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Organisationspsychologie (Subject) / 7.) Führung (Lesson)

7. Foliensatz

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  • Folien 1-4 Abbildungen!!!
  • Definition: Führung "bewusste und zielbezogene Einflussnahme auf Menschen" Ziel der Einflussnahme folgt Zwecken der Organisation Führung soll zum Erfolg (Ziele erreichen oder übertreffen) des Unternehmens beitragen Unternehmensziele: Marktanteil, Wachstum, Umsatz, Produktivität, Gewinn, Rendite uvm. Führungserfolg zeigt sich also an der Leistung der MA
  • Eigenschaftsorientierte Ansätze Fähigkeit zu führen als relativ stabile, zeit- und situationsabhängige Persönlichkeitsdisposition basierend auf "Great Man Theory" (Carlyle, 1988) Ursache u.a.: - fundamentaler Attributionsfehler (Ross & Nisbett,1991) - Einfachheit der Erklärung ggü. komplexen Kontextkonstellationen
  • Eigenschaftsorientierte Ansätze: Charisma Charisma ist außeralltägliche Qualität einer Persönlichkeit, um derentwillen sie als mit übernatürlichen oder übermenschlichen, zumindest spezifisch außeralltäglichen, nicht jedem anderen zugänglichen Kräften oder Eigenschaften begabt oder als gottgesandt oder als vorbildlich und deshalb als "Führer" gewertet
  • Eigenschaften erfolgreicher Führungskräfte: Persönlichkeit Intelligenz: p=.27 (aber eher irrelevant...) Yukl (2002): Selbstvertrauen interne Kontrollüberzeugung Stresstoleranz Leistungsmotiv hohes sozialsiertes Machtmotiv gering ausgeprägtes Anschlussmotiv
  • Eigenschaften erfolgreicher Führungskräfte: Politische Fertigkeiten - durch Training, Sozialisation und Übung erworbene Kompetenzen - zu den politischen Fertigkeiten gehört: Sozialer Scharfsinn: die Kompetenz, Bedürfnisse anderer zu erkennen, auch wenn diese sie nicht explizit artikulieren Interpersonaler Einfluss: die Fertigkeit, andere dazu bewegen, kurzfristig eigene Vorteile für das Wohl der Gruppe hintenanzustellen Impression Management: Situationen durch das eigene Auftreten in einem bestimmten Sinn definieren zu können, um so Verhandlungsvorteile zu erlangen Handlungsflexibilität: ein großes Handlungsrepertoire und Verhaltensflexibilität, um je nach Situation angemessen auftreten zu können
  • Verhaltensorientierte Ansätze Unzufriedenheit mit eigenschaftsorientiertem Ansatz Bedürfnis, direkt beobachtbare Einflussgrößen des Führungserfolgs zu identifizieren Hoffnung auf Lern- und Veränderbarkeit
  • Erste Studie zu Führungsverhalten Fleishman, 1953 Abb. 10
  • Führungsverhalten Beim Führungsverhalten werden zwei Dimensionen unterscheiden: Consideration erfasst Wärme, Vertrauen, Freundlichkeit, Achtung der MA und wird deshalb als mitarbeiterorientiertes Verhalten übersetzt mit Initiating Structure wird die aufgabenbezogene Organisation und Strukturierung, die Aktivierung und Kontrolle der MA gemessen; daher im Deutschen: aufgabenorientieres Verhalten
  • WICHTIG! Zusammenhang Aufgaben- und Mitarbeiterorientierung Abb. 11
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  • Transaktionale Führung Transaktionale Führung beruht auf lerntheoretischem Prinzip der Verstärkung: Führungskraft (FK) kontrolliert sowohl den Weg den MA bei Zielverfolgung einschlagen, als auch die Zielerreichung Führung als Austauschbeziehung zwischen FK und MA lerntheoretisches Prinzip der Verstärkung (FK kontrolliert sowohl den Weg, den MA bei Zielverfolgung einschlagen, als auch die Zielerreichung) MA lassen sich für Ziele der Führenden gewinnen, wenn diese dafür sorgen, dass Wünsche der MA (Gehalt, Beförderung, Status, etc.) erfüllt werden FK muss herausfinden, welche Anreize für die verschiedenen MA relevant sind
  • Transformationale Führung Definition: Transformationale Führung setzt bei normalen Anstrengung der MA an und erhöht - d.h.transformiert - sie zu einer Extra-Anstrengung Führung als "Verwandlung" FK beeinflusst MA dahingehend, dass diese die durch die FK verkörperte Mission (übergeordnete Werte und Interessen) unterstützen und eigenständig verfolgen Folge: die mit der Arbeit verbundenen Aktivitätenwerden als selbstkonkordant und sinnvoll erlebt, führt zu größerer Motivation und mehr Anstrengung
  • Full range of leadership model WICHTIG Abb. 12
  • Vier Techniken transformationaler Führung ("die vier Is") Idealisierter Einfluss (Charisma): FK zeigt Überzeugung, betont Vertrauen, positioniert sich auch bei kritischen Themen Inspirierende Motivierung: formuliert attraktive Zukunftsvisionen, betont Bedeutung von Aufgaben und Zielen, zeigt sich optimistisch engagiert und enthusiastisch Intellektuelle Stimulierung: MA werden dabei unterstützt, eine kritische Haltung zum status quo einzunehmen (eigene Überzeugungen wie die der FK und die der Organisation infrage zu stellen) Individuelle Berücksichtigung: FK berücksichtigt die Bedürfnisse und Fähigkeiten der MA
  • Beispiel-Items aus MLQ für transformationale Führung Idealisierter Einfluss (Charisma): "FK macht mich stolz darauf, mit ihr zu tun zu haben" Inspirierende Motivierung: "FK spricht mit Begeisterung über das, was erreicht werden soll." Intellektuelle Stimulierung: "FK bringt mich dazu, Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten." Individuelle Berücksichtigung: "FK hilft mir, meine Stärken auszubauen." Dagegen: Beispiel-Item aus MLQ für transaktionale Führung: "FK weist nicht darauf hin, was ich erhalten werde, wenn ich die Anforderungen erfülle."
  • Symbolische Führung Definition: Führungsverhalten symbolisiert Werte und Überzeugungen des Unternehmens; wird diese Tatsache gezielt bei Führung von MA betrachtet, handelt es sich um symbolische Führung Warum liegen die Büros des Topmanagement oft in oberster Etage? Was bedeutet es, wenn neuer Organisationsleiter seine MA - statt wie sonst üblich schriftlich - persönlich über künftige Strategie informiert? Warum verlangte IBM-Gründer Thomas J. Watson Sr. von seinen MA, dass sie konservativ gekleidet zur Arbeit kommen? Was bedeutet es, wenn im Unternehmen die automatische Arbeitszeiterfassung ersatzlos gestrichen wird?
  • Symbolische Führung jedes Führungsverhalten ist immer auch symbolische Führung, da MA aus Verhalten des Vorgesetzten Rückschlüsse auf seine Werte und Zielsetzungen ziehen ist sich FK dessen bewusst und setzt solche Symbole gezielt ein, handelt es sich um symbolische Führung
  • Einfluss der Geführten: Führung von unten Abb. 13
  • Ethisch-Fundierte Formen der Führung (1) Definition: Authentisch Führende - abgeleitet vom Griechischen "authentikos" = original, echt - werden definiert als Personen, die sich ihrer selbst sehr bewusst sind von anderen so wahrgenommen werden, dass sie sich der eigenen Werte, Moralvorstellungen, ihres Wissens und ihrer Stärken genauso bewusst sind, wie derselben Merkmaler Anderer des Kontextes bewusst sind, innerhalb dessen sie handeln und die vertrauend, hoffnungsvoll, optimistisch, belastbar und mit einem hohen moralischen Charakter ausgestattet sind
  • Ethisch-Fundierte Formen der Führung (2) Definition: Dienende Führung ist Verständnis von und Praxis der Führung, die Nutzen der Geführten über Selbstinteresse des Führenden stellt fördert Wertschätzung und Entwicklung der Geführten, den Aufbau einer Gemeinschaft, die Praxis der Authentizität und Teilung der Macht und des Status für das gemeinsame Wohl jedes Einzelnen, der ganzen Organisation und derjenigen, denen die Organisation dient
  • Kritik an charismatisch-transformationalen Führungstheorie charismatische und transformationale Führung sind nur über ihre Wirkung definiert ("MA übernehmen Ziele der FK und leisten mehr") jedes Führungsverhalten (welches?), das diesem Ziel dient, ist charismatisch-transformational da charismatisch-transformationale Führung per Definition etwas positives ist, kann sie nur positive Auswirkungen haben die per Fragebogenuntersuchung gezeigten positiven Korrelationen zwischen charismatisch-transformationaler Führung und Leistung sind deshalb wenig belastbar: "Wahrgenommene gute Führung führt zu guter Leistung" Van Knippenberg und Sitkin (2013): Konstrukt verwerfen!