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Psychologie (Subject) / Psychologie für die Schule TEIL I (Lesson)
WiSe 18/19
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- Unterschiede Piaget und Carey P: Bereichsübergreifen ; C: Bereichsspezifisch P: Theoriebildung erst ab ca. 12. in form-operationelm Stadium; C: Frühe Fähigkeit zur Theoriebildung P: Synchrone, stadientypishe Veränderung der kognitiven Gesamtstruktur C: Kernwissensthese: Angeborene, domänenspezifische Wissenssysteme
- Kernwissensthese nach Carey - Im Laufe der Evolution Anpassung des Menschen hinsichtlich seiner Denkprozesse an Umwelt - Bereits nach der Geburt Kernwissen in zentralen Bereichen x Numerisches Wissen (Mathematik) x Wissen über physikalische Objekte (Physik) x Wissen über Menschen (Psychologie) x Wissen über nicht-menschliche Lebewesen (Biologie)--> Kognitive Grundausrüstun
- Entwicklung des Kernwissens nach Carey . Anreicherung angeborenen Kernwissens und ggf. Umstrukturierung des Wissens- Organisation des Wissens als kohärentes Ganzes: Art Theorie mit intuitiven Konzepten (oft Misskonzepte)Dabei wichtig: - Theorie-Wandel: qualitative Veränderungen- Analogien zur Entwicklung wissenschaftlicher Theorien
- Was ist intuitive Physik? - Präkonzepte, intuitive / naïve Physik, Alltagsvorstellungen, Misskonzepte (Krist, 1999)- Hält sich hartnäckig, resistent gegenüber schulischer Belehrung- Findet sich bei vielen Erwachsenen, Studierenden und sogar Absolventen natur- oder ingenieurswissenschaftlicher Fächer
- Warum beschäftigen wir uns mit intuitiver Physik? - Wissenserwerb als aktive (Neu-)Konstruktion und Erweiterung bestehender, stets vorläufiger Wissensstrukturen (Krist, 1999)- Intuitives Wissen kann mit dem Lernen interferieren (Alvermann et al. 1985)- Intuitives Wissen tief verwurzelt als Resultat phylogenetischer und ontogenetischer Anpassungsprozesse (Krist, 1997)
- Schwächen der intuitiver Physik - Unökonomisch - Wissen von kleinen Kindern wirklich theorieartig? - Wissenschaftlermetapher problematisch?
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