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Soziologie (Subject) / Mediensoziologie (Lesson)
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
WS 18/19
This lesson was created by Mat123.
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- Bechdel-Test • Mindestmaß an gleichgestellter Darstellung von Frauen wird ermittelt 1. Der Film, die Serie oder das Buch haben mindestens zwei weibliche Charaktere. 2. Die beiden weiblichen Charaktere reden miteinander. 3. Der Inhalt ihrer Unterhaltung ist ein anderer als Männer.
- Inklusion durch Medien: • Zugang zu Informationen und Nachrichten als wichtiger Aspekt für gesellschaftliche Teilhabe • z. B. Nachrichten in einfacher oder leichter Sprache (Dradio, taz)
- 8. Vorlesung Zusammenfassung (Keine Frage- nur Hilfestellung) • Soziale Ungleichheit: Analyse anhand unterschiedlicher Dimensionen • Annahme: Verbindung von Ungleichheit in den Medien und Ungleichheit in der Gesellschaft – Legitimation – Abbildung• Ungleiche Zugänge zu Positionen und Ressourcen
- Mediennutzung Bewertung der NutzerInnen • Paul Nolte (2001): „Klassendifferenzierung des Fernsehens“ „Unterschichtsfernsehen“ -Privatfernsehen Mittelschicht -ARD und ZDF Oberschicht -3sat und Arte
- Mediennutzung: Zwei zusammenhängende Perspektiven 1. Klassifikation von Medien erfolgt (wie bei Nolte) ausgehend vom Status der NutzerInnen 2. Mediennutzung ist von sozialstrukturellen Merkmalen und gesellschaftlichen Erwartungen geprägt. Analyseperspektive: Interdependenz zwischen Mediennutzung und Klassifikation von Medien (Mediennutzung als sozialer Prozess)
- Mediennutzung: Unterschiede und Einflüsse 1. Höherer sozioökonomischer geht mit größerer Routine im Umgang mit Texten sowie einem strukturierteren Begriffsvermögen einher. 2. Höhere kumulierte Lerneffekte durch höhere Bildung. 3. Höherer Status geht mit stärkerem Austausch über Informationen mit anderen einher. 4. Das Bildungsniveau beeinflusst die Wahl des Informationsmediums. 5. Anspruchsvolle Medien wenden sich zumeist an höher gebildete Nutzerinnen und Nutzer.
- 9. Vorlesung Zusammenfassung (Keine Frage- nur Hilfestellung) Mediennutzung hängt von technischer Verfügbarkeit, strukturellen Faktoren und gesellschaftlichen Erwartungen ab. • Alter, Geschlecht und Bildung als relevante Faktoren, die die Art und das Ausmaß der Mediennutzung prägen. • Mediennutzung bildet auch die Grundlage für Klassifikationen („Unterschichtsfernsehen“). • Bourdieu und die Lebensstilanalyse zeigen die gesellschaftlichen Einflüsse auf die Mediennutzung. Theorie, die den Zusammenhang zwischen Mediennutzung, Klassifikationsprozesse von Medien und sozialer Ungleichheit erfasst.
- Medien und die soziale Realität • „Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.“ Über Medien erhalten wir Informationen über die Welt sowie die Wirklichkeit und Medien stellen wiederum selbst die Welt her
- Soziale Wirklichkeit als Konstrukt „Gesellschaft ist eine menschliches Produkt. Gesellschaft ist eine objektive Wirklichkeit: Der Mensch ist ein gesellschaftliches Produkt.“
- Entstehung der sozialen Wirklichkeit 1. Habitualisierung von Handlungen 2. Typisierung von Handlungen 3. Institutionalisierung, z.B. Regeln, Gesetze, Rollen
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- Mediale Realität als Konstrukt • Auswahl des Berichtenswerten–Medien, Journalistinnen und Journalisten als „Gate Keeper“
- Kriterien zur Bestimmung des Nachrichtenfaktors 1. Frequenz der Ereignisse und des Erscheinens des Mediums 2. Schwellenfaktor (absolute Intensität, Intensitätszunahme) 3. Eindeutigkeit des Ereignisses 4. Bedeutsamkeit (kulturelle Nähe, Betroffenheit) 5. Konsonanz (Erwartung, Wünschbarkeit)
- Kriterien zur Bestimmung des Nachrichtenfaktors 1. Frequenz der Ereignisse und des Erscheinens des Mediums 2. Schwellenfaktor (absolute Intensität, Intensitätszunahme) 3. Eindeutigkeit des Ereignisses 4. Bedeutsamkeit (kulturelle Nähe, Betroffenheit) 5. Konsonanz (Erwartung, Wünschbarkeit) 6. Überraschung (Unvorhersehbarkeit, Seltenheit) 7. Kontinuität (über das Ereignis wurde bereits berichtet) 8. Variation im Nachrichtenbild (nicht nur ein oder wenige Themen) 9. Bezug auf Elite‐Nation (Wichtige Nationen sind betroffen?) 10. Bezug auf Elite‐Personen (Wichtige Personen sind betroffen?) 11. Personalisierung des Ereignisses 12. Negativismus (Konflikt, Kontroverse, Aggression, Zerstörung)
- Einflussfaktor: Nicht‐fiktionale Darstellung von Kriminalität im Fernsehen • Privatfernsehen: häufigere Thematisierung, im Kontext von Reality‐TV und in Nachrichten • Öffentliche‐rechtliche Sender: geringere Thematisierung in Nachrichten Quantitativer und qualitativer Unterschied in der Berichterstattung
- 10. Vorlesung Zusammenfassung (Keine Frage- nur Hilfestellung) • Medien geben Realität wider und stellen sie her Bereitstellung von Informationen über Wirklichkeit Glaubwürdigkeit von Medien • Medien als „generalisierte Andere“ • Mediale Wirklichkeit als Produkt des Nachrichtenfaktors • Gesellschaft und Alltag sind von Medien durchdrungen (Mediatisierung) Realitätskonstruktion erfolgt mittels mehrerer, verschiedener Medien In Folge der Digitalisierung sind Medien nicht nur als Mittel, sondern auch Schöpfer von Informationen
- Medien und Kultur • Medien und Journalistinnen / Journalisten berichten nicht bloß Informationen, sondern vermitteln Bedeutungen. Kultur: ‐Deutung und Sinngebung ‐Grundlage für soziales Handeln
- Nachrichten und Kultur Kriterien zur Bestimmung des Nachrichtenfaktors als Ergebnis von Deutungs‐und Interpretationsprozesse 3. Eindeutigkeit des Ereignisses 4. Bedeutsamkeit (kulturelle Nähe, Betroffenheit) 5. Konsonanz (Erwartung, Wünschbarkeit) 6. Überraschung (Unvorhersehbarkeit, Seltenheit) 11. Personalisierung des Ereignisses
- Media Events • Beispiele: OlymischeSpiele, Adelshochzeiten, Fußball WM oder EM, die Wahl des Bundespräsidenten, Super Bowl, Amtseinführung des Präsidenten Media Events als Genre (Dayan/Katz 1992, 5ff) ‐Routine der ZuschauerInnenwird durch außergewöhnliche Ereignisse unterbrochen ‐Media Events dominieren Nachrichten ‐großes Publikum wird erreicht ‐Liveübertragung Spannung. ‐Media Events sind nicht von Medien geplant und finden außerhalb von Fernsehstudios statt. ‐Organisation durch öffentliche Einrichtungen: Bezugnahme auf geteilte Werte, die Gemeinschaft stiften ‐zeremonielle Darstellung ZuschauerInnenund JournalistInnensind „gefesselt“