Soziale Psychologie 2 (Subject) / Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (Lesson)

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2. Semester

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  • 4 situative Faktoren prosozialen Verhalten -Bystander Effekt -Verantwortungsdiffusion -Bewertungsangst -Pluralitische Ignoranz
  • prosoziales Verhalten -steht als Sammelbegriff für alle Formen zwischenmenschlicher Unterstützung, die gewinnbringend bzw. vorteilhaft für andere sind. Damit umfasst es diverse Verhaltensweisen wie Kooperation, Hilfeverhalten, Dienstleistungen, Teilen,.. -postives, konstrucktives, hiflsbereites Verhalten; ist der Gegenteil von antisozialem Verhalten
  • Hilfeverhalten Alle Verhaltensweisen, die eine Person mit der Absicht ausübt, um das Wohlergehen/Wohlbefinden einer anderen (hilfsbedürftigen) zu vebessern 
  • Zivilcourage Hilfsverhalten auch dann zu zeigen, wenn das Einschreiten (intervene) mit erheblichen physischen, psychischen und sozialen Folgen verbunden sein kann
  • Bystander Effekt Je mehr andere Personen in einer Notsituation anwesend sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person in der Situation eingreift und einem potenziallen Opfer hilft 
  • Verantwortungsdiffusion Abschieben der Verantwortung auf andere Personen (Verantwortungsattribution) -> Gesamtverantworung wird auf alle aufgeteilt
  • Bewertungsangst -ein Merkmal eine sozialen Angst -Betroffene hat die Angst, von anderen schlecht bewertet zu werden - ein zentrales Merkmal sozialer Phobien
  • Pluralitische Ignoranz Menschen greifen seltener ein, wenn sie sehen, dass andere einen Notfall zwar bemerken, aber nichts dagegen machen Versuch von Latané und Darley (Rauch im Raum)
  • 5-Stufen-Modell von Latané und Darley Wahrnehmung der Situation Interpretation der Situation als Notfall Verantwortungsübernahme Wissen um Hilfeleistung Entscheidung zur Hilfeleistung
  • Altruismus -selbstloses und uneigennutziges Handeln, das mit mehr eigenen Nachteilen als Vorteilen sein kann -Gegenteil zu egoistischem Verhalten
  • Empathie-Altruismus-Hypothese (vgl. Batson, 1991) -Definition: Menschen handeln nur dann uneigennützig bzw. altruistisch, wenn sie in einer bestimmten Situation Empathie empfinden. Helfen anderen Menschen, ohne Empathie zu empfinden, so sind andere Faktoren entscheidend, etwa (such as) die Erwartung negativer Konsequenzen -> nicht Altruismus -2 wichtige Kritikpunkte Möglicherweise wurde mit der Ähnlichkeitsmanipulation erzeugt Hilfeleistung unter hoher Empathie und niedrigen Kosten kann neben Altruismus auch andere Ursachen haben (z.B Selbswertsteigerung durch Helfen)
  • Evolutionspsychologische bzw. biologische Perspektive (prosoziales Verhalten) -Menschen helfen bevorzugt ihren eigenen Verwandten, was mit der Weitergabe von eigenen Genen erklärt werden kann -enge Verwandten (höhere genetische Gemeinsamkeit) wird eher geholfen als weiter entfernten Verwandten
  • Theorie des sozialen Austausches: Kosten-Nuzten-Analyse -Menschen helfen nur dann, wenn der erwartete Nutzen höher als die erwarteten Kosten der Hilfeliestung. Schlechte Stimmung kann durch Hilfeverhalten verbessert werden (Negative-State-Relief-Hypothese)
  • Verantwortungsattribution (Studie von Schmidt und Weiner) Ist eine Person für ihre Notlage verantwortlich? Ist die Situation für die Person kontrollierbar oder nicht? -Ist eine Person nicht sebst schuld an ihrer Notlage und kann sich aus dieser nicht alleine befreien, so werden beim beobachter prosoziale Emotionen ausgelöst, was zu verstärkter Hilfeleistung führt -Studie: Kommiliton braucht Mitschriften weil er a) während Vorlesung krank war oder b) während Vorlesung lieber zum Strand gegangen ist a): kontrollierbare Situation -> Ärger b): unkontrollierbare Situation -> Sympathie
  • Definition ,,Agression'' -Absichtliche Zufügen von Schaden gegenüber anderen
  • Instrumentelle vs. feindselige Aggression -instrumentelle: durch die aggressive Tat ein Ziel erreicht werden soll -feindselige: nicht zielgerichtet, dient nur dem Zufügen von Schaden und/oder Schmerz, ist von Emotionen wie Wut oder Ärger getrieben (driven by anger or rage)
  • Direkte vs. indirekte Aggression -direkte: das Verhalten des Täters richtet sich offentsichtlich bzw. direkt an die Zielperson -indirekte: die Intention, die Person Schaden zu machen, verbeugen
  • Physische vs. verbale Aggression -physische: der aggressive Akt zu köperlichen Schaden führen (gebrochene Nase) -verbale: nicht physische Schädigungen
  • Triebtheoretischer Ansatz von Aggression -Aggression ist angeboren, zur Natur gehört und bringt dem Menscheneinen Vorteil in Evolution -Kartharsishypothese von Sigmund Freud (Karthasis=purification) Aggression staut sich im Verlauf der Zeit an Aggression kann durch aggressive Handlungen abgebaut werden -> Das Entladung (discharge) bestimmter Gefühlzustände führt zu einer Reduktion derselben
  • Biologischer Ansatz- Aggression -aggressives Verhalten hat einen ,,Fitness-Vorteil'' in der evolutionären Selektion erbracht Charles Darwin: Survival of the fittest Konrad Lorenz: Kampfinstinkt -> Kampf ums Überleben -> Verjagen von Feinden, Erbeutung von Nahrung, Gewinnung von Sexualpartnern und Schutz der Familie.. neurochemische und hirnpsychologische Korrelate aggressiven Verhalten: Amygdala, Serotonin und Testosteron
  • Darstellung der Frustration-Aggression-Hypothese -geht davon aus, dass jegliche Frustration im Verhalten bemerkbar macht; eine Ausdruckform ist Aggression
  • Das ,,Ultimatum Spiel'' (vgl. Güth et al.,1982) - Aufbau: A bekommt Geldbetrag und kann sich entscheiden, wie der das mit B teilt. B kann das Angebot akzeptieren oder ablehnen (keine bekommt Geld) Angebote, die einer Gleichaufteilung kommen werden oft beobachtet A weiss, dass B auf niedriges Angebot aggressiv reagieren wird -> Angebot ablehnen -> keine bekommt Geldbetrag -> Personen können Zusammenhang zwischen Aggression und Frustration von Interaktionspartnern vorhersehen und dann ihre Verhalten anpassen
  • Subjektives Gefühl von Ablehnung als Grundlage von Aggression -Grund für aggressive Kognitionen, Emotionen und Verhaltensweisen
  • ,,Long hot summer effect'' -Personen verhalten sich an heißen Tagen aggressiver als weniger heißen Tagen 
  • Der ,,Waffeneffekt'' (Studie von Berkowitz und LePage) -Der bloße (merely, just) Anblick von Waffen erhöht die kognitive Zugänglichkeit aggressiver Gedanken und erhöht dadurch die Wahrscheinnlichkeit für aggressives Verhalten
  • Erlernen der Aggression - soziokognitiver Ansatz -Durch die Beobachtung aggressiver Modelle kann eigenes aggressives Verhalten gelernt werden
  • Effekten von Mediengewalt- Soziokognitiver Ansatz von Aggression Neben aggressiven Filmen und Videospielen gibt's ganze Reihe anderer Medienformate, die aggressives Verhalten fördern können (Musik, Texte)
  • General Aggression Model (Anderson & Dill) -ist eines der prominentesten (đáng chú ý) und einflussreichsten theoretischen Modelle zur Erklärung des Media-Violence-Effekts -kann sowohl kurzfristige als auch langfristige Effekte erklären
  • Ideen zur Gewaltprävention -Ideen: Elterntrainings (positives Parenting Programm) Schulexterne Maßnahmen (Jugendhilfe) Interventionen auf Individualebene -4 Elemente Das Verhalten anderer korrekt interpretieren Alternativen zu aggressiven Problemlösestrategien finden Psychoedukative Elemente Metakognition
  • Intergruppediskiminierung -Intergruppediskriminierung tritt auf, weil Gruppen bestrebt sind, sich von anderen Gruppe abzuheben (to stand out) -2 Theorien Theorie des realitischen Gruppenkonflikts: die Knappheit an Ressourcen kann zu Streit, Vorurteilen und Diskriminierung führen Theorie der sozialen Identität SIT 
  • Studie von Tajfel zum Minimalgruppen-Paradigma -Aufbau: 2 VP Gruppen (nicht besondere Beziehung innerhalb der Gruppe) VP (Kinder) müssen Punkte für den eigenen Team und für den anderen Team aufteilen 3 Weisen um die Punkte aufzuteilen: MJP (maxumim joint payoff) ->maximaler Nutzen für Eigen- und Fremdguppe, MIP (maximum ingroup payoff) ->maximaler Eigengruppen-Nutzen und MD (maximum difference) -> maximaler Unterschied zwischen den beiden Gruppen (zugunsten Eigengruppe) -Ergebnis:  MD wird am häufigsten gemacht, auch wenn es wenige Belohnung für Eigengruppe bedeutet -Interpretation: Menschen wollen positives Selbstkonzept aufrecht erhalten Selbstkonzept besteht aus persönlicher Identität und Bewertungen durch andere Um positives Selbstkonzept zu erreichen , streben Personen nach positiver Distinktheit der Eigengruppe -> Man versucht die Eigengruppe besser dazustellen (dadurch man den Abstand zwischen der Eigengruppe und der Fremdgruppe zugünsten der Eigengruppe möglichst groß macht), damit man sich selbst als Bestandteil der Gruppe, die positiv bewertet / betrachtet wird
  • ,,positive soziale Distinkheit'' von Tajfel -Gruppen sind bestrebt, sich von anderen Gruppen positiv abzuheben (to standout) ->positive soziale Dinkstinkheit -auch wenn beliebige/zufällige oder unbedeutende Gruppeneinteilung -Durch Aufwertung der Eigengruppe und durch Abwertung der Gremdgruppe
  • Grundannahmen der SIT (Tajfel & Turner, 1979) Streben nach positivem Selbstwert beidseitige Valenz der Gruppenmitgliedschaft Bewertung der Eigengruppe im Vergleich zu anderen Gruppen
  • Strategien bei negativen Vergleichsergebnissen -soziale Mobilität: wie leicht/schwer eine Person von einer zur anderen Gruppe wechseln kann -soziale Kreativität: Umbewertungsprozess (neue Vergeleichsdimension setzen, Reinterpretation des Ergebnisses, die Vergleichsgruppe wechseln) -sozialer Wettbewerb: Aufwertung der Eigengruppe und Abwertung der Fremdgruppe
  • Anwendungsbereiche der SIT -in der Organisationspsychologie -gesellschaftliche Probleme erklären: Krieg, Rassismus und Diskriminierung
  • Selbstkategorisierungstheorie -wie Personen überhaupt zu Gruppenmitgliedern werden
  • Wahrnehmung sozialer Identität (Selbstkategorisierungstheorie) -saliente soziale Identität erhöht die wahrgenommene Ähnlichkeit mit anderen Mitgliedern der eigenen Gruppe -damit es zur sozialen Kategorisierung kommt -> die jeweilige Kategorie überhaupt wahrzunehmen und sich dieser subjektiv ähnlich zu fühlen
  • Vgl. Experiment von Hogg und Turner 1987 -Ziel: ob Salienz der sozialen Identität zu gruppenspezifischen Prozessen führt und Einfluss auf Selbstkonzept hat -Aufbau: 2 Gruppen, Gruppe 1: gemischtes Geschlecht, Gruppe 2: gleichgeschlechtlich -> soziale Identität über Geschlecht varriert -Ergebnis: gemischte Gruppenmitglieder beschreiben sich verstärkt als Frauen oder Männer, Frauen nehmen sich untereinander als ähnlicher wahr und auch die Männer. -Interpretation: Bei salienter sozialer Identität und dem Zustand der Depersonalisierung kann es zur Selbststereotypisierung und Selbstkategorisierung kommen
  • Psychologie der Masse nach LeBon 1895 -eine Art ,,Massengeist'' kann entstehen, der ganz andere Ziele verfolgen als die einzelnen Individuen persönlich verfolgen würden -LeBons Sicht der Masse war sehr negativ; für ihn war sie durch Impulsitivität (bốc đồng), Irritation und übersteigerte Emotionalität gekennzeichnet
  • Psychologie der Masse nach Freud -Sigmund Freuds Sicht der Masse ist ähnlich wie LeBons, ist allerdings weniger negativ ausgeprägt -Freud gestand der Maße auch schöpferische () Kräfte zu, wie z.B gemeinsame Sprache
  • Weitere massenpsychologsiche Konzeptionen- Modernere Theorien zur Psychologie der Masse -sprechen der Annahme eines autonomen Geistes der Masse wider -der Einfluss von Gruppen auf das individuelle Erleben und Verhalten kann normativen (tiêu chuẩn) und informationalen Charakter haben normative: Wunsch nach sozialer Anerkennung durch die Gruppe bzw. Vermeidung von Bestrafung  informational: Suche nach dem korrekten Standpunkt (Infomationsquelle, Problemlösung,..)
  • Positive Merkmale von Gruppen (Bsp) Steigerung Selbstwert durch Gruppe (,,Basking in reflected glory'') -Faktoren bezogen aufs Leistungsverhalten Vervielfachung der Gesamtleistung Informationaler Einfluss Sozialer Vergleich: gute Leistungen von anderen Mitgliedern ermutigen Individuum, insofern dass sie ermutigt sind, besser zu machen Social facilitaition-soziale Erleichterung: individuelle Leistung von einer steigt, wenn andere anwesend sind, sofern die Aufgabe leicht ist und die Einzelleistung messbar sind
  • Negative Merkmale von Gruppen -Leistungsbezogene soziales Faulenzen - ,,social loafing'': individuelle Leistung nicht messbar und andere anwesend -> schlechtere Leistung bei einfacher Aufgaben und umgekehrt Hidden Profiles (geteitle Informationen): Mitglieder haben nicht alle Information -> schlechte Entscheidung Groupthink: einheitliche Meinung, Konformität und Angepassheit wichtiger als objektive und neutrale Betrachtung  -Nicht Leistungsbezogene: Deindividuierung
  • Verbesserung von Intergruppenbeziehungen -Kontakthypothese: unmittelbare Kontakt zwischen zwei Gruppen kann zu einem Abbau von Vorurteilen und Feindseligkeiten führen -Weitere wichtige Faktoren: gleicher Status beider Gruppen gemeinsames Ziel festgelegte Normen häufiger Kontakt zu Fremdgruppenmitgliedern
  • Forschung zum sozialen Einfluss -ein der zetralen Bereiche der klassischen Sozialpsychologie -versucht, Verbrechen (criminal act) gegen die Menschlichkeit zu erklären, vorherzusagen und zu verhindern
  • Sozialer Einfluss -Wirkung einer Person/Personengruppe auf eine andere Person (Gefühle, Gedanken und Verhalten) -die Wirkungsquelle kann anwesend oder implzit anwesend oder vorgestellt sein
  • normativer vs. informationaler sozialer Einfluss -normativer: richtet sich das Individuum nach der Majorität, negative Bestrafungen vermeiden -informationaler: Individuum nutzen die Majorität als nützliche Informationsquelle
  • Asch-Experimente (normativer sozialer Einfluss) -Ziel: ob sich ein falsches Urteil anderer beeinflussen kann -Aufbau:  VP wurde durch Projektor Linien gezeigjt 1 echte VP, 7 Konföderiete Experimentalgruppe: Konföderierte machen falsche Schätzungen Kontrollgruppe: alle geben individuelle Einschätzungen -Ergebnis: VP in der Experimentalgruppe machen signifikant viel mehr Fehler als in der Kontrollgruppe (fast fehlerlos) -Interpretation: Gruppendruck; normativer Einfluss kann bewirken, dass Personen sich einem falschen Urteil beschliessen
  • Mögliche Moderatoren (trung gian) der Gruppendruck Effekte (sozialer Einfluss) -der Effekt des Gruppendrucks war umso stärker je wichtiger die Gruppe der Konföderierten für die echte VP war -je unmittelbarer die Konföderierten anwesend (physisch und zeitlich) und je höher die Zahl der Konföderierten war
  • Private Akzeptanz (Konversion) vs. öffentliche Compliance -private Akzeptanz: wenn die Person das offensichtlich falsche Urteil der Majorität internalisieren (tiếp thu) -öffentlicher Compliance: die Person richtet nach dem Gruppenurteil, obwohl sie innerlich weisst, dass dieses falsch ist