Psychologie (Subject) / 9) Kinder- und Jugendpsychotherapie (Repetitorium 3. Auf. (2017)) (Lesson)

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  • Selbstinstruktionstraining nach Meichenbaum bei Kindern- und Jugendlichen 1) hilfreich zur Bewältigung angsterregender Situationen, 2) zur Wut- und Ärgerkontrolle, 3) zum Kommunikations- und Problemlösetraining durch Erlernen von Selbstverbalisationen
  • Habit-Reversal-Training Reaktionsumkehr hilfreich bei automatisierten, nicht bewusst ablaufenden Verhaltensweisen, z.B. Tics, Daumenlutschen, Nägelbeißen, Nasebohren, Trichotillomanie
  • Elterntraining dienen der Psychoedukation der Eltern und Erarbeitung von Strategien zur Verbesserung der Kommunikation und des Problemlöseverhaltens und Umsetzung klarer Regeln
  • Verhaltenstherapeutische Techniken für Kinder und Jugendliche bei Substanzmissbrauch KonfrontationsverfahrenSelbstsicherheitstrainingkognitive Umstrukturierung
  • Verhaltenstherapeutische Techniken für Kinder und Jugendliche bei Anorexie/ Bulimie operante Verfahrenin-vivo-DesensibilisierungSelbstsicherheitstrainingkognitive Umstrukturierung
  • Verhaltenstherapeutische Techniken für Kinder und Jugendliche bei kindlichen Essstörungen (s.frühe Regulationsstörungen) Konfrontationsverfahrenkognitive UmstrukturierungSchlafstörungenStimuluskontrolleEntspannungsverfahren
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Stottern technische VerfahrenSelbstkontrolleEntspannungsverfahrenSelbstsicherheitstraining
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Stereotypien Reakionsumkehr (Habit-Reversal)
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Zwangserkrankungen (nicht)graduierte Konfrontation mit Reaktionsverhinderungoperante Verfahren zum Abbau der symptomerhaltenden Bedingungen
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei depressive Störungen kognitive Umstrukturierungoperante Methoden (Vermehrung positiver Verstärkung, Verstärkung von Coping-Ansätzen)SelbstsicherheitstrainingsSelbstinstruktionstrainingsuizidales Verhaltenkognitive Umstrukturierungoperante Methoden (Verstärkung von alternativen Coping-Ansätzen)Selbstsicherheitstrainings
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Mutismus systematische DesensibilisierungKontingenzmanagemetTic-StörungenReaktionsumkehr (Habit Reversal)
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Enuresis operante Verfahren: apparative Verhaltenstherapie, positive Verstärkung
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Enkopresis operante Verfahren (Topftraining)
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Störungen des Säuglingsalters Elterntraining Diskriminationslernen, operantes Konditionieren
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Störungen des Kleinkindalters ElterntrainingKontingenzmanagementShapingmilde Form des Timeouts
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Störungen der Intelligenzentwicklung operante Verfahrenpositive Verstärkungindirekte BestrafungStimuluskontrolleShapingFading (schrittweises Ausblenden von Hilfsstimuli)Chaining (Aufbau einer komplexen Verhaltenskette)
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Autismus intensiver Einsatz operanter Verfahrenpositive VerstärkungShapingindirekte Bestrafung
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei hyperkinetische Störungen SelbstinstruktionstrainingElterntrainingoperante Verfahrenkognitive Umstrukturierung
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Störungen des Sozialverhaltens und der Jugenddelinquenz kognitive UmstrukturierungStressimpfungs- und Selbstinstruktionstrainingoperante Verfahren
  • Verhaltenstherapeutische Techniken bei Kindern-und Jugendlichen bei Ängste, Phobien, Kontaktstörungen systematische Desensibilisierunggraduierte KonfrontationSelbstsicherheitstrainingTraining sozialer Kompetenzen
  • Wann spricht man im Säuglingsalter von einer a) Einschlafstörung b) Durchschlafstörung? grundlegend muss das Baby jenseits der 6. Monate sein und nicht ohne elterliche Hilfe einschlafen kann oder bei nächtlichem Erwachen ohne entsprechende Hilfe nicht wieder in Schlaf findet a) Einschlafstörung: wenn Kind trotz Einschlafhilfen länger als 30 Minuten zum Einschlafen braucht b) Durchschlafstörung: wenn Kind mehr als 3x pro Nacht, an mehr als 4 Tagen die Woche aufwacht, ohne selbstständig einzuschlafen, oder wenn Aufwachphasen länger als 20 Min. dauern
  • Welche Form von verhaltenstherapeutischer Methode wird angewendet um Kinder mit Schlafstörungen zu unterstützen? graduierte Löschung (vgl. Checking): nach gemeinsamen Einschlafritual wird Kind wach ins Bett gelegt, Angebot selbst steuerbarer Einschlafhilfen ("Schmusetuch"), Verabschiedung, Raum verlasen und Kind Gegelegenheit geben, sich selbst zu beruhigen, bei anhaltendem Schreien nach gewissen Zeitabstand kurze Zuwendung (nicht aus Bett nehmen, nicht füttern) bis Kind einschläft
  • Welche Faktoren führen dazu, dass bei Säuglingen Schlafstörungen länger persistieren? Schlafstörungen persistieren länger bei Säuglingen die: 1) lange gestillt werden und 2) im Familienbett schlafen
  • Was stellen die im Interaktionsverhalten von Eltern und Kindern zu beobachtenden "Symptomtrias" im Rahmen von frühkindlichen Regulationsstörungen dar? Bei wie viel Prozent der reif geborenen tritt diese aus? Symptomtrias beinhalten 1) Verhaltensauffälligkeiten des Kindes 2) Überforderungssyndrom bei Eltern 3) dysfunktionales Interaktionsmuster zwischen Eltern und Kind -> Aufrechterhaltende Funktion ------------------- 15-30% aller reif geborenen Säuglinge
  • Was beinhaltet die Dreier-Regel zur Diagnostik von exzessivem Schreien? Schreiphasen über mind. 3 Stunden täglich, an mind. 3 Tagen die Woche über mind. 3 Wochen
  • im Säuglingsalter äußerst vielgestaltig, breites Spektrum von Problemen (Essunlust, unwillkürliches Erbrechen und Würgen, hochselektives Essverhalten) bis zu vollständiger Nahrungsverweigerung bis zu lebensbedrohlichen Gedheistörungen Wie und was wird diagnostiziert? Wie wird therapeutisch vorgegangen? a) Wie: Fütterprotokoll (Nahrung und Flüssigkeit) Was: F98.2: Fütterstörung, nicht organischen Ursprungs im frühen Kindesalter (Beginn vor 6. LJ) F50.9: sonstige Fütterstörung b)  Essensregeln (Feste Mahlzeiten, Nahrungskarenz zwischen Mahlzeiten) Ignorieren provokativer Abwehr positive Verstärkung der aktiven Teilnahme an der Nahrungsaufnahme
  • Häufigste nicht Störungen im KJP-Bereich? umschriebene Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache sowie dermotorischen Funktionen (13% Prävalenz)
  • Was zählt zu Störungen des Aufbaus bzw. Struktur der Sprache (Sprachstörungen)? expressive Sprachstörung (F80.1) rezeptive Sprachstörung (F80.2)
  • Was zählt zu Störungen des Ablaufs des Sprechens (Sprechstörungen)? Artikulationsstörungen (F80.0) Poltern (F98.6) Stottern (F98.5)
  • Beeinträchtigung der Sprachproduktion, wobei betroffene Kinder die soziale Kommunikation suchen (Gestik, Mimik) Begleitprobleme schwierige Beziehungen zu Peers emotionale Beeinträchtigungen sprunghaftes Verhalten Überaktivität Konzentrationsprobleme expressive Sprachstörung (F80.1)
  • Störung des Sprachverständnisses, dadurch folgend auch die Produktion und Artikulation betroffene Kinder wirken oft intelligenzgemindert und zeigen höchste Rate an begleitenden sozialen, emotionalen und Verhaltensstörungen, aber normalen sozialen Austausch Welche andere Diagnose muss differenzialdiagnostisch abgeklärt werden und steht eng mit dem beschriebenen Symptombild in Verbindung? a) rezeptive Sprachstörung (F80.2) b) autistische Störungen
  • = Dyslalie -> Störung der Lautbildung gehört zu Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache Artikulationsstörungen (F80.0)
  • Sprechflüssigkeit zeigt typische Auffälligkeiten gehört zu andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend Poltern (F98.6)
  • = Balbuties -> Beeinträchtigung des Sprachrhythmus gehört zu andere Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend Stottern (F98.5)
  • Was sind therapeutische Maßnahmen bei umschriebenen Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache? logopädische Maßnahmen Elternberatung Behandlung von Begleiterkrankungen Einsatz operanter Verfahren: positive Verstärkung, Shaping, Verstärkerrückgabe
  • betroffene Kinder zeigen schwerwiegende Entwicklungsbeeinträchtigung der fein-und grobmotorischen Koordination mit staksigen, plumpen Bewegungen, fehlender Geschmeidigkeit, mangelhaftem Gleichgewicht; Laufenlernen erfolgte verspätet unbeholfen wirkende Kinder meiden körperliche Tätigkeiten, sind oft Opfer von Hänseleien -> soziale und emotionale Verhaltensschwierigkeiten umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (F82)
  • Was sind diagnostische Verfahren für autistische Störungen im Kindesalter? ADI-R: autistic Diagnostic Interview: diagnostische Interview für Autismus-revidiert ADOS: Autistic Diagnostic Observation Schedule
  • ADI-R: autistic Diagnostic Interview: diagnostische Interview für Autismus-revidiert ab Alter von 2 J.orientiert an Klassifikation von ICD-10 und DSM-Vermöglichst Statusdiagnostik und InterventionsplanungErfassung und Differenzialdiagnostik von Störungen des autistischen Spektrums Inhalte: Fragen zur frühkindlichen Entwicklung, zum Spracherwerb, verbale und nonverbale kommunikative Fähigkeiten, Spiel- und soziales Interaktionsverhalten, stereotype Interessen und Aktivitäten sowie komorbide Symptome (Aggression, Selbstverletzung, Epilepsie)
  • ADOS: Autistic Diagnostic Observation Schedule diagnostische Beobachtungsskala für autistische Störungenstrukturierte Rating-Skala zur Erfassung von Kommunikation, sozialer Interaktion und Spielverhalten bei Kindern und Erwachsenen
  • Pharmakotherapie bei Aggression im Kindes-und Jugendalter atypische Neuroleptika
  • ABA-Therapie (LOOVAS): Applied Behavior Analysis wissenschaftlich belegt, hohe Therapiefrequenz: 20-40 Stunden pro Woche: Kinder werden in kleinen Schritten mittels Belohnung erwünschten Verhaltens bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten beigebracht
  • TEACCH-Programm ca. 25 Std. pro Woche pädagogisch-therapeutischer Ansatz mit Therapiemaximen "Strukturierung" (räumlich und zeitlich strukturierter Unterricht) und "Visualisierung" (Ausnutzung der meist sehr guten visuellen Verarbeitungskompetenzen von Autisten)
  • Enuresis bei Kindern 2-3x häufiger als Einnässen tagsüber Jungen:Mädchen= 2:1 Prävalenz: bei 20% der Vierjährigen und 10% der 7-Jährigen hohe spontane Remissionsrate: jährliche Abnahme der Enuretikerpopulation um 13%
  • funktionelle Harninkontinenz = tagsüber Einnässen: mehr Mädchen als Jungen, ca. 5% der Mädchen nässen tagsüber ein
  • Enkopresis bei Kindern ca. 2% aller Schulkinder, Jungen: 4x häufiger, bis zum 3. LJ: 97% der Kinder sind stuhlinkontinent
  • sekundäre Enuresis = reaktive Störung, oft komorbid eine psychische Störung (ADHS, Selbstwertprobleme, Angststörungen)
  • Was umfasst apparative Verhaltenstherapie: (AVT) bei der Behandlung von Ausscheidungsstörungen? kein spezifisches Mittel der 1. Wahl; Klingelhose/ -matte: Signal, sobald Kontaktzone feucht ist -> Kind wacht auf, geht aufs WC; Anwendung max. 16 Wochen; Erfolg = mind. 14 trockene Nächteerfolgreichste Methode, basiert auf Vermeidungslernen (Klassische Konditionierung)
  • dry-Bed-Training (Azrin) Intensivnachtbehandlung, Kopplung von apparativer Konditionierung mit wiederholten Flüssigkeitsbelastungen und stündlichem Wecken sowie kontingenter Verstärkung sehr aufwändig, ursprünglich für Behinderte entwickelt, viele aversive Elemente, Einsatz v.a. bei therapieresistenten Jugendlichen, setzt hohe Behandlungsmotivation voraus, nicht erfolgreicher als apparative Konditionierung allein
  • Pharmakotherapie bei Enuresis? Pharmakotherapie: bei Therapieresistenz gegenüber anderen Methoden, als Kombinationsbehandlung zur Motivationssteigerung, bei -> spezifischen Indikationen (Klassenfahrten, Zuspitzung der fam. Lage), LZT bei therapieresistenten Jugendlichen, 2 Möglichkeiten: - Desmopressin (DDAVP): synthetisches Analogion des antidiuretischen Hormons (ADH)  -> Reduktion der nächtlichen Urinproduktion - Antidrepessiva (v.a. Imipramin= TZA): Ausnutzung des antidiuretischen Effekts unerwünschte kardiale Nebenwirkungen: TOdesfälle, daher zunehmend zurückhaltende Indikation
  • Blasentraining: Retention-Control-Training (RCT): Ziel: Blasenkapazitität erhöhen, bewusstes Zurückhalten des Urins, Sensibilität für Füllungsstand entwickeln, Muskelkontrolle erlernen und Verbesserung der funktionellen Blasenkapazität tatsächlich nicht nachweisbar, Effizienz eher gering, mgl. Sensibilisierungseffekt