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Approbation (Subject) / Buch 2014 (Lesson)
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- Formen des Wahns (nach Schweregrad) inhaltliche Denkstörung Wahnstimmung • plötzl. diffuses unheimliches, bedrohliches Gefühl, daraus entstehen Wahnideen Wahnwahrnehmung • Fehlinterpretation im Sinne einer verzerrten Bedeutung einer realen Sinneswahrnehmung. (z.B. vorhandenes Bild an der Wand wird als Überwachungskamera wahrgenommen) • erhält abnorme Bedeutung (meist im Sinne der Eigenbeziehung) Wahnidee • Geringste geistige Einheit des Wahns: Einzelne, inhaltlich verfälschte Vorstellungen (z.B. dass ein Getränk vergiftet ist) Wahneinfälle und –gedanken • plötzl. Auftreten wahnhafter Idee/Überzeugung unabhängig von realen Sinneseindrücken (nötig bei Wahnwahrnehmung); z.B. der Wahneinfall, eine besondere Person zu sein Wahnerinnerung • Alte, vor der Erkrankung liegende Gedächtnisinhalte werden im Sinne eines Wahns umgedeutet Wahnsystem • Komplexes Gebäude von Wahnerlebnissen und Wahngedanken, das die Erlebniswelt des Patienten umfasst und im Sinne eines Erklärungswahns nach außen vermittelt wird • z.B. ich habe die Weltformel entdeckt und werde deswegen von den Geheimdiensten verfolgt, die mich überall beobachten und Versuchen zu töten, etwa durch vergiftetes Essen Wahndynamik• Affektive Anteile des Wahns, z.B. Aggressivität, die aus paranoider Angst entsteht Erklärungswahn• Wahnhafte Überzeugung zur Erklärung von psychotischen Symptomen
- Histrionische Persönlichkeitsstörung (F60.4) Mindestens 4 der folgenden Eigenschaften müssen erfüllt sein: • Dramatische Selbstdarstellung, theatralisches Auftreten und übertriebener Ausdruck von Gefühlen• Suggestibilität (leichte Beeinflussbarkeit durch andere)• Oberflächliche und labile Affektivität • Dauerndes Verlangen nach Aufregung, Anerkennung, Aktivitäten, bei denen die betreffende Person im Mittelpunkt steht • Unangemessen verführerisch in Erscheinung und Verhalten• Übermäßige Beschäftigung damit, äußerlich attraktiv zu erscheinen Hyperemotionalität: dient nach Ansicht psychoanalytischer Theorien der Abwehr anderer, in der Latenz gehaltener Empfindungen sowie der Über-Ich-Entlastung
- Schädlicher Gebrauch vs. Abhängigkeit • zeit gleich (mind. 1 Monat oder 12 mit wiederholtem auftreten) Gebrauch • anhaltenden Substanzkonsum trotz eindeutig dadurch eingetretener körperlicher, psychischer oder sozialer Schäden Abhängigkeit (3 Kriterien) • Verlangen, Kontrollverlust, Entzug, Toleranz, Vernachlässigung von Interessen/einengung/oder hoher Aufwand Substanz zu bekommen, trotz schädlicher Folgen
- F50.2 Bulimia nervosa • Häufige Episoden von Fressattacken, innerhalb 3 Monate mind. 2 x wöchentlich • Andauernde Beschäfigung mit dem Essen, eine unwiderstehliche Gier oder Zwang zu essen (craving) • Betroffene versuchen Gewichtszunahmen entgegenzusteuern durch a) selbstinduziertes Erbrechen b) Missbrauch von Laxantien c) zeitweilige Hungerperioden d) Gebrauch von Appetitzüglern, Diuretika, Schilddrüsenpräparaten • Selbstwahrnehmung als zu "fett" mit einer sich aufdrägenden Furcht, zu dick zu werden Es wird keine Entgleisung der Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse gefordert
- Testgütekriterien Objektivität • Grad, in dem die Ergebnisse unabhängig vom Untersucher sind Validität (Gültigkeit) • gibt Grad der Genauigkeit an, mit dem ein Test das Merkmal, was er messen soll, tatsächlich misst Reliabilität (Zuverlässigkeit) • gibt an, wie gut die gemessenen Werte reproduzierbar sind
- psychische Probleme im Kleinkind- und Vorschulalter: Verhaltensproblemen und emotionale Auffälligkeiten Verhaltensprobleme • oppositionelles Verhalten mit Trotz und Wutanfällen • aggressives und destruktives Verhalten im Kontakt mit Gleichaltrigen • ausgeprägte motorische Unruhe und Ablenkbarkeit Weitere Verhaltensauffälligkeiten im Kleinkind- und Vorschulalter sind Stereotypien, wobei damit Bewegungsstereotypien mit und ohne Selbstschädigung gemeint sind. Emotionale Auffälligkeiten • Trennungsängste • objekt- und situationsspezifische Ängste • soziale Ängste
- F 60.7 abhängige/dependente Persönlichkeitsstörung asthenische, inadäquate, passive oder selbstschädigende PS vier der nachfolgend aufgeführten Kriterien: • anderen Personen werden wichtige Entscheidungen für das eigene Leben überlassen • Eigene Bedürfnisse werden anderen Personen untergeordnet, zu denen eine Abhängigkeit besteht • selbst angemessene Ansprüche an diese Personen werden nicht geäußert • Unbehagliches Gefühl beim Alleinsein bzw. Angst, alleine nicht für sich sorgen zu können • Häufiges Beschäftigtsein mit der Furcht, verlassen zu werden • Ratschlagsuche und eingeschränkte Fähigkeit, Alltagsentscheidungen alleine zu treffen praxis: entscheidungsschwach, konfliktvermeidung, unterwürfig, hängen am therapeut, wenig zugang zu bedürfnissen/gefühlen, -> autonomie stärken, wahlmöglichkeiten lassen, nicht aufwerten lassen, nicht ratgeber werden
- visuelle Halluzinationen - Auftreten bei ? • in seltenen Fällen bei schizophrenen Psychosen vorkommen, typischerweise aber treten Halluzinationen akustisch auf, insbesondere in Form von Stimmenhören • visuelle Halluzinationen weisen primär auf eine organisch bedingte Psychose hin (z. B. substanzinduziert oder im Rahmen eines Entzugsdelirs)
- Passiv-aggressive (negativistische) Persönlichkeitsstörung DSM IV Fünf der folgenden Kriterien müssen erfüllt sein (nach DSM-IV): • Verzögerung von Routineaufgaben • Protest gegen gerechtfertige Forderungen anderer • Trotz, Reizbarkeit, Streitlust wenn an Betroffenen unliebsame Forderungen gestellt werden • Ungerechtfertigte Verachtung für Autoritätspersonen • Absichtlich langsame oder schlechte Arbeit an unliebsamen Aufgaben • Behinderung der Bemühungen anderer, indem der eigene Arbeitsanteil nicht geleistet wird • Vermeidung von Verpflichtungen durch die Behauptung, sie vergessen zu haben praxis: neid/groll für die die glück haben, beklagt sich über persönliches unglück,wechsel zw trotz und reue, passiver widerstand, unzuverlässig, schnell frustriert,-> autonomie waren, kein druck, grenzen setzten, skepsis bestärken, offene kommunikation nie direktiv
- Was bedeutet Sensitivität und was Spezifität der diagnostischen Entscheidungen? Die Genauigkeit, mit der Personen oder Situationsmerkmale einer Klasse zugeordnet werden, kennzeichnet die Sensitivität bzw. Spezifität einer Entscheidung. • Sensitivität = Fähigkeit, echte Positivfälle/Merkmalsträger zu erkennen (richtig positive) • falsch positiv = Typ-I-Fehler • Spezifität = Fähigkeit, echte Negativfälle zu identifizieren (richtig negative) • falsch negativ = Typ-II-Fehler • Spezifität erhöhen durch hohen cut-off
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- progressiven vs. konservative Entscheidungsstrategie progressive = mutige Entscheidungsstrategie • niedriger Cut-off (Punkt, ab dem Patient in Screeningverfahren als krank gelten soll) • hohe Sensitivität (viele echt positive) sowie viele falsch positive konservative = ängstliche Entscheidungsstrategie • hoher Cut-off, hohe Spezifität (echte negative gut erfasst), jedoch mehr falsch negative
- 6 verschiedene Arten von Projektiven Verfahren • Projektive Formdeuteverfahren (Rohrschach Test) • Projektive Verbal-thematische Verfahren (TAT, Thematische Apperzeptionstest; Murray) • Projektive Zeichnerische und Gestaltungsverfahren (Wartegg-Zeichen-Test, Familie in Tieren (Brem-Gräser), Baum-Test (Koch) • Projektive Spieltests (Scenotest) • Projektive Farbtests (Lüscher -Farb- Test, Farbpyramidentest von Heiss und Halder) • Graphologische Verfahren (Marburger Graphomotorische Übungen von Schilling) Gruppe der Persönlichkeits-Entfaltungsverfahren
- Burn-out-Syndrom Diagnostik • „Ausgebranntsein“ und „Zustand der totalen Erschöpfung“ • Diagnoseschlüssel Z73.0, unter „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ • = Rahmen- oder Zusatzdiagnose und keine Behandlungsdiagnose, die zum Beispiel die Einweisung in ein Krankenhaus ermöglichen könnte Kriterien • Emotionale Erschöpfung : Emotionale und Körperliche Kraftlosigkeit. Resultat des chronischen Stresses• Depersonalisierung / Zynismus : Gefühllose, abgestumpfte Reaktion auf Klienten• Verminderte subjektive Leistungsbewertung: Versagen oder Verlust des Vertrauens in die eigene Fähigkeit Bei der Neurasthenie spielen reale Überlastung und Überforderung eine geringere Rolleals beim Burn-out-Syndrom. Liegt ein solches vor, kann nach ICD-10 keine Neurasthenie diagnostiziert werden.
- Diagnostik Doppeldepression (double depression) • wenn eine Dysthymia phasenweise durch eine depressive Episode überlagert wird, nicht jedoch umgekehrt • darf nur dann nach zuvor bestehenden depressiven Episode gestellt werden, wenn bereits vor dem ersten Auftreten einer depressiven Episode bestanden oder die Symptome der depressiven Episode mindestens zwei Monate vollständig zurückgegangen sind
- larvierte Depression • eine Depression mit vorwiegend somatischen Beschwerden
- Bipolar I und II, Rezidivierende manische Episoden F31 Bipolare affektive Störung • Bipolar-I-Störung, manische und depressive Episoden, die in unterschiedlichen Phasen oder unmittelbar hintereinander auftreten können • 7 bis 14 Tage oder seltener auch länger andauernde manische Episode(Hochphase) bezeichnet, gefolgt von mindestens einer depressiven Episode unter sonstige bipolare affektive Störungen (F31.8) - Rezidivierende manische Episoden o.n.A. (F31.82). - Bipolar-II-Störung: min. 14 Tage andauernde depressive Episode, gefolgt von mindestens einer Hypomanie (leichtere Form der Manie) können mit rezidivierenden depressiven Störungen (Depressionen, die nach einem Zwischenzustand des Normalen immer wieder auftreten) verwechselt werden, wenn die hypomanen Phasen nicht erkannt werden
- Typ-I- und Typ-II-Trauma • Typ-I-Trauma = einmaliges oder plötzliches traumatisches Ereignis wie Verkehrsunfall, ein Zugunglück, ein Amoklauf, ein Raubüberfall oder ein Erdbeben • Typ-II-Trauma = fortdauernde oder sich wiederholende traumatische Situation wie Mobbing, sexueller Missbrauch, Krieg, Verfolgung, Aids oder Krebs • bei länger andauernden Trauma eine Wahrscheinlichkeit, eine Traumafolgestörung auszubilden • auch bei von Menschen verursachten Trauma ist eher mit Traumafolgestörung zu rechnen als bei Unglück
- Stadien der kognitiven Entwicklung nach Piaget (1973) Stufe der sensumotorischen Intelligenz (0–2 Jahre) • Erwerb von sensumotorischer Koordination (Übung angeborener Reflexmechanismen), praktischer Intelligenz und Objektpermanenz • Objektpermanenz aber noch ohne interne Repräsentation Stufe der vorbegrifflichen (präoperationalen) Intelligenz (2–7 Jahre) • Erwerb des Vorstellungs- und Sprechvermögens • gekennzeichnet durch Realismus, Animismus und Artifizialismus (zusammenfassend: Egozentrismus) • kann nun zwischen belebt und unbelebt unterscheidenStufe der konkreten Operationen (7–11 Jahre) • Erwerb von Dezentrierung (nicht nur ein Aspekt bleibt berücksichtigt, sondern das Kind kann andere Merkmale ergänzend bzw. kompensierend hinzuziehen), Reversibilität, Invarianz, Seriation, Klasseninklusion und TransitivitätStufe der formalen Operationen (ab dem 12. Lebensjahr) • Erwerb der Fähigkeit zum logischen Denken und der Fähigkeit, Operationen auf Operationen anzuwenden in den Stadien wird durch die Prozesse Assimilation und Akkommodation eine bessere Anpassung der Person an die durch die Umwelt bedingten Gegebenheiten (Adaptation) angestrebt. Insbesondere Akkommodation geschieht, wenn durch neue Erfahrungen ein Ungleichgewicht zwischen den bereits aufgebauten kognitiven Strukturen und realen Situationen festgestellt wird. Diese beiden Prozesse werden durch Reifung, durch Erfahrung und durch Erziehung angeregt und dies führt zum Durchlaufen der einzelnen kognitiven Stadien.
- Impulskontrollstörungen (F63 ICD-10) • pathologisches Glücksspiel • Pyromanie • Kleptomanie • Trichotillomanie (»zwanghaftes Haareausreißen«)
- frühkindlicher Autismus / Kanner-Syndrom - Asperger frühkindlicher Autismus / Kanner-Syndrom • tief greifende Entwicklungsstörung < 3. LJ mit Problemen in der sozialen Interaktion (Kontaktstörung mit eingeschränktem Blickkontakt), Kommunikation und repetitivem Verhalten • verzögerte Sprachentwicklung: Echolalie, Neologismen • Veränderungen in der Umwelt führen zu Beunruhigung • m>w; 3:1, 3/4 der Fälle besteht eine Intelligenzminderung (nicht notwendig für Diagnose) Asperger-Autismus • dagegen i.d.R. eine normale bis überdurchschnittliche Intelligenz • keine klinisch bedeutsamen Verzögerungen der kognitiven und sprachlichen Entwicklung auf • eingeschränktes Muster von Interessen und Aktivitäten
- ADHS ICD-10 Kategorie Hyperkinetische Störungen (F90) • Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (F90.0)– Kriterien für Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität sind erfüllt. • Hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (F90.1) – Kriterien von F90.0 und einer Störung des Sozialverhaltens (F91) sind gleichzeitig erfüllt. • Eine Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität (DSM: vorwiegend unaufmerksamer Subtyp) kann nicht in F90 verschlüsselt werden • Restkategorie: Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend – Inkl.: Aufmerksamkeitsstörung ohne Hyperaktivität (F98.8)
- Schlafstörung Säugling • bis 6 Monate noch kein ausgereifter Schlaf-Wach-Zyklus • Störung wenn danach >1h einschlafen benötigt • Durchschlafstörung wenn an 5 Nächsen min 1x aufwacht und nicht von selbst einschläft
- Ätiologie und Behandlung frühkindlicher Regulationsstörungen aus psychodynamischer Sicht • Schlafstörungen Ausdruck einer ungelösten Trennungsproblematik • Im Mittelpunkt steht die Arbeit an den unbewussten elterlichen Projektionen auf ihr Kind • Aus psychodynamischer Sicht kann der Säugling für die Eltern unbewusst ein »Gespenst aus der Vergangenheit« repräsentieren, wodurch die Eltern in ihren dialogischen Fähigkeiten beeinträchtigt sind undder Säugling nicht mehr in seinen eigentlichen Bedürfnissen wahrgenommen werden kann
- Erziehungsstile nach Baumrind Autoritärer Erziehungsstil • Erwartung von Gehorsam und Unterordnung, Bestrafungen als bevorzugtes Erziehungsmittel • gekennzeichnet durch unterbrechende Befehle, wenig konstruktive Kritik, Tadel • Autonomie des Kindes kann beschränkt sein; verbaler Austausch durch Diskussionen ist selten; besorgtes und behütendes Verhalten ist ebenso möglich wie ein vernachlässigendes • wenig kind-, sondern sehr elternzentriert Permissiver/antiautoritärer Erziehungsstil • Laissez-faire-Erziehungsstil, kaum Kontrolle/ Strafen • Kind wird ungezügelter Selbstentfaltung überlassen, schränken Handlungsspielräume und Autonomie nicht ein • Eltern akzeptieren das Verhalten des Kindes, sehen sich nicht als aktiv Handelnde, die für erzieherische Steuerung der Verhaltensentwicklung des Kind verantwortlich sind • liebevolles und behütendes Verhalten ebenso möglich wie vernachlässigendes autoritativ-demokratischer, auch autoritativ-reziproker Erziehungsstil• Warmherzigkeit und Aufmerksamkeit, Gespür für jeweiligen Entwicklungsstanddes Kindes, aber auch »monitoring« • Mischung aus Anspruch und Anteilnahme verhilft Kindern zu größerem Selbstbewusstsein, sie sind weniger depressiv, ängstlich oder aggressi • elterliche Sichtweise hat jedoch Vorrang, es wird Gehorsam erwartet; um sich durchzusetzen, verwenden die Eltern sowohl Argumente als auch ihre Macht; elterliche Entscheidungen werden diskutiert • kindzentriert und gilt als der Entwicklung des Kindes am angemessensten vernachlässigender Erziehungsstil • weder Wärme noch Kontrolle • weniger kindzentriert, sondern stärker elternzentriert und durch einen minimalen Zeitaufwand für das Kind gekennzeichnet.
- Theorie der Entwicklungsaufgaben Havighurst • versteht Ontogenese als Rekonstruktion der verschiedenen, universell angelegten Aufgaben versteht, welche sich im Laufe der Lebensspanne verändern • betreffen die motorische, kognitive und sozioemotionale Entwicklung • 3 Quellen für Entwicklungsaufgaben: die biologischen Veränderungen des Organismus, die Anforderungen von Kultur und Gesellschaft und die individuellen Erwartungen ♦ der frühen Kindheit (0-2): Objektpermanenz, Sensumotorische Intelligenz und schlichte Kausalität ♦ der Kindheit (2-4): Phantasie und Spiel, Sprachentwicklung ♦ des Übergangs und frühen Schulalters (4-6): Geschlechtsidentifikation, einfache moralische Entscheidungen treffen, Konkrete Operationen, Spiel in Gruppen ♦ des mittleren Schulalters (6-12): Soziale Kooperation, Selbstbewusstsein, Erwerb von Kulturtechniken (lesen,schreiben), Spielen und Arbeiten im Team ♦ der Adoleszenz (13-17) und : Körperliche Reifung ♦ der Jugend (18-22): Autonomie/Unabhängigkeit von den Eltern, Geschlechtsidentität, Entwickeln von Werten und Moral, Entwickeln einer Zukunftsperspektive/ Berufswahl ♦ frühes (23-30) Erwachsenenalter: Heirat, Geburt von Kindern, Arbeit/Beruf, Lebensstil finden ♦ mittleres (31-50) Erwachsenenalter: Heim/Haushalt führen, Kinder aufziehen, berufliche Karriere ♦ spätes (ab51) Erwachsenenalter: Energien auf neue Rollen lenken, Akzeptieren des eigenen Lebens, Haltung zum Sterben entwickeln
- F81 Lese-Rechtschreib-Störung (umschriebene Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten) • Defizite beim Vorlesen/ im Leseverständnis, Rechtschreibschwierigkeiten in Form von Fehlern in derphonetischen Genauigkeit • Leistungsstand entspricht dabei nicht Alter und Intelligenz des Kindes, sonden liegt eindeutig unter Niveau, das aufgrund des Alters, der Begabung und Beschulung zu erwarten ist • Intelligenzminderung schließt die Diagnose aus (Iq nicht unter 70) • bzgl. anderer schulischer Fertigkeiten müssen keine unterdurchschnittlichen Leistungen vorliegen ◊ Umschriebene Entwicklungsstörungen der Sprache und des Sprechens wie die rezeptive Sprachstörung gehen einer Lese-Rechtschreib-Störung häufig voraus
- Heller-Syndrom • = tiefgreifende Entwicklungsstörung, desintegrative Psychose des Kindesalters, Hellersche/ infantile Demenz • Verlauf bis zum 2. LJ normal, danach Rückbildung aller erworbenen Fähigkeiten (Sprach- und Spielfähigkeiten, motorische Fähigkeiten, soziale Fertigkeiten, Verfall der Persönlichkeit) • Interessenverlust, Stereotypie, autismusähnliches Sozialverhalten • schlechte Prognose
- Landau-Kleffner-Syndrom • erworbene Aphasie und Epilepsie des Kindesalters (3-7) • geht bis zu 2 Jahre vor oder nach Beginn der Sprachstörung mit EEG-Veränderungen im Temporallappen oder auch epileptischen Anfällen einher • gehört zu umschriebenen Entwicklungsstörungen des Sprechens und der Sprache • nach zuvor normaler Sprachentwicklung kommt es zu einer evtl. vollständigen Sprachverständnisstörung, die Kinder erscheinen schwerhörig oder taub. Epileptische Anfälle können hinzutreten • Die Intelligenz bleibt gewöhnlich erhalten, die Prognose abhängig von der schnellenTherapieeinleitung, zumindest teilweisen Rückbildung der Symptomatik bis zur Pubertät • bei zwei Drittel der Kinder bleiben Sprachstörungen
- Phenylketonurie • genetisch bedingten Stoffwechselerkrankung, die unbehandelt zu einer Intelligenzminderung führt • erbliche Erkrankung des Phenylalaninstoffwechsels • Durch phenylalaninarme eiweißarme Diät zumindest in den ersten zehn Lebensjahren und durch Kontrolle der Phenylalaninkonzentration ist jedoch eine normale Entwicklung möglich
- Gaucher-Krankheit • erbliche Stoffwechselerkrankung • führt infolge Betaglukosidase-Mangels unbehandelt zu Knochen- und Gelenkbeschwerden, abnehmendem Muskeltonus, Krampfanfällen und Intelligenzminderung • trotz Enzymtherapie ist die Prognose bei zwei Drittel der Verläufe eher schlecht
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- Galaktosämie • genetisch bedingten Stoffwechselerkrankung, die unbehandelt zu einer Intelligenzminderung führt • erbliche Erkrankung des Galaktosestoffwechsels, die trotz Früherkennung und -behandlung in späterem Verlauf ungeklärterweise zu einem Intelligenzverlust in der Pubertätführt
- Was ist Kopropraxie? • = unwillkürliche Wiederholung obszöner Gesten
- Koprolalie = unwillkürliches zwanghaftes Äußern obszöner Wörter
- Echopraxie • = unwillkürliche Wiederholung der Bewegung anderer
- Was ist Echolalie? = unwillkürliche Nachahmung der Äußerungen anderer Menschen
- Was ist Palilalie? = unwillkürliche Wiederholung eigener Silben, Wörter, Satzteile
- Was sind komplexe vokale Tics? Palilalie, Echolalie, Koprolalie
- Was sind komplexe motorische Tics? Echopraxie, Kopropraxie
- Wie lange muss eine Ticstörung bestehen, um als chronische T. diagnostiziert zu werden? mindestens ein Jahr
- Welche Stufen der Intelligenzminderung unterscheidet man? • F70 Leichte, leichte Oligophrenie, IQ 50-69, 85 % aller Fälle, mentales Alter 9-unter 12 Jahre, früher: Debilität, Schwachsinn, Fähigkeiten: Schwierigkeiten bei Schulausbildung, aber Arbeit und Sozialbeziehung oft möglich • F71 Mittelgradige IQ 35-49, mentales Alter 6-unter 9 Jahre, früher: Imbezillität, Fähigkeiten: Deutliche Entwicklungsschwierigkeiten, gewisse Unabhängigkeit mit Hilfe möglich • F72 Schwere IQ 20-34, mentales Alter 3-unter 6 Jahre, Fähigkeiten: Kontinuierliche Hilfe erforderlich • F73 Schwerste IQ unter 20, mentales Alter unter 3 Jahre, früher: Idiotie, Fähigkeiten: kaum Selbstversorgung • dissoziierte Intelligenz = unterschiedliche Intelligenzausprägung in unterschiedlichen Bereichen, z.B. deutliche Diskrepanz von mindestens 15 IQ zw. sprachlicher und Handlungsintelligenz
- F20.1 hebephrene Schizophrenie B. Kriterium 1. oder 2. muss erfüllt sein: 1. eindeutige und anhaltende Verflachung oder Oberflächlichkeit des Affekts: 2. eindeutige und anhaltendende Inadäquatheit oder Unangebrachtsein des Affekts. C. Kriterium 1. oder 2. muss erfüllt sein: 1. zielloses und unzusammenhängendes Verhalten statt Zielstrebigkeit, 2. eindeutige Denkstörungen, die sich als unzusammenhängende, weitschweifige oder zerfahrene Sprache äußern. • D. Halluzinationen oder Wahnphänomene bestimmen das klinische Bild nicht, können jedoch in leichter Form vorhanden sein. • Beginn zwischen 15. und 25. LJ, schnelle Minussymptomatikentwicklung, schlechte Prognose
- Expressive Sprachstörung (F80.1) • umschriebene Entwicklungsstörungen • Fähigkeit zu sprechen deutlich unterhalb des Intelligenzalters angemessenen Niveaus • Nicht sprachliche Intelligenz und Sprachverständnis liegt im Normbereich • Ausschluss bei Intelligenzminderung • Artikulationsstörung, expressive und rezeptive Sprachstörung folgen aufsteigendem Schweregrad, schwerere Störung beinhaltet meist auch darunter liegende Störung
- Enuresis und Enkopresis = altersunangemessenes Einnässen und Einkoten • Enuresis Diagnose ab 5 Jahren, Jungen häufiger Enuresis nocturna, Mädchen häufiger Enuresis diurna • Enkopresis Diagnose ab 4 Jahren, Jungen 3- bis 4-mal häufiger als Mädchen Ursachen und begünstigende Faktoren:• biologische und psychosoziale Faktoren können die Entstehung erklären, Enuresis z.B. durch geringe Blasenkapazität, eine übermäßige Harnproduktion oder sehr tiefen Schlaf begünstigt• bei Enkopresis können eine mangelnde Darmaktivität und -kontrolle und eine zu frühe und strenge Sauberkeitserziehung ursächlich sein Interventionsmöglichkeiten:• Enuresis kann medikamentös + durch verhaltenstherapeutische Maßnahmen wie Klingelapparat, Einhaltetraining und Weckplan behandelt werden• bei der Enkopresis zielt die Therapie darauf ab, den Stuhlgang zu normalisieren, bei Kindern mit Enkopresis kommt es häufig zu Verstopfungen
- Wie äußert sich eine Depression im Kindesalter? • klagen weniger über psychische Beschwerden, grübeln nicht, sind nicht niedergedrückt, antriebslos und hoffnungslos • Leistungsabfall, Lernstörung, totale Spielhemmung, Gleichgültigkeit gegenüber Neuem • Trennungs- und Versagensängste • Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Ängstlichkeit, Aggression, sozialer Rückzug, Weinen
- Binge-Eating-Disorder • Essanfälle mit Kontrollverlust/ große Mengen• Essanfälle mit schnellem Essen großer Nahrungsmengen, Essen ohne Hunger, Alleine essen aus Scham, Ekel oder Deprimiertheit/Schuldgefühle nach Essanfällen • Leiden unter den Anfällen • min. 2x/w über 6 Monate• keine Kompensation (häufiger Übergewicht, keine Sorge um Gewicht)• • Ein Drittel Männer, viel mehr als bei andren Essstörungen Binge-Eating ist im ICD-10 unter "nicht näher bezeichnete Essstörung" verschüsselt
- Prävalenz Epidemiologie Essstörungen • Bulimie: Prävalenzrate bei jungen Frauen 1–3 %, häufiger als Anorexie, beginntetwas später (Erkrankungsgipfel im 18. Lebensjahr) • Anorexie: Prävalenzrate 15-25 unter1 %, beginnt früher (Erkrankungsgipfel 14-18. Lebensjahr) • 10x häufiger Frauen
- Affektspiegelung • Mentalisierungs- und Symbolisierungsfähigkeit entsteht nach psychoanalytischen Ansätzen durch adäquate Spiegelung der Affektäußerungen • Affektspiegelung muss kongruent und als solche markiert sein, z.B. durch Übertreibung • Affektspiegelung dient dem Kind als äußere Repräsentanz seines inneren Zustands • Falsche Affektspiegelung führt zu einer verzerrten Selbstwahrnehmung • Gleichzeitig Vermitteln eines gegenteiligen Effektes (bei negativen Gefühlen wie z.B. Angst), um zu signalisieren, dass kein Anlass zur Sorge besteht •
- teilnehmendes Modelllernen vom Therapeuten demonstriertes Verhalten, das sich schrittweise dem angstauslösenden Stimulus annähert, wird durch das Kind imitiert
- Familien-Beziehungstest (FBT) • projektives Verfahren • erfasst Anhand von Bildern, die Situationen aus dem Familienalltag abbilden, Gefühle und Einstellungen gegenüber Familienmitgliedern und deren Beziehungen untereinander
- Matching Familiar Figures Test 20 kognitive Impulsivität im Grundschulalter (Leistungsdiagnostik)