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Klas. Studien der Pol. Soziologie (Subject) / 5. Sitzung (An Economic Theory of Democracy) (Lesson)

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  • Welche Ziele unterstellt Anthony Downs in „An Economic Theory of Democracy“den Parteien und welche Ziele unterstellt er den Wählern? -Es wird von zwei rational handelnden Gruppen ausgegangen Ziele der Parteien: - Politische Akteure handeln aus reinem Selbstinteresse -> Einkommen, Ansehen, Macht, welche aus dem Bekleiden eines politischen Amtes resultieren - Ziel ist es nicht, durch das Bekleiden eines Amtes politische Inhalte durchzusetzen, Akteure wollen nur die genannten Vorteile erlangen - Politische Inhalte nur Mittel zum Zweck, um gewählt zu werden und Vorteile zu genießen - Hauptziel: Gewinn von Wahlen, um Vorteile zu erlangen Ziel der Wähler: - Wähler entscheidet sich für die Partei, von der er denkt, dass sie ihm am ehesten die Verwirklichung der eigenen Ziele ermöglicht (größtmöglicher Gewinn mit geringst möglichem Aufwand) - Entscheidend für die Wähler sei also im Sinne ihres Nutzeneinkommens das Erreichen vorgegebener Ziele vorwiegend wirtschaftlicher und politischer Art
  • Was versteht Anthony Downs in „An Economic Theory of Democracy“unter dem „Parteiendifferential“? Welche Schwierigkeiten stellen sich dem einzelnen Wähler bei der Bestimmung des Parteiendifferentials? .
  • Erläutern Sie bitte das von der Ökonomischen Theorie der Demokratie diagnostizierte „Paradox des Wählens“. Gleichung: R= pB - C < 0 R: reward (der Nutzen aus der Wahlteilnahme), p : probability (die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Stimme die Wahl entscheidet), B : benefit (die Nutzendifferenz zwischen einem Sieg der bevorzugten und der konkurrierenden Partei),C :  costs (die Kosten des Wählens: Informationskosten, Zeitaufwand etc.) Gibt es, wie bei Bundestagswahlen, sehr viele Wahlberechtigte, so tendiert p ⋅ B  gegen 0 . Auch wenn die Kosten der Wahlteilnahme gering sind, übersteigen sie damit den Nutzen. Folglich ist R < 0  und mithin die Wahlteilnahme irrational. Lösungsversuche des Paradox des Wählens -langfristiger Partizipationswert des Wählens(Downs) -Wähler überschätzen ihre Einflusswahrscheinlichkeit(Riker/Ordeshook) -Katz-und-Maus-Spiel(Mueller) -Minimax-Regret-Modell(Ferejohn/Fiorina) Die Civic-Duty als „Lösung des Paradox des Wählens civil duty = Bürgerpflicht (Wählen zu gehen); zb. verbunden mit Druck aus dem Umfeld, Wählen gehen als erste Bürgerpflicht R= pB - C + D -> Übersteigung der Kosten gegenüber dem Nutzen wird durch civil duties (D) ausgeglichen.