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Psychologie (Subject) / Kapitel 7.3 (Lesson)

Langzeitgedächtnis: Enkodierung und Abruf

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  • Wozu dienen Hinweisreize beim Abruf aus dem Gedächtnis? Interne oder externe Reize, die den Abruf aus dem Gedächtnis erleichtern das kann z.B. eine Frage sein
  • Wie unterscheiden sich Abruf und Wiedererkennen? eine Abruffrage ist offen gestellt, während eine Wiedererkennensfrage verschiedene Antwortmöglichkeiten präsentiert, unter denen es die richtige auszuwählen gilt
  • Wie unterscheiden sich Abruf und Wiedererkennen im Hinblick auf die Hinweisreize? Wiedererkennen bietet viel nützlichere Hinweisreize
  • In welche beiden Kategorien lässt sich das LZG einteilen? Deklaratives Gedächtnis für Fakten und Ereignisse Prozedurales Gedächtnis für die Ausführung von Handlungen
  • In welche beiden Kategorien lässt sich das deklarative Gedächtnis unterteilen? Episodisches Gedächtnis für persönliche Erfahrungen semantisches Gedächtnis für Fakten-Wissen
  • Welche Hinweisreize sind notwendig, um Inhalte aus dem episodischen Gedächtnis abzurufen? Hinweisreize, die etwas über Zeitpunkt und Inhalt des Ereignisses aussagen, das gesucht wird Ereignisse ohne solche unterscheidbaren Merkmale, werden nicht erinnert (siehe Zähneputzen vor 10 Tagen)
  • Mit welchem Trick können semantische Gedächtnisinhalte besser erinnert werden? behandle den Inhalt wie eine episodische Erinnerung und denke über Hinweisreize nach, die Dir beim Erinnern helfen können, z.B. in welchem Kontext Du dieses Wissen erworben hast
  • Was ist Enkodierspezifität? Das Abrufen von Erinnerungen wird erleichert, wenn die Bedingungen beim Abruf mit denen bei der Enkodierung übereinstimmen
  • Was ist zustandsabhängiges Gedächtnis? wenn internale Zustände (z.B. Betrunkenheit) die Basis für die Enkodierspezifität legen wer betrunken lernt, hat bessere Ergebnisse in einem Test, der betrunken durchgeführt wird
  • Was ist der serielle Positionseffekt? Anfang und Ende einer Liste werden besser erinnert als die Mitte (Primacy- und Recency-Effekt)
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  • Was ist ein Grund für den seriellen Positionseffekt? die zeitliche Unterscheidbarkeit von Items in einer Liste also in welchem Ausmaß ein einzelnes Item sich in der Zeitspanne vom nächsten Item unterscheidet weiter zurückliegende Items verschmelzen miteinander, weil kein genauer Zeitpunkt sie definiert. Der Anfang der Liste hingegen und das Ende sind zeitlich klar beschrieben.
  • Was ist transfer-adäquate Verarbeitung? Ansatz, dass Erinnerungsleistung besser ist, wenn die Prozesse beim Enkodieren und beim Abrufen ähnlich sind
  • Was besagt die Theorie der Verarbeitungstiefe? tiefere Verarbeitung on Information = bessere Erinnerungsleistung Verarbeitung: Analyse, Interpretation, Vergleich, Elaboration
  • Was ist eine mögliche Erklärung den Effekt der Verarbeitungstiefe auf die Erinnerungsleistung? tiefere Verarbeitung entspricht eher den Prozessen beim Abruf
  • Was ist der "Anteil des Erinnerten"? ein Maß für das explizite Gedächtnis
  • Was ist "Priming"? ein Maß für das implizite Gedächtnis die vorherige Darbietung eines Worts oder einer Situation erleichtert das Erinnern
  • Was erforschte Hermann Ebbinghaus? er quantifizierte erstmals das Vergessen bzw. die Zeitersparnis beim Wiedererlernen von Inhalten
  • Wie stark fällt die Behaltensleistung nach der Vergessenskurve von Ebbinghaus ab? nach einer Stunde wird die Hälfte der Lernzeit benötigt über die ersten Tage fällt die Kurve rasant ab auf etwa 25% und sinkt dann nur noch langsam ab über die nächsten Wochen
  • Proaktive Interferenz Gedächtnisinhalte aus der Vergangenheit erschweren die Enkodierung und das Abrufen neuer Inhalte (Konkurrenz)
  • Retroaktive Interferenz Bildung neuer Gedächtnisinhalte erschwert Abruf früherer Gedächtnisinhalte (Konkurrenz)
  • Welche Strategien gibt es um unstrukturierte Informationen besser enkodieren und abrufen zu können? elaborierendes Wiederholen  Mnemotechniken
  • Wie funktioniert elaborierendes Wiederholen? Anreicherung der Information durch Herstellung von Beziehungen, Kontext usw. (z.B. eine kurze Geschichte, einem inneren Bild etc.)
  • Was ist der "Der nächste in der Reihe-Effekt"? Beispiel: Schwierigkeit sich in einer Vorstellungsrunde den Namen der Person direkt vor mir zu merken, da ich auf eigene Vorstellung konzentriert bin
  • Wie funktionieren Mnemotechniken? neue Fakten werden mit bereits bekannten Informationen verknüpft, um den Abruf zu erleichtern. Auch das Erzeugen innerer Bilder ist dabei hilfreich. Methode der Orte: neue Items mit Orten entlang eines bekannten Weges assoziieren, um diese besser abrufen zu können Wäscheleinemethode: Assoziation von Items mit selbstgewählten Hinweisreizen, z.B. Reimen oder absurden Geschichten
  • Was ist das Metagedächtnis? implizites oder explizites Wissen über Gedächtnisfähigkeiten und Gedächtnisstrategien Gedanken und Selbstreflexion über das Gedächtnis (vgl. Metakognition)
  • Was erforschte J.T. Hart? das Gefühl etwas zu wissen, also Metagedächtnis
  • Ist das "Gefühl etwas zu wissen" zuverlässig? Ja
  • Funktioniert die "Beurteilung des Lernens" durch Studierende? Manchmal Aktivitäten während des Enkodierens beeinflussen diese Selbsteinschätzung eine gute Frage ist daher: "Warum glaube ich, dass ich den Stoff kenne oder nicht?"