3

Soziale Strukturanalyse und Ungleichheit (Subject) / Familie Woche 4 (Lesson)

Familie

This lesson was created by Meister_Proper.

Learn lesson

  • Nennen Sie wichtige Merkmale einer Familie, und beschreiben Sie den Unterschied zu einem Haushalt. Familie Haushalte in denen Eltern mit Kindern zusammen wohnen, wirtschaften und diese sozialisieren. Zentrale Produktionsstätte von Sozialen Ungleichheiten Bestimmt: die Chancen/ Resourcen beim aufwachsen, Chancen für Erbschaft, Armutsrisiko und die Verwirklichung von Lebensplänen. Verwandschaftliche Beziehung, relativ Konstantes Beziehungsmuster Sozialisationsfunktion: Erziehung von kindern, Weitergabe von Sprachen, Kultur und Normen. Platzirungsfunktion: Zuweisung einer sozialen Position in der Gesellschaft durch sozioökonomischer Herkunft der Herkunftsfamilie. Privater Haushalt Zusammenwohnen (notwendiges institutionelles Merkmal) Gemeinsames Wirtschaften Keine Verwandschaft oder Intimität(Kann aber) Verbrauchs und Leistungsgemeinschaft
  • Beschreiben Sie die Entstehung der bürgerlichen Normalfamilie Mittelalterliche Ständegesellschaft: "Ganzes Haus" Familienwirtschaft, Hausgemeinschaft, Produktionsgemeinschaft Arbeits, Wohn und Bildungsstätte unter einem Dach Beziehungen gekennzeichnet durch geringe emotionale Nähe (Kinder als Arbeitskraft) Keine Funktionale Auslagerung ( Erziehung/ Pflege) Prozess der Industrialisierung: Neue Organisations- und Produktionsformen, dadurch Trennung von Wohn- und Arbeitsstätte, Polarisierung der Geschlechtsrollen. Intimisierung der Partnerschaft setzt ein Heute: Pluralisierung der lebensformen Zunehmende Verlagerung der Familienaufgaben nach aussen (Kranken-und Altersversorgung, Erziehung) Familie wird zur Privatisierten Lebensform, Emotionalisierung (Von not- zur Liebesgemeinschaft) Bürglerliche Kleinfamilie verliert ihre normative Leitbildsfunktion Scheidung rechtlich und Kulturell akzeptiert, Partnerwechsel nicht ungewöhnlich Übergang zur von lebenslanger zur sequentieller Monogamie
  • Welche theoretischen Erklärungen gibt es für die Pluralisierung von Lebensformen? Induvidualisierungsthese: Mit dem Übergang in die Moderne, Freisetzung der menschen aus ständischen Gesellschaftsformen. Zunahme individueller Handlungs- und Entscheidungsspielräume, Geltungsverlust sozialer Normen. Seit 1960, materieller Wohlstand, höhere Bildung, Wertewandel, Zunahme an möglichen Lebensentwürfen. Speziell für Frauen, Erwerbstätigkeit und Beruf trr Wert zur Famili auf. Ehe und Familie werden zur Wahlhandlungen, Aushandlungsprozesse mit Partnern/ in Die geschlechtsspezifische arbeitsteilige Familie ist mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes für Frauen nicht kompatibel, abfällig für Brüche. Theorie der sozialen Differenzierung Normalfamilie ist die komplexer werdenden Umwelt immer weniger angepasst, zunehmender Flexibilisierungsbedarf, traditionelle Kernfamilie ist nicht anpassungsfähig genug. Familienformen sind auch immer Reaktionen auf Entwicklungen an Arbeitsmärkten, Qualifikationen etc. Pluralität von Privatheitsmustern als Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklung. Kinderorientierter Privatheitstyp, Partnerschaftsorientierter Privatheitstyp, Individualistischer Privatheitstyp (Alleinlebend) Wertewandeltheorie Pluralisierung von Werten (vorallem seit 1950) Materialismus nimmt ab( Wohlstand, Staats-und Ordnungsorientierung) Statt dessen Postmaterialismus: (Selbsverwirklichung, Gestaltungsfreiheit, Gleichberechtigung) Anteil Singles und Kinderlose nehmen ins besondere unter Gruppen mit ausgeprägten postmaterialistischen Werten zu.