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Psychologie (Subject) / Gruppen, Einstellungen, Einfluss (Lesson)
- Kontingentmanagement - Strategien positiver Verstärkung - Löschungsstrategien Kontingenzmanagement Kontingenzmanagement, systematischer und kontrollierter Verstärkereinsatz; eine sowohl bei der Fremdkontrolle als auch bei der Selbstkontrolle einsetzbare Methode zur Veränderung von Verhaltensweisen, die auf einem von D. Premack formulierten Prinzip beruht - Eine Verhaltensweise wird automatisch verstärkt, wenn ihr ein Verhalten mit einer größeren, unabhängigen Reaktionsrate (Reaktionswahrscheinlichkeit) unmittelbar nachfolgt - Mit dem Kontingenzmanagement versucht man die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Reaktionen, die dem Problemverhalten und seinen Vorläufern entgegengesetzt sind, dadurch zu erhöhen, daß man sie vor häufig auftretenden Verhaltensweisen wie Essen, Trinken, Geld in die Hand nehmen, Telefonieren etc. einschiebt Strategien der positiven Verstärkung - Eine positive Verstärkung ist in der Lernpsychologie die Zunahme der Häufigkeit eines Verhaltens, wenn positive Reize wie Essen dargeboten werden - Ein positiver Verstärker ist demnach jeder Reiz, der, wenn er dargeboten wird, die Reaktion bekräftigt und dadurch häufiger macht - Durch einen Verstärker kommt es also zu einer Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens., denn folgt dem Verhalten ein positives Ereignis (Verstärker), kommt es zu einer positiven Konsequenz Löschungsstrategien - ignorieren von störendem/fehlangepasstem Verhalten - geringe Auftretenswahrscheinlichkeit des Verhaltens/Löschung - gleichzeitig positive Verstärkung auf positives Verhalten
- Rational- emotive Therapie - Kognitive Verhaltenstherapie Kognitive Verhaltenstherapie Rational-emotive Therapie - Rational-Emotive Therapie, Abk. RET, von Albert Ellis entwickelt, basiert auf einem ABCDE-Modell - Aufgrund des A (Activating event), B (Belief), C (emotional Consequences), D (Disputation), E (Effekt)-Modells werden Informationen für die Diagnostik, die Intervention und die Bewertung des Erfolges der Intervention bereitgestellt - Wesentliche Grundannahme der Rational Emotiven Therapie und ihrer Weiterentwicklung als Rational Emotive Verhaltenstherapie ist, daß emotionale Störungen als das Ergebnis intrapsychischer, kognitiver Prozesse zu betrachten sind - die Rational Emotive Therapie geht davon aus, daß nicht die Dinge den Menschen beunruhigen, sondern die Vorstellungen von den Dingen - Danach rufen dysfunktionale Bewertungen (i. S. von irrational) emotionale Störungen hervor - Dysfunktionale Bewertungen lassen sich als absolute Forderungen an sich selbst, andere oder die Welt operationalisieren - Die irrationalen Bewertungen werden hinsichtlich ihrer emotionalen Konsequenzen (hedonistischer Disput), ihrer logischen Begründetheit (logischer Disput) oder ihres Realitätsgehaltes (empirischer Disput) geprüft und ggf. mit dem Patient durch ”rationale” Alternativen ersetzt - Auf diesem Weg soll es zu einer Veränderung der emotionalen Symptome kommen - Als therapeutische Technik kommt ein spezifisches Frage-und Antwortverhalten (sokratischer Dialog) in der Therapeut-Patient-Interaktion zur Anwendung - Der sokratische Dialog ist eine zentrale Interventionsmethode der Rational Emotiven Therapie, wobei aber emotive und verhaltensorientierte Methoden nicht ausgegrenzt werden - Wesentliche Interventionsmethoden der RET sind Vermittlung der eleganten Lösung, Stärkung der Frustrationstoleranz, Imaginationstechniken, Streßimmunisierungsmethode, Shame attacking exercises, Disputation als Unterscheidung von Meinung und Fakten, Erleben angemessener Gefühle, Konfrontation und Reaktionsverhinderung
- Psychoanalyse Psychoanalyse Die klassische Psychoanalyse findet in drei bis fünf Sitzungen von je 50 Minuten Dauer pro Woche statt, oft über mehrere Jahre. Der Patient – bzw. im Fall von Selbsterfahrung oder einer Lehranalyse der Analysand – liegt auf einer Couch und sagt möglichst unzensiert alles, was ihn gerade bewegt bzw. ihm durch den Sinn geht (freies Assoziieren). Der Analytiker sitzt hinter ihm, hört mit einer Haltung „gleichschwebender Aufmerksamkeit“ zu und teilt dem Analysanden die während des psychoanalytischen Prozesses gewonnenen Erkenntnisse mit („Deutung“), wann immer er es für günstig hält. Insbesondere bemüht sich der Analytiker, die sich in der Beziehung zu ihm einstellenden Übertragungen typischer emotionaler Muster bzw. Motive des Analysanden aufzuspüren, und ihre Bedeutung innerhalb der Psychodynamik des Analysanden zu interpretieren, um sie einer Veränderung zugänglich zu machen („Übertragungsanalyse“). Auch die Traumanalyse kommt während der analytischen Behandlung zur Anwendung.
- Psychoanalyse - frei Assoziation Freie Assoziation - Die Entdeckung des freien Assoziierens geht auf eine Beobachtung Freuds zurück, die er im Zuge der Behandlung einer neurotischen Patientin machte - Er erkannte Zusammenhänge zwischen den ihm zunächst unverständlich und verwirrt anmutenden Phantasien der Patientin und ihrer Krankheitsproblematik - Nach und nach erprobt und erweitert, ließ sich das freie Assoziieren schließlich methodisch anwenden. Hinter der Bedeutung des freien Assoziierens steht die Theorie Freuds, dass ein großer Teil dessen, was ein Mensch denkt, sagt, tut und empfindet, durch das Unbewusste bestimmt ist - Unbewusste Regungen, zum Beispiel verdrängte oder abgewehrte Gefühle oder Triebe, unterliegen im Alltag gewöhnlich einer nicht bewussten „Selbstzensur“ durch das Ich und das Über-Ich, die in der Regel ein zweifaches Ziel hat: die Konfrontation mit verdrängten, zum Beispiel schmerzhaften und traumatischen oder das Selbstwertgefühl bedrohenden Gefühlen zu vermeidenmögliche Konflikte mit den sittlichen und normativen Ansprüchen der sozialen Umgebung zu verhüten.- Die vielen aus dem Es kommenden nicht geduldeten Triebregungen, Affekte, Erinnerungen, Vorstellungen, Gedanken und Gefühle, die die psychische Stabilität bedrohen könnten, sowie anderweitig „gefährliche“, zum Beispiel sozial sanktionierte Regungen (wie Aggressionen und sexuelle Wünsche), werden so unter Verschluss gehalten - Diese Gedanken und Gefühle sind nur zum Teil bewusst und werden als innere Phantasien zugelassen, ohne vor Anderen ausgesprochen zu werden - Ein großer Teil davon bleibt dagegen im Unbewussten aktiv und kommt in dessen Bildungen, bzw. Kompromissbildungen (wie beispielsweise Fehlleistungen, Träumen oder neurotischen Symptomen) wieder zum Vorschein, durch einen Vorgang, den Freud „Wiederkehr des Verdrängten“ nannte. - Beim freien Assoziieren wird diese Kontrollfunktion durch eine bewusste Gegenentscheidung des Ichs zumindest tendenziell aufgehoben, und zwar wird die zweite Zensur (zwischen dem Bewussten und dem Vorbewussten) ausgeschaltet, wodurch Zugang zu der Enthüllung der Abwehrmechanismen (Assoziationswiderstand) der ersten Zensur (zwischen dem Vorbewussten und dem Unbewussten) gewonnen werden soll - Ziel ist die Erkenntnis des Unbewussten, die das Zentrum der psychoanalytischen Therapie bildet.
- Traumdeutung - Psychoanalyse Traumdeutung - Freud stellte eine Theorie auf, wonach Träume keine Produkte einer bloßen Verarbeitung vorheriger Tageserlebnisse seien, und der zufolge dem Traum kein prophetischer Gehalt innewohne - Vielmehr sei der Traum eine Befriedigung eines verdrängten Triebwunsches und enthalte eine höchst intime „Botschaft“ über die von den Erfahrungen der Kindheit maßgeblich bedingte Situation des Träumenden - In der Tiefenpsychologie steht daher die systematische „Entschlüsselung“ der Träume im Dienste der Selbsterkenntnis und hat darüber hinaus eine existentielle Bedeutung für die psychische Diagnostik, die Voraussetzung einer fundierten Therapie - Aus den Ergebnissen seiner Methode der Traumdeutung leitete Freud ab, dass es psychische Inhalte gebe, die aktiv daran gehindert werden, das Bewusstsein zu erreichen - Der Vorgang der Traumgestaltung wird als „Primärprozess“ bezeichnet - Dieser Vorgang spielt sich im Unbewussten ab - Der Schlaf setze jedoch die kognitive Hemmung herab, die den Übergang unbewussten Materials zum Bewusstsein im Wachzustand verhindert, und ermögliche so den ins Unbewusste verdrängten Inhalten, sich zu Träumen zu gestalten und in dieser neuen Form das Vorbewusste und das Bewusstsein wieder zu erreichen als manifeste Trauminhalte (s. u.) - Die Inhalte des Unbewussten – bei denen es sich immer um Bedürfnisse wie Hunger, Lust usw. handele (s. u.) – mit den Erlebnissen der vorherigen Tage (sogenannten Tagesresten), Eindrücken aus dem Langzeitgedächtnis und selbst Anteilen bewusster Erwägungen vermischt, alles „verdichtet“ zu primitiv oder auch höchst komplex anmutenden „filmischen“ Sequenzen und ohne Rücksicht gegen den im Wachzustand gewohnten Zeitverlauf „verschoben“ - Ebenfalls scheinen gelegentlich die anderen Naturgesetze wie die Schwerkraft aufgehoben, was insgesamt dazu führe, dass sich der Sinn eines Traumes erst über den Umweg der Analyse erschließen lasse - Hauptverantwortlich dafür, dass die „Botschaft“ eines Traumes nicht unmittelbar nachvollzogen werden könne, sei aber die Zensur, die während des Schlafes zwar herabgesetzt, jedoch nicht gänzlich aufgehoben werde - Die „tiefsten“ Inhalte der Träume entstammen Freuds Theorie zufolge dem Es, das weitreichend mit dem Unbewussten identisch sei – also triebhaften Bedürfnissen, die befriedigt werden sollen: teils, weil sie für die Erhaltung des Organismus unabdingbar seien (z. B. der Drang nach Ernährung), teils, weil erforderlich für seine Vermehrung (sexuelle Bedürfnisse) Diese biologisch verankerten Wünsche, denen die der Neugierde und solche sozialer Natur hinzukommen – die Mutter-Kind- und die Gruppenbindungsbedürfnisse – bilden nach Freud das Hauptreservoir der psychischen Energie, der so genannten Libido - Aus ihrer Quelle gestalte sich der gesamte biologische Organismus und die von Freud nach drei Instanzen unterschiedene Struktur der Psyche: das Es, das Ich und das Über-Ich - Alle drei Instanzen seien verbunden mit spezifischen, auch organisch repräsentierten Funktionen, die im Zustand der psychischen Gesundheit konfliktfrei kooperieren - Erst die Erziehung zu Moral und Reinlichkeit, deren Vorschriften und Verhaltensnormen während der Kindheit vom Über-Ich verinnerlicht werden, seien dafür verantwortlich, dass diese Kooperation gestört wird und etliche Anteile der dem Es eigenen Triebwünsche das Ich-Bewusstsein nicht mehr erreichen - Dennoch blieben sie im Unbewussten erhalten, und so stelle jeder Traum einen Versuch des Es dar, diese Triebwünsche dem Ich, entgegen den Forderungen des Über-Ichs, bewusst zu machen - Aus diesen einander widerstrebenden Forderungen ergebe sich der sogenannte latente Inhalt des Traumes, seine in Symbolen verkleidete, einer Deutung bedürfenden Botschaft - Die latenten Trauminhalte werden von Freud auch Traumgedanken genannt. Im Gegensatz hierzu stelle der manifeste Traum dar, was dem Träumer in Gestalt der ihm meist unverständlichen Symbole beim Erwachen im Gedächtnis haften blieb; er entspricht also nicht der „unter“ der bewusst erinnerten Oberfläche „latent“ vorliegenden, erst durch die analytische Arbeit aufzudeckenden Botschaft - Zu ihr gelange der Psychoanalytiker vor allem über die freien Assoziationen, die sein Klient über jedes erfragte Symbol seines Traumes anfertigen soll
- wiederstandanalyse - Psychoanalyse Wiederstandsanalyse - Die Psychoanalyse hat den Begriff Widerstand für eine "Oppositionshaltung" gegen den Analytiker oder seine Bemühung, in das "Unbewusste" einzudringen, eingeführt - Freud hat diesen Begriff zudem angelegentlich ausgeweitet gegen Kritiker der Psychoanalyse. Dies macht für sich schon den Absolutheitsanspruch der psychoanalytischen Deutung klar: Die Deutung enthielt nicht unbedingt eine Evidenz, welche eine einfache Einigkeit in der Interpretation war - Umgekehrt musste also die Deutung, auch wenn sie uneindeutig war, sich gegen den Analysanten oder Kritiker durchsetzen lassen - Wer sich einer Deutung widersetzte, geriet in eine Widerstandsanalyse, worin der Grund, warum er der Deutung des Analytikers die Wahrheit absprach, selbst mit den Mitteln der Psychoanalyse hinterfragt wurde, anstatt dass sich ihre Deutungswahrheit erweisen ließ oder ihre Begrifflichkeit hinterfragbar geworden wäre - Der Einspruch gegen eine Deutung wurde somit doppelt gebrochen: als Kritik und als Gewissheit - Diese Dopplung macht die psychoanalytische Methode zu einer absoluten und kann beliebige Interpretationen in eine verschachtelten Begründungskette von Deutung der Deutungswiderstände treiben - Damit wird psychologische Theorie total
- Übertragungsanalyse (die richtige) - Psychoanalyse Übertragungsanalyse - Der Begriff der Übertragung stammt aus der Tiefenpsychologie, insbesondere der Psychoanalyse -Er bezeichnet dort den Vorgang, dass ein Mensch alte – oftmals verdrängte – Gefühle, Affekte, Erwartungen (insbesondere Rollenerwartungen), Wünsche und Befürchtungen aus der Kindheit unbewusst auf neue soziale Beziehungen überträgt und reaktiviert - Ursprünglich können diese Gefühle auf die Eltern oder Geschwister bezogen gewesen sein, bleiben aber auch nach der Ablösung aus dem Elternhaus in der Psyche präsent und wirken dort weiter - Dieser Vorgang ist zunächst weitestgehend normal und weit verbreitet, kann aber, wenn die übertragenen Gefühle sich gegenüber tatsächlichen gegenwärtigen Beziehungen als nicht angemessen erweisen, zu erheblichen Problemen und Spannungen führen - Man unterscheidet generell zwischen positiver und negativer Übertragung. Bei der positiven Übertragung werden positive Anteile früherer Beziehungen (Liebe, Zuneigung, Vertrauen) übertragen, bei der negativen Übertragung negative Anteile (Hass, Abneigung, Wut, Misstrauen) - Dabei ist zu beachten, dass meist beide Pole vorhanden sind, nur dass die eine Art der Übertragung im Vordergrund steht, der andere, unbewusste Gegenpart dagegen im Hintergrund - Dies tritt jeweils in kleinen Teilen hervor, etwa in sarkastischen oder ironischen Äußerungen, in Fehlleistungen, oder in negativen Äußerungen über eine (nicht anwesende dritte) Person, die man nicht mag - Freud hat den Begriff auch in Zusammenhang mit der Traumanalyse benutzt. Hier sprach er von „Übertragungsgedanken“ und bezeichnete hiermit den Vorgang, dass unbewusste Wünsche in das Vorbewusste „übertragen“ werden, so dass durch eine Art von „Verschiebung“ der unbewusste Wunsch zum Ausdruck kommen kann - Konzept der Übertragungsneurose stellt eine andere Bezeichnung für sein Modell der Psychoneurose aus Gründen unterschiedlich anzuwendender therapeutischer Techniken dar - Übertragungsneurosen erweisen sich nach Freud der analytischen Technik zugänglich - Mit Übertragung ist die Projektion frühkindlicher Konflikte auf den Therapeuten bzw. auf den Analytiker als wesentliches und unumgängliches therapeutisches Mittel gemeint - Freud machte die Erfahrung, dass bei der Analyse die Gelegenheit dazu besteht, unverarbeitetes frühkindliches Erlebnismaterial neu zu aktivieren und dabei neu zu bearbeiten - Alfred Lorenzer hat die psychoanalytische Arzt-Patient-Beziehung als eine Sprachanalyse untersucht - Dabei versteht er die Entschlüsselung des Sinnes spezifisch unverständlicher Verhaltensweisen des Analysanden als ein Verstehen von analogen Szenen im Vergleich zwischen aktueller und frühkindlicher Situation - Bei den Übertragungsneurosen handle es sich um die Auswirkungen eines deformierten Sprachspiels - Der Kranke ›agiere‹, indem er eine unverständliche frühkindliche Szene spiele. Das hermeneutische Verständnis des Therapeuten für solche analoge Szenen trage zur Heilung bei Personenzentrierte Gesprächsterapie nach Rogers - Die hilfesuchende Person mit ihren jeweiligen Gefühlen, Wünschen, Wertvorstellungen und Zielen soll im Mittelpunkt der therapeutischen Interaktion stehen - Die Sichtweise des Therapeuten soll dabei weitgehend in den Hintergrund treten, Ratschläge und Bewertungen sind zu vermeiden (nicht-direktives Verhalten) - Eine der Besonderheiten der Methode liegt in der Rückmeldung des vom Klienten ausgedrückten emotionalen Inhaltes seiner Aussagen ohne jede Verfälschung mit anderen Worten (aktives Zuhören; Empathie) - Dadurch wird der Klient immer weiter in seine eigene Wahrnehmung geführt, oft bis an die Antworten, die er im Alltag nicht auszusprechen wagt oder derer er sich nicht gewahr werden kann - Durch das Schaffen einer vertrauensvollen Atmosphäre soll der Klient angstfrei und kreativ an der Lösung seiner eigenen Schwierigkeiten arbeiten können (Selbstexploration) - Unter Nicht-Direktivität versteht der personzentrierte Psychotherapeut die Ermöglichung für den Klienten, dass er selbstgesteuert die Inhalte sowie den Prozess der psychotherapeutischen Beziehung bestimmt - Subsidiär ist eine Übernahme sowohl der thematischen wie auch der Prozessverantwortung durch den Therapeuten möglich, gegebenenfalls notwendig, sofern dies die Aufrechterhaltung und Entwicklung der psychotherapeutischen Beziehung erleichtert - Je mehr es gelingt, die personzentierte Grundhaltung zu verwirklichen, desto größer ist die Chance, dass bei den Klienten ein Prozess in Gang kommt, der sich auf Besserung oder Heilung von psychischen und psychosomatischen Störungen zubewegt, auf die Übernahme von Selbstverantwortung und Verantwortung für Andere, auf eine Zunahme von Lern- und Lebensfreude, auf den Abbau von Wachstumsblockierungen - Das Psychotherapie- und Beratungskonzept von Rogers erscheint als theoretisches Modell relativ einfach formuliert, seine Umsetzung in die Praxis stellt jedoch hohe Anforderungen an seine Benutzer: an ihre eigene Erfahrung mit dem Prozess des Sich-Wahrnehmens, -Verstehens und -Annehmens und an die Fähigkeit zur Umsetzung in das jeweilige Berufsfeld
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