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Psychologie (Subject) / Qualitative Methoden der Datengewinnung und -analyse (Lesson)
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- Qualitative Gütekriterien: Nähe zum Untersuchungsgegenstand: Möglichst nahe an Alltagswelt des Untersuchungsgegenstandes anknüpfen Ziel ist auch Interessenübereinstimmung mit Untersuchungssubjekten zu erreichen, z.B. durch Bearbeitung von Alltagsproblemen der Subjekte („Forschung für die Betroffenen“) Prüfung der Nähe zum Gegenstand auch nach Durchführung der Datenerhebung
- Qualitative Gütekriterien: Kommunikative Validierung: Gültigkeit von Interpretationen überprüfen durch Vorlage bei und Diskussion mit Untersuchungssubjekten Den Subjekten Kompetenz beimessen Dialog bietet Möglichkeit wichtige Argumente bzgl. Relevanz der Ergebnisse zu gewinnen
- Qualitatives Gütekriterium: Triangulation: = Verbindung mehrerer Analysegänge zur Stärkung der Qualität der Forschung Z.B. Denzin (1978) -> Verwendung mehrerer Datenquellen, Interpreten, Theorieansätze oder Methoden Für Fragestellung mehrere Lösungswege entwickeln und jeweilige Ergebnisse dann vergleichen Ziel ist nicht völlige Übereinstimmung der Ergebnisse, sondern komplexes Bild des Untersuchungsgegenstandes nachzuzeichnen
- Methodenspezifische Gütekriterien: Inhaltsanalyse: Reliabilität: ▪ Stabilität: Erneute Anwendung des Analyseinstruments (Kodierleitfaden) auf das Material (=>Intraraterreliabilität) ▪ Reproduzierbarkeit: Ausmaß, in dem die Analyse unter anderen Umständen bzw. anderen Analytikern zu den gleichen Ergebnissen führt (IRR) Vielzahl an Koeffizienten, die auch zufällig zu erwartende Interraterübereinstimmungen berücksichtigen ▪ Exaktheit: Ausmaß, in dem die Analyse einem bestimmten funktionellen Standard entspricht Setzt Stabilität und Reproduzierbarkeit des Instrumentes voraus Ist stärkstes Reliabilitätsmaß, lässt sich aber am schwersten überprüfen
- Methodenspezifische Gütekriterien: Inhaltsanalyse: Vier Quellen von Reliabilitätsbeeinträchtigungen (Krippendorff, 1980): Auswertungseinheiten: Prüfung in wie weit sich Auswertungseinheiten mit Unstimmigkeit bei mehreren Kodierern systematisch vom restlichen Material unterscheidet Analytiker: mittels IRR prüfbar Einzelne Kategorien: Prüfung, ob bei best. Kategorien besonders häufig Unstimmigkeiten bestehen; dann ggfs. klarere Definitionen entwickeln Kategoriendifferenzierung: Reliabilität kann erhöht werden, in dem uneindeutige Kategorien zu gröberen, aber exakter anwendbaren Kategorien zusammengelegt werden
- Methodenspezifische Gütekriterien: Inhaltsanalyse: Validität: ▪ Semantische Gültigkeit: Bezieht sich auf Richtigkeit der Bedeutungsrekonstruktion des Materials drückt sich in der Angemessenheit der Kategoriendefinitionen aus Überprüfung anhand von Expertenurteilen Einfachere Überprüfung: Sammlung aller Textstellen, denen aufgrund der Analyse-anweisungen eine bestimmte Bedeutung gegeben wurde; Vergleich der Textstellen mit dem Konstrukt, Überprüfung der Homogenität der Textstellen ▪ Stichprobengültigkeit: wenn übliche Kriterien der exakten Stichprobenziehung eingehalten werden ▪ Korrelative Gültigkeit (konkurente Kriteriumsvalidität): Validierung durch Korrelation mit Außenkriterium Überprüfung nur möglich, wenn bereits Ergebnisse einer Untersuchung mit ähnlicher Fragestellung und ähnlichem Gegenstand vorliegen, aber andere Methoden (Test, Experiment, Beobachtung) angewendet wurden Vorhersagegültigkeit (prognostische Kriteriumsvalidität): Überprüfbar, wenn sich aus dem Material sinnvolle Prognosen ableiten lassen ▪ Konstruktvalidität: Überprüfbar anhand: bisheriger Erfolge mit ähnlichen Konstrukten und/oder Situationen von Erfahrungen mit dem Kontext des vorliegenden Materials etablierter Theorien und Modelle repräsentativer Interpretationen und Experten
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