Psychosomatik und Verhaltensmedizin (Subject) / Krankheitsverhalten am klinischen Beispiel Diabetis mellitus (Lesson)

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  • Krankheitsverhalten (Mechanic) Individuelle Reaktion auf ein Symprom/ eine Erkranung Die Reaktion besteht aus: - Wahrnehmung des Symptoms - der kognitiven und emotionalen Bewertung - den handlungsbezogenen Reaktionen
  • Beschwerdenn wahrnehmen beim Krankheitsverhalten? - Aufmerksamkeitslenkung - Gedanken - Gefühle
  • Krankheitsverhalten: Was tun bei Beschwerden? - medizinische Leistungen in Anspruch genommen, Medikamente eingenommen, Ausmaß? - Arbeitsunfgähigkeitszeiten/ Krankheitstage? - Schonverhalten vs. weiterhin körperlich aktiv? - Beschwerden anderen Personen gegenüber ausdrücken? (Familie..)
  • Krankenrolle (Parsons) Kombination aus Verpflichtungen & Privilegien, die mit einer Krankheit entstehen
  • Rechte & Pflichten bei einer Erkrankung - Person ist hilfsbedürftig: --> erhält Unterstützung/Hilfe - Befreiung von üblichen Verpflichtungen --> Krankschreibung/Arbeitsunfähigkeit = sekundärer Krankheitsgewinn - es wird Kooperation zur Gesundheitswiederherstellung erwartet --> Diagnostik & Behandling sollen in Anspruch genommen werden --> Ausführung von gesundheitsförderlichen Aktivitäten
  • Welche Faktoren beeinflussen das Krankheitsverhalten (grob)? - Soziodemographische & ökonimische Faktoren - Geschlechtseffekte - Persönlichkeit & Interozeption
  • Was ist der Einfluss von Soziodemographischen und ökonomischen Faktoren auf Krankheitsverhalten? - Alter: sig pos Zsh mit körperl. Beschwerden - Gesellschaftliche/ kulturelle Faktoren: x alleinstehende äußern mehr körperl & psych Beschwerden x Beschwerdeäußerung höher in mediterranen Ländern & niedrigerin asiatischen x niedriger SES korr mit höheren Beschwerdescores - Frauen: höhere Inanspruchnahme des Gesundheitssystems x äußern mehr Symptome x durchschn. Unterschied in subj Einschätzung der Gesundheit
  • Geschlechtseffekte im Krankheitsverhalten? - Frauen suchen generell schneller Arzt auf - bei "typsichen" somatoformen Krankheiten gibt es allerdings keinen Unterschied!!
  • Persönlichkeit & Interozeption im Krankheitsverhalten - Beschwerdeäußerung hängt zusammen mit Depression emotionaler Labilität Ängstlichkeit/ Gehemmtheit Wahrnehmungssensibilität /Interozeptionsfähigkeit ABER! Subjektive  "Innenwahrnehmung" stimmt nur bedingt mit tatsächlichen biologischen Vorgängen überein
  • Was ist dysfunktionales Krankheitsverhalten? Unangemessene, maladaptive Art des Erlebens, Bewertens oder der Handlungen bezüglich des eigenen Gesundheitszustandes
  • Formen von ungünstigem Krankheitsverhalten - chronisches Krankheitsverhalten - überhöte in Anspruchnahme - übertriebenes Krankheitsverhalten - zu wenig Rücksicht auf eigene Grenzen nehmen - dysfunktionales Kommunikationsverhalten - übermäßiges Einfordern v Konsequenzen durch deie Umwelt - Vermeidungsverhalten - Cyberchondrie
  • Chronisches Krankheitsverhalten kein ANpassungsprozess im Verlauf der Erkranung
  • (überhöhte) Inanspruchnahme - ärztliche Behandlung - alternativmedizinische  Behandlungen
  • übertriebenes Kranknheitsverhalten KV hängt nur bedingt mit Schwere /Ernstaftigkeit der Krankheit/ der Symptome zusammen
  • Endurers ...nehmen zu wenig Rücksicht auf ihre eigenen Grenzen
  • dysfunktionales Kommunikationsverhalten Krankheit verheimlichen & Krankheit allen mitteilen
  • (übermäßiges) Einfordern von KOnsequenzen durch die Uwelt - Entlastung - Arbeitsunfähigkeit - verminderte Konzentration
  • Vermeidungsverhalten (als ungünstiges Krankheitsverhalten) Vermeidung von körperlicher  AKtivität soziale Kontakte / Aktivität Verantwortungsbereiche, Tätigkeitsbereiche
  • Ziel von Vermeidungsverhalten bei dysfunktionalem Krankheitsverhalten kurzfristige Milderung von Beschwerden Vorbeugen von Verschlechterung
  • Konsequenzen von Vermeidungsverhalten bei dysfunktionalem Krankheitsverhalten - ABbau körperlicher Kondition - negative affektive Reaktion - gedankliche Beschäftigung mit somatischen Beschwerden - Rückgang Problembelwältigugsfähigkeiten - eigene Möglichkeiten werrden nicht mehr überprüft, gesunder ANteil schrumpft
  • Bsp für nonverbales Krankheitsverhalten? Stöhnen Seufzen Grimassieren theatralische Darstellung schlechte Kooperation
  • Welche 2 Optionen gibt es für den Behandelnden, um auf Krankheitsverhalten (nonverbal/verbal) zu reagieren? 1) Aufschaukeln : Benehmen Sie sich nicht so dumm, ich habe nicht ewig Zeit für Sie! 2) System Dämpfen: Habe ich das richtig verstanden, Sie fühlen sich sehr schlecht?
  • SAIB Scale for the Assessment of Illness Behaviour (Rief)
  • Scale for the Assessment of Illness Behaviour 5 Faktoren erfasst versch Formen v Krankheitsverhalten interne Konsistenz r=.9 Korr mit Beurteilung durch Ärzte Korr mit anderen Fragebögen zur Erfassung von Ängsten & körperl. Symptomen
  • interne Konsistenz SAIB? r=.9
  • Was sind die 5 Faktoren des SAIB? 1. Beestätigung der Diagnose/Permanenter Wunsch nach professioneller Intervention 2. Medikation/ Medizinische Behandlung 3. Krankheitskonsequenzen 4. Symptomsuche/Scanning 5. Krankheitsäußerungen, Persistieren der Krankenrolle
  • Was enthält Faktor 1 des SAIB, Bestätigung der Diagnose, Permanenter Wunsch nach professioneller Intervention? - Überinanspruchnahme von ärztlichen Leistungen - unnötige medizinische Untersuchungen, Mehrfachdiagnostik
  • Was enthält Faktor 2 des SAIB, Medikation, Medizinische Behandlung? Patient hat viel Vertrauen in Medikamente hat immer viele Medikamente zur Hand unnötige Einnahme von Medikamenten
  • Was gehört zu Faktor 3 im SAIB, Krankheitskonsequenzen? Krankheitstage Pat können sich nicht auf Arbeit konzentrieren (abgelenkt durch Symptome) Symptome beeinflussen Verhalten in der Familie
  • Was gehört zu Faktor 4 im SAIB, Sympromsuche/Scanning? Überwachung des Körpers, vor allem bei Patienten mit geusndheitsbezogenen Ängsten hohe Aufmerksamkeit auf körperlilche Prozesse
  • Was gehört zu Faktor 5 im SAIB, Krankheitsäußerung/Persistieren der Krankenrolle? Patient äußert Symptome Pat ist darauf bedacht, dass alle wissen, ddass er krank ist Person definiert sich nur nonch als Patient
  • Signifikante Korrelation von Faktoren des SAIB? - Wunsch nach Interventtion/ Bestätiguung der Diagnose mit Medkation (.39*) - Wunsch nach Interventtion/ Bestätiguung der Diagnose mit Scanning (.61**) - Krankheitskonsequenzen mit Scanning (.42**) - Krankheitskonsequenzen mit Krankenrolle (.47**)
  • Korr Krankenrolle und Medikamente? .00!!!
  • Gesundheitshandeln vs Gesundheitsverhalten? Gesundheitshandeln = subj bedeutsames Handeln nvon Pers im Alltag mit mehr o weniger bewusstem Ziel der Genesung Gesundheitsverhalten = normativ, von Experten definierte "richtige" Verhalten
  • Gesundheitskompetenz (health literacy) =? Alltagswissen, alltägliche Vorstellung von Gesundheit
  • Bsp für gezielte Förderung von Gesundheitshandeln? - Abbau Risikoverhalten (Rauchen) - Aufbau Gesundheitsverhalten (zB Bewegung) - Förderung hilfreiches Krankkheitsverhalten (zB Adhärenz)
  • 3 Schritte zum Ändern von dysfunktionalem Krankeheitsverhalten? (Bsp Schonverhalten) 1. Erarbeiten mit Pat welche Verhaltensstrategien bisher eingesetzt wurden : Vor/Nachteile?; kurz- & langfristige Konsequenzen? 2. Neue Ziele: Wie soll zukünftiges Verhalten aussehen?; praktische Verhaltensübungen bespr; ggf auf kurzfristige Verschlechterung vorbereiten 3. Konkreter Aktivitätenplan, Maßnahmen zur Selbstverstärkung implementieren
  • Wann gelingen Interventionen tatsächlich? - eine Erfassung der individuellen Verändeurngsbereitschaft der Patienten ist erforderlich!
  • Das Prinzip hinter dem Transtheretischen Modell? (knapp) Erfassung der individuellen Verändeurngsbereitschaft: Analyse der Motivation -> Steigerung der Motivation -> Auswahl/Anpassung therapeutischer Strateien/Interventionen
  • Die 6 Veränderungsstufen im Transtheretischen Modell? 1. Precontemplation  - Absichtslosigkeit 2. Contemplation - Absichtsbildung 3. Preparation - Vorbereitung 4. Action - Handlungsstadium 5. Maintenance - Aufrechterhaltung 6. Termination - Abscglussstadium
  • Patientenmerkmale bei Precontemplation? Verleugnet Problem & seine Bedeutung Will nicht darüber Sprechen Andere erkennen das Problem Zeigt Widerstand, wenn darauf angesprochen Risiko, destrukutiver Diskussionen
  • Therapeutische Strategien in Precontemplation? Frage nach Erlaubnis, das Problem zu diskutieren Frage nach Patientensicht & Meinung Weise vorsichtig auf Diskrepanzen hin Bringe Sorgen zum Ausdruck Bitte P über Problem zu sprechen, zu lesen,  sich zu informieren (bis zur nächsten Sitzung)
  • Patientenmerkmale in Contemplation? P ist offener über neues Problem zu sprechen/lesen Wägt Pros & Cons ab Versucht erste neue Handlungen Kann sich am Problem festbeißen
  • Therapeutische Strategien Contemplation? Zuerst Sicht des Patienten formulieren (lassen)) (weitere) Pros & Cons identifizieren Frage nach, was Zusammenarbeit verbessern könnte Schlage Versuche vor
  • Patientenmerkmale Preparation/Determination? Versteht, dass Änderung notwendig ist Wird verbindlicher, was spezifische Ziele, Methoden & Zeitplan betrifft Kann sich vorstellen, Hindernisse zu überwinden Kann ggf Entscheidungen über Beginn hinausschieben
  • Therapeutische Strategien bei Preparation/Determination? Fasse Gründe des Patienten für Veränderung zusammen Handle einen Starttag aus, an dem Verändeurng beginnt Ermuntere Patienten, seine Entscheidungen öffentlich zu machen Vereinbare Nachfolgetermine, am oder kurz nach dem Tag der Veränderung
  • Patientenmerkmale in Action? Befolgt Plan mit regelmäßigen Aktivitäten Kann Plan genau beschreiben Geht entschlossen Hindernisse an Vermeidet Ausrutscher Kann zum Teil empfänglich sein, impulsiv Anstrengung aufzugeben
  • Therapeutische Strategien bei Action? Interesse zeigen an Besonderheiten des Plans Unterschied zwischen kleinen Rückschlägen und Rückfall erläutern Hilfe, kleine Rückschläge vorherzusehen und damit umzugehen Unterstütze Pro- & Kontrabewegung Unterstütze & Bestätige Gründe für Veränderung Hilf, Aktionsplan zu modifizieren, wenn er nicht gut klappt Vereinbare Nachfolgetermine
  • Patientenmerkmale in Maintenance? Halt Verändeurng oder Verbesserung bewirkt durch gezielte Handlungen Hat verschiedene Grade der Bewusstheit  bzgl längerfristiger Aufmerksamkeit Hat bereits erste Rückschläge hinter sich Spürt, wie aktuelle Verändeurng sein Leben verbessern Könnte neue Verhaltensweisen entwickeln, die Rückfallgefahr erhöhen
  • Therapeutische Strategien bei Maintenance? Zeige Unterstützung & Bewunderung Frage nach Gefühlen und Erwartungen, ob diese schon erreicht wurden Frage nach Anzeichen für Rückschlääge & wie damit umgegangen wurde Hilf einen Plan aufzustellen, falls Rückschlag auftritt Unterstütze persönliche Neudefinition und  Life style Veränderungen, die Risiko eines Rüückfalls reduzieren Reflektiere die langfristigen Folgen vs kurzfristige Erfolge & Belohnungen