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Labormedizin (Subject) / Infektionsserolgoie 2 (Lesson)
- Was sind die CMV Übertragungswege? Schmierinfektion durch Speichel, Urin, Genitalsekret, Sperma sowie Blutprodukte oder Organtransplantation. Bei Schwangeren meist der Kontakt zu Kleinkindern unter 3 Jahren. In der Schwangerschaft vertikale transplazentare Übertragung (1. Trimenone <30% und 3. Trimenon 70%)
- Was ist die CMV Embryopathie? Hauptsächlich Hörstörungen. Seltener Chorioretinitis, geistige Retardierung. Selten kommen Kinder mit Petechien, Ikterus, Hepatosplenomegalie, Wachstumsretardierung, Mikrozephalie mit Verkalkungen und Ventrikelveränderungen auf die Welt.
- Welche Rolle spielt die perinatale CMV Infektion? Postnatale Infektion? Besteht eine Gefährdung für kleine Kinder und Neugeborene durch Krankenschwestern und Erzieherinngen? Die perinatale Infektion hat wahrscheinlich keine relevante Bedeutung. Postnatale Infektion durch CMV positive Mütter (2/3 scheiden Virus über Muttermilch aus) sind häufiger. Daher sollten Frühgeborene vor der 32. SSW von CMV positiven Müttern nicht gestillt werden (Paseurisierung nicht sicher). Gefährdung besteht für schwer kranke Kinder, Immunsupprimierte und Frühgeborene.
- Was ist mit CMV Reinfektionen während der Schwangerschaft? Unterschied zur Primärinfektion? Maternofetale intrauterine Übertragung durch Reinfektion oder Reaktivierung ist selten <1%. In der Praxis werden seropositive Mütter als geschützt betrachtet und nicht kontrolliert. Bei seronegativen Müttern mit einer Primärinfektion und Transmission sind bei Entbindung 1/8 der Kinder symptomatisch, 50% davor mit Spätschäden. 7/8 der Kinder sind asymptomatisch und 1/8 entwickelt Spätschäden.
- Welche Genomnachweise für Viren gibt es? Nukleinsäure amplifizierende Techniken (NAT). Am verbreitetsten PCR. DNA Sequenzierung unbekannter Viren. In situ Hybridisierung (Bindung komplementärer DNA-Stränge z.B. bei HPV.
- Welche Antikörpernachweise gibt es? HHT= Hämagglutinationshemmtest: Schützende AK aus dem Patientenserum verhindern eine Hämagglutination von viralen Proteinen und Eryhtrozyten (Influenza und Röteln) NT= Neutralisationstest: Nachweis von Neutralisierenden AK durch Verhinderung des zytopathologischen Effekts in der Zellkultur (CMV, Influenza, Polio) KBR = Komplementbindungsreaktion: Durch Bildung von Antigen-Antikörperkomplexen wird Komplement verbraucht und anschließend durch Zugabe von mit Kaninchen-AK beladenen Erythrozyten sichtbar gemacht (Hämolyse bei vorhandenem Komplement). IFT = Indirekter Immunfluoreszenztest: Virusantigen bzw. Virusinfizierte Zellen werden auf Glasträger fixiert. Im Serum vorhandenen AK binden und werden mit Anti-humanen-AK die mit Fluoreszenzfarbstoff markiert sind im Fluoreszenzmikroskop (UV-Licht) sichtbar gemacht (Chlamydien, EBV). Gruber-Widal-Reaktion: Serum mit physiologischer Kochsalzlösung verdünnt und bildet mit einer Bakteriensuspension Agglutinate. ELISA = Enzymlinked Immunosorbent Assay: Basiert auf einer enzymatischen Farbreaktion (z.B. Meerettichperoxidase). Mit Antigen beschicktete Mikrotiterplatte wird mit Patientenserum inkubiert -> Waschen. Ein mit einem Reporterenzym markierter Anti-humaner-AK wird zugegeben -> Waschen. Substrat wird enzymatisch durch Reporterenzym in Frabreaktion umgesetzt und kann photometrisch gemessen werden. Vorteile gute Automatisierbarkeit, offenes System für Liquor oder Aviditätsmessungen. Nachteil „Batchverfahren“ wird nur 1x am Tag angesetzt. Westernblot: Lysat Antigene oder rekombinante Antigene werden elektrophroetisch aufgetrennt und auf Nitrocellulosemembran aufgetragen. Zugabe von AK führt zu sichtbaren Banden.
- Bitte erklären sie den Ablauf einer serologischen Testmethode. Was sind Vor- und Nachteile der Chemielumineszenz? Wofür kommt sie zur Anwendung? CLIA = Chemilumineszenzimmunoassay oder CMIA = Chemielumineszenz-Mikropartikel-Immunoassay (Feste Phase magnetische Beads). Die Antigen-Antikörper-Reaktion funktioniert gleich wie beim ELISA, gemessen wird aber keine enzymatische Farbreaktion sondern Chemielumineszenz (Licht durch eine chemische Reaktion, z.B. Luminol). Die Kavitäten (Magnetpartikel) sind mit dem jeweiligen Antigen beschichtet. Spezifische Patienten-AK daran und unspezifische AK werden durch Waschen entfernt. Dann binden chemielumineszenzmarkierte monoklonale Anti-Human-IgG-AK binden an Patienten-AK und ungebundene durch Waschen entfernt. Durch ein Startreagenz wird die Chemielumineszenz angeregt und mittels Photomultiplier gemessen. Vorteil: Kontrollierte Reaktionsgeschwindigkeit, sehr stabiles Signal, Signalerzeugung erfolgt innerhalb von Sekunden (schnelle Ablesung) und bleibt lange erhalten (robuster Test). Ungefährliche Reagenzien (RIA). Wirtschaftliche Vollautomaten, Random access. Nachteile: Matrixstöreffekte durch Serumkomponenten. Anwendung: Liaison, Immulite, Architect. Serologie, klinische Chemie (Vitamine, Holo-TC), Hormone.
- Wann werden Mikrotiterplatten mit Flachböden eingesetzt? Wann werden Rundbodenplatten eingesetzt? Flachböden: Für Zellkulturen, bei kommerziellen ELISAs. Rundboden: ELISAs, Röteln HAT, Agglutinationen
- Welches Virus ist auch lichtmikroskopisch sichtbar? Pockenvirus (größtes Virus) Direktbeobachtung der lebenden Zellkultur und eines zytopathischen Effekts.
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