Allgemeine Psychologie (Subject) / Vorlesung 11 (Lesson)

There are 23 cards in this lesson

Gedächtnis

This lesson was created by keksprinzessin.

Learn lesson

  • Kinds of Memory Kurzzeichtgedächtnis: Sensorisches Gedächtnis (Ultrakurzzeitgedächtnis)Messung, wie viele Infos kann das KZ halten? (7+-2 Chunks)  AGZ (nicht wirklich prüfungsrelevant)Im AGZ hat man gesehen, dass es verschiedene Arten von AGZ gibt Langzeitgedächtnis:  Explizites Langzeitgedächtnis (wissen)Faktenwissen (deklaratives Wissen), wenn man gefragt wird etwas ganz bewusst wiedergeben kann, beim "lernen" möchte man explizit lernen  Implizites Langzeitgedächtnis (können)Assoziatives Lernen etc. Fälle, fallen unter das implizite Gedächtnis, klassische Konditionierung
  • Doppelte Dissoziation zwischen KGZ und LGZ bedeutet, dass man einen oder mehrere Einflussfaktoren identifziert, die auf Indikatoren für das KGZ wirken, nicht aber Indikatoren für das LGZ und andere Einflussfaktoren, welche die Maße für das LGZ aber nicht für KGZ beeinflussen Zur Trennung von KGZ und LGZ gibt es mehrere solche Dissoziationen
  • Primacy Effekt Die 2-3 zuerst gelernte Wörter von einer Liste an Wörtern werden am besten erinnert. (vermutlich, weil die ersten Elemente einer Liste häufiger still wiederholt werden)
  • Recency Effekt Die gute Wiedergabe der zuletzt gelernten Elemente (Wörter) Vermutung, dass die letzten 3-5 Elemente einer Liste noch im KGZ verfügbar sind, aus dem sie sofort herausgelesen werden müssen, um nicht verloren zu gehen. Die vorangegangenen Elemente können dagegen nur aus dem LGZ abgerufen werden Der Recency-Effekt scheint nicht beeinflusst zu sein von der Anzahl der Wörter und auch nicht wie schnell die Wörter gelesen werden, der Primacy-Effekt dagegen schon (durch Manipulation ändert sich beides)
  • Primacy vs Recency Durch die Manipulation mit der Matheaufgabe dazwischen wurde der Recency-Effekt zerstört (Die Matheaufgabe hat zusätzlich noch das Gedächtnis beansprucht) Der Recency-Effekt kommt durch das KGZ in Stande LGZ fängt schon nach einer Minute an 15 Wörter lesen dann eine kleine Pause à direkt danach darf man sagen, welche Wörter auf der Liste waren dann kommt der U-Effekt zustande Wenn man dagegen 30sek warten muss dann geht der Recency Effekt runter, die Geschwindigkeit in der die Wörter gelesen werden haben keinen Einfluss auf den Recency Effekt Je schneller jedoch die Wörter gelesen werden um zu geringer wird die Performance für den Primacy Effekt (da man nicht genug Zeit hat um die ersten Wörter zu wiederholen und zu manifestieren) „Beweis“ für die zwei Gedächtnissysteme à man kann sie nämlich unabhängig voneinander manipulieren
  • Acoustic vs Semantic Das KGZ funktioniert rein phonologisch (wie sich die Wörter anhören spielen eine Rolle; die Bedeutung spielt keine Rolle) à im LGZ umgekehrt (Dissoziation zwischen den zwei Gedächtnissen Exp: KGZ, Liste von Wörter (man, cab, can, cad), es wird gezählt wie häufig die Personen die Wörter nachsagen können; Sobald die Wörter schnell aufgesagt werden und akustisch ähnlich sind dann ist es schwierig sie vorherzusagen -> sobald sich die Wörter aber auditorisch nicht ähnlich sind ->gute Leistung Exp: gleiches Experiment mit semantisch ähnlichen Wörtern (great, large, big -> was mit Größe zu tun hat) -> soll man nachsagen = das kann man gut; in der zweiten Bedingung -> semantisch unähnlich = kann man genauso gut Man kann sich im KGZ gut Wörter merken/wiedergeben wenn diese sich semantisch ähnlich/unähnlich sind, aber schlecht wenn sie phonetisch ähnlich sind  LGZ: Liste mit 4 Wörters auswendig lernen, dann Matheaufgabe um den Recency Effekt auszuschalten  kein Unterschied zwischen phonetisch ähnlichen/unähnlichen Wörtern -> Performanz gleich  im LGZ gibt es eine Differenz zw. den Wörtern die semantisch ähnlich/unähnlich sind  KGZ ist phonetisch, LGZ spielt phonetische Ähnlichkeit keine Rolle sondern nur die Semantische
  • Limited vs unlimited LGZ ist „unendlich“ Recognition Memory: nicht aktiv an einen Namen erinnern dr Person, aber man weiß das man das Gesicht schon mal gesehen hat Exp.: Labor -> zeigt 20 Bilder/Wörter nacheinander, jede Sek ein Wort/Bild -> danach testet man und zeigt 100 Bilder/Wörter, davon ist die Hälfte neu und die andere alt; bei jedem Bild/Wort soll man Ja/Nein antworten, ob man es schon mal gesehen hat Bei 95% Performance knnten sie sich 90 von 100 Bilder erinnern Bei 10k -> 83%; 6600 von 10K Die Kurve bricht nicht sondern scheint anzusteigen, logarithmischer Zuwachs LGZ scheint unlimited zu sein
  • Anterograde Amnesia Spezielle Operation (Epilepsie) Bei Patient wurde nur der Hippocampus rausoperiert Er hatte nach der OP systematische Ausfälle im Gedächtnis Er konnte sich an alles erinnern was bis zu dem Zeitpunkt der OP stattgefunden hat im Leben à kein Problem mit dem LGZ; er konnte nur keine neuen Erinnerungen mehr formen Als er starb konnte er sich an nichts erinnern nach der OP bis zu seinem Tod
  • Tip of the Tongue Enkodierung und abrufen im Gedächtnis unterscheiden Es gibt einen Prozess in dem man etwas abspeichert im Gedächtnis und vom KGZ ins LGZ transferiert Nur weil etwas im LGZ ist, heißt es nicht, dass man es abrufen kann Exp.: Große Stichprobe und es wird nach einem seltenen Wort gefragt; Fremdwort -> Definition des Wortes wird aufgesagt und man soll das dazugehörige Fremdwort dazu sagen -> wenn man das Wort nicht abrufen kann, aber es einem auf der Zunge liegt (TOT)
  • Using Retrieval Cues (Abrufhinweise) Abrufhinweise um sich an Sachen besser zu erinnern Exp.: Vp gab 500 Wörterliste und sollte auswendig lernen; zu jedem Wort sollte die Vp ein oder drei assoziierte relevante Worte nennen z.B. Wort auf der Liste konnte „Förster“ sein und dann 3 Wörter sagen die dazu assoziiert werden à Wald, grün Gewehr Wenn man dann z.B. nur die Assoziationen gesagt hat à was war das Wort um das es ging als du das alle gesagt hat? Personen sagen à Förster Nach einem Tag, verringert sich die Prozentzahl der korrekten Antworten Wald ist ein gutes Wort (cue, Hinweis) um sich das Wort Förster zu merken à aber nach einiger Zeit vergisst man es KG: Kriegen Wörter von jemand anderen, wenn man sich selber ein Wort mit einem anderen assoziiert dann kann man es sich besser merken..? wenn ein retrieval cue vorhanden ist Wenn man selbst elaboriert dann sind das die retrieval cues die man benutzen kann um sich an Sachen zu erinnern
  • Creating false memories Exp.: wieder eine Liste mit Wörtern merken Danach wurde erneut eine Liste gezeigt, aber auch mit Wörtern die nicht auf der vorherigen drauf war, vp sollten mit ja/nein antworten, ob die Wörter auf der vorherigen waren Bei „foot“ war es kritisch und viele vp dachten, sie hätten das Wort vorher schon gehabt, da die alte Liste voller Begriffe war die mit Fuß assoziiert werden konnten -> LGZ ist semantisch organisiert
  • AGZ vs. LGZ AGZ sehr limitiert LGZ sehr weit/unendlich -> Recognition Memory 
  • LGZ Exp. Münze wiedererkennen --> über die Hälfte falsch, varrieren der einzelnen Eigenschaften der Münze --> funktioniert nicht als fotografisches Gedächtnis (Erkennen einer Münze bzw. Jäkel hat erfragt welche Eigenschaften auf einem 1 Euro stück sind) Kategorisieren: A hypothetical knowledge Fragment:Hypothetisches Fragment des semantischen Gedächtnis Tier- Vogel- KanarienvogelWenn das die Struktur des LGZ ist dann solle man in Reaktionszeiten sehen wie der Zugriff auf LGZ funktioniert. Wenn man einen Satz sagt z.B. Kanarienvogel kann singen --> dann schnell mit ja/nein beantworten; Kanarienvogel knoten wird aktiviert - kanarienvogel kann singen, dann sollte es einfach sein dies zu assoziieren. Wenn man fragt ob ein Kanarienvogel fliegen kann, könnte es länger dauern - da Kanarienvogel - Vögel sind und Referenz hat einen längeren Weg zurückzulegen Wie lange dauert es bestimmte Dinge zu assoziieren?? --> Fliegen hängt wahrscheinlich am Vogel nicht wie bei Kanarienvogel und singen 
  • Context Matters (lernen) , Experiment vp mussten 32 Wörter auswendig lernen (Liste)  Taucher, mussten die unter Wasser auswendig lernen; andere Taucher am Strand lernen  getestet in 2 x 2 Design --> Abfragen auch einmal unter Wasser/Trocken -> In dem Kontext in dem man es gelernt hat, kann man es viel besser erinnern 
  • Imaging (lernen) -> Paires Associate Learning Ein Wort mit einem anderen assoziieren (Hund & Flasche)  1. Gruppe: Interactive Imagery -> Hund in der Flasche -> bildlich  2. Gruppe: Seperation imagery -> Beide Sachen vorstellen  3. rote Reptition -> Wortpaar vorlesen/wiederholen  Recognittion: super alle ca 85%  Recall: Unterschiede, interaktiv53% sonst ca 30%
  • Gedächtnistips (Locimethode: Gedächtnispalast) Einkaufsliste/Wohnung merken
  • Spacing (Aka Distributed Practice) timing spielt eine Rolle  Bulimie lernen funktioniert aber nach 3 Tagen weiß man fast nichts mehr  wenn man etwas länger behalten will, muss man es über einen längeren Zeitraum lernen 20-30 Tage auseinander lernen (Spacing periode) 
  • Testing Effekt sich selbst testen ist ein sehr guter Lerneffekt  Vp die zwischendrin nochmal extra getestet wurden in einer Testsituation waren um 50% besser. Die vp die gelernt haben denken sie sind besser als die die getestet wurden 
  • Organizing (Lernen) Größter Effekt -> Organisation  wenn man eine Struktur hat kommt es zum besseren lernen  Sachen die man lernt müssen Sinn machen sobald die Dinge semantisch Sinn machen 
  • Constructing Memories (Lernen) Falsche Erinnerung aufgrund der assoziativen Erinnerungen (Wortliste alle ähneln Fuß aber Fuß stand nicht drauf) 
  • Flashbulb Memories Falsche Vorstellungen wie das Gedächntis funktioniert  Vor allem emotionale Ereignisse werden stärker erinnert  man kann sich aber nicht erinnern z.B. wenn man von dem Datum zum Ereignis geht. Oder von Ort zum Ereignis  Ereignis, ein bestimmtes und man kann öfter sagen wann und wo das stattfand
  • Implanting Memories man kann sich auch Erinnerungen implantieren.  VL --> zeigt fotos aus Kindheit mit Photoshop, vp soll erzählen was da passiert ist, je öfter die VP darüber nachdenkt, desto mehr versucht die VP sich Erinnerungen zu konstruieren -> 50% waren nach ein paar Interview Sessions überzeugt  o. false memories auch mit eyewitness suggestion --> zeugenaussagen vor gericht
  • Augenzeugeberichte schlechte Beobachtungsbedingung + kurze Exposition, Stress, Erwartungen, persönliche Stereotypen, biases man kann durch einfache Wortwahl auch die Erinnerungen der Person verzerren:"Haben sie einen kaputten Scheinwerfer gesehen?"; "Haben sie den kaputten Schweinwerfer gesehen?" Verstärkungs-Hypothese: Eine vorhandene Erinnerung wird durch die nachfolgendeFrage gestärkt, sodass sie beim weiteren Abruf bevorzugtals Antwort gewählt wird. (nur bereits Vorhandenes kann verstärkt werden) --> nicht ausreichend, da neue Objekte im experiment in die Erinnerung eingefügt werden konnten Konstruktions-Hypothese: Die in der nachfolgenden Frage verpackte Information wird bei Akzeptanz in die bereits vorhandene Repräsentation eingefügt und wird bei Wiederabruf als der Repräsentation zugehörig abgerufen (neues kann in die Repräsentation eingefügt werden) --> Erinnerungen konnten implantiert werden