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Psychologie (Subject) / Krankheitsbewältigung (Lesson)
Coping-Strategien,
Phasen der Krankheitsbewältigung,
Säulen der Identität
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- Welche Faktoren haben Einfluss auf die Bewältigung schwerer Erkrankungen bzw. Krisen? -Persönlichkeit ( Positive Selbsteinschätzung, Selbstwirksamkeit) -Art und Schwere der Funktionsstörung -Persönliche Lebensumstände -Zur Verfügung stehende Coping-Strategien
- Beschreibe das Coping-Modell von Lazarus (1995) Coping ist die Summe aller problemlösender Anstrengungen einer Person, die sich in einer für sie bedeutsamen, aber ihre individuellen Anpassungskapazitäten überfordernden Lage befindet. es geht dabei um alle emotionalen, kognitiven und handlungsbezogenen Abläufe, bewusste oder unbewusste Reaktionen. Der Stress und Umgang damit ist die Interaktion zwischen Individuum und Umwelt. Der Stressor und die subjektive Einschätzung stehen in wechselseitiger Beziehung. -> "die individuelle Bewertung des Stressors ist ausschlaggebend " Die kognitive Bewertung eines Stressereignisses durch das Individuum und die Einschätzung der vorhandenen Ressourcen haben einen entscheidenden Einfluss auf die Bewältigung.
- Welche 3 Schritte unterscheidet Lazerus im Bewältigungsprozess? 1. Kognitive Bewertung der Belastung 2. Einschätzung der individuellen Bewältigungsmöglichkeiten 3. Bewältigungsversuch (Coping)
- Nenne drei Coping-Strategien und dazu jeweils 3 Beispiele. Stellen einen Bezug zu problembezogen und emotionsbezogen her! 1. InformationssucheBsp.: Internetrecherche, Literatur, Selbsthilfegruppe problembezogen: Grundlage für die Entscheidung best. med. Behandlungskonzepte emotionsbezogen: Gefühl von Kompetenz, Kontrolle über Situation 2. Aktion/ Aktionshemmung Bsp.:Sport, gesunde Ernährung, aufgeben von Mahlzeiten problembezogen: gesundheitsförderndes Verhalten emotionsbezogen: Entspannungsverfahren, Spaziergang in der Natur --> gibt ein gutes Gefühl 3. Intrapsychische Bewältigungsformen Bsp.: positive Gedanken, Wut, depressives Verhalten problembezogen: Neudeutung des Ereignisses emotionsbezogen: sozialer Abwärtsvergleich, Erinnerung an schöne Situationen
- Was meint, dass eine Coping Strategie eher problembezogen ausgerichtet ist? Problembezogen ist der Beältigungsversuch dann ,wenn sich die Person direkt den Bedingungen zuwendet, von denen eine Schädigung, Bedrohung oder Herausforderung ausgeht. Dies umfasst: -kognitive Anstrengungen, wie Suche nach Informationen -Aktion/-hemmung, um Krankheit oder deren Folgen positiv zu beeinflussen
- Was meint, dass eine Copingstrategie emotionsbezogen ausgerichtet ist. darunter werden Anstrengungen verstanden, die zunächst auf die Emotionsreguliereung ausgerichtet sind. Ziel: Verbesserung und Stabilisierung des emotionalen Wohlbefindens des Betroffenen
- Was meint der Interindividuelle Abwärtsvergleich P. erlebt ihr Leid im Vergleich zu anderen Personen/ anderem Leid eher leichter.
- Was meint der temporäre intraindividueller Abwärtsvergleich P. erlebt sein momentanes Leid noch leicht im Vergleich zu schon erfahrenem früheren Leid.
- sozialer Abwärtsvergleich P. vergleicht sich mit Personen, denen es schlechter geht als ihm selbst.
- Aktive Akzeptanz bewusste Wahrnehmung der negativen Realität und der damit verbundenen Einschränkungen. Mensch nimmt Situation an und macht das Beste daraus. =emotional kompetentes Verhalten in nicht kotrollierbaren Situationen
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- Resignierende Akzeptanz ununterbrochene interne Auseinandersetzung mit dem Geschehen => Beeinträchtigung des Wohlbefindens; negative psychologische Anpassung ! P. geben viele Aktivitäten auf -> Erkrankung ist zentrale Rolle
- Sind alle Coping-Strategien sinnvoll? Für alle Coping-Strategien gilt, dass sie hilfreich, hinderlich, sogar schädlich für die Bewältigung von Situationen sein können. Bsp.: übermäßiger Alkoholkonsum
- Zeige die Phasen der Krankheitsbewältigung bei neuropsychologischer Erkrankungen nach Cramon und Zihl 1. KRANKENROLLETherapie -> lernen -> wieder gesund werden 2. AKTIVISMUS & ABWEHR Zweifel an Qualität der Th. -> Druck aufbauen ->andere Experten fragen -> alternative Behandlungsmethode 3. ANPASSUNG AN DIE REALITÄTVerhalten auf veränderten Rahmen einstellen -> Anpassung & Kompensation -> vage Hoffnung auf vollständige Gesundung bleibt -> Zufrieden mit kleinen Fortschritten -> mögl. positive Umdeutung des Krankheitserlebens
- Definiere Identität Identität ist das Selbstbild (durch Zuschreibung und Selbsreflexion) und Selbsterleben in den Lebensbereichen, die bedeutsam für uns sind : "Das bin ich das macht mich aus".
- Nenne alle Säulen der Identität inkl. Bsp 1. Körper und Leiblichkeit ( Gesund/ stark/ auffällig, jung/ alt, fremd/gleichgültig, körperl. leistungsfähigkeit...) 2. Arbeit und Leistung (Beruf u. Freizeit, Erfolg/Misserfolg, geistige Herausforderung...) 3. Soziales Netz ( Kontakte, Beziehungen, gutes/lebendiges Netz, misstrauisch/vorsichtig, offen...) 4. Materielle Sicherheit (abh. von persönlichen Erwartungen, Selbstständigkeit/ Abhängigkeit..) 5. Werte und Normen ( Persönliche Wertvorstellung, Ethik, Religion, Zusammenbruch von Wertesystemen als Krise)
- Nenne drei Eigenschaften der Säulen der Identität -geben bei guter Ausbildung Rückhalt und Ressourcen in schwierigen Situationen - Störungen in diesen Bereich können Krisen auslösen - Gewichtung der einzelnen Säulen indiviuell unterschiedlich
- Wie äußert sich eine Krise? -> Persönlich belastende Situation -> übliche Verhaltens- u. Reaktionsrepertoire reicht nicht aus -> Meist akuter Auslöser ( Niederlage, Krankeit, Verluste)