21

Ernährungsberater ILS (Subject) / Ballaststoffe (Lesson)

Ernährung

This lesson was created by passion1.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

Advertisement
  • Beschreiben Sie Ballaststoffe. Ballaststoffe sind größtenteils Polysaccharide, unverdaulich und  kommen nur in pflanzlichen Lebensmitteln vor. Der Energiegehalt beträgt: 2 kcal/kg Ballaststoffe. Der wichtigste Vertreter ist die Zellulose(wasserunlöslich), Gerüstsubstanz der Pflanzen. Zellulose kommt in Getreide, Gemüse, Obst,  Hülsenfrüchte, Kartoffeln vor.
  • Welche Ballaststoffe kennen Sie? Lignin kommt in verholztem Gemüse (z.B.) Spargel vor. Hemizellulose kommt hauptsächlich in Getreide (Kleie) vor. Pektin ist eine Gerüstsubstanz in Beeren, Kernobst, unreifem Obst (Quitten)  Guarkernmehl kommt in den Samen der indischen Büschelbohne vor. Resistente Stärke ist eine Stärkeart (z.B. Kartoffeln nochmal aufwärmen) kann nicht verwertet werden im Verdauungstrakt. Johannisbrotkernmehl kommt in den Samen des Johannisbrotbaumes vor.
  • Aus welchen Bausteinen sind folgende Zweifachzucker aufgebaut? a) Lactose b) Saccharose, c) Maltose a=Glukose und Galaktose b=Glukose und Fruktose c= Glukose und Glukose
  • Die Verdauung beginnt im Mund. Beschreiben Sie diesen Vorgang. Wir kauen unsere Nahrung, durch das im Mundspeichel enthaltene Enzym Amylase wird die Bindungen des Vielfachzuckers gespalten. Aus Stärke und Glykogen enstehen Dextrine (Abbauprodukt der Stärke) und Maltose. Diese gelangen mit der Saccharose und der Laktose ohne weitere Spaltung in den Darm.
  • Beschreiben Sie die Kohlenhydratverdauung im Magen. Im Magen ist kein Kohlenhydratspaltendes Enzym vorhanden. Jedoch wirkt die Amylase des Mundspeichels weiter bis diese von der Magensalzsäure deaktiviert wird.
  • Der Darm besteht aus drei Abschnitten. Welche? Zwölffingerdarm Duodenum Leerdarm Jejunum Krummdarm Ileum
  • Beschreiben Sie die Kohlenhydratverdauung der Pankreas. Die Pankreas bildet die wichtigsten Verdauungsenzyme: Amylasen (setzen die Wirkung der Mundspeichelamylase fort) und die Glukosidasen. Die Glukosidasen spalten die Verzweigungsstellen von Amylopektin und Glykogen. Es entstehen ebenfalls Dextrine.
  • Beschreiben Sie den Vorgang in der Dünndarmschleimhaut. In der Mucosa (Dünndarmschleimhaut) befinden sich weitere Glukosidasen, diese spalten nun die Zweifachzucker Maltose, Saccharose und Laktose in Einfachzucker.  Das Enzym Maltase spaltet die Maltose in zwei Moleküle Glukose. Das Enzym Saccharase spaltet die Saccharose in Glukose und Fruktose. Das Enzym Laktase spaltet die Laktose in Glukose und Galaktose. Dieser Prozess ist eng an die Resorption gebunden.
  • Was bedeutet Resorption? Die Aufnahme der Nährstoffe durch die Dünndarmschleimhaut.
  • Welche Enzyme sind bei der Kohlenhydratverdauung aktiv? Amylasen und Glukosidasen
  • Advertisement
  • Welche Enzyme sind für die Spaltung von Zweifachzucker in Einfachzucker zuständig? Glukosidasen: Maltase, Saccharase und Laktase
  • Wozu dient Glukose den Zellen? Glukose dient allen Zellen zur Energiegewinnung. Für Hirnzellen, rote Blutkörperchen und Nierenmark, ist die einzige Energiequelle, die Glukose. Ausnahme beim Hungerstoffwechsel.
  • Beschreiben Sie die Umwandlung in Glykogen (Speicherung) Nimmt der Körper mehr Kohlenhydrate auf, als zur Energiegewinnung benötigt, wird Glykogen umgewandelt. Die Speicherorte für Glykogen sind Muskeln und Leber. Glykogen hat eine starke Verzweigung wodurch eine schnelle Freisetzung von Glukose möglich ist. Es können etwa 450 g Glykogen gespeichert werden, davon 100-150g in der Leber. Im Hungerzustand ist somit für 42 Stunden die Glukoseversorgung gesichert.
  • Wozu dient das Leber-Glykogen. Beschreiben Sie ausführlich. Es dient hauptsächlich der Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels. Der Glykogengehalt in der Leber kann bei Hunger oder Kh-freier Ernährung auf 1 - 1,5 g absinken. Dieser bleibt auch bei anhaltendem KH-Mangel auf diesem Niveau.
  • Wozu dient das Muskel-Glykogen. Beschreiben Sie ausführlich. Es dient in erster Linie der schnellen Energiegewinnung in der Muskulatur. Der Muskulatur fehlt das notwendige Enzym und kann somit auch nicht den Blutzuckerspiegel aufrecht erhalten.
  • Beschreiben Sie die Umwandlung zu Fett. Sind die Glykogenspeicher in der Leber und der Muskulatur voll, werden die zusätzlich aufgenommenen KH in der Leber zu Fett umgebaut und im Fettgewebe gespeichert (Lipogenese) Wenn zu viele KH aufgenommen werden, führt dies zu mehr Fettgewebe und somit zu Übergewicht.
  • Beschreiben Sie Lipogenese. Zu viel aufgenommene KH werden in der Leber zu Fett umgebaut und im Fettgewebe gespeichert. (Lipogenese = Fettaufbau)
  • Beschreiben Sie Lipolyse. Das Depotfett wird bei Hungerstoffwechsel mobilisiert. Lipolyse = Fettabbau). Es fallen Fettsäuren an, die zur Energiegewinnung genutzt werden.
  • Was passiert beim Hungerstoffwechsel? Das Depotfett wird mobilisiert (Lipolyse) und die dabei anfallenden Fettsäuren werden zur Energiegewinnung genutzt. Hält der Hunger (Kohlenhydratmangel) länger an, dann werden die Fettsäuren unvollständig zu Ketonkörpern abgebaut. Die werden für das Nervensystem und das Gehirn benötigt. Zu den Ketonkörpern gehört auch Aceton.
  • Nennen Sie spezifische Aufgaben der Kohlenhydrate. KH werden neben Eiweiß in sehr geringen Mengen zum Aufbau von Knochen, Knorpel, Bindegewebe, Schleimstoffe usw. benötigt. Diese aus KH und Proteinen bestehende Stoffe bezeichnet man auch Glykoproteine. 
  • Was passiert bei einer ballaststoffarmen Ernährung? Ballaststoffarme Ernährung kann zu Verstopfungen und Divertikel sowie Übergewicht, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen und Darmkrebs führen.