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Geschichte (Subject) / Propädeutik (Lesson)

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  • Epigraphik - Inschriftenarten - Meilensteine - Grabinschriften - Ehreninschriften - Bauinschriften - Weihinschriften
  • Meilensteine - Säulen - im Abstand von einer Meile am Straßenrand angebracht = Entfernungsangaben zur Stadt - Immer Name des Kaisers zu sehen - MP (Millus passus = 1,48m) - Ausgangsort mit oder ohne a im Ablativ (Bsp.: a cambodino MP XI)
  • Weihinschriften - Ein Bau/Gegenstand wird einer Gottheit gewidmet -> z.T nur der Name der Gottheit im Genitiv - Inschrift "donum dedit" (er gab als Geschenk)/votum solvit (vs; er löste sein Versprechen ein) - Name des Weihenden (cursus honorem, Hintergründe) -Geschichte, warum wurde dieser Bau/Gegenstand gewidmet? -> Weihinschriften sind enorm wichtig für Religionsgeschichte, geben Überblick über angebete Götter und Verbreitung der Religion
  • Grabinschriften - Name des Verstorbenen - Sozialstatus (bsp.: freigelassener Sklave) - Alter, Cursus honorem - emotionale Inschriften (Wünsche, warum ist die Person verstorben) - "hic situs est/hic situs sunt" = Hier liegt er/liegen sie begraben
  • Numismatik - Münze, Legende - Vorne : Avers, Hinten : Revers -> Seit hellenistischen Dynastien Avers oft Kaiserportrait, Revers Botschaft - Revers zeigt wo eine Münze produziert wurde 
  • Münzen als Quellen - Münzen = gutes Mitel für Demonstration von Macht (Münzhoheit liegt beim Staat) -> Viele Herrscher lassen direkt nach Machtübernahme Münzen mit persönlicher Prägung erstellen - Hoher Einfluss (nach Expansion Roms wird römische Münzwährung zur Weltwährung -> Viele Menschen sehen die Prägungen) - Sehr relevant für Religionspolitik : oft werden religiöse Symbole dargestellt (Christusmonogramm)
  • Ligatur Prosopographie Ligatur : Ineinanderschreiben von Buchstaben, um Platz zu sparen -> Besonderheit der lateinischen Epigraphik Prosopographie : Geschichten durch Personen erarbeiten (Welche Familien sind wo vertreten -> Sammeln von Daten und Fakten über Personen)
  • Papyrologie - älteste Funde 3000/2500 v. Chr. in Ägypten - Vorderseite/Rückseite : rekto und verso - Papyrus = meistgenutztes Schreibmaterial -> Primärmaterial! - Bis Alexander Hyroglyphen, danach griechisch  -> Ptolomäische Epoche, Römische Epoche, Byzantinische Epoche 212 n. Chr. Constitutio Antoniana (römisches Bürgerecht) -> Papyrus mit reichsweiter Wichtigkeit
  • Papyrologie vs. Epigraphik - Inschriften meist auf Stein/Beton = langlebiger - Papyrus sehr empfindlich (Witterung..) -> die meisten überbliebenen Papyri stammen aus Ägypten, da dort die besten Witterungsverhältnisse gegeben sind -> Informationen stammen aus einem beschränkten Raum (andere Quellenformen zur Erarbeitung hinzuziehen)  - Verschiedene Intentionen : Epigraphik : Soll lang erhalten bleiben, richtet sich an die Öffentlichkeit // Papyri : Verfasser haben Erhalt nicht bedacht/nicht erwünscht. Meist private Zwecke
  • Papyri als Quelle - Meist für private Zwecke verfasst -> Verfasser hat Erhalt nicht bedacht/erwünscht -> Gibt so aber Einblicke in Alltagsleben, die sonst schwer zu erfassen wären - Wie in der Epigraphik auch Leben des "einfachen" Mannes, der in der Literatur nicht erwähnt werden würde zu erkennen - Papyri geben aber auch Bild über Bürokratie/Verwaltung (Durch öffentliche Urkunden/Kommunikation innerhalb des Staatsapparats)
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  • Besonderheit der Epigraphik als Quellen -Darstellung der Wirtschafts- und Sozialgeschichte wäre ohne Inschriften nur schwer möglich - Inschriften berichten auch über das Leben des "einfachen" Mannes, freigelassene Sklaven, Leute, die sonst als unwichtig für die Literatur angesehen wurden
  • Anfänge antiker Geschichtsschreibung Hekataios von Milet (560-480 v. Chr.) Herodot (485-425 v. Chr.) - literarische Erzählung von geschichtlichen Ereignissen (Unterhaltend, nicht lehrend)-> z.T ausgeschmückt, wertend (Hekataios benutzt das Wort lächerlich) - subjektive Erzählweise (Kraft eigenen Denkens ein festes Urteil bilden) - Herodot (von Cicero als pater historiae bezeichnet) unterscheidet aber erstmals Ursache von Wirkung -> sucht nach Gründen für historische Ereignisse
  • pragmatische Geschichtsschreibung - moderne Geschichtsschreibung - Hauptvertreter : Thukydides und Polybios - Untersuchung von Ursache und Wirkung -> Erkenntnisse für zukünftige Erwartungen  - unterrichtend, nicht lehrend!
  • Geschichtsschreibung - Personen Hekataios (560-480 v.Chr.) Geschichtsschreiber und Geograph Herodot (485-425 v.Chr.) "pater historiae", trennt Ursache von Wirkung  Thukydides unmittelbar am Peleponesischen Krieg beteiligt -> Thema seiner Schriften, unterscheidet tieferliegende Ursachen von äußeren Anlässen Polybios Universalgeschichte Roms, 1.punischer Krieg- Zerstörung Karthagos
  • Einführende Werke Epigraphik : Klaffenbach, G., Griechische Epigraphik, Göttingen 1966.                  Robert, L., Die Epigraphik der klassischen Welt, Bonn 1970. Numismatik : Alföldi, M.-R., Antike Numismatik, I-II, Mainz 1978.                    Christ, K., Antike Numismatik. Einführung und Bibliographie, Darmstadt 1991. Papyrologie : Rupprecht, H.-A., Kleine Einführung in die Papyruskunde, Darmstadt 2009.                    Turner, E.G., Greek Papyri. An Introduction, Oxford 1980.
  • Quellen - Unmittelbare Spuren der Vergangenheit, alles was Spuren von Menschenhand und Menschengeist an sich trägt - Gegensatz zur Quelle : Fachliteratur - Einteilung : Primär-/Sekundärquellen - Primärquellen = Überrest, alles was unmittelbar berichtet oder übergeblieben ist, Zeitabstand zwischen Entstehen der Quelle und dem für uns Wahrzunehmenden klein - Sachliche Überreste (Materialien), Abstrakte Überreste (Sprache und Rituale), Schriftliche Überreste  - Sekundärquellen = Tradition, zum Zweck des historischen Unterrichtens verfasst, perspektivisch und ideologisch gefärbt, Zeitabstand zwsichen Entstehen der Quelle und dem für uns Wahrzunehmenden größer -Quellen = empirische Grundlagen und Basis für Historisches Arbeiten
  • Historische Geographie - Methoden Retrogressive Methode : Heutiger Stand einer Landschaft wird genutzt, um Landschaft zu einer bestimmten Zeit zu rekonstruieren (Bsp.: Wie hat diese Landschaft zur Zeit xy ausgesehen?) Retrospektive Methode : Aktuellen Zustand einer Landschaft aus seiner Geschichte heraus erklären (Wieso sieht die Landschaft so aus, wie sie aussieht?) Komparatistische Methode : Aufgrund von Mangel an bestimmten Quellen aus bestimmten Regionen werden Vergleiche/Analogien genutzt, um Hintergründe zu erschließen-> Typologische Gesetzmäßigkeit : Wüstengebiet = Wüstengebiet
  • Historische Geographie - Ziele -> Wissen über historische Zustände bestimmter Regionen erlangen Ergebnis : Historisch-geographische Karteformaler Qualität : einfachere Karten, verzeichnen physische Merkmale wie Berge, Flüsse und Seen funktionaler Qualität : komplexere Karten, es liegt immer eine gewisse Fragestellung zu Grunde, z.B sozialer Art, wisschenschaftlicher Art, verkehrspolitischer Art
  • Historische Geographie - Quellen - materielle Kultur (Überreste, Spuren die noch heute in der Landschaft erkennbar sind) - Historiographie (antike Geschichtsschreibung) - Periploi (Küstenbeschreibungen) -Itineraria (Wegbeschreibungen) - Karten -Inschriften (Meilensteine) - Zeugnisse der darstellenden Künste (Trajanssäule) - Reiseliteratur (aus dem Mittelalter/der frühen Neuzeit) -Toponomastik (Ortsnamenkunde) -Satellitenbilder/Luftbildaufnahmen (Spuren aus dem Boden etc)
  • Schwerpunkte der Historischen Geographie -> Einwirken des Menschen auf die Landschaft -> Einwirken der Landschaft auf den Menschen und sein Handeln