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Traumatologie (Subject) / Klausur 17.10 (Lesson)

Eingrenzung

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  • Hüftgelenksnahe Frakturen - Schenkelhalsfraktur -Pertrochantäre Fraktur
  • Schenkelhalsfraktur Besonderheiten - im hohen Lebensalter häufig auch bei Bagatelltrauma als Folge einer Osteoporose - selten beim Jugendlichen und Kind - kann lebendsbedrohlich sein -> Immbilisation und daraus resultierende Folgeerkrankungen      -> Pneumonie, Urosepsis, Herzinsuffizienz, Dekubitus
  • Schenkelhalsfraktur Einteilung Abduktionsfraktur (valgus) -> meist stabil durch Fragmentverkeilung - Belastungsfähigkeit kann erhalten bleiben - Risiko der Kopfnekrose gering Adduktionsfraktur (varus) -> Dislokation mit Verkürzung des Beines und Abkippen des Hüftkopfes nach hinten - erhebliches Risiko der Femurkopfnekrose Abscherfraktur -> partiell extrakapsulär - sehr instabil - Pseudoarthrosengefahr laterale Schenkelhaslfraktur (extrakapsulär) -> zentral der Trochanterebene - gute Kopfvitalität
  • Schenkelhalsfraktur Diagnostik - Schmerzen bei Beinbewegung bes. Rotation - typische Klinik mit verkürztem und außenrotierten Bein (Varusfraktur) -Röntgen mit Beckenübersicht und Hüftgelenk seitlich - ggf. CT
  • Einteilung nach Pauwels - Schenkelhalsfraktur -> Steilheit des Frakturflächenverlaufs - Ausdruck der mechanischen Stabilität nach der operativen Versorgung Typ I: bis 30° Typ II : 30-50° Typ III: 50-70°
  • Therapie Schenkelhalsfraktur KONSERVATIV - nur bei eingekeilter Abduktionsfraktur, wenn Patient unter Teilbelastung mobilisierbar ist OPERATIV - alle dislozierten Frakturen - eingekeilte Abduktionsfraktur, wenn Teilbelastung unmöglich - Femurkopfprothese als geplante OP - Verschraubung, Verplattung als Noteingriff (z.B.: bei Jugendlichen, möglichst innerhalb von 6h) - OP-Verfahren:      -> dynamische Hüftkompressionsschraube (DHS) oder Zugschraubenosteosynthese bei jungen Patienten      -> Totalendoprothese (TEP) bei Patienten älter 65 Jahre
  • Definition Pertrochantäre Fraktur - Fraktur zwischen dem Trochanter major und minor - betrifft vorwiegend ältere Menschen durch Sturz auf die Hüfte - Einteilung nach der AO-Klassifikation in A1-A3
  • Einteilung Pertrochantäre Fraktur - nach AO-Klassifikation in A1-A3 A1 : Fraktur der medialen Kortikalis mit intakter lateraler Kortikalis A2 : mehrfache Fraktur der medialen Kortikalis mit intakter lateraler Kortikalis A3 : Fraktur der medialen und lateralen Kortikalis
  • Klinik Pertrochantäre Fraktur - starke Schmerzen bei Bewegung - Beinverkürzung und Außenrotation (nicht so deutlich wie bei medialer Schenkelhalsfraktur)
  • Diagnostik Pertrochantäre Fraktur - Röntgen in 2 Ebenen
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  • Therapie Pertrochantäre Fraktur - immer operativ - junge Patienten DHS (dynamische Hüftkompressionsschraube) - ältere Patienten TEP (Totalendoprothese)
  • Patella Luxation Definition - Kniegelenksverletzung, bei der die Patella aus der Führung springt - meist kommt es zur spontanen Reposition - verbleibt selten in lateraler Fehlstellung - eine der häufigsten Kniegelenksverletzungen
  • Patella Luxation Ursachen - meist angeborene Fehlausbildung der Patella und Dysplasie der Trochlea femoris - seltener Fehlstellung des Kniegelenkes (X-Bein) - hochstehende Kniescheibe mit lateralem Ansatz der Kniescheibensehne an der Tibia - Folge: Patella gleitet nicht zentral zwischen de Femurcondylen, sondern zu weit lateral - begünstigend ist Drehbewegung im Knie z.B.: beim Sport - bei zunehmender Kniebeugungs kommt es zur Einklemmung der Patella -> Reposition dann nur mit Gewalt und Knorpel-Knochenschäden
  • Patella Luxation Therpaie KONSERVATIV - zügiges Einrenken mit Überstreckung des Kniegelnkes unter Handführung der Patella - kein heftiges Einschanppen, um Knorpelschäden zu vermeiden - nach Reposition Röntgenkontrolle (Lagekontrolle, Begleitverletzungen) - danach Bandage, Orthese, Tutor OPERATIV - bei rezidivierender Luxation - Arthroskopie -> Beurteilung des medialen Retinakulums - Gelenkoberflächenbeurteilung - dann Rekonstruktion des medial zerissenen Retinakulums - ggf. Verlagerung des Patellarsehnenansatzen an der Tuberositas tibiae - frühe postop. Mobilisation um Verklebungen zu Vermeiden
  • Patella Fraktur Definition - Knochenbruch im Bereich der Kniescheibe
  • Patella Fraktur Ursachen - direkte Krafteinwirkung z.B.: Anpralltrauma
  • Patella Fraktur Einteilung - Langs-, Quer- oder Schrägfraktur
  • Patella Fraktur Klinik - Druck- und Bewegungsschmerz über der Patella - keine Extension im Kniegelenk möglich - Kniegelenkerguss
  • Patella Fraktur Diagnostik - Röntgen des Gelenks in 2 Ebenen - typische Klinik - distrakte Knochenfragmente
  • Patella Fraktur Therapie - operativ mit Zuggurtungsosteosynthese und Kirschner-Drähten
  • Patella Fraktur Prognose - meist Ausheilung in ca. 8 Wochen - häufig später Retropatellararthrose
  • Kniebinnenschaden Definition - Schäden an inneren Strukturen des Kniegelenkes - die Verletzungen betreffen den Knieinnenraum mit dem vorderen und hinteren Kreuzband, dem Außen- und Innenmeniskus, dem medialen und lateralen Seitenband - die Kreuzbänder und die Menisken stabilisieren das Knie von innen - ein Kniebinnentrauma kann aus einem Riss des vorderen oder hinteren Kreuzbandes, dem Riss des medialen oder lateralen Seitenbandes, den Verletzungen der Menisken oder der Absprengung eines Knorpel-Knochenstückes bestehen - relativ häufig treten die Verletzungen kombiniert als komplexer Kniebinnenschaden auf
  • Kniebinnenschäden Ursachen - Verletzungen des vorderen Kreuzbandes -> Drehbewegung des US nach außen mit Valgusbeugung - Verletzung des hinteren Kreuzbandes (seltender aber komplexer9 -> durch vorn-mittig einwirkende Gewalt entsteht Überdehnung des hinteren Bandes
  • Kniebinnenschäden Klinik - Schmerz - Schwellung - Kniegelenkerguss - Instabilität
  • Kniebinnenschäden Diagnostik - klinische Untersuchung (Druckschmerz über Gelenkspalt) - Instabilität auf Aufklappbarkeit (seitliche Gelenkführung) - Schubladeneffekt (sagittale Instabilität) - tanzende Patelle (Gelenkerguss) - Innen-/ Außenrotationsschmerz (Meniskusschaden) - Röntgen, CT, MRT - nachweisbare Instabilität bedeutet kombinierte Bandläsion - bei der Knieluxation ist der Bandriss vollständig
  • Kniebinnenschäden Therapie KONSERVATIV - bei minimaer Instabilität = Bandlockerung ohne Kontinuitätsverlust -> Ruhigstellung mit Orthese für 4-6 Wochen danach aktive belastungsarme Mobilisation OPERATIV - bei jeder nachweisbaren Instabilität - primäre Naht ggf. mit Augmentation oder Ersatz z.B.: Sehne M. semitendinosus - Reinsertation aller gerissener Strukturen - Reinsertation, Teilentfernung abgelöster Meniskenanteile - Reinsertation, Entfernung abgelöster Knorpel-Knochenfragmente
  • Kniebinnenschäden Prognose - nach operativer Bandnaht langwierige Nachbehandlung bes. druch Quadrizepsatrophie
  • OSG-Distorsion Definition - Verrenkung des oberen Sprunggelenkes, gilt als häufigste Sportverletzung - Umknicktrauma Supination mit Kombination aus Plantarflexion, Adduktion und Inversion - der laterale Bandapparat besteht aus Lig. fibulare anterius, Lig. fibulare posterius und Lig. calcaneofibulare - am häufigsten ist das Lig. fibulare ant. betroffen (ca. 65%) - nur in ca. 10% entsteht bei eine Supinationstrauma ein Bänderriss - der mediale Bänderapparat (Lig. deltoideus) ist viel seltener betroffen und dann bei schweren Verletzungen
  • OSG-Distorsion Ursachen - Bandlaxität - häufige Überdehnung - Muskelschwäche - Läsionen nach Narbenheilung - Inadäquate Rehabilitation nach Verletzungen
  • OSG-Distorsion Diagnostik - Klinik (Schwellung, lat. Hämatom, Druckschmerz über dem lat. Bandapparat) - Röntgen OSG in 2 Ebenen ggf. gehaltene/ gedrückte Aufnahme, MRT, Sonografie
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  • OSG-Distorsion Therapie - in der Regel konservativ - sofortige Kühlung, Hochlagerung, Ruhigstellung - bei leichter Distorsion -> elastischer Verband für ca. 2 Wochen - bei Riss der Gelenkkapsel und Bänderriss -> Ruhigstellung in z.B.: Aircast-Schiene für 6 Wochen - OP nur bei stärksten Bandverletzungen und hochgradiger Instabilität
  • OSG-Frakturen Definition - wird auch als Malleolarfraktur bezeichnet - Fraktur des oberen Sprunggelenkes - ist immer mit einer oder mehreren Bandläsionen kombiniert (außer Weber A)
  • OSG-Frakturen Einteilung LATERAL NACH DANIS-WEBER Typ A : Fibulafraktur distal der intakten Syndesmose Typ B : Fraktur auf Höhe der Syndesmose (Syndesmose meist gerissen) Typ C : Fraktur proximal der Syndesmose (Syndesmose immer gerissen) Maisonneuve-Fraktur (hohe Weber C Fraktur) -> totaler Bandriss am OSG mit Ruptur der Membrana interossea, evtl Luxation des Fibulaköpfchens MEDIAL - Schräg- oder Stückfraktur des Malleolus medialis - Schalenausriss des Lig. deltoideum LATERALE TIBIAFRAGMENTE - hinteres Kantenfragment (Volkmanndreieck) -> tragende Tibiafläche mit Ansatz des hinteren Syndesmosenbandes, bei Weber B möglich, bei Weber C sehr häufig - vorderes Kantendreieck -> proximaler Ansatz des vorderen Syndesmosenbandes
  • OSG-Frakturen Klinik - Schwellung - Hämatombildung - Druckdolenz medial oder lateral
  • OSG-Frakturen Diagnostik - Unfallhergang (Anamnese) - Palpation - Röntgen in 2 Ebenen - bei neg. Röntgenbild -> Unterschenkelaufnahme (Ausschluss einer Maisonneuve Fraktur) - evtl. CT oder MRT
  • OSG Fraktur Therapie KONSERVATIV - Bein hochlagern und ruhigstellen - Kühlung um Schwellung zu minimieren, sonst OP erst nach Abschwellung möglich - bei offenem Bruch steriles Abdecken - möglich schnelle Reposition nach Schmerzmittelgabe, dann Vakuumschiene - nur unverschobene Brüche unterhalb der Syndesmose, dh Weber A Frakturen oder minimal verschobene Weber B - Fixierung im Spaltgipsverband OPERATIV Außenknöchel - alle Brüche mit verschobenen Fragmenten und Verletzunge der Bänder müssen operiert werden - Osteosynthese mit 2-3 Zugschrauben - bei Mehrfragmentbrüchen zusammenfügung zu größeren Fragmenten, die dann mit einer Plattenosteosynthese versorgt werden Innenknöchel - Abrissfraktur, die konservative Therapie unmöglich macht - im Bruchspalt ist oft Periost eingeschlagen, nach Entfernung Synthese mit Bohrdraht und Schraube Stabilisieren der Gelenkgabel - Verbindung zwischen Fibula-Tibia wird mit ein oder zwei Stellschrauben stabilisiert - damit wird die Malleolengabelweite eingestellt - keine Kompression auf die Talusrolle - Entfernung der Stellschrauben bereits nach 6 Wochen, übriges Metall deutlich später (>1 Jahr) - das hintere Volkmanndreieck muss bei großen Fragment operativ fixiert werden, kleinere Fragmente legen sich spontan an Nachbehandlung - in den ersten 6 Wochen Entlastung mit UA- Gehstützen - keine Vollbelastung, diese erst nach ca. 8 Wochen
  • Thoraxtrauma Definition - Verletzung des Brustkorbes mit den im Thorax gelegenen Organen - betroffen sind in erster Linie Lunge, Pleura, Herz & große Gefäße sowie Mediastinum mit Ösophagus und Trachea
  • Thoraxtrauma Ursachen stumpfes Trauma -> nicht perforierends -> Auto, Motorrad, Sport scharfes Trauma ->  perforierend -> Stich, Schuss, Pfählung
  • Thoraxtrauma Symptome - thorakaler, retrosternaler Schmerz - Dyspnoe, Tachypnoe - Unruhe
  • Thoraxtrauma Diagnostik - umgehende Sofortdiagnostik - Prüfung der Vitalfunktionen (Puls, RR, Atmung, O2-Sättigung) - Halsvenenstauung? -> Spannungspneumothorax - Hautemphysem (Luftansammlung in der Subcutis)? -> Pleura-/ Lungenverletzung, Rippenfraktur - Thoraxinstabilität? -> Rippenserienfraktur, paradoxe Atmung
  • Thoraxtrauma Therapie - Sauerstoffgabe, wenn möglich - bei Dyspnoe -> Oberkörperhochlagerung - bei Volumenmangel -> Schocklagerung - intravenöser Zugang - Wundversorgung - Anlage eine Bülaudrainage bei Pneumothorax (4-5 ICR, medioaxillär) oder ventral als Monaldidrainage  - Heimlichventil bei Pneumothorax als Notfalltherapie (1-Weg-Ventil -> Luft geht raus, nicht wieder rein) -Bülaudrainage bei Hämatothorax - ggf. Pericardpunktion bei Pericarderguss - operative Versorgung in Abhängigkeit der Organverletzung (Herzeingriff, Gefäßeingriff, Tracheaeingriff, Ösophaguseingriff)
  • Contusio Cordis Definition - Herzprellung im Rahmen eines Thoraxtraumas
  • Contusio Cordis Ursachen - thorakales Anpralltrauma mit Schädigung des Myokards - Folge: Beeinträchtigung der Diastolenfüllung und des systolischen Auswurfs - bei schwerem Trauma -> kardiogener Schock und Tod
  • Contusio Cordis Klinik - bei leichten Formen asymptomatisch - sonst Herzinsuffizienz, Arrhythmie bis zum Kammerflimmern
  • Contusio Cordis Diagnostik - Anamnese - EKG - Echokardiographie - Labor mit Herzmuskelenzymen (LDH, CK, CK-MB, Troponin)
  • Contusio Cordis Therapie - bei Verdacht -> min. 24 h Überwachung - bei ausgeprägter Kontusion -> Intensiv-Überwachung, Beatmung
  • Contusio Cordis Prognose - ist meist reversibel
  • Abdominaltrauma Definition - Verletzung des Bauchraumes - häufiger stumpfes, seltener perforierendes Trauma Stumpfes Bauchtrauma entsteht durch stumpfe Gewalteinwirkung auf das Abdomen - z.B. Autounfall mit Aufprall auf die Lenksäule - Überrolltrauma bei einem Unfall - Autosicherheitsgurt perforierendes Abdominaltrauma durch Stichverletzungen im Bauchraum (Messer) - Sturz auf spitze Gegenstände - Schussverletzungen 
  • Abdominaltrauma Klinik - sehr variabel - von Prellmarken, ämatom der Bauchdecke bis zu allen Zeichen des akuten Abdomens - Hypovolämischer Schock bei intraabdomineller Blutung - abdominelle Schmerzen
  • Abdominaltrauma Organbeteiligung stumpfes Trauma in absteigender Häufigkeit: Milz, Leber, Niere, Gastrointestinaltrakt, Harnblase, Zwerchfell perforierendes Trauma in absteigender Häufigkeit: Dünndarm, Mesenterium, Leber, Kolon