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Klinische und Gesundheitspsychologie (Subject) / Diagnostik (Lesson)
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- Eine psychische Störung sind Symptome oder Symptommuster (Syndrome) im Denken, Erleben und Handeln einer Person, die…(4 Merkmale)? … von der Norm abweichen… zu einer Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsaktivitäten und/oder sozialen Aktivitäten führen…durch ausgeprägtes Leiden gekennzeichnet sind… bei der Betroffenen ein Änderungsbedürfnis hervorrufen
- Lina meint, sie habe schwere Konzentrationsprobleme, die sie schwer mitnehmen. Sie möchte unbedingt daran arbeiten und ihre Konzentration verbesser. In einem Konzentrationstest macht sich bemerkbar, dass sie sich tatsächlich unterdurchschnittlich schlecht konzentrieren kann. Ihre Lehrerin berichtet jedoch, dass sie in der Schule trotzdem konstant gute Leistungen erzielt und dem Unterrichtsstoff gut folgen kann. Auch ihre Freundinnen nehmen Lina zwar als verträumt war, empfinden dies aber nicht als störend bei Verabredungen mit ihr. Hat Lina eine psychische Störung? Laut Definition nicht, da der Punkt nicht erfüllt ist, dass die Symptome zu einer „Beeinträchtigung der beruflichen Leistungsaktivitäten und/oder sozialen Aktivitäten führen“.
- In welchem altgriechischen Begriff hat „Diagnostik“ seinen Ursprung und aus welchen beiden Wortteilen setzt sich der Begriff zusammen? • Ursprung altgriechisch diágnosis = Unterscheidung, Entscheidung• Setzt sich zusammen aus diá- = durch und gnósis = Erkenntnis, Urteil
- Was sind die Aufgaben der klinisch-psychologischen Diagnostik? Nenne 5 aus 7. - Klinische Phänomene in Komplexität reduzieren- Kommunikation zwischen Klinikern und Forschern- Indikationsstellung, Ableitung von Therapiemaßnahmen und Evaluation des Therapieerfolgs- Kostenabrechnung- Prognosen- Patientengruppen in Studien charakterisieren- Grundlage für empirische Untersuchungen zu Ä̈tiologie und Verlauf von Störungen und deren Therapie
- Wie entsteht Devianz laut der Etikettierungstheorie? Wie unterscheiden sich hier primäre und sekundäre Devianz? Zunächst wird eine Person aus soziokulturellen und psychologischen Ursachen heraus deviant (primäre Devianz)- hier liegt die Verantwortung noch beim Täter. Dies wirkt sich noch nicht auf das Selbstbild des Täters aus, da er die Devianz noch verharmlosen oder rationalisieren kann. Dann folgen jedoch gesellschaftliche Reaktionen auf die Devianz, wodurch die Person als kriminell gelabelt wird. Dies widerspricht dem (positiven) Selbstbild des Gelabelten, was kognitive Dissonanz erzeugt. Um diese zu lösen, verhält sich das Individuum letztendlich entsprechend des Labels.
- Was sind die Folgen von Stigmatisierung laut Stigmatisierungstheorie? Die Bezeichnung „psychisch krank“ setzt einen Kreislauf in Gang: Ich erwarte nun, von anderen entwertet zu werden und ziehe mich deshalb mehr zurück. Das jedoch führt zu einem erhöhten Risiko für das Auftreten weiterer Symptome. So trägt Stigmatisierung zur Aufrechterhaltung bei.
- Für welche volle Bezeichnung steht „ICD“? International Classification of Diseases, injuries and Causes of Death--> Erfasst ALLE Erkrankungen und Todesarten
- Wie viele Kapitel hat das ICD-10 und welches steht für psychische Störungen? 21 Kapitel, Kapitel 5 (F) für psychische Störungen
- Seit wann gibt es das ICD-10? Seit 1996
- Für wen ist das ICD-10 gültig? Für alle Gesundheitssysteme der Mitgliedsstaaten der WHO gültig
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- Welche Störungsgruppen werden jeweils durch die Hauptkategorien F0-F9 erfasst? F0: Organischer einschließlich symptomatischer psychischer StörungenF1: Psychische und Verhaltensauffälligkeiten durch psychotrope SubstanzenF2: Schizophrenie, schizotype und wahnhafte StörungenF3: Affektive StörungenF4: Neurotische-, Belastungs- und somatoforme StörungenF5: Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und FaktorenF6: Persönlichkeits- und VerhaltensstörungenF7: IntelligenzminderungF8: EntwicklungsstörungenF9: Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend
- Auf welche Ebene beziehen sich jeweils der 2-, 3-, 4- und 5-stellige F-Code der ICD-Kategorisierung und welche Bedeutung haben sie? - Zweistellig: Hauptkategorie, Störungsgruppe (Neurotische-, Belastungs- und somatoforme Störungen)- Dreistellig: Kategorie, Störungseinheit (Bsp. Phobische Störung)- Vierstellig: Subkategorie, Spezifikation aufgrund von Inhalt oder Schweregrad (Bsp. Agoraphobie)- Fünfstellig: Zusatzspezifikation, ergibt sich aufgrund des Verlaufs (Agoraphobie ohne Panikstörung)
- Für welche volle Bezeichnung steht DSM? „Diagnostic and statistical manual for mental disorders“
- Seit wann und vom wenn wird das DSM herausgegeben? Seit 1952 von der American Psychiatric Association
- Seit wann gibt es genaue Definitionen der psychischen Störungen im Sinne von notwendigen und hinreichenden Kriterien im DSM? Seit 1980, DSM-III
- Was bedeutet es, dass das DSM „rein deskriptiv“ ist? Es werden keine Annahmen über die Ätiologie gemacht und keine theoriebezogenen Begriffe verwendet
- Was ist die große Erneuerung des DSM-VI und wann erschien es? 1994: DSM basiert nun auf empirischen Ergebnissen und es gibt 5 Achsen
- Wann erschien das DSM-V? 2013
- Wie viele und welche diagnostischen Kategorien erfasst das DSM-V? 16 diagnostische Kategorien:- Störungen der neuronalen und mentalen Entwicklung- Schizophrenie-Spektrum und andere psychotische Störungen- Bipolare und verwandte Störungen- Depressive Störungen- Angststörungen- Zwangsstörungen und verwandte Störungen- Trauma- und belastungsbezogene Störungen- Dissoziative Störungen- Somatische Belastungsstörung und verwandte Störung- Fütter- und Essstörungen- Ausscheidungsstörungen- Schlaf-Wach-Störungen- Sexuelle Funktionsstörungen- Geschlechtsdysphorie- Disruptive, Impulskontroll- und Sozialverhaltensstörungen- Störungen in Zusammenhang mit psychotropen Substanzen und abhängigen Verhaltensweisen- Neurokognitive Störungen- Persönlichkeitsstörungen- Paraphile Störungen
- Was sind paraphile Störungen? Paraphilien sind häufige, intensive, sexuell stimulierende Fantasien oder Verhaltensweisen, die unbelebte Objekte, Kinder, nicht einverständnisfähige Erwachsene oder eigene Qualen bzw. Erniedrigungen an sich selbst oder am Partner einbeziehen. Paraphile Störungen sind Paraphilien, die Leid verursachen, die Lebensweise der betroffenen Person beeinträchtigen oder anderen Personen Schaden zufügen oder zufügen können.
- In welche DSM-V Kategorie falle ich, wenn ich mich wie ein Mann fühle, phänotypisch jedoch eine Frau bin? - Geschlechtsdysphorie
- In welche DSM-V Kategorie fällt eine Person, für die sich die Umwelt oft unwirklich anfühlt? Dissoziative Störungen
- In welche DSM-V Kategorie gehört ADHS? Disruptive, Impulskontroll- und Sozialverhaltensstörungen
- In welche DSM-V Kategorie gehört Alzheimer? Neurokognitive Störungen
- Welche Informationen liefert das DSM-V zu den einzelnen Störungsbildern (nenne 6 aus 9)? Diagnostische Merkmale Subtypen/Zusatzcodierung Zugehörige Merkmale und Störungen Prävalenz Entwicklung und Verlauf Familiäre Verteilungsmuster Differentialdiagnose Komorbidität Spezifische kulturelle, Alters- und Geschlechtsmerkmale
- Welche Änderungen treten beim DSM-V bei der Schizophrenie auf? Zwei Symptome der A-Kriterien notwendig (Wahnvorstellungen, Halluzination, desorganisierte Sprache, desorganisiertes oder katatones Verhalten, Negativsymptomatik) Davon mindestens eines Wahnvorstellungen, Halluzinationen oder desorganisiertes Sprechen sein. Keine Unterteilung in Subtypen mehr dimensionales Rating für Schweregrad der Hauptsymptome
- Welche Änderungen treten beim DSM-V bei der Depression auf? • Neu: „Disruptive mood regulation disorder“ (bis 18 Jahre) beschreibt hohe Irritabilität und extremen Kontrollverlust in Kindheit/Jugend• Neu: Prämenstruelles dysphorisches Syndrom• Dysthymie wird zu Anhaltender Depressiver Störung• Abgrenzung Trauerreaktion (=keine Diagnose) und Depressive Phase (jetzt auch nach Trauerfall möglich)
- Welche Änderungen gibt es beim DSM-V bei den Angststörungen? • Zwangsstörungen haben eigenes Kapitel • PTBS und akute Stressstörung haben eigenes Kapitel • Soziale Phobie, kein generalisierter Typus; aber „performance only“ • Panikstörung und Agoraphobie werden getrennt diagnostiziert, keine „mit/ohne“-Kategorie • Trennungsangst und Selektiver Mutismus jetzt als Angststörung klassifiziert
- Kritik zum DSM-V: Wie viele Diagnosen kamen vom DSM-IV zum DSM-V innerhalb von knapp 20 Jahren hinzu und wo liegt demnach nun die absolute Anzahl der Diagnosen im DSM-V? Was werfen Kritiker des DSM diesem deswegen vor? Es kamen gut 77 Störungen hinzu, jetzt 374 Störungen --> Vorwurf, man mache aus Alltagsproblemen psychische Störungen
- Wofür steht das Akronym NIMH und was ist die Funktion dieser Organisation? National Institute of Mental Health, ist die größte Organisation zur Finanzierung von Forschungsprojekten im mentalen Gesundheitssektor
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- Warum entzog das NIMH all jenen Projekten die Gelder, deren Diagnostik ausschließlich auf DSM-Kriterien beruht? Fehlende Validität: - DSM Diagnosen basieren auf einer Übereinstimmung bezüglich Cluster an klinischen Symptomen, nicht auf objektiven Labormessungen- Keine Reduktion in der Suizidrate oder Prävalenz von mentalen Erkrankungen, wohingegen es diese in anderen Bereichen der Medizin schon gibt…
- Welches Projekt startete NIMH im Zuge seiner Kritik am DSM? Was ist die wichtigste Grundannahme dieses Projekts? Research Domain Criteria Project: Ein neues Klassifikationssystem soll erschaffen werden, das genetische, bildhafte und kognitive Forschung sowie andere Informationsebenen mit einschließt, um eine Diagnose zu stellen Die Annahme dahinter: - Mentale Störungen sind biologische Störungen, die Schaltkreise im Gehirn einschließen, welche auf emotionale, kognitive und behaviorale Bereiche Einfluss nehmen
- Was sind die Ziele von Rdoc? - Durch die Zuordnung von behavioralen, kognitiven, emotionalen… und biologischen Markern reliable und wissenschaftlich gestützte Phänotypen psychischer Störungen zu identifizieren - Aufdeckung von störungsübergreifend bedeutsamen Strukturen (z.B. exekutive Funktionen) - Aufklärung des gesamten psychischen Funktionsspektrums von normal bis nicht normal
- Welches sind die 8 Analyseeinheiten und 5 Systeme, die die Matrix und damit das Herzstück von Rdoc bilden? Analyseeinheiten (units of analysis):- Gene- Moleküle- Zellen- Schaltkreise- Physiologie- Verhalten- Selbstbericht- Paradigmen Systeme: - Negative Valenz: Akute Bedrohung, Verlust- Positive Valenz: Annäherungsmotivation, Belohnungslernen- Kognitives System: Aufmerksamkeit, Wahrnehmung- Soziales Prozess System: Zugehörigkeitsgefühl und Bindung- Arousal System: Schlafen und Wachheit
- Wie würde man Stichproben gemäß des Rdoc bilden? - nicht orientiert an diagnostischen Kategorien, sondern z.B. an Verhaltensauffälligkeiten--> Studie zu Impulskontrolle würde Patienten mit ADHD, impulsiver Aggression, Spielsucht und Drogensucht in eine Gruppe stecken--> Komorbiditäten sind erwünscht!
- In der Studie von Ford und Kollegen (2014) “Studying Hallucinations Within the NIMH RDoC Framework” wurden Patienten mit Diagnose und Menschen mit Halluzinationserfahrungen untersucht. Ausgangspunkt waren phänomenologische Merkmale von Halluzinationen. Wozu wurden diese zugeordnet und auf welchen Ebenen wurden diese Untersucht - Die phänomenologischen Merkmale wurden Konstrukten zugeordnet, die auf den Analyseeinheiten untersucht wurden- Bsp.: Wahrnehmung -> Kognition: Wahrnehmung- Bsp. befehlsgebende Stimmen -> Soziale Prozesse: Wahrnehmung und Selbstverständnis, negatives Valenzsystem: Aufrechterhaltene Bedrohung
- Wann und aus welchem „Mangel“ heraus wurde die OPD gegründet? 1992 Gründung, da ICD und DSM nicht für die psychodynamische Fall- und Behandlungskonzeption taugen
- Wofür steht das Akronym OPD? Operationalisierte psychodynamische Diagnostik
- Welches sind die 5 Achsen des OPD? - Achse 1: Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen - Achse 2: Beziehung (maladaptive Beziehungsmuster) - Achse 3: Konflikte (zeitlich überdauernde neurotische Konflikte bzw. Konfliktschemata) - Achse 4: Struktur (psychisch-strukturelle Fähigkeiten) - Achse 5: Psychische und psychosomatische Störungen (Symptomatologie gemäß ICD-10 bzw. DSM-IV)
- Was wird bei der Achse 1 (Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen) im OPD erfasst? Art und Schwere der Symptomatik Dauer der Störung/des Problems Krankheitserleben und –darstellung (Leidensdruck) Krankheitskonzepte des Patienten (somatisch, psychisch oder sozial) Veränderungskonzepte des Patienten (gewünschte Therapie körperlich, psychisch, sozial) Veränderungsressourcen Veränderungshemmnisse
- Was wird auf der Achse 2 (Beziehung) im OPD erfasst? Welche 4 Erlebnisperspektiven werden hier erfasst und wozu? - Es werden dysfunktionale Aspekte der Beziehungsgestaltung sowie Beziehungsthemen, die besonders problematisch sind oder besonders kompetent bewältigt werden, erfasst - 4 Erlebnisperspektiven: 1) Wie erlebt Patient sich selbst?2) Wie erlebt Patient andere?3) Wie erleben andere den Patienten?4) Wie erleben andere sich gegenüber dem Patienten? --> Die Erlebnisperspektiven werden miteinander verbunden, sodass dysfunktionale Beziehungsmuster aufgedeckt werden
- Durch welche konträren Paare von Verhaltensweisen kann sich auf Achse II des OPD interpersonelles Verhalten gegenüber jemand anderen zeigen? - Viel vs. wenig Freiraum lassen- Idealisieren vs. Beschuldigen- Entschuldigen vs. Entwerten- Kümmern vs. Vernachlässigen- Zuneigung entziehen vs. mit Zuneigung bedrängen- Harmonisieren vs. angreifen/schädigen
- Was ist ein Konflikt nach OPD (Achse 3)? Innerer unbewusster Konflikt zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen/Wünschen/Verhaltenstendenzen entstanden aus früher erlebten konflikthaften Beziehungserfahrungen Z.B. unbewusste Haltung: „Wenn ich mich auf einen Menschen einlasse, werde ich enttäuscht.“ Stecken bleiben in dysfunktionalem „Entweder-Oder“
- Welche 8 Konfliktarten gibt es im OPD auf Achse III und wie viele werden im Rahmen der Diagnostik herausgearbeitet? Auf welchem Modus werden die Konflikte zusätzlich eingeteilt? Individuation vs. Abhängigkeit Unterwerfung vs. Kontrolle Versorgung vs. Autarkie Selbstwertkonflikt Schuldkonflikt Ödipaler Konflikt Identitätskonflikt Mangelnde Konflikt- und Gefühlswahrnehmung --> Es werden der Hauptkonflikt und der zweitwichtigste Konflikt herausgearbeitet--> Passiver, aktiver oder gemischter Modus
- Was ist beim Konflikt „Individuation vs. Abhängigkeit“ im OPD auf Achse III gestört und wie äußert sich das im passiven, wie im aktiven Modus? - Die Balance von Nähe (Abhängigkeit) und Distanz (Individuation, Autonomie) gegenüber einer Bezugsperson ist gestört - Passiver Modus: Neigung zu hilflos-abhängigem Anklammern in Beziehungen - Aktiver Modus: Neigung zu übermäßiger Unabhängigkeit (Pseudounabhängigkeit)
- Was ist beim Konflikt „Unterwerfung vs. Kontrolle“ im OPD auf Achse III gestört und wie äußert sich das im passiven, wie im aktiven Modus? • Die Balance von aggressiv-machtvoller Durchsetzung (Kontrolle) und funktionaler Anpassung (Unterwerfung) ist konflikthaft gestört • Passiver Modus: Übermäßige Tendenz zur Unterwerfung • Aktiver Modus: Übermäßige Tendenz zur Dominanz und Machtausübung, bzw. permanente Auflehnung gegenüber Autoritäten
- Was ist beim Konflikt „Versorgung versus Autarkie“ im OPD auf Achse III gestört und wie äußert sich das im passiven, wie im aktiven Modus? • Die Balance zwischen dem Bedürfnis nach Versorgung und Liebe durch ein Objekt und dem Bedürfnis, ohne eine solche äußere Versorgung auszukommen, ist konflikthaft gestört • Passiver Modus: Passive Neigung, sich versorgen zu lassen • Aktiver Modus: Selbstgenügsamkeit, Anspruchslosigkeit, altruistische Grundhaltung
- Was ist beim Selbstwertkonflikt im OPD auf Achse III gestört und wie äußert sich das im passiven, wie im aktiven Modus? • Die Selbstwertregulation ist konflikthaft gestört • Passiver Modus: brüchiges, resigniertes, ständig bedrohtes Selbstwertgefühl • Aktiver Modus: kompensatorische Selbstsicherheit
- Was ist beim Schuldkonflikt im OPD auf Achse III gestört und wie äußert sich das im passiven, wie im aktiven Modus? • Angemessenes Schulderleben ist konflikthaft gestört • Passiver Modus: Ungerechtfertigte und übertriebene Neigung, Schuld auf sich zu nehmen • Aktiver Modus: Abwehr (z.B. Projektion) von Schuldgefühlen trotz realer Schuld
- Was ist beim Ödipalen Konflikt im OPD auf Achse III gestört und wie äußert sich das im passiven, wie im aktiven Modus? • Die Sicherheit in der männlichen oder weiblichen Geschlechtsrolle sowie die Fähigkeit zu angemessenem Konkurrieren um das andere Geschlecht sind konflikthaft gestört • Passiver Modus: Übermäßige Zurückhaltung gegenüber dem anderen Geschlecht und in der Konkurrenz • Aktiver Modus: Übermäßige Beschäftigung mit dem anderen Geschlecht und übermäßiges Konkurrieren ohne Befriedigung