit, mangelhaftem Gleichgewicht; Laufenlernen erfolgte verspätet
unbeholfen wirkende Kinder meiden körperliche Tätigkeiten, sind oft Opfer von Hänseleien -> soziale und emotionale Verhaltensschwierigkeiten
umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (F82)
Was sind diagnostische Verfahren für autistische Störungen im Kindesalter?
ADI-R: autistic Diagnostic Interview: diagnostische Interview für Autismus-revidiert ADOS: Autistic Diagnostic Observation Schedule
ADI-R: autistic Diagnostic Interview: diagnostische Interview für Autismus-revidiert
ab Alter von 2 J.orientiert an Klassifikation von ICD-10 und DSM-Vermöglichst Statusdiagnostik und InterventionsplanungErfassung und Differenzialdiagnostik von Störungen des autistischen Spektrums Inhalte: Fragen zur frühkindlichen Entwicklung, zum Spracherwerb, verbale und nonverbale kommunikative Fähigkeiten, Spiel- und soziales Interaktionsverhalten, stereotype Interessen und Aktivitäten sowie komorbide Symptome (Aggression, Selbstverletzung, Epilepsie)
ADOS: Autistic Diagnostic Observation Schedule
diagnostische Beobachtungsskala für autistische Störungenstrukturierte Rating-Skala zur Erfassung von Kommunikation, sozialer Interaktion und Spielverhalten bei Kindern und Erwachsenen
Pharmakotherapie bei Aggression im Kindes-und Jugendalter
atypische Neuroleptika
ABA-Therapie (LOOVAS): Applied Behavior Analysis
wissenschaftlich belegt, hohe Therapiefrequenz: 20-40 Stunden pro Woche: Kinder werden in kleinen Schritten mittels Belohnung erwünschten Verhaltens bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten beigebracht
TEACCH-Programm
ca. 25 Std. pro Woche pädagogisch-therapeutischer Ansatz mit Therapiemaximen "Strukturierung" (räumlich und zeitlich strukturierter Unterricht) und "Visualisierung" (Ausnutzung der meist sehr guten visuellen Verarbeitungskompetenzen von Autisten)
Enuresis bei Kindern
2-3x häufiger als Einnässen tagsüber Jungen:Mädchen= 2:1 Prävalenz: bei 20% der Vierjährigen und 10% der 7-Jährigen hohe spontane Remissionsrate: jährliche Abnahme der Enuretikerpopulation um 13%
funktionelle Harninkontinenz
= tagsüber Einnässen: mehr Mädchen als Jungen, ca. 5% der Mädchen nässen tagsüber ein
Enkopresis bei Kindern
ca. 2% aller Schulkinder, Jungen: 4x häufiger, bis zum 3. LJ: 97% der Kinder sind stuhlinkontinent
sekundäre Enuresis
= reaktive Störung, oft komorbid eine psychische Störung (ADHS, Selbstwertprobleme, Angststörungen)
Was umfasst apparative Verhaltenstherapie: (AVT) bei der Behandlung von Ausscheidungsstörungen?
kein spezifisches Mittel der 1. Wahl; Klingelhose/ -matte: Signal, sobald Kontaktzone feucht ist -> Kind wacht auf, geht aufs WC; Anwendung max. 16 Wochen; Erfolg = mind. 14 trockene Nächteerfolgreichste Methode, basiert auf Vermeidungslernen (Klassische Konditionierung)
dry-Bed-Training (Azrin)
Intensivnachtbehandlung, Kopplung von apparativer Konditionierung mit wiederholten Flüssigkeitsbelastungen und stündlichem Wecken sowie kontingenter Verstärkung sehr aufwändig, ursprünglich für Behinderte entwickelt, viele aversive Elemente, Einsatz v.a. bei therapieresistenten Jugendlichen, setzt hohe Behandlungsmotivation voraus, nicht erfolgreicher als apparative Konditionierung allein
Pharmakotherapie bei Enuresis?
Pharmakotherapie: bei Therapieresistenz gegenüber anderen Methoden, als Kombinationsbehandlung zur Motivationssteigerung, bei -> spezifischen Indikationen (Klassenfahrten, Zuspitzung der fam. Lage), LZT bei therapieresistenten Jugendlichen, 2 Möglichkeiten: - Desmopressin (DDAVP): synthetisches Analogion des antidiuretischen Hormons (ADH) -> Reduktion der nächtlichen Urinproduktion - Antidrepessiva (v.a. Imipramin= TZA): Ausnutzung des antidiuretischen Effekts unerwünschte kardiale Nebenwirkungen: TOdesfälle, daher zunehmend zurückhaltende Indikation
Blasentraining: Retention-Control-Training (RCT):
Ziel: Blasenkapazitität erhöhen, bewusstes Zurückhalten des Urins, Sensibilität für Füllungsstand entwickeln, Muskelkontrolle erlernen und Verbesserung der funktionellen Blasenkapazität tatsächlich nicht nachweisbar, Effizienz eher gering, mgl. Sensibilisierungseffekt