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Grundlagen Phytomedizin (Subject) / Fragenkatalog (Lesson)

Fragenkatalog

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  • 93. Beschreiben Sie die Grundtypen der Mundwerkzeuge der Insekten. Welche Typen sind bei Pflanzen schädigenden Arten zu finden? Nennen Sie für jeden Typ zwei Schadorganismenarten. leckend-saugende Mundwerkzeuge --> Mit einem Rüssel, keine Pflanzenschädigung; Bsp. Schmetterlinge beißend-kauende --> Mit Oberkiefer, Ober- und Unterlippe, Unterkiefer und Antennen; Pflanzenschädigung (Fraßschäden, Virusvektor); Bsp. Kartoffelkäfer, Kohlweißling stechend-saugende --> Mit Ober- und Unterlippe, Stech- und Saugborsten und Antennen; Pflanzenschädigung (Virusvektor, Nährstoffentzug); Bsp. Blattlaus, Thripse
  • 94. Was versteht man bei Insekten unter einem hemimetabolen und einem holometabolen Entwicklungsgang? Nennen Sie je zwei Schadorganismenarten. Hemimetabolie ist die unvollständige Entwicklung ohne Verpuppung, Ei > Larvenstadien >Imago, Larven phänotypisch ähnlich den Imagines, beide gleich pflanzenschädigend, gleich Mundwerkzeuge, aber nur Imagines haben Flügel; Bsp. Wanzen, Läuse Holometabolie ist die vollständige Entwicklung, Ei > Larvenstadien > Puppenstadium > Imago, Larven phänotypisch grundverschieden von den Imagines, Larven meist Raupen oder madenartig mit beißenden Mundwerkzeugen, meist nur Larven pflanzenschädlich; Bsp. Schmetterling, Käfer
  • 95. Nennen Sie wichtige Ordnungen hemimetaboler Insekten und nennen Sie für jede Ordnung ein Beispiel eines bedeutenden Schädlings. Ordnung: Collembola (Springschwänze) --> Kugelspringschwanz Ordnung: Thysanoptera (Thripse) --> Gewitterfliege Ordnung: Heteroptera (Wanzen) --> Rübenblattwanze Ordnung: Homoptera (Pflanzensauger) --> Blattlaus
  • 96. Nennen Sie wichtige Ordnungen holometaboler Insekten und nennen Sie für jede Ordnung ein Beispiel eines bedeutenden Schädlings. Ordnung: Coleoptera (Käfer) --> Kartoffelkäfer          Ordnung: Lepidoptera (Schmetterlinge) --> Raube des Kohlweißlings          Ordnung: Hymenoptera (Hautflügler) --> Kohlrübenblattwespe          Ordnung: Diptera (Zweiflügler) --> Kohlfliege
  • 97. Beschreiben Sie Methoden der Bekämpfung von tierischen Schadorganismen. -physikalisch --> Netze -chemisch --> Insektizide -biologisch --> Räuber/Beute u. Parasiten wie Schlupfwespe -biotechnisch --> Pheromon- und Lichtfallen
  • 98. Beschreiben Sie Merkmale und Bedeutung der Collembola als Pflanzenschädlinge. -       Springschwänze -       Beißend-kauende oder stechend saugende Mundwerkzeuge -       sind oft Saphrophyten -       Schädigung an Kulturpflanzen im Frühjahr (kühl-feuchter Boden) am Keimling (z.B. Zuckerrüben)   Für die Landwirtschaft sind Springschwänze von erheblichem Nutzen, da sie durch Abbau ihrer Nahrung an der Bildung von Humus beteiligt sind. Aber wenige Arten, wie z.B. der Luzernefloh, gelten als Schädlinge für Agrarsysteme. Springschwänze können insbesondere für Monokulturen schädlich werden, denn sie befallen auch die lebenden Wurzeln von Pflanzen. Durch Fraßschäden können Infektionsherde entstehen. Die Tiere sterben im Winter, ihre Eier überdauern den Frost. Vermehrung über mikroskopisch kleine Eier, die vom Wind überallhin geweht werden. Insekten und Eier können völlig austrocknen und werden durch Feuchtigkeit wieder zum Leben erweckt. Sie haben im Allgemeinen 3 Beinpaare und sind zwischen 0,2 - 5 mm groß.
  • 99. Beschreiben Sie Merkmale und Entwicklungszyklus der Thysanoptera. Welche Bedeutung haben diese als Pflanzenschädlinge? Entwicklungszyklus: Eiablage > zwei bewegliche Larvenstadien > zwei Stadien ohne Nahrungsaufnahme > adultes Tier Bedeutung: Larve und adultes Tier stechend- saugende MundwerkzeugeVerursachen Wachstumsschäden an JungpflanzenLarve macht den größten Schaden
  • 100. Nennen Sie gemeinsame Merkmale und Eigenschaften der Ordnungen Heteroptera und Homoptera. Nennen Sie jeweils einen bedeutenden Schadorganismus. Merkmale: Überordnung  Hemipteroidea (Schnabelkerfe/ Rhynchota)Stechend saugende MundwerkzeugeSchadwirkungen: Assimilatentzug, Wuchsdeformationen, Virusvektor ( Schwärzepilze  Assimilation und Gasaustausch sinken) Bedeutender Schadorganismus: Heteroptera/ Ungleichflügler > Wanze Homoptera/ Gleichflügler > Blattlaus
  • 101. Beschreiben Sie die Schadwirkungen von Heteroptera- und Homoptera-Arten. -         Assimilatentzug durch Saugen am Phloem -         Wuchsdeformation durch Schädigung des Parenchyms -         Virusvektor durch Abgabe von Speichel -         Verringerung der Assimilationsfläche und des Gasaustausches durch Schwärzepilze (durch Honigtauproduktion)
  • 102. Beschreiben Sie den allgemeinen vollständigen Entwicklungszyklus einer wirtswechselnden Blattlaus. Der vollständige Zyklus ist der Holozyklus. 1) Winterei (Überdauuerung) 2) Schlupf der Stammmüter aus dem Ei im Frühjahr 3) Stammmütter produzieren über die Jungferngeburt Virgines 4) Virgines vermehren sich parthenogenetisch (eingeschelchtlich): Massenvermehrung 5) Bei wechslenden Umweltbedingungen wernden Migrantes (beflügelt) gebildet 6) Migrantes wechselt zum Sommer(=Neben) Wirt und produziert neue Virgines zu Massenvermehrung (frühjahrsflug) 7) Im Herbst werden Sexapare (Weibchen-und Männchenmütter und schließlich Weibchen udn Männchen) gebildet unnd wechseln zum Winter(=Haupt)wirt 8) Weibchen legt Eier ab, welche von Männchen befruchtet werden und überwintern
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  • 103. Definieren Sie die Begriffe Holozyklus und Anholozyklus. Bei welchen Arten treten diese auf und welche Bedeutung hat dies für den praktischen Pflanzenschutz? Holozyklus: vollständige Generationenfolge bei Blattläusen mit parthenogenetischen und sexualen Formen und damit zweigeschlechtlicher Fortpflanzung --> Gefahr für frühe Herbstsaaten Anholozyklus: ohne Wirtswechsel, die Virgines überwintern so, unvollständige Generationsfolge bei Blattläusen, d.h. es treten keine Sexuales auf, Fortpflanzung ausschließlich parthenogenetisch --> größeres Infektionsrisiko für alle Bestände im Frühjahr Dieses tritt bei den Blattläusen auf (Homoptera/ Aphidina).
  • 104. Nennen Sie je eine anholozyklische, eine wirtswechselnd-holozyklische und eine nicht-wirtswechselnd-holozyklische Blattlausart mit den zugehörigen Wirtspflanzen. anholozyklisch: macrosiphum euphorbiae – Grünstreifige Kartoffelblattlaus --> Kartoffel, Rüben, Bohnen          wirtswechselnd-holozyklisch: Myzus persicae – Grüne Pfirsichblattlaus --> Pfirsich, Kartoffeln, Rüben, Brassicaceen          nicht-wirtswechselnd-holozyklisch:          sitobion avenae – Große Getreideblattlaus --> Getreide, Mais, viele Gräser
  • 105. Nennen Sie je eine bedeutende Blattlausart in Rüben, Kartoffel und Getreide. Geben Sie an, welchen Entwicklungszyklus diese Arten normalerweise vollziehen und welche Viren sie übertragen. Rüben: Grüne Pfirsichblattlaus --> wirtswechselnd-holozyklisch --> BYV (Beet Yellows Virus), BMYV (Beet Mild Yellows Virus) Kartoffel: Grünstreifige Kartoffelblattlaus --> anholozyklisch --> PLR (Potato Leaf Roll Virus), PVY (Potato Virus Y), PVA (Potato Virus A), PVM (Potato Virus M) Getreide: Große Getreideblattlaus --> nicht-wirtswechselnd-holozyklisch --> BYDV (Barley Yellow Dwarf Virus)
  • 106. Nennen Sie fünf Nützlinge, die als natürliche Gegenspieler von Blattläusen fungieren. Marienkäfer: Fressen als Käfer 120 Läuse/Tag, als Larven 60-100 Läuse am Tag und während einer gesamten entwicklungszeit ca. 680 Läuse. Vorteil ist, das alle Stadien sich von Läusen ernähren Florfliegen: Fleigen fressen 20 Läuse pro Tag und Larven 30 Läuse pro Tag. Geringerer Verzehr als bei Marienkäfern. Ohrwürmer: wenn alle schädlinge beseitigt fressen sie gerne Pflanzen an. Gallmücke: 50 Blattläuse in einer Woche (Larven). Schwebfliege: Larven fressen 30-60 Läuse am Tag und im letzen Stadium sogar 100. Aldute haben keinen Nutzuen gegen Marienkäfer.
  • 107. Beschreiben Sie die allgemeinen Merkmale der Ordnung Coleoptera. Käfer ·   Körper dreigeteilt: Kopf, Halsschild ("Mittelbrust") und Hinterleib ·   Pflanzenfresser oder als Räuber (Schädlinge u. Nützlinge) ·   Adulte und Larven beißend-kauende Mundwerkzeuge ·   Larven haben feste Kopfkapsel
  • 108. Beschreiben Sie den Entwicklungszyklus des Westlichen Maiswurzelbohrers (Diabrotica virgifera virgifera), beschreiben Sie mögliche Gegenmaßnahmen und bewerten Sie diese hinsichtlich ihrer möglichen Wirkung. Masiwurzelbohrer 1) Im Mai schlüpfen aus den im Boden abgelegten Eiern Larven 2) Anfang Juni werden die Larven von den Maiswurzeln durch den CO2-Ausstoss angezogen 3) Die Larven fangen an die Wurzeln zu fressen = ca. 5 Wochen = Wurzeln werden geschädigt    Larvenstadium 1 frisst an den Wurzelhärchen, Larvenstadium 2 und 3 dringen in die Hauptwurzeln ein und zerstören die Leitungsbahnen 4) Mitte Juli: Die Larven verpuppen sich 5) Käfer schlüpfen (Adulte) und paaren sich 6) Käferflug (bis zu 40 km) und dort Eiablage im Boden (500-1000) Eier pro Weibchen, ca. 30 cm tief im September 7) Käfer sterben nach der Eiablage   Gegenmaßnahmen: -Vorbeuge durch Fruchtfolge (begrenzenden Effekt) hilft nicht auf Dauer-Beizung (60-70% Einschränkung, Population bleibt) Problem: Bienenschäden-Bodeninsektizide (70-80% Einschränkung)-Insektizide (Käfer) (bis zu 90% bei mehrmaliger Applikation, Eindämmung der Population)-Bt-Mais (Toxine, Resistenzen möglich)
  • 109. Beschreiben Sie die allgemeinen Merkmale der Ordnung Lepidoptera. Schmetterlinge klein bis groß (3-60 mm)Imagines leckend-saugende, Larven beißend-kauende MundwerkzeugeNahrung: Imagines: Nektar, Larven: alle Pflanzenteile (ober- und unterirdisch)nur Raupen schädigend2 Paar großflächige FlügelRaupen: 3 Paar Brustbeine, 5 Paar Bauchbeine, Kopfkapsel
  • 110. Beschreiben Sie Entwicklungszyklus und Bedeutung des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis).   Eiablage auf den mittleren Blattetagen (700-800 Eier pro Weibchen/Jahr)10 Tage später schlüpfen die LarvenLarven L1-L5L1-L2: kaum schädlich: FensterfraßL3 dringt in den Stängel ein und schädigt die Pflanze --> frisst Richtung WurzelL4 dringen im unteren Stängelbereich ein, umgehen die KnotenL5 überwintert als Präpuppe in den MaisstoppelnVerpuppung im nächsten Jahr (Mai)3 Wochen später (Juni) Adulte (schlüpft der Maiszünsler)Begattung --> Eiablage1 Generation/Jahr   Bedeutung: Starke Ausbreitung durch Zunahme des Maisanbaus, Reduzierung der Bodenbearbeitung nach Mais, Stoppelbearbeitung nach Mais erst im Frühjahr, geringer Wirkungsgrad der Bekämpfung, sowie unterlassene Bekämpfung
  • 111. Beschreiben Sie mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Maiszünslers (Ostrinia nubilalis). - Stoppelreste mulchen (zerstörung Winterquatier) - tief pflügen (erschwert schlüpfen Puppe) - Bt-Mais (transgen, nicht zugelassen) - Insektizide (auf Bt-Basis) - Schlupfwespen im Bestand aussetzten
  • 112. Beschreiben Sie die allgemeinen Merkmale der Ordnung Diptera. Zweiflügler --> Kohlschotenmücke klein bis mittelgroß (1-10 mm)Imagines stechend-saugend oder leckend, Larven beißend oder saugendNahrung: Nektar, Pollen, alle Pflanzenteile, Insekten, Kot, Aas, Blutnur Larven schädigend, Gallbildung, teils Nützlinge (Parasitoide, Räuber)1 vollständig ausgebildetes Flügelpaar, 2. Paar zurückgebildetLarven haben keine Beine (Maden), wenig ausgebildete Kopfkapsel3 – 8 LarvenstadienVermehrung normalerweise getrenntgeschlechtlich (Ovipar)
  • 113. Beschreiben Sie Entwicklungszyklus und Bedeutung der Kohlschotenmücke (Dasyneura brassicae). klein bis mittelgroß (1-10 mm)Imagines stechend-saugend oder leckend, Larven beißend oder saugendNahrung: Nektar, Pollen, alle Pflanzenteile, Insekten, Kot, Aas, Blutnur Larven schädigend, Gallbildung, teils Nützlinge (Parasitoide, Räuber)1 vollständig ausgebildetes Flügelpaar, 2. Paar zurückgebildetLarven haben keine Beine (Maden), wenig ausgebildete Kopfkapsel3 – 8 LarvenstadienVermehrung normalerweise getrenntgeschlechtlich (Ovipar)   Bedeutung: Bis zu 3 Generationen pro Jahr, 1 schädigt Winterraps, 2 schädigt Sommerraps und die 3. verursacht keinen Schaden
  • 114. Nennen Sie fünf Gruppen von Nützlingen und die Schädlinge, von denen sie sich ernähren. ·   Marienkäfer: Blattläuse ·   Florfliegen: Blattläuse, Thripsen, Raupen, Käferlarven und Milben ·   Raubmilben: Spinnmilben, andere Milben, Thripse, Pilzsporen ·   Laufkäfer: räuberisch und unspezialisiert, z.B. Blattläuse ·   Schlupfwespen: Eiablage in spezifischen Wirtstieren, z.B. Blattläuse, Maiszünsler
  • 115. Beschreiben Sie die Maßnahmen, mit denen Nützlinge geschont und gefördert werden. Schutz von AckerwildkräuternAnlage und Pflege von AckerrandstreifenAnlage von HeckenAnlage von KrautstreifenPflege von Unterwuchs im Obst- und Weinbaunützlingsschonender Pflanzenschutz (selektive Präparate, verlustmindernde Technik, gezielte Behandlung --> Teilbehandlung, Zeitpunkt der Anwendung, Zahl der Anwendungen minimieren --> Bekämpfungsschwellen berücksichtigen, Anpassen der Aufwandmenge) > Rückzugsgebiete erhalten, pflegen oder (wieder)herstellen
  • 116. Nennen Sie allgemeine Eigenschaften von Nematoden. Durch welches charakteristische Merkmal zeichnen sich pflanzenparasitäre Nematoden aus? Nematoden sind wirbellose Fadenwürmer ohne Blutgefäße und AtmungsorganeGröße: 0,2-1mmNematoden ernähren sich von Bakterien, Pilzen ,Algen,  anderen Nematoden oder PflanzenZweigeschlechtliche Vermehrung über EierBrauchen für ihre Bewegung WasserSchwächen Widerstandsfähigkeit der Pflanzen VirusüberträgerPassive Ausbreitung über z.B. MaschinenNur LägsmuskelnVon Kutikula umgeben (4-fache Häutung)  Pflanzenparasitäre Nematoden:          Die Nahrung wird bei pflanzenparasitären Nematoden mit dem vorstreckbaren und innen hohlen Mundstachel aufgenommen und an den Darm weitergeleitetStechen Pflanzenzellen mit ihrem Mundstachel an --> dadurch auch Virusübertragung           Schäden:          Virusübertragung, Substanzverlust --> Wasser- und Nährstoffaufnahme sinkt (bei bodenbürtigen Nematoden), Wurzelbereich und Spross (Nekrosen).
  • 117. In welche Gruppen werden die phytophagen Nematoden auf der Basis ihrer Lebensweise eingeteilt?   oberirdische Nematoden: Blattnematoden, Stängelnematoden und Blütennematoden wandernde Wurzelnematoden: endoparaostäre Nematoden und ekroparasitäre Nematoden sedentäre Wurzelnematoden: zystenbildende und gallenbildende Nematoden
  • 118. Welche Möglichkeiten der Nematodenbekämpfung gibt es? Fruchtfolge --> Anbaupausen einhalten, 3-5 Jahre bei ZystennematodenAnbau von resistenten Zwischenfrüchten z.B. Senf, ÖlrettichAnbau resistenter Sorten --> werden zwar befallen, jedoch wird Zyklus der Nematoden nicht vollendet (wie resistente Zwischenfrüchte)Gesundes Saatgut verwendenEin- und Verschleppung vermeidenBodendämpfung (Gewächshaus)PSMBiologisch mit z.B. endoparasitischen Bakterien oder nematophagen PilzenUnkrautbekämpfung --> Unkraut steht nicht mehr Wirt zur Verfügung
  • 119. Beschreiben Sie Entwicklungszyklus und Bedeutung des Rübenzysten-nematoden (Heterodera schachtii). Rübenzystennematode 1) mit Eiern gefüllte Zysten überdauern im Boden 2) Bei Wurzelwachstum wird ein Schlupfreiz ausgelöst 3) Larven wandern zur Wurzelzelle und dringen mit Hilfe ihres Mundstachels ein 4) Im 4. Larvenstadium schwellen die Weibchen an und bringen Wurzelgewebe zum Platzen 5) Männchen schlüpfen ebenfalls und werden von den Lockstoffen der Weibchen angelockt: Begattung Männchen sterben ab 6) Aus Weibchen werden Zysten mit Eiern, die von der Wurzel abfallen 7)Mehrere Generationen pro Jahr möglich Bedeutugn: Wichtiger Schaderreger in Enger Rübenfruchtfolge, besonders auf leichten warmen Boden,
  • 120. Beschreiben Sie Entwicklungszyklus und Bedeutung von Ackerschnecken. Wie groß ist ihr Vermehrungspotential? 1) Überwinterung als, bei milden Temperaturen auch als entwickeltes Tier, 2) Fortpflanzung: Zwitter und dahher ist jedes Tier zu Eiablage fähig, Vermehrungszeitraum ist vom Frühjahr bos in den Herbst, bei milden Temperaturen auch im Winter 3) Eiablage bis zu 300 Eier (dreimal im Jahr) je Schnecke 4) Schlupf ist zwei bis vier Wochen nach der Eiablage, Geschlechtsreife tritt ca. 6 Wochen nach der Eiablage ein, Lebenserwartung liegt bei 6-8 Monaten, bis zu 3 Generationen pro Jahr   Bedeutung: Verzehren sowohl lebende und abgstorbene Pflanzenteile, Wirtschaftliche schäden vor allem durch Nacktschnecken, typische Symptome sind Schabe-, Loch- und Blattfraß   Vermehrungspotenzial: Die Überlebensrate der Schnecken abhänig von den Umweltbedingung, bei einer Überlebensrate von nur 2 % entstehen über 3 Generationen aus 2 Schnecken 128 Tiere, bei eine Überlebensrate von 10% sind es in 3 Generationen 16 000 Schnecken
  • 121. Beschreiben Sie die Faktoren, die das Auftreten von Ackerschnecken begünstigen. ·   Vorfrucht: Raps, Grünland, Getreide, StillegungWitterung --> feuchte Witterung günstig für Schnecken, da diese ein hohes Feuchtigkeitsbedürfnis habenDirektsaat (reduzierte Bodenbearbeitung) --> begünstigt Schlupfwinkel für die Schnecke; besser sorgfältige Bodenbearbeitung mit feinkrümeligem und rückverfestigtem Saatbett Schwere Böden --> viele Hohlräumeviel GrünbewuchsFeuchter Boden à wenig Bodenbearbeitung
  • 122. Definieren Sie den Begriff Unkraut. Nennen Sie andere Begriffe für Unkräuter. Vergesellschaftete Wildpflanzen im Agrarökosystem, die mit den Kulturpflanzen um begrenzt verfügbare Wachstumsfaktoren (Raum, Licht, Wasser, Nährstoffe) konkurrieren und diese dadurch indirekt schädigen.            andere Begriffe für Unkräuter          - Schadpflanzen          - Wildpflanzen          - Ackerkräuter
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  • 123. Beschreiben sie die Einteilung der Unkräuter nach ihrer Lebensdauer. Nennen Sie jeweils eine Unkrautart. - Einjährige (Windhalm) - Zweijährige (Melde) - Mehrjährige/Ganzjährige (Quecke)
  • 124. Beschreiben sie die Einteilung der Unkräuter nach ihrer Lebensform. Welche Anteile haben die einzelnen Lebensformen in Ackerkulturen? Nennen Sie jeweils eine Unkrautart. ·   Therophyten (Klettenlabkraut) o    keine Überdauerungsorgane --> Samen ·   Hemikryptophyten (Löwenzahn) o    Überdauerungsorgan nah an Bodenoberfläche ·   Kryptophyten / Geophyten (Quecke) o    Überdauerungsorgan unter der Erde
  • 125. Welche Formen von Erneuerungsknospen sind bei den Kryptophyten/ Geophyten zu finden? - Stolone - Rhizome - Zwiebeln - Wurzeln (Pfahlwurzel)
  • 126. Welche Faktoren bestimmen wesentlich das Auftreten von Unkräutern in Ackerkulturen? - Bodenart - angebaute Kulturpflanze - Temperatur - Witterung
  • 127. Wie verbreiten sich Unkräuter? 1.Selbstverbreitung (Autochorie)-Streufrüchte-Schleuderfrüchte2.Verbreitung durch Tiere (Zoochorie)-Haftfrüchte-Ameisenfrüchte-Fleischfrüchte3.Verbreitung durch Wind (Anemochorie)-Schirmflieger-Scheibenflieger
  • 128. Beschreiben Sie die Populationsdynamik einer einjährigen Unkrautart. Keimpflanze zu Pflanze Pflanze bildet Samen Samen kommt in Samenvorra aus Samenvorrat bilden sich keimende Samen aus keimenden Samen werden Keimpflanzen
  • 129. Wie und wie lange überdauern Unkräuter? - je nach Pflanzenart Jahre bis mehrere Jahrzehnte - Samen (einjährig) - Überdauerungsorgane (Mehrjährig)
  • 130. Beschreiben Sie die Dormanz bei Unkräutern. Welche Faktoren beeinflussen die Dormanz? Als Dormanz werden alle Formen der Entwicklungsverzögerung bei Tieren und Pflanzen bezeichnet. Diese sind teilweise durch Außenfaktoren bedingt, sie können jedoch auch genetisch und hormonell gesteuert sein. Dormanzphasen gewährleisten vor allem ein Überleben der Tiere und Pflanzen bei ungünstigen Umweltbedingungen.Zu den Hauptmerkmalen der Dormanz gehören ein stark reduzierter Stoffwechsel und erhöhte Resistenz. Die Dormanz kann in allen Entwicklungsphasen auftreten und auch innerhalb derselben Art abhängig von äußeren Bedingungen unterschiedlich lang sein, wie dies z. B. bei Keimruhe zu beobachten ist. Dormanz (=Keimruhe)   Primäre Dormanz tritt mit der Samenreife ein, endogen bedingt durch Hartschaligkeit, Hemmstoffe, unreifer Embryo sekundäre Dormanz: exogen bedingt durch hohe / niedrige Temperaturen, Sauerstoffmangel, Wassermangel, Licht Aufhebung beider oft bedingt durch die Temperatur
  • 131. Beschreiben Sie die Schadwirkungen, die von Unkräutern ausgehen können? ·   Besatz im Erntegut ·   Behinderung Erntearbeiten (Klettennester) ·   Krankheitsüberträger (Schädlinge, Viren, Bakt.) ·   Giftwirkung von Pflanzen (Jakobskreuzkraut) ·   Nährstoffkonkurenz
  • 132. Nennen Sie Möglichkeiten der Unkrautregulierung. ·   Fruchtfolge ·   Sortenwahl ·   Düngung ·   physikalisch: mulchen, Striegeln, Hacken, Bürsten ·   Stoppelbearbeitung (Pflügen) ·   Herbizide ·   physikalisch (flämmen)
  • 133. Wie wirken sich acker- und pflanzenbauliche Maßnahmen auf das Auftreten von Unkräutern aus? - beeinflussen Unkrautart - Befallsdruck (Bodenbearbeitung) Frage nicht richtig  beantwortet
  • 134. Definieren Sie „Biologische Unkrautbekämpfung“. Gezielte Anwendung von Antagonisten zur aktiven Begrenzung der Populationsdichte schädlicher Pflanzen.
  • 135. Welche Möglichkeiten der mechanischen Unkrautregulierung gibt es? Hacken: zerkleinern und zerhacken durch Hackfräse (angetriebenes Verfahren) Bürsten: Angetribenes Verfahren durch Reihenbürster Striegeln: gezogenes (nicht angetriebenes Verfahren), Netzegge oder Ferderzinken, Hackstriegel
  • 136. Welche Bedingungen müssen für eine erfolgreiche mechanisch-maschinelle Unkrautregulierung gegeben sein? - Boden und Pflanzen trocken (abgesiebter Erdanteil Wurzel) - Unkräuter klein -  Schüttfähiger Boden (Ton ist schlecht) - hohe Fahrgeschwindigkeiten -Frostfrei (Schäden Kulturpflanze sonst zu hoch)
  • 137. Beschreiben Sie Geräte für die mechanische Unkrautregulierung. -Hacken: Zerkleinern und Zerhacken durch Hackfräse – Angetriebenes Verfahren-Bürsten: Angetriebenes Verfahren durch Reihenbürsten-Striegeln: gezogen- nicht angetriebenes Verfahren Netzegge oder Federzinken, Hackstriegel
  • 138. Welche Möglichkeiten der thermischen Unkrautregulierung gibt es? - Flamme (heiße Luft) - Dampf (Luft-Wasser Gemisch) - Elektrizität (Hitzestrahlung) - Mikrowellen (Erhitzung Wasser in Pfl.) -Infrarot (Erhitzung Wasser in Pfl.) -Abdeckung mit Folie (weiß/Schwarz)
  • 139. Welche drei Grundvoraussetzungen gehören zur sachgerechten Anwendung von Pflanzenschutzmitteln? - Sachkundiger Anwender - geprüftes Pflanzenschutzgerät - Zugelassene PSM
  • 140. Welche rechtlichen Regelungen müssen im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln beachtet werden? - Gefahrstoffverordung - Bodenschutzgesetz - Naturschutzgesetz - Trinkwasserverordung
  • 141. Was ist der Unterschied zwischen Pflanzenschutzmitteln und Pflanzenstärkungsmitteln? - Pflanzenstärkungsmittel gelistet, aber nicht zulassungspflichtig - keine belegte Wirkung
  • 143. Was beinhaltet § 3 des Pflanzenschutzgesetzes? - "gute Fachliche Praxis Praxis" --> integrierter Pflanzenschutz --> Gefahrenabwehr Mensch, Tier und Umwelt --> Gesunderhaltung Pflanzen, Qualitätserzeugnisse